CB - Linux Gaming Thread

Ist es aber nicht. Direct Scanout bedeutet, dass das Bild direkt aus dem Frame Buffer auf die Anzeige geht, ohne durch das Compositing zu müssen. Das geht aber nur, so lange keine Bildkomponente durch den Compositor dazugemischt werden muss. Der Mauscursor ist so ein Fall, weswegen für die Darstellung des Mauscursors zwingend das Compositing aktiviert werden muss. An der Stelle gibt es einen kurzen Ruckler.

Kann man super in Anno nachstellen, wenn man die Maus ein paar Sekunden nicht bewegt, ist der Mauscursor ausgeblendet in der Gamescope Session. Bewegst du dann die Maus, erscheint der Cursor, und in diesem Moment ruckelt es kurz. Nach ein paar Sekunden verschwindet der Cursor wieder, und es ruckelt nochmal kurz. Weil sich in diesen Momenten das Compositing an- und abschaltet.
 
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Hmm, sollte der Mauscourser aber nicht vom Spiel selbst kontrolliert werden. ich mein, es gibt da ja nicht umsonst Einstellungen wie "Maus-Empfindlichkeit", die in der Regel unabhängig von den Desktop-Einstellungen sind.
 
Das kommt aufs Spiel drauf an, gibt natürlich auch Spiele, die sich um den Mauscursor komplett selbst kümmern. In Witcher 3 gibt es eine Option Hardware-Cursor, könnte sogar sein, dass man das damit umstellen kann.

In der History Edition von Anno 1404 ist das aber definitiv nicht so, da kommt der Cursor vom System. Daher ist der im originalen SteamOS auch astronomisch groß, weil Valve das Scaling so extrem eingestellt hat.

Grundsätzlich gibt es keinen Grund, an den Standardeinstellungen was zu verändern, Direct Scanout performt besser.
 
Gute Implementierungen nutzen Hardwarecursor (verwaltet vom Composer).

Damit ist der Cursor nicht von Frametimes und Lag abhängig, hängt nicht an Ecken in Windowed-Modes, und bleibt auch nicht stehen wenn man den Fokus aufhebt (raus-tabben).

Auch damit man Einstellungen zum Cursor (lineare Beschleunigung z. B.) übernehmen kann.

Ich würde mich fragen, ob Direct Scanout auch im Multi Monitor setup laufen kann, oder ob das eh ausgeschlossen ist, weil der Composer dann ja die andere Displays eh bedienen muss.
 
Ich versteh nur nicht warum man überhaupt die Variante ohne Compositor nutzen sollte bei gamescope? Früher in KDE konnte ich das noch nachvollziehen, aber bei einem Compositor der genau nur diesen Einsatzzweck hat?

Da vertraue ich dann doch eher darauf das Valve wissen was sie da machen.
 
Die Variante ohne Compositor performt halt besser. Und ist ja auch die Standardeinstellung, wenn du das Steam Deck oder die Steam Machine einfach so betreibst. In den meisten Spielen, die auf dem Deck gespielt werden, ist das ja auch kein Problem. Und für meinen Anno-1404-Sonderfall gehe ich halt vorher schnell in die Entwickleroptionen.
 
Ja gut, ich weiß nicht wie die Machine das handhabt, aber auf dem Deck hat man sicherlich gar keine Maus. Auf dem Desktop macht es dann halt nur in einer expliziten Steam Session Sinn, wobei ich mich auch frage wie sinnvoll das ist bei einem Setup bei dem man zwischen zwei verschiedenen Sessions per Hotkey wechselt.
 
Keine Maus, aber trotzdem einen Cursor. Es geht ja um das Rendering des Cursors, wofür das Compositing eingeschaltet werden muss.
 
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Wozu hat das Steamdeck einen Cursor?
 
Anno 1404 hat einen Mauscursor. Den kann man mit den Touchpads steuern, oder mit den Analogsticks, je nachdem, wie man das in der Steam-Eingabe mappt.
 
Eben, ist mir auch gerade durch den Kopf gegangen, dass Direct Scanout nur in bestimmten Scenarien dann überhaut laufen kann. Sobald man die SteamOS Bedienelemente das Steam-Overlay oder Dinge wie Mangohud laufen hat muss der Composer ja auch wieder ran.
 
MangoHud nicht, das wird irgendwie noch in den Framebuffer injiziert, aber sobald man die QAM-Menüs öffnet, wird das Compositing auch eingeschaltet. Und auch da gibt es einen kurzen Ruckler.
 
Das Spiel selbst habe ich aber nicht installiert und mit meiner Jetzigen Leitung ist das Reichlich groß um einfach mal nur zu schauen...

Edit:
Das scheint halt auch ne Linux Version zu haben, ohne das festzulegen dürftest du die bekommen, evtl helfen könnte dann der wechsel auf die Windows Version davon. Indem du Proton als Kompatibilitätslayer festlegst dafür.
In der Proton.db jedenfalls scheint es da kaum beschwerden zu geben. am ehesten noch mit der neuesten version und zusammen mit der Linux variante dessen.
 
Deinorius schrieb:
Ich habe mir schon lange erhofft, dass jemand richtige Benchmarks zwischen der gamescope Session und dem Desktop Mode macht.
Ich hatte heute etwas Zeit und habe mal 2 Spiele gebencht, letzte Generation UE4 (Hogwarts Legacy) und UE5 (Clair Obscur: Expedition 33).

CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D mit 32 GB DDR5-5600
GPU: AMD Radeon RX 9070
Distro: CachyOS
Kernel: Linux 7.2.7-1-cachyos
Mesa: 26.2.3-1
Proton: GE-Proton11-7

Alle Benchmarkwerte sind aus jeweils 3 Durchläufen gemittelt, die Abweichungen zwischen den Runs sind sehr gering, die Unterschiede sind reproduzierbar. Für die Gamescope-Session habe ich jetzt mal nur die Standard-Konfiguration mit Direct Scanout genommen, wie sie nahezu immer zum Einsatz kommt.

Hogwarts Legacy
AVG-FPS​
P1-FPS​
P0.1-FPS​
Desktop (KWin)
67,3​
51,9​
48,4​
Gamescope Session
68,3​
58,6​
57,4​

Moderater Zuwachs bei den Durchschnitts-FPS, aber deutlicher Anstieg der Minimum-FPS, und das war auch deutlich zu spüren. Das Gameplay auf dem KDE-Desktop war schon ein bisschen mikroruckelig, in der Gamescope-Session war es butterweich.

Clair Obscur: Expedition 33
AVG-FPS​
P1-FPS​
P0.1-FPS​
Desktop (KWin)
62,5​
58,8​
56,7​
Gamescope Session​
63,3​
59,6​
57,4​

Hier nur ein sehr geringer Performance-Unterschied.
 
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@mario_mendel34
Danke für deine Tests. Ich hoffe, ich komme morgen oder Sonntag dazu, selber ein paar Benchmarks mit meinem Steam Deck durchzuführen. Da es schon mit einem leistungsfähigen System einen Unterschied geben kann, dürfte die Differenz mit limitierter Leistung größer/anders sein. Dann halt mit BG3, Stray (vielleicht auch Dungeons of Hinterberg).

mario_mendel34 schrieb:
Ich weiß nicht, ob die Gamescope Session überhaupt mehrere Displays unterstützt. Muss ich heute Abend gleich mal ausprobieren.
Prinzipiell nicht. Es gibt kreative Wege, um das zu umgehen, Virtual Screen oder Remote Play z.B.
Habe das beispielsweise auf die Schnelle gefunden. Erstellt eine zweite Steam-Instanz, um eine zweite Ausgabe zu generieren. Auch eine Variante. xD

https://gist.github.com/NaviVani-dev/9a8a704a31313fd5ed5fa68babf7bc3a

Snakeeater schrieb:
Ja gut, ich weiß nicht wie die Machine das handhabt, aber auf dem Deck hat man sicherlich gar keine Maus.
Grundlegend verwendet man auf beiden Geräten keine Maus, sofern das Spiel keine erfordert. Die Option ist jedoch möglich, ob jetzt mit einer echten Maus oder mit dem Controller und deren Touchpads (oder Analog-Sticks, warum auch immer man das möchte).
Beide handhaben das identisch.

mario_mendel34 schrieb:
aber sobald man die QAM-Menüs öffnet, wird das Compositing auch eingeschaltet. Und auch da gibt es einen kurzen Ruckler.
Ich frage mich schon lange (seit ich das Steam Deck 2022 habe), ob Valve dass irgendwann bereinigen wird können. Mich stört es jetzt nicht sonderlich, aber es ist doch ein Unterschied, wenn jemand sonst Konsolen gewohnt ist.
 
Deinorius schrieb:
Ich frage mich schon lange (seit ich das Steam Deck 2022 habe), ob Valve dass irgendwann bereinigen wird können.
Ich kenne mich da zwar nicht besonders gut aus, aber eigentlich müsste das irgendwie möglich sein. MangoHud bekommt sein Overlay ja auch irgendwie in den Framebuffer rein. Aber gerade beim Steam Deck ruckeln die Spiele selbst auch schon ordentlich, dass das vielleicht gar nicht weiter auffällt. Alles, was neuer als aus der Xbox-360/PS3-Ära ist, läuft da ja nicht sonderlich gut.
 
Kann man so auch nicht sagen, es sei denn du begrenzt das auf die Ressourcenhungrigen Tripple AAAAAAAAAAAAAAAAA
Spiele, die auch so oft in der Kritik sind. :D

Gerade auch bei Indie Titeln und auch den neuen gibts gute Spiele vom Spielen her, die schön sind und gut auf dem Deck laufen.
(Das einzige woran ich mich hier aufhänge ist die Phrase keine neuen Spiele würden gut laufen)

Und es gibt eben so viel mehr abseits diese Millionen Teuren Projekte. (Was nichtmal eine Garantie für ein spaßiges Spiel ist)

Edit:
Schau mal Wanderburg.
Und zieh dir auch den Musikbanger dazu rein.
 
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