News Bundesregierung: Glasfaserausbau als „überragendes öffentliches Interesse“

bei uns in der stadt hat ein glasfaseranbieter erst in den äußeren stadtteilen angefangen und die innenstadt als allerletztes geplant. seit 2,5 jahren jetzt schon. die telekom wird ja immer dann erst aktiv, wenn die kunden weglaufen, und hat deshalb auch langsam angefangen, glasfaser dort anzubieten.

na und dann beschwert sich der andere anbieter, dass sich die telekom ja nur die rosinen rauspickt und ihnen in der innenstadt zuvorkommt, wo ja viel mehr geld zu holen ist durch höhere einwohnerdichte. nur wieso haben sie dann dort nicht selbst angefangen bzw nach 2,5 jahren immer noch überhaupt nicht?

wir kriegen dort im büro nur 40mbit/s dsl und sind deshalb auf o2 5g gewechselt, das zwar nicht durchgängig stabil ist, aber öfters bis zu 600mbit/s liefert und meistens 80mbit/s upload. 50euro pro monat für unlimitiertes datenvolumen +15euro abzahlung für das modem für 2 jahre. vllt aber demnächst glasfaser von demjenigen, der schneller ausbaut.
 
Weyoun schrieb:
die anfallenden Installationskosten in Form einer Mieterhöhung zu entrichten (bis zu 8 Prozent der Sanierungskosten auf die Miete umlegbar)

Sanierungskosten sind heute breits nicht umlegbar. Nur Modernisierungskosten.
Zudem fällt deine Argumentation schon flach, da die Anbieter die GF idR. kostenlos in die Wohnung legen.
 
@mo schrieb:
O.K., Betriebswirtschaft ist offensichtlich nicht so dein Ding!
Du kannst dich gerne mal zur Finanzierung regional oder lokal begrenzter Anbieter im Glasfaserausbau informieren. Also nicht Telekom oder Vodafone.
Der (für Abnehmer zunächst gebündelte kostenlose) Ausbau (incl. interne Vernetzung) ist trotz ggf. Fördermittel größtenteils fremdfinanziert und extrem kostenintensiv. Die Kredite können bis zu 25-30 Jahre laufen. Bis so ein Unternehmen auch nur mal an der Gewinnzone riechen kann, können bis zu 10 Jahre vergehen, wenn sie nicht vorher pleite gegangen sind oder von nem Großen geschluckt wurden.
Als Unternehmen in dem Segment brauchst du einen verdammt langen Atem!
In dem Fall den ich nannte, pachtet Vodafone das vom Kreis gebaute Glasfasernetz. Sprich die Bürger unseres Landkreises Löhnen dafür und müssen dann noch die Wucherpreise von vf zahlen, die keinen Cent in den vorherigen Ausbau gesteckt haben. Die 45€ sind also Wucher
Ergänzung ()

romeon schrieb:
Würde mich gar nicht wundern, wenn das mein Kumpel Arnas war. Der macht genau das bundesweit, hat rd 50 Leute beschäftigt und kommt ursprünglich aus Litauen, wohnt allerdings schon Jahre in D. Alle seine Autos sind aber weiter in Litauen zugelassen.
Dann frag ihn Mal ob er jüngst in Südwestdeutschland tätig war ^^
 
@RKCPU:
Ähm, Du schreibst was von "erlaubt" - in meinem Verständnis ist das nicht gleichbedeutend mit "verpflichtend".
Und dem Rest kann ich nicht folgen und versteh' ihn leider nicht. 🤷‍♂️
 
RKCPU schrieb:
Im Ernst, Rechtsanspruch auf Glasfaser wird nun wirken, zumal der Vermieter wohl (wieder) 5€ - 7€ monatlich auf jeden Mieter umlegen kann.
Da gibts nichts was der Vermieter umlegen kann. Dem entstehen ja keine Kosten.

RKCPU schrieb:
Vielfach würde übergangsweise g.fast reichen, besonders dort wo heute DSL-250/40 nicht klappt. Erst ab 2030 hat FTTH ja Priorität.
FTTB wird eher selten verbaut - weil es teuer im Betrieb ist. Bei kleinen Gebäuden mit wenig Parteien hast da idR. garkeine Chance zu, da es kein Netzanbieter dort einsetzt.
Wenn die Eigentümer dann auch noch den Strom dahin legen müssen, erledigt sich das oft.
 
User007 schrieb:
Dieses immer wieder verwendete und übrigens mittlerweile faktisch widerlegte Narrativ "Werterhalt oder -steigerung der Immobilie" ist an Dämlichkeit sowie anmaßender Unverschämtheit nicht zu überbieten
Daran ist überhaupt nichts falsch!
Wenn du eine Immobilie veräußern willst, wird eine 16.000er Leitung nicht mal erwähnt. Ein Glasfaseranschluss hingegen schon. Und das bestimmt nicht zum Nachteil des Verkäufers.
 
@Blutomen
Inhouse Glasfaser für FTTH verlegen wird teuer.

Geht auch erst wenn Faser FTTB liegt.
g.Fast ist dann k.o. für DSL, dann hängen alle an g.Fast. Kann man ja auf 2-3 Jahre befristet, bevor FTTH zu legen ist. Zudem wollen zuvor die Eigentümer wissen, wie es mit KabelTV weitergeht. Meist wäre durch Ersatz Kabel TV durch Glasfaser ein Leitungsweg frei.
Aktuell liegen die Kosten Kabelleitung bei 10€ im Mehrfamilienhaus, das wäre bei Glasfaser nicht anders.
 
Rainbowprincess schrieb:
dem Fall den ich nannte, pachtet Vodafone das vom Kreis gebaute Glasfasernetz. Sprich die Bürger unseres Landkreises Löhnen dafür und müssen dann noch die Wucherpreise von vf zahlen, die keinen Cent in den vorherigen Ausbau gesteckt haben. Die 45€ sind also Wucher
Ich habe ausdrücklich erwähnt, dass ich nicht von den Global Playern schreibe, sondern von den regionalen und lokalen Anbietern. Über die ja genauso gemeckert wird.
Das ist halt die Crux, bei den kleinen Anbietern wird das zur Geduldsprobe und bei den Monopolisten läuft das dann ggf. auf ein Preisdiktat raus, während die Kleinen sich am Markt orientieren müssen.

In deinem Fall wäre doch interessant zu wissen, warum der Landkreis das so gemacht hat.

Der hiesige Anbieter bietet die 300/150er Leitung ab dem 7. Monat für 45 € an, 600/300 für 60 €, 1000/500 für 70 €, davor 20€ + diverse Boni bei Vertragsabschluss. Bereitstellung und Vernetzung kostenlos bzw. inclusive.
Kann ich erst mal mit leben (wenn ich es denn tatsächlich mal bekomme......diesen Sommer.....!?).
 
Zuletzt bearbeitet:
Blutomen schrieb:
FTTB wird eher selten verbaut - weil es teuer im Betrieb ist. Bei kleinen Gebäuden mit wenig Parteien hast da idR. garkeine Chance zu, da es kein Netzanbieter dort einsetzt.
Wenn die Eigentümer dann auch noch den Strom dahin legen müssen, erledigt sich das oft.
Das "P" in "GPON" steht übrigens für "passive".
 
Es sollte einfach Verpflichtet beim Ausbau sein das jedes EFH / MFH zumindest mit einen HÜP im Keller ausgestattet wird.
Dann ist die Hürde später wenn auch jemand buchen möchte nicht mehr so hoch und die Straßen müssen nicht erneut geöffnet werden.
 
@mo:
@mo schrieb:
Ein Glasfaseranschluss hingegen schon. Und das bestimmt nicht zum Nachteil des Verkäufers.
Na ja, aber es ist absolute Utopie daraus eine relevante Vk-Preissteigerung aus diesem Grund oder gar einen Anspruch daraus abzuleiten. Als würd's dazu führen, dass man dswg. die Immobilie Investitionskosten-deckend veräußern könnte. Empirische Studien haben ja mittlerweile belegt, dass das eben nicht der Fall ist.​

Btw.:
Du hast Dir leider 'ne ganz besch***ete Addy mit dem @-Symbol gewählt, weil das als initiierendes Zeichen für die Mitgliedernamen(-Konvertierung/-Vorschlagsliste) fungiert und hier wohl die Board-Software einen Fehler produziert - ich mußte das manuell korrigieren.

@Admins:
Wieso ist sowas überhaupt möglich solche Zeichen, die mit (administrativen) Funktionalitäten belegt sind, für Mitgliedsnamen auszuwählen? 🤔​
Ergänzung ()

@DarkStarXxX:
Für jegliche "Neubauten" verpflichtend würde ich begrüßen und erachte eigtl. auch als angemessen, aber für Bestandsbauten kann man das nicht machen - wäre so, als würde praktisch jedes bereits verkaufte Kfz für die Nachrüstung mit modernsten Fahrassistenz- und Sicherheitssystemen verpflichtet.
Na, da möcht' ich mal das "Gebrüll in diesem Land" erleben.​
 
Zuletzt bearbeitet:
User007 schrieb:
Na ja, aber es ist absolute Utopie daraus eine relevante Vk-Preissteigerung aus diesem Grund oder gar einen Anspruch daraus abzuleiten. Als würd's dazu führen, dass man dswg. die Immobilie Investitionskosten-deckend veräußern könnte. Empirische Studien haben ja mittlerweile belegt, dass das eben nicht der Fall ist.
Frag mal beim Makler deines Vertrauens nach!


User007 schrieb:
Du hast Dir leider 'ne ganz besch***ete Addy mit dem @-Symbol gewählt, weil das als initiierendes Zeichen für die Mitgliedernamen(-Konvertierung/-Vorschlagsliste) fungiert und hier wohl die Board-Software einen Fehler produziert - ich mußte das manuell korrigieren.
In den Subforen wo ich mich für gewöhnlich rumtreibe stört das niemanden bzw. hat niemand damit Probleme, außer vielleicht beim ersten Mal. Bei Zitaten spielt es eh keine Rolle.
Ansonsten habe ich mir bei @ Zeichen, hart ausgesprochen und mo natürlich auch was gedacht!
 
@mo:
@mo schrieb:
Frag mal beim Makler deines Vertrauens nach!
Einzelfälle - über die Mehrheit betrachtet zeigt sich ein anderes Bild.
@mo schrieb:
[...], außer vielleicht beim ersten Mal. Bei Zitaten spielt es eh keine Rolle.
Wie Du siehst, kann das auch - mit Sinn intendiert - anders angewendet werden. 😉
@mo schrieb:
[...] natürlich auch was gedacht!
Hab' ich nicht infrage gestellt.
 
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Wohne in meinem freistehenden EFH im Dorf, habe 100er DSL.
Habe vor 2 Wochen nun den Vertrag mit DG abgeschlossen für kostenlose Glasfaser bis zum HÜP. Verkabelung im Haus muss ich selber bezahlen.
Es soll wohl Ende 2025 oder 2026 gebaut werden. In den nachbardörfern wird schon gebuddelt. Aber niemand garantiert etwas, dafür läuft der Vertrag erst mit Schaltung der Glasfaser los, von daher fair. Habe dann 1000er für 1 Jahr und werde dann downgraden.
Bin auf den Ausbauvorgang, Qualität, Kommunikation und letztlich Internetseiten und Stabilität gespannt.

Kupferleitung bleibt im Haus, so könnte ich später wieder zurück.
Aber langfristig wird das Kupfernetz ja abgeschaltet.
 
Pizzataxi schrieb:
Kupferleitung bleibt im Haus, so könnte ich später wieder zurück.
Aber langfristig wird das Kupfernetz ja abgeschaltet.
Klingeldraht und TAE hat man schon ewig in der Wohnung, wieso könnte er verschwinden?
Wer mal gesehen wie Mechanik in Wählautomaten und später auch Elektronik aus großen Technikräumen verschwand kann sich vorstellen, daß der Klingeldraht dauerhaft Geschichte ist.

Es gibt ja auch kein 'Kupfernetz' mehr, meist verschwindet Kupfer nach wenigen 100m In Telekomkästen und dann Glasfaser.
Nur die 180.000 Kästen der Telekom halten (V) DSL noch am Leben. Entwickler bis Wartungsfachleute gehen in Rente, weltweit beherrscht kaum ein Telekommunikationstechniker DSL. Glasfaser kann man aber weltweit längst überall.
So die Lage ...
 
@DarkStarXxX:
DarkStarXxX schrieb:
Es hat auch nahezu jedes Haus einen APL, [...]
Eben, aber auch da gibt's keine, wie hier so dezidiert gefordert, gesetzliche Verpflichtung für einen Austausch aufgrund "modernerer Technik", solang' die zweckdienliche Funktionalität vorhanden ist.
Wenn die Telekom da was Vorhandenes austauscht, dann aus reiner Kulanz (und Eigeninteresse) und weil die allermeisten APLs leicht zugängig sind - das sieht eben mit einem nicht vorhandenen Gf-Leitungsanschluß an Bestandsimmobilien ganz anders aus.​
DarkStarXxX schrieb:
Offensichtlich fehlt Dir die Phantasie.
 
Blutomen schrieb:
Sanierungskosten sind heute breits nicht umlegbar. Nur Modernisierungskosten.
1) Mit "Sanierung" meinte ich Moderinisierung und nicht Reparatur oder Instandhaltung.
2) Wenn Glasfaser keine Modernisierung gegenüber Klingeldraht-Doppelader ist, weiß ich auch nicht mehr weiter. ;)
Blutomen schrieb:
Zudem fällt deine Argumentation schon flach, da die Anbieter die GF idR. kostenlos in die Wohnung legen.
Das scheint nur lokal der Fall zu sein. In anderen Regionen werden die Immobilieneigentümer kräftig zur Kasse gebeten. Je nach geografischer Lage der Grundstücke zur nächsten Hauptverkehrsstraße wollen die Glasfaserverleger sogar die Buddelkosten zumindest anteilig bezahlt haben, bevor sie auch nur einen Finger krumm machen. Es lohnt sich nun mal nicht, 3 einzelne Häuser mit Glasfaser zu erschließen, die vom übrigen Wohngebiet einige 100 m entfernt stehen und extra erschlossen werden müssten.
 
@Weyoun
Es treibt die Kosten, wenn nun nicht vollständig erschlossen wird.
Das wäre als allgemeine Modernisierung rechtlich nun überall möglich.
 
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