News Apple: Eine Milliarde Dollar für neue US-Fertigungsjobs

tobias84

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Tim Cook hat einen Investitionsfond in Höhe von einer Milliarde US-Dollar angekündigt, der amerikanische Jobs in der Produktion fördern soll. Eine größere Anzahl fortschrittlicher Fertigungsjobs und -werke sei ein stimulierender Faktor für den Wirtschaftsstandort USA, so der Apple-Chef in der CNBC-Fernsehsendung Mad Money.

Zur News: Apple: Eine Milliarde Dollar für neue US-Fertigungsjobs
 
Die machen es richtig. Besonders im Ingenieurwesen werden in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Jobs vom Zugpferd der Automobilindustrie abgebaut, da die E-Autos nicht mehr so komplex sind. Zeitlich wird mehr und mehr digitalisiert. Die Produktionstandorte der Tech-Branche müssen wieder ins Land geholt werden. Nur Forschung und Software-Entwicklung wie bei Apple reicht für eine nachhaltige Basis nicht aus, um all die Menschen eine Arbeit zu geben. Auf der anderen Seite vom Atlantik findet ein Umdenken statt, welches überaus weitsichtig ist.

Dies findet in Zeiten der Automatisierung statt und macht die Risiken für die Unternehmen in Amerika wie auch in Deutschland greifbarer. Man darf die Zeichen der Zeit nur nicht verschlafen!
 
Hmm, irgendwie hab ich das Gefuehl, dass die Amis uns diesmal voraus sind. Unsere Firmen hier (Schweiz) werden momentan mehr an die Chinesen verkauft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies nachhaltig sinnvol ist.
Die Zukunft wird es zeigen.
 
estros schrieb:
Die machen es richtig. Besonders im Ingenieurwesen werden in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Jobs vom Zugpferd der Automobilindustrie abgebaut, da die E-Autos nicht mehr so komplex sind. Zeitlich wird mehr und mehr digitalisiert. Die Produktionstandorte der Tech-Branche müssen wieder ins Land geholt werden. Nur Forschung und Software-Entwicklung wie bei Apple reicht für eine nachhaltige Basis nicht aus, um all die Menschen eine Arbeit zu geben. Auf der anderen Seite vom Atlantik findet ein Umdenken statt, welches überaus weitsichtig ist.

Dies findet in Zeiten der Automatisierung statt und macht die Risiken für die Unternehmen in Amerika wie auch in Deutschland greifbarer. Man darf die Zeichen der Zeit nur nicht verschlafen!

Warum sind E-Autos weniger komplex als Autos mit einem Verbrennungsmotor?
 
Aber andererseits ist es keinesfalls sinnvoll zu denken, dass innerländische Fertigung unsere Wirtschaft stärkt, das Gegenteil kann genauso gut eintreten!!
Unsere Firmen sind von günstiger Fertigung abhängig, da die Konsumgesellschaft hier immer günstigere preise verlangt. Eine Erhöhung der Preise gegen mehr Arbeitsplätze hierzulande könnten das Interesse abschwächen und dann würde sich die Fertigung gar nicht mehr lohnen.

Im Artikel hier natürlich auch nicht erwähnt:
andere Medien schrieb:
Cook habe ihn gleich nach der Wahl angerufen, erzählte Trump in einem Interview in der "New York Times". Er habe ihn dann sofort darauf angesprochen, dass Apple große Fabriken in den USA bauen solle. Cook habe Verständnis für sein Anliegen gezeigt so Trump. Er habe ihm daraufhin versprochen, alles zu tun, um die nötigen Anreize zu schaffen. "Es wird eine sehr große Steuervergünstigung für Konzerne geben", soll der US-Präsident laut eigenen Angaben gesagt haben.
 
@Nordm4nn
Hier ein paar Stichwörter welche diese These stützen: Anzahl der Beweglichen Teile (Motor/Getriebe!!!) e Auto vs Verbrennungsmotor Auto, Kühlung, Wartung.
Ob ich diese Meinung teile? Ich enthalte mich.
 
Eine Forderung, die ich, abgesehen von dem dahinter stehenden nationalen Protektionismus', gut finde. Tatsächlich sollten Unternehmen ihre Wirtschaftskraft nutzen, um die Ausbeutung und schlechten Arbeitsbedingungen in Übersee zu beenden. Das Apple das zu diesem Zeitpunkt schon vollständig plant, halte ich für unwahrscheinlich, dennoch ein richtiger Schritt, aus dem sich mehr ergeben kann, und mit Sicherheit auch wird. Bleibt nur zu hoffen, dass man nicht, á la Textilindustrie in Mailand, die Arbeitskräfte einfliegt, die strengen Immigrationsauflagen der USA setzen dem ganzen da aber wohl einen Riegel vor.

Bin gespannt, wie diese Entwicklung in ein paar Jahren aussieht!
 
Nordm4nn schrieb:
Warum sind E-Autos weniger komplex als Autos mit einem Verbrennungsmotor?

Weniger komplex kann man nicht unbedingt sagen, jedoch hat ein E-Auto deutlich weniger Verschleißteile und Peripherie nötig. Vieles was im Auto mechanisch kann im E-Auto voll elektronisch gelöst werden und vereinfacht viele Dinge enorm. Man denke zum Beispiel an das gesamte Wärme- und Abgasmanagement das für einen Kraftstoffmotor von nöten ist. Etwas lapidar gesagt fällt mit E-Motoren somit mal eben die Hälfte des technischen Know-Hows deutscher Ingenieure (Im Automobilbau) weg! :heul: Das hat zur Folge, dass auch weniger Zulieferer benötigt werden.

Ich hoffe wir verpennen es nicht an der richtigen Stelle zu investieren. Was die deutschen im E-Sektor bisher liefern ist wirklich mau und die scheinen auch wenig daran interessiert zu sein E-Autos zu bauen. Da fällt mir ein schwäbisches Sprichwort ein "Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht!" Mal sehen wie lange Stuttgart noch Bock auf Feinstaub hat. Selbst der Schwabe kauft sich früher oder später eine E-Karre und die wird unter Umständen nicht aus deutscher Produktion stammen...

Ungewöhnliche Zeiten in denen man tatsächlich die USA ausnahmsweise loben muss. Ob es dann wirklich so lobenswert ist wenn Trump und Apple da mit spielen ist natürlich eine andere Frage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für eine Farce!
1 Milliarde? - Peanuts. Hat man ihm da mit Steuernachzahlungen in dieser Höhe vorgeschlagen? Unter der neuen Regierungsdoktrin gehört es sich wohl wieder mit den Wölfen zu heulen. Dann sollen wohl auch alle die, die von dieser Milliarde etwas verdient haben nur die in den USA produzierten Produkte kaufen, damit das Geld da bleibt, wo es herkam?

Früher hat man immer eine Geschichte erzählt, dass nach der Abschaffung der Leibeigenschaft in Russland, die Gutsherren den Bauern Geld gaben, das sie ausschließlich im Laden auf dem Gutsherrenhof ausgeben konnten, damit das Geld auch beim Gutsherren blieb. Nur hat das die Wirtschaft nicht angekurbelt....

Oder große Deutsche Firmen, die nur Arbeitskräfte aus den von ihnen selbst betriebenen Leiharbeitsfirmen beschäftigen, und sich die Gehälter erst einmal selbst bezahlen, noch einmal Gewinn davon abschöpfen und anschließend den Rest an die darüber Angestellen auszahlen.

Ganz großes KINO!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, war es nicht genau der gleiche Tim Cook, der vor ein paar Jahren (zwischen den Zeilen gelesen) gesagt hat, dass Amis zu dumm sind, um in der Produktion von Elektronik zu arbeiten? Und dieser soll jetzt 1 Milliarde locker machen, um eben diesen Leuten Jobs zu geben?
Bestimmt ist an diesem Plan irgendwie, irgendwo, irgendein Haken.
 
1 Milliarde ist für Apple nicht viel und das ganze ist gute Imagepflege. Apple kombiniert das auch gleich mit reichlichen Informationen zu den bisherigen Leistungen im Bereich der Arbeitsplätze: Two million U.S. jobs. And counting.

Nordm4nn schrieb:
Warum sind E-Autos weniger komplex als Autos mit einem Verbrennungsmotor?

Hunderttausende Arbeitsplätze stehen zur Disposition
Was Sache sein wird, äußerte BMW-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Manfred Schoch: Nach seinen Worten besteht z.B. ein heutiges modernes Achtzylinderaggregat aus 1.200 Teilen, die montiert werden müssen, ein Elektromotor hingegen bringt es nur auf 17 Teile.

Weniger Teile, weniger Arbeit, weniger Jobs?
Zu jedem produzierten Verbrennungsmotor gehört ein mehrstufiges Getriebe, das die Motordrehzahl auf die Raddrehzahl untersetzt. [...]Solche Getriebe, die aus Dutzenden von Komponenten bestehen, haben mit vierstelligen Produktionskosten einen erheblichen Anteil am Gesamtwert heutiger Antriebe. Auch Elektromotoren benötigen ein Getriebe, um einen günstigen Wirkungsgrad zu erreichen. [...] Die Produktionskosten für Elektrogetriebe sind so gering, dass sie in der FEV-Studie von vornherein in den Kosten für den Elektromotor enthalten sind.
 
1 Milliarde deutet eher auf ein Investment in einen Zulieferer zB Foxconn hin, die dort ein Werk für 7 Mill. angekündigt haben.
 
Wie die Leute drauf reinfallen ^^
Steuererleichterungen in Mrd. höhe (und das Jahr für Jahr).
Apple macht einen auf Samariter und investiert 1 Mrd (eigentlich sind es ja erlassene Steuergelder) und alle sagen Juhu, Trump zwingt sie in der Heimat zu Investieren :D

Trump Profitiert selber ohne ende von einen niedrigen Steuersatz.

Naja, jeder hört nur was er hören will.
 
1 MRD. ist für einen Konzern wie Apple verdammt wenig. Und außerdem machen die das nicht, weil sie dem Präsidenten gefallen wollen, sondern weil es strategisch schon lange so geplant war.
 
Ich habe am Dienstag 4,40 Euro in Griechenland investiert (1x Pita), das dürfte in Relation zu meinem Kontostand fast die gleiche Dimension haben wie die Aktion hier für Apple.
Warum bekomme ich hier keine News? ;)
 
Bis zu 50.000 neue Stellen bei Foxconn. Ok, schön und gut. Jedoch müssen unter den arbeitslosen US-Amerikanern auch 50.000 sein, die für die entsprechenden Stellen qualifiziert sind oder zumindest kurzfr. qualifiziert bzw. angelernt werden können. Sonst holt man sich Personal ausm Ausland. Bringt jedoch "nur" Lohnsteuer .... die eigentlichen Arbeitslosen gucken in die Röhre ....
 
Is ja früh am Morgen. Deswegen korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
Aber von welcher USA-Produktion ist hier denn die Rede? Das iphone wird doch nicht in der USA gefertigt. Wenn es so wäre würde wir doch denke ich andere Preise für das Smartphone bezahlen. Welche US-Fertigungsjobs sind hier gemeint?
 
Warum fällt das Apple und anderen US Firmen erst jetzt ein ???
 
Nordm4nn schrieb:
Warum sind E-Autos weniger komplex als Autos mit einem Verbrennungsmotor?

Es kursierten vor kurzem Zahlen. Ein E-Motor besteht aus sieben (!!!) Teilen, ein Verbrennungsmotor aus hunderten. Dann kommt noch das Wunderwerk Getriebe hinzu.

An ein Verbrennungsmotor ist immer ein Elektromotor angeflanscht, der Anlasser. Ein notwendiges aber kein sehr kompliziertes Bauteil das nur einen winzigen Teil des Antriebseinheits ausmacht. Lass den ganzen Verbrennungsmotorgeraffel weg und baue ein stärkeren Elektromotor ein.

BTT:

Kann man die Fertigung auch in USA so schnell dem Bedarf anpassen? Man stellt 100.000 Wanderarbeiter kurz vor Marktstart ein und danach fährt man die Produktion wieder herunter? USA ist nicht Deutschland aber auch nicht China?
 
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Der Arbeitsaufwand reduziert sich auf rund ein Siebtel.
 
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