Sammelthread Auto - Fragen zu Technik und Reparatur II (1. Beitrag beachten)

Hi,

mein Auto (Seat Leon 5F 1.4 TSI 122 PS 2013) war gestern tot und lies sich nicht mehr starten. Versicherung angerufen, da Schutzbrief vorhanden und die haben einen Pannenhelfer vorbeigeschickt. Der hat die Batterie als Ursache ausgemacht, was ich auch vermutete, und gleich gegen eine neue ausgetauscht. Jetzt war ich heute im Autohaus, weil die Airbag-Fehlerlampe aufleuchtete, was mit Sicherheit mit der leeren Batterie zusammenhängt, weil dieser Fehler erst nach dem Tausch aufgetaucht ist - aber das ist hier nicht der Grund.

Der Mechaniker erwähnte noch, dass ich eine Autobatterie für rund 200 € benötigen würde, wegen Start-Stopp und weil da scheinbar auch ein Steuergerät am Kabelstrang dranhängt, was die Ladung überwacht bzw. steuert.

Sind die Batterien wegen diesem Start-Stopp wirklich so teuer? Marke AGM hat er erwähnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was war denn vorher für eine Batterie drinnen? (AGM oder EFB?) bzw. welche ist jetzt drinnen? Eine "normale" Batterie ist in der Tat nicht zu empfehlen bei diesem Modell, du hast ja neben Start/Stop auch eine art Rekuperationssystem, welches Energie in der Batterie zwischenspeichert.

AGM ist übrigens keine Marke, sondern eine Bauweise. Die gibts von VARTA, Bosch usw. genauso wie EFB.

Nach kurzer Recherche hattest du vermutlich ab Werk eine EFB Batterie drinnen, ich würde wieder zu einer entsprechenden greifen. (angeblich sind die EFBs besser für das Rekuperationssystem geeignet, aber da müsstest du dich selber informieren)

Welche Batterie hat dir denn der Pannenhelfer eingebaut?
 
Zuletzt bearbeitet:
Man könnte natürlich auch sagen, daß da die Industrie wieder was "tolles" erfunden hat, um Geld an den Ersparnissen der Kunden zu verdienen.
 
Matze89 schrieb:
Jetzt war ich heute im Autohaus, weil die Airbag-Fehlerlampe aufleuchtete, was mit Sicherheit mit der leeren Batterie zusammenhängt, weil dieser Fehler erst nach dem Tausch aufgetaucht ist - aber das ist hier nicht der Grund.

Der Mechaniker erwähnte noch, dass ich eine Autobatterie für rund 200 € benötigen würde, wegen Start-Stopp und weil da scheinbar auch ein Steuergerät am Kabelstrang dranhängt, was die Ladung überwacht bzw. steuert.

Also das Steuergerät hängt nicht an der batterie, sondern wird am "Minus" Pol der Batterie angeklemmt. Ist gleich mit integriert an der Schelle.

Wichtig ist das du, nachdem die Batterie getauscht wurde (welche dann auch immer das ist), dem Steuergerät sagen musst das eine neue batterie verbaut wurde. Sonst passen die errechneten bzw. gemessenen werte nichtmehr zusammen und du bekommst bald die Meldung das die Batterie leer ist, obwohl das garnicht stimmt.

Die werkstatt sollte das Rücksetzen machen können
 
Ich hatte es gerade vor kurzem mit einem Kollegen über modern(er)e Fahrzeuge und unter anderem deren Motoren.
Er würde sich lieber einen 2.0 Liter Turbo mit 200PS statt einem 1.4 Liter Turbo mit 140PS kaufen, weil die aufgeblasenen kleinen Maschinen ja zu anfällig seien.

Prinzipiell bin ich ja auch für mehr Hubraum, aber ist das nicht etwas weit her geholt?
Das Verhältnis aus Leistung und Hubraum wäre ja Identisch. Außerdem sind doch 100PS/Liter ja noch relativ "human".

Wenn ich mit beiden gleich schnell unterwegs sein möchte ist das natürlich was anderes, mir ging es um den "normalen" Betrieb. Ist ja nicht so das 140PS in einem Wagen der Kompaktklasse im Alltag zu wenig wären.

Was meint ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Literleistung sagt im Endeffekt fast gar nichts aus. Hubraum ist immer nur ein Aspekt des Grundmotors, nämlich wie groß der Brennraum an sich ist.
Materialwahl, Bauteildimensionierung usw. werden dabei vollkommen ausgeblendet.
Von daher beleuchtet eine Angabe wie XXX PS pro Liter immer nur die eine Seite, lässt die andere aber vollkommen außen vor.
 
die Furcht rührt vorallem von den VW-Motoren mit 1,4 TFSI usw. her
und da liegt das Problem nicht am Grundsatz, sondern an der Ausführung
die Motoren sollen günstig sein, entsprechende Qualitätsmängel können und werden auftauchen

da war ja zum Beispiel die Sache mit der Steuerkette
scheinbar, ich weiß es natürlich selber nicht, lag es ja nur daran weil der Hersteller der Steuerketten den Wartungsintervall seiner Produktionsmaschinen überzogen hat
und warum überzieht er?
um Kosten zu sparen, damit sein Preis besser ist als der Preis der anderen Mitbewerber
und das ist die eigentlich Sache, was die Motoren so anfällig macht

klar kann es auch mal Konstruktionsfehler bzw. Auslegungsfehler geben
aber wenn man das richtig plant und auslegt ist auch 1,4 TFSI sehr robust
würde mehr kosten, will VW nicht
 
Hallo

habe mal wieder ne Frage an die Experten

Habe vorhin ein lauteres "Arbeiten" im linken Motorraum(Beifahrerseite) festgestellt. (polo9n/2009)

Das Geräusch ist so ein Mittelding aus Rattern/Klappern, eig. recht geschmeidig aber für mich relativ laut. Vom Hören her befindet es sich eindeutig links vom Motor, etwa rechts/unterhalb des Kühlwasserbehälters.(Auto lief im Leerlauf). Wie es sich im Gang verhält konnte ich aus Zeitgründen leider nicht testen. Beim Fahren selbst hört man aufjedenfall nichts.
Auto war letzte Woche zur Inspektion(alles i.O).

Habt Ihr Vermutungen was es sein könnte? Nur um mal zu ahnen, was auf mich zukommen könnte..
Vielleicht auch nur Einbildung...moie gehts ab zum Check.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
fanatiXalpha schrieb:
die Furcht rührt vorallem von den VW-Motoren mit 1,4 TFSI usw. her
und da liegt das Problem nicht am Grundsatz, sondern an der Ausführung
die Motoren sollen günstig sein, entsprechende Qualitätsmängel können und werden auftauchen

da war ja zum Beispiel die Sache mit der Steuerkette
scheinbar, ich weiß es natürlich selber nicht, lag es ja nur daran weil der Hersteller der Steuerketten den Wartungsintervall seiner Produktionsmaschinen überzogen hat
und warum überzieht er?
um Kosten zu sparen, damit sein Preis besser ist als der Preis der anderen Mitbewerber
und das ist die eigentlich Sache, was die Motoren so anfällig macht

klar kann es auch mal Konstruktionsfehler bzw. Auslegungsfehler geben
aber wenn man das richtig plant und auslegt ist auch 1,4 TFSI sehr robust
würde mehr kosten, will VW nicht

VW hat auch lange Zeit die Zulieferer bis auf den letzten Cent ausgequetscht. Bei den 1.4 TSI war es, wie du sagst, ein Problem mit den Ketten selber, nicht ein Problem der Konstruktion.
Ich habe aber nun schon mehrfach gehört/gelesen, dass VW nicht mehr so "aggressiv" verhandelt.
Die 2.0 TFSI sind ja auch ziemlich robust.

Eine Fehlkonstruktion findest du zum Beispiel bei den BMW N47 Dieselmotoren. Da gibt es auch reihenweise Probleme mit den Ketten.

@turbo1
Etwas mehr Informationen wären gut. Welcher Motor genau zum Beispiel.
 
.. oder beim 2.0 TFSI aus dem Golf GTI. Die erste Motorbaureihe hatte auch ganz oft Probleme mit dem Kettensteuerung der Ventile.
War aber da ein Konstruktionsproblem, welches ab Modelljahr 2006 dann behoben wurde..
 
Stimmt, beim AXX gab es ein paar Probleme mit der Kette, weil der Öldruck nicht stimmte. Da gab es dann ein anderes Gehäuse.
Wurde aber Recht schnell behoben, den AXX gab es nicht so lange.
Ein paar andere Änderungen kamen mit dem BWA (ab 2006) auch noch.
 
Also ist die These von den "schlechten" aufgeblasenen kleinen Motoren ja doch Quatsch, zumindest so lange es keine groben Konstruktionsfehler oder Qualitätsprobleme gibt.

Und nochmal speziell zu den 1.4 TSI. Wenn die Steuerkette schon mal gewechselt wurde - kann ich davon ausgehen, dass die keine Probleme mehr macht oder ist das ein Glücksspiel?
 
Wenn eine bessere Kette samt Kettenspanner verbaut wurde, sollte das Problem nicht wieder auftreten.
Die Frage ist, von welcher Qualität das Austauschteil ist.
Ich habe das nicht mehr so sehr danach verfolgt, aber man hat nach der Nachbesserung nicht mehr so viel Schlechtes gehört.
Aber es gibt sicher auch Motoren, bei denen das Problem wieder aufgetreten ist.
Die Sache bei den Motoren ist einfach, dass das Vertrauen weg ist.

Meine Eltern hatten auch einen Tiguan mit dem 150 PS 1.4 TSI (Turbo + Kompressor), der hatte mit ca. 35.000 km auch das Problem mit der Kette. Nach dem Wechsel war es gut.
Der wurde aber mit ca. 70.000 km verkauft im Dezember, daher kann ich aus eigener Erfahrung nur das Beispiel liefern.
 
Die TSI sind Grundlegende Konstruktionsfehler.

Auch nach Tausch der Steuerkette begann es wieder mit Kettenrasseln, bis hin zum erneuten überspringen/reissen der Kette.

Anfänglich flogen auch gerne die Turbos, weil sie die Hitze nicht abkonnten. Die Lösung waren/sind Wassergekühle Abgaskrümmer.

Generell kann man sagen, VW/Audi Benziner sind nicht Empfehlenswert. Wenn man dennoch einen kauft, unbedingt auf Festintervall des Ölwechsels umstellen und diese Longlife-Plörre fernhalten vom Motor.
 
So ziemlich jeder rät ja von den LL-Ölen und den riesen Laufzeiten ab.
Aber wie kommts, dass die Hersteller das dann überhaupt eingegeüfhrt haben? Wäre doch für die bzw auch für die Ölhersteller lukrativer das regelmäßig zu tauschen und scheinbar auch für die Motoren?
Klar kann man dann jetzt sagen, vom (halb) kaputten Motor hat der Hersteller mehr, weil noch mehr Geld übern Tresen geht, aber das dann dem Ruf der Langlebigkeit ja irgendwie auch nicht gerecht werden.
 
proud2b schrieb:
Die TSI sind Grundlegende Konstruktionsfehler.

Auch nach Tausch der Steuerkette begann es wieder mit Kettenrasseln, bis hin zum erneuten überspringen/reissen der Kette.

Anfänglich flogen auch gerne die Turbos, weil sie die Hitze nicht abkonnten. Die Lösung waren/sind Wassergekühle Abgaskrümmer.

Generell kann man sagen, VW/Audi Benziner sind nicht Empfehlenswert. Wenn man dennoch einen kauft, unbedingt auf Festintervall des Ölwechsels umstellen und diese Longlife-Plörre fernhalten vom Motor.

Ziemlich pauschaler Schwachsinn, dass alle VAG Benziner nichts taugen. Da gibt es reichlich gute Motoren. Die quer eingebauten 2.0 TFSI laufen zum Beispiel so ziemlich alle gut.
Einzig der Hinweis, nicht Longlife laufen zu lassen, passt.

Und wenn man nach Problemen sucht, darfst du fast kein Auto/Motor nehmen.
Nicht immer die Foren-Märchen alle glauben.

Bei Turboschäden würde ich fast immer auch dem Benutzer eine potentielle (Teil-)Schuld einräumen. Manche Leute sind einfach zu blöd, so einen Motor zu bedienen. Kalt voll drauf mögen diese Motoren halt gar nicht.

@scheitel
Longlife, damit der Leasing-Kunde auch möglichst selten bis gar nicht damit zur Werkstatt muss. Aus technischer Sicht ist das für die meisten Fahrzeuge einfach Unsinn. Zum Glück gehen einige Hersteller wieder einen anderen Weg und setzen wenigstens einen jährlichen Wechsel voraus.
Das Longlife Öl an sich ist ja nicht einmal unbedingt schlecht, aber zwei Jahre bringen so ziemlich jedes Öl ans Ende. Auch mehr als 15.000 km sind, vor allem bei Kurzstrecken, zu viel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, aber der Leasingkunde ist doch immer zum Reifenwechsel in der Werkstatt ;) Also 2x im Jahr :D
Zumindest alle Firmenwagen bei uns in der Firma^^
 
Ganzjahresreifen :D
Mit dem Leasing war Mal so überspitzt daher gesagt.
Longlife ließe sich ja auch verschiedene Arten verkaufen.
Das ist alles so toll, dass man nur noch einmal in zwei Jahren zum Service muss oder man spart ja Geld, weil man seltener zum Service müsse...
Die Probleme mit dem Longlife hat übrigens nicht VW exklusiv. Das betrifft so ziemlich alle Marken.
Zum Beispiel mal "BMW oil sludge" bei Google suchen ;)
 

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