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Durchgebrannte IDE Platte

Bitc

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Feb. 2018
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Hallo Zusammen,

ich habe mal ein spezielleres Anliegen und hoffe hier Unterstützung zu finden.

Vorgeschichte:
Ich habe eine ~12/13 Jahre alte IDE Platte mit 250 GB von Seagate. Diese habe ich das letzte mal vor ca. 7 Jahren genutzt und seitdem bei guten Bedingungen gelagert.
Nun hatte ich sie bereinigen und den Inhalt wegsichern wollen. Dazu habe ich sie mit einem IDE auf S-ATA Adapter in meinem PC verbaut.
Ich weiß nicht, ob ich evtl. Nasse Hände hatte, oder ob es am Alter der Platte lag, aber es rauchte kurz und dann war sie hinüber. :smokin:
Seit dem Vorfall dreht selbst der Motor nicht mehr hoch.

Frage:
Kann ich mir ein baugleiches Modell besorgen und einfach die Platine "Plug&Play" austauschen und meine Inhalte von der Platte lesen?
Kann es inkompatibilitäten wegen der Firmware o.ä. geben?

Modell:
Seagate ST3250824A

Vielen Dank vorab
 
Bitc schrieb:
Kann es inkompatibilitäten wegen der Firmware o.ä. geben?
Ja, kann es. Ob dem so ist, kann am Einfachsten Seagate beantworten. Bei älteren Modellen geht es meist, bei neueren nicht.
 
Bei 10-20€ für eine Platte aus der Bucht wäre es ja kein herber Verlust. Meine Einzige Angst wäre, wenn ich Kabel anlöten müsste oder sonstige frimmelige Arbeiten.
 
Das ist ein Uraltes Thema ... die Frage hatte ich mir vor ~15 Jahren auch mal gestellt :D
Damals ging es schon mit den meisten Platten nicht, bei mir bei keiner von 4 getesteten (selbe Revision).
Ich denke also: nein, die Platte ist hinüber.
Ergänzung ()

Bitc schrieb:
Meine Einzige Angst wäre, wenn ich Kabel anlöten müsste oder sonstige frimmelige Arbeiten.
Nein, alle Platten (alte und moderne) haben die Platine nur angeschraubt und die elektrischen Kontakte sind Steckkontakte bzw. nur auf Druck der Schrauben. Kannst ja deine defekte auch mal unten aufschrauben und nachschauen ...
 
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Kommt ja drauf an was geraucht hat ...

alte IDE Platten darf man nicht über Kopf einbauen oft nur liegend oder hochkant...
 
xxMuahdibxx schrieb:
alte IDE Platten darf man nicht über Kopf einbauen oft nur liegend oder hochkant...
Quelle? :stacheln:

Generell sollte man HDDs nur in einer Richtung in Betrieb nehmen und dann die Ausrichtung auf Lebzeit nicht mehr ändern. Welche Richtung ist komplett egal ... aber das wirkt sich nur auf das Lager aus, da kann nichts rauchen ...
 
Eigenes Problem mit einer alten 40 mb Platte die Über Kopf abgeraucht ist.
 
xxMuahdibxx schrieb:
Kommt ja drauf an was geraucht hat ...

alte IDE Platten darf man nicht über Kopf einbauen oft nur liegend oder hochkant...
Sie lag regulär, da dürfte nichts wegen gewesen sein.

Crys schrieb:
Ich denke also: nein, die Platte ist hinüber.

:heul:Also sagst du ich brauch es garnicht erst versuchen?
 
Ich persönlich würde da keinen Cent miehr in die HDD stecken. - 2 Möglichkeiten. - Die Daten sind soweit unwichtig, und die HDD kann zum Elektroschrott, oder aber Du gibst das Ding in ein Datenrettungslabor, und zalst sehr viel Geld für ein paar wenige Daten. - Kann auch mal so um die 1000 EUR liegen.
 
alex_k schrieb:
Die Daten sind soweit unwichtig

Das weiß ich leider nicht mehr :rolleyes: Das letzte mal hatte ich das gute Stück vor ca. 6-7 Jahren angeschlossen.

Ich habe jedoch gerade etwas ge-ebay-t und dabei folgenden Artikel gefunden:
Controller
Abgesehen davon, dass es aus Spanien kommt, macht das inkl. der Anleitung auf mich einen guten Eindruck. Ich glaube ich schau nachher mal ob meine Platine die gleiche ist und investiere die 15/20€ für den Versuch.
Wenn es nichts wird, dann ist es kein herber Verlust und falls es doch etwas wird habe ich eine Erfahrung dazu gewonnen und die Sicherheit das der inhalt (für mich) wichtig/unwichtig ist.
 
Bei 8 Jahren nicht eigeschaltet kann es aber auch sein, dass die Magnetisierung weg ist, inkl. Schmiermittel hart geworden. Also die Chancen snd h gering.
Wenn du spielen willst, investiere 20 €. Sind die Daten wichtig, wende dich an einen Dienstleister in meiner Sig. Seagate hat auch ein eigenes Datenrettungslabor, bei denen mal schauen.
 
Smily schrieb:
Sind die Daten wichtig, wende dich an einen Dienstleister in meiner Sig. Seagate hat auch ein eigenes Datenrettungslabor, bei denen mal schauen.

Danke dir, werde ich machen. Wenn Interesse besteht, kann ich meinen (vielleicht) Erfolg hier im nachhinein gern kund tun.
 
Ich würde das Geld in einen IDE/SATA USB Adapter investieren

Eventuell ist auch dein IDE / SATA Adapter der Schuldige ?
 
HerrAbisZ schrieb:
Ich würde das Geld in einen IDE/SATA USB Adapter investieren
Ist alles schon hier, habe ich aber garnicht erst versucht, da die Platte bereits nicht reagiert, auch wenn nur Strom angeschlossen ist. Und reibungslos dürfte sie ja auch nicht funktionieren, bei der Qualmwoke die da rauskam :lol:
 
Ist der Spindelmotor bei dem Versuch überhaupt angelaufen? Ein hochauflösendes Foto von der Platine wäre Vorteilhaft um die Ursache zu eruieren.
 
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Wenn nicht die TVS-Diode abgebrannt ist, tippe ich auf den "Smooth-Chip" (verantwortlich für die Motorsteuerung) ... zeig uns mal ein scharfes Bild der Platine... den kann man mit etwas Geschick wechseln ... anderenfalls kann man ein baugleiches PCB nehmen, muss aber die Servicedaten der alten Platine auf die neue transferieren. Alles kein Hexenwerk aber vmtl. nichts für den Heimwerker.
 
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helionaut schrieb:
Ist der Spindelmotor bei dem Versuch überhaupt angelaufen?

Das habe ich ganz vergessen zu erwähnen, am Tag davor hatte ich die Platte testweise anlaufen lassen.
Da ich aber nur einen IDE/SATA Adapter da habe und der bereits durch das Sichern einer anderen Platte belegt war, war es nur ein "Funktionstest" des Motors. ( Ja ich weiß, das war nicht so toll:mussweg:)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es an meinen "Patschehänden" lag, mit denen ich unglücklicherweise kurz vor dem Einbau auf die Platine gelangt haben muss und dort durch die Feuchtigkeit, beim Anlaufen ein Kurzschluß entstand.

@c0m4 & @helionaut
Vielen dank, das hört sich an, als hätte ich hier die Herren vom (Bastel-) fach.
Bilder werde ich, wenn ich es schaffe Heute Abend, spätestens morgen hochladen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bitc schrieb:
:heul:Also sagst du ich brauch es garnicht erst versuchen?
Probieren geht über studieren ... wenn es dir das Geld wert ist.

Ich hatte damals je zwei Baugleiche HDDs (glaube Seagate und Maxtor), jeweils zur selben Zeit bestellt/gefertigt und waren im selben System parallel im Einsatz. Alle Platten funktionierten, nach einem Tausch der Platine konnte ich aber auf keine Platte zugreifen.
Bitc schrieb:
Danke dir, werde ich machen. Wenn Interesse besteht, kann ich meinen (vielleicht) Erfolg hier im nachhinein gern kund tun.
Resultat würde mich auf jeden Fall interessieren!
 
Bitc schrieb:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es an meinen "Patschehänden" lag, mit denen ich unglücklicherweise kurz vor dem Einbau auf die Platine gelangt haben muss und dort durch die Feuchtigkeit, beim Anlaufen ein Kurzschluß entstand.

Vmtl. eher ein "eingestaubtes" Lager durch die lange Liegezeit - damit wird der Einschaltstrom so hoch, dass die Motorsteuerung abpfeift.
 
Bitc schrieb:
das letzte mal vor ca. 7 Jahren genutzt und seitdem bei guten Bedingungen gelagert.
HDDs altern auch wenn sie nicht benutzt werden und sind daher nur beschränkt lagerbar. Dazu schreibt Seagate z.B. hier und auch in einigen anderen Product Manuals:
Wenn also die Lagerbedingungen nicht eingehalten werde, sind 90 Tage und zwar in der ungeöffneten Originalverpackung, sonst bestenfalls 1 Jahr. Nach dem Öffnen sollten HDD nicht länger als 30 Tage stromlos sein.

Bei der neuen Barracuda Pro 10TB mit Heliumfüllung schreibt Seagate:
Also hier nur ein halbes Jahr in der ungeöffneten originalen Versandverpackung von Seagate und sonst 2 Monate, nur bei optimalen Bedingungen bis zu einem Jahr.

HGST schreibt für viele HDDs wie z.B. hier für die Megascale:
Das bedeutet nicht, dass die HDDs dann automatisch Schaden nehmen oder gar komplett kaputt sind, wenn man diese Vorgaben nicht einhält. Aber ganz ignorieren sollte man es nicht, denn im Thread Festplatten sterben wie die Fliegen - was mache ich falsch? sind jemandem der ein halbes Jahr im Ausland war, binnen 3 Monaten 4 HDDs gestorben. Die HDDs waren wohl in einem NAS im Keller, also nicht unter optimalen Bedingungen gelagert und natürlich müssen solche Angaben auch unter den ungünstigsten der erlaubten Bedingungen noch eingehalten werden. Unter optimalen Bedingungen dürften die Platten auch eine weitaus längere Zeit ohne Probleme überstehen.
 
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