Sammelthread Auto - Fragen zu Technik und Reparatur II (1. Beitrag beachten)

coolbleiben schrieb:
Wie schon geschrieben Teile selbst kaufen und von einer Werkstatt einbauen lassen sollte die Ausnahme sein
Das machen wir bei fast allem so. Der Schrauber in unserer Stammwerkstatt schraubt lieber statt Teile zu bestellen. Da die bei uns (und ich glaube generell) die EK Preise 1:1 weiter geben, macht das für die keinen Unterschied. Wenn ich mir bei einem Teil unsicher wäre, würde ich es nicht bestellen, so geschehen beim nicht mehr funktionierenden Fenster im Fond links. Das hätte über den Boudenzug, Motor etc alles sein können, ohne reinzugucken. Wenn ich aber weiß, dass ich ne Disa getauscht haben will, bring ich die mit. Öl lassen wir auch die bestellen, das macht wenig Unterschied im Preis und dann ist bei denen im Preis auch die Entsorgung der 6,5l Altöl drin.
Bei letzten Inspektion/HU/AU vor gut 2-3 Wochen wollte ich u.a. auch das Differenzialöl gewechselt haben, scheinbar hat das aber sein Geselle erst nicht richtig gelesen und Motoröl gewechselt. Ist ihm dann beim Rechnung schreiben aufgefallen und er hat die Positionen aufer Rechnung genullt. Im Januar hatten wir rund 140€ fürn Ölwechsel aufer Rechnung stehen. (mittlerweile kann ich vom Motul 0w40 X-Maxx abraten, das ist seit einigen Monaten nicht mehr vollsynthetisch :( und den Unterschied in der Ölzusammensetzung merkt man im Kaltstartbetrieb).
Sind dann auch noch mal dahin, als wir in der Ecke waren, weil mir das Lenkrad zu sehr gewackelt hat bei einigen Geschwindigkeitsbereichen (haben auch neue Sommerreifen draufgezogen bekommen), der Meister hat mit mir ne Probefahrt gemacht und die Vorderräder noch mal nach wuchten lassen vom Gesellen, so hätte er uns den Wagen wohl auch nicht gegeben. Noch mal mit ihm ne Probefahrt gemacht, Wackeln weg :) 5 und 10Gramm haben an der VA gefehlt. Wollte er auch nix für haben, weil "das beim ersten Mal so hätte sein sollen". Hat trotzdem ne halbe Stunde seiner Arbeitszeit + die des Gesellen zum Wuchten in Anspruch genommen. Hab er halt ordentlich was für die Kaffeekasse bekommen.
Wir wissen nach wie vor, wieso wir 80km für einen Weg zur Werkstatt fahren :)

coolbleiben schrieb:
Ich denke manche Kunden erwarten zu viel von einer Werkstatt
Ja, der Totalschaden muss in 5 Minuten fertig repariert sein und darf nur den Preis vom günstigsten Waschstraßenprogramm haben. Ist ja leider völlig typisch :freak:
 
coolbleiben schrieb:
Warum gibst du deine Wischerblätter mit hin, wechsel sie doch selber.
nik_ schrieb:
Er hatte die Wischer selbst montiert
Eben. Und die kompetente Vertragswerkstatt hat meine frisch selbst montierten neuen Bosch Wischer kaputt gemacht, um mit für runde 60€ "original Toyota" Wischer zu verkaufen.
 
@Scheitel
Beste Öl mittlerweile wohl das Ravenol RCS. Das ist zwar etwas teurer als andere Sorten und Marken, dafür definitiv vollsynthetisch mit mehr Ester-Anteil. Die Werte im Datenblatt sprechen auch für sich und sind dank der Grundöle auch keine reinen Blender.
Motul ist sicher immer noch kein Schund, aber mich stören solche Dinge auch, dass man von PAO einfach heimlich auf ein HC oder GTL Grundöl wechselt.

@lord-of-fire
Wow, aber sicher nicht so die ganz große Ausnahme. Das wird, wenn auch in kleinerem Rahmen, sicher häufiger praktiziert. Bei mir Stand auch schon mal Wischwasser und Kühlflüssigkeit auf der Rechnung, weil die bei der Inspektion da einen Schluck nachgekippt haben. Dass die da die eigenen ganz tollen Wischer verkaufen wollen oder haben, habe ich auch schon mal mitbekommen.
Aber mehr oder weniger die eigene Versicherung zu bescheißen, ist schon Hammer.
Du musst dich heute aber wirklich schon selber irgendwie damit auskennen, zumindest mit den Grundlegenden Dingen. Einfach vertrauen würde ich kaum noch einem Dienstleister.
 
Ich habe heute meinen 1er zur Diagnose abgegeben, die Kosten für den Service trägt BMW, da ein Service Plus Vertrag drauf ist.
Der Serviceannahmemeister war sehr nett und hat auch dafür gesorgt, dass ich den Mietwagen nicht bezahlen muss.

Aber der Kostenvoranschlag war schon wieder der Hammer: Neue Wischer vorne und hinten (zahlt auch BMW, wegen Service Plus), eine Wäsche, Auffüllen von Flüssigkeiten und die Diagnose sollen zusammen ca. 400€ kosten.
Und da ist noch nichts am System repariert. Was bin ich froh das nicht zahlen zu müssen...
 
Ich hatte eine Zeit lang einblick in das Aftersales System von Mercedes. Da wird grundsaetzlich seit Jahren Prozente auf den Teilepreis aufgeschlagen und bei den meisten "Arbeitspaketen" muss man sich umsehen, auf welche Kostenstellen man die "negativen Rabatte" verbucht. Ich glaube der Aufpreis fuer "Mitarbeiter legt (bezahlten) Verbandskasten in Fahrzeug" lag irgendwo bei 40 Euro..
 
Ich habe den Vertrag ja zum Glück nicht bezahlt, das hat der Vorbesitzer (Firma) erledigt ;)
 
Ich kann mir dabei aber auch vorstellen, dass das spezielle Preise für den Service-Vertrag sind und man sonst weniger zahlen würde. Das ist nämlich selbst für BMW schon frech :D
 
Das würde mich wundern, da hat keiner ein schlechtes Gewissen dir für Lappalien ein vermögen abzunehmen.
 
Thane schrieb:
Motul ist sicher immer noch kein Schund
Ne auf keinen Fall, aber still und heimlich umstellen ist schon ein Ding. Deren Viskosität vom "alten" 0w40 war perfekt für den N52, wenn man vom Klackern der HVA Elemente betroffen war/ist.
Die Viskosität des neuen Öls hat sich offenbar um ein paar Nuancen geändert, sodass auch nach einem Tag stehendem Fahrzeug(trotz vorher Langstrecke) das Öl aus den HVA Elementen gelaufen ist und etwas länger braucht, um diese in der Startphase wieder mit Öl zu füllen.
Nach Langstrecke bzw betriebswarmem Öl hat das "alte" Motul 7-10 Tage Standzeit gebraucht, bis es von alleine aus den HVA Elementen raus lief, das jetzige ist binnen 24h raus, sodass die HVAs wieder klackern beim nächsten Start. Und wir sind seit dem Ölwechsel ausnahmsweise nur Langstrecke gefahren.

Das Ravenol RCS kostet doch nur 58€ für 5 Liter bei Amazon, das ist nichts, was ich als teuer erachten würde. Erst wenn das Öl mehr als einmal voll tanken (bei den "alten" Spripreisen vor Corona) kostet, würde von einem ordentlichen Preis sprechen.
Leider ist das aber ein 5w40 und wir werden wohl bei einem 0w40 wegen der kalt Viskosität in Bezug auf das HVA Klackern bleiben und zum Rowe Hightec Synth RS 0w40 wechseln.

boarder-winterman schrieb:
Und da ist noch nichts am System repariert
Das wird bestimmt um die 2000€ werden :freak:

Gut, dass BMW von uns bisher nur 50€ in der Kaffeekasse fürn komplettes Steuergeräteupdate gesehen hat :king:
 
braucht man heute noch nen 5l Kanister ? Oder habt ihr den nur weil ihr den zum Ölwechsel der Werkstatt hinstellt ?

für meinen Astra G hatte ich immer 5L Gebinde bestellt, da er das 10W40 quasi 1:10 mitm Sprit rausgeschwitzt hat. Locker 1-1,5l auf 1000km :D
 
Wie schon geschrieben, lasse ich die Werkstatt das Öl bestellen, weil der Aufpreis gering ist und die das alte Entsorgen. Die nehmen einen 5er und nen 1 Liter Gebinde.
Wir haben bei 211tkm Laufleistung einen Ölverbrauch von einem 0,5-1l Öl aufs 12tkm Wechselintervall.
6,5l passen rein, die Werkstatt füllt immer 6 Liter rein und habe immer einen Liter im Kofferraum.
Wenn ich den Motor im Begrenzer für ne Minute bewege, kann ich auch was nach kippen.
Hab ich aber nur einmal gemacht (5. Gang bei 250 und knapp 7000 Touren), um das eben zu wissen.
Dann riecht man es auch deutlich im Innenraum. Ist halt nen altes Auto.
 
@Scheitel
Das RCS hat einen Pourpoint von -57°C, das ist also bei der Temperatur noch fließfähig. Da würde ich mir genau gar keine Sorgen wegen des Winterbetriebs machen. 0W brauchst du da nicht. Außerdem ist es ein sehr stabiles Öl, das auch nach 10.000 km kaum abbaut.
Und es verbleibt anscheinend auch längerfristig ein leichter Schmierfilm. Wie beim "alten" Motul.
Die größten Vorteile sind eigentlich die für ein 5W40 hohe Viskosität, der hohe HTHS und der niedrige Verdampfungsverlust.

Ich sagte ja auch teurer. Andere gute Öle bekommst du um die 7-8€ pro Liter. Das RCS liegt mindestens bei 10-11€ pro Liter :)
Wenn du aber unbedingt ein 0W-40 haben willst, wäre ich da weiterhin beim Rowe Synth RS. Auch ein PAO+Ester Grundöl. Das ist schon eine gute Wahl.
 
Thane schrieb:
Das RCS hat einen Pourpoint von -57°C, das ist also bei der Temperatur noch fließfähig. Da würde ich mir genau gar keine Sorgen wegen des Winterbetriebs machen. 0W brauchst du da nicht. Außerdem ist es ein sehr stabiles Öl, das auch nach 10.000 km kaum abbaut.
Winterbetrieb ist hier völlig egal :) Es hat 1x geschneit und ich hab 2x Eis an der Scheibe im letzten Winter gehabt :freak: Winterreifen waren letztes Mal schon eigentlich überflüssig.
Das 0w ist explizit nicht wegen des Winters, sondern nur wegen der Klackerrei der HVA Elemente.
Das alte Motul hat eben auch in kaltem Zustand die perfekte Viskosität gehabt, um einige Zeit in den HVA Elementen zu verbleiben, bzw. um nach dem Start dort schnell wieder rein zukommen und die überschüssige Luft zu verdrängen.

Mit viel Glück werden es in Zukunft doch deutlich unter 12tkm im Jahr, bin von Meinauto.de noch mal angerufen worden, es sind genug Leute abgesprungen, sodass ich auch noch einen Wagen für 18 Monate Laufzeit bekomme :) Der Sache traue ich aber endgültig nur, wenn ich ne Mail bekomme, dass der Wagen gebaut wird ;)
 
Scheitel schrieb:
Das wird bestimmt um die 2000€ werden :freak:

Gut, dass BMW von uns bisher nur 50€ in der Kaffeekasse fürn komplettes Steuergeräteupdate gesehen hat :king:

Da bin ich mal sehr gespannt, bis heute Abend wollen sie das fertig haben.
 
OK, weiter mit BMW:
Mir war der Motor in heißem Zustand immer wieder ausgegangen. Etwas abgekühlt und er lief wieder. Nach Fehlerspeicher auslesen und Diskussion im E39 Forum war klar, daß es entweder der Kurbelwellensensor oder das Steuergerät selbst sein muß.
Also mit diesem Verdacht das Auto zum hiesigen Autohaus gebracht. Die haben dann erstmal eine Woche gebraucht, um den KWS zu tauschen. Wie sich herausstellen sollte, war der es aber nicht. Denn auf dem Heimweg ging er mir grad wieder aus. Also auf nen Parkplatz ausgerollt und angerufen, daß ich es nichtmal bis heim geschafft habe. Da hat mal wohl bei Diagnose und Probefahrt ganze Arbeit geleistet. :rolleyes:
Daraufhin kamen sie mich "abschleppen". SUV mit Abschleppseil. Ich durfte mein eigenes Auto nicht lenken, weil "der Kollege speziell für sowas geschult ist".
Danach hab ich die klare Ansage getroffen, daß es zu 99% das MSG ist und man mir bitte bei Bestätigung dieser Vermutung Bescheid geben möge, damit ich es reparieren lassen kann.
Zwei Wochen vergingen und ich bekam keine Rückmeldung. Dann ein Termin mit dem Meister zur Besprechung des weiteren Vorgehens - das ja schon besprochen war. Pünktlich zum Termin fuhr der Meister mit nem Wiesmann Roadster vom Hof und ward nicht mehr gesehen. Dafür erzählte mir der Service Berater viel Blafasel. Ich wiederholte dabei meine vorherige Ansage.
Eine weitere Woche später durfte ich mein Auto abholen. Mit neuem Steuergerät, "weil man die nicht reparieren kann!" und original BMW Software. Vorher war modifizierte drauf, die mehr Leistung brachte.
Für diesen Murks sollte ich dann etwas über 1100€ zahlen.
Trotz meines mehr als deutlichen Hinweises, daß die ausgeführten Arbeiten nicht dem Besprochenen entsprachen und man mir entgegen der Vereinbarung die Herausgabe des defekten Steuergeräts verweigerte, bestand man auf Zahlung des vollen Rechnungsbetrages.
Immerhin durfte ich das MSG sehen und so feststellen, daß lediglich aufgrund von Staunässe ein Pin abgebrochen und ein zweiter korrodiert war. Es gibt mehrere Anbieter, die sowas für niedrig dreistellige Beträge reparieren.
Und selbst mit MSG einschicken wäre ich schneller gewesen als die Vertragswerkstatt.
Außerdem durfte ich danach auf eigene Kosten wieder das Mapping optimieren lassen, weil er mit original nicht nur weniger Leistung hatte, sondern auch deutlich schlechter lief.
 
Und das waren nur zwei Beispiele für die überragende Kompetenz. ;)
 
So ich habe den Hobel wieder abgeholt.

Ausgetauscht wurden der komplette Kabelstrang vom Motorsteuergerät zum Abstandssensor und der Abstandssensor selber.

Ich habe keine Rechnung gesehen weil das ja über BMW abgerechnet wird, aber es waren wohl 5-6h Arbeit plus die Teile.
Der Annahmemeister schätzt so 2000€ wären es geworden.

Ich bin jedenfalls froh das nicht zahlen zu müssen und hoffe darauf dass jetzt alles einwandfrei funktioniert.
 
Kann mir wer von euch so eine "Starthilfe-Powerbank" empfehlen?

E: Ups, sollte eigentlich in den anderen Thread.
 
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