News Endless OS 3.7.5: Offline-Distribution nicht nur für Schwellenländer

SV3N

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WoFNuLL

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Aha ... eine Offline Distribution, wo Software über einen Appstore installiert werden muss ( Updates jetzt mal aussen vor ).
Ich kann da nicht sehen was daran "Offliner" ist als Debian / Ubuntu / *anderes Linux / Windows?!
 

SV3N

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Ich kann da nicht sehen was daran "Offliner" ist als Debian / Ubuntu / *anderes Linux / Windows?!
Der Unterschied liegt darin, dass das Kozept dahingehend ausgerichtet ist, die Distribution offline nutzen zu können, nachdem man eine Vollinstallation mit dem 13 GB großen Abbild vorgenommen hat. Die Lernprogramme und die große Enzyklopädie sind offline verfügbar und mit rund 100 Apps muss der Otto-Normalverbraucher, speziell in Schwellenländern wenig bis gar nichts nachinstallieren.

Dass das Betriebssystem wie jede andere Distribution auch online genutzt werden und Software nachinstalliert werden kann, sollte klar sein.
 

rolandm1

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Auch interessant.

Da man eigentlich jedes Linux "Offline" nutzen kann, muß ich mir das ganze mal genauer anschauen.

Ich kann ja die Software installieren.
Einzig bei der Enzyklopädie müßte man mal schauen, wo man die herbekommt.
Die sollte dann auch in Deutsch sein, dass man die im Schwellenland D auch ohne Englisch Kenntnisse nutzen kann😅

SV3N war schneller
 

Orson

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Aha ... eine Offline Distribution, wo Software über einen Appstore installiert werden muss ( Updates jetzt mal aussen vor ).
Ich kann da nicht sehen was daran "Offliner" ist als Debian / Ubuntu / *anderes Linux / Windows?!
Einerseits verstehe ich deinen Gedankengang, andererseits, Schwellengebiet, zu einem Kumpel ... fahren, 13GB Abbild runterladen, Schwellengebiet, 10 (whatever) Rechner installieren oder mit 10 (whatever) Rechnern zu besagtem Kumpel ... fahren?
 

K-BV

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Leute, macht's doch nicht so kompliziert!

Es gibt immer noch Ecken auf dieser Welt, wo man keine, schlechte, instabile oder was weiß ich unzuverlässige Netzverbindung hat, ohne in der Nachbarschaft fündig zu werden. Ein so ausgestattetes OS gewährleistet halt, dass man trotzdem viel mit dem Rechner machen kann. Deshalb die dicke ISO.

Von irgendwo her wird sie halt schon einer mitbringen. Dem Vernehmen nach, soll es ja Sticks geben, wo so was drauf passt oder man hat es vorintalliert.

"Früher", auch wenn sich's keiner vorstellen kann, hat man hier auch schon mit Computern gearbeitet, ohne mit dem Rest der Welt verbunden zu sein.
 

PAT3x

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Ich denke der Titel des Beitrags ist etwas irreführend...

m.E. ist die Besonderheit an dieser Distribution ganz klar das Dateisystem (-> read-only, OSTree)

Endless OS is a Linux-based operating system which provides a simplified and streamlined user experience using a customized desktop environment forked from GNOME 3. Rather than using a traditional Linux package management system, Endless OS uses a read-only root file system managed by OSTree with application bundles overlaid on top.
DistroWatch - Endless OS

Wen sowas interessiert sollte sich vielleicht auch Fedora Silverblue anschauen :)
 

Ganjaware

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Hmm, und dann Facebook, whatsapp, Youtube +social Media Icons auf dem Desctop??? Read only, aber sonst auf iNET gesetzt. Könnte von der BRD-Regierung kommen, so konfus ist das.
 

LamaTux

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Endless OS ist ein sehr tolles Konzept und wird auch schon aktiv genutzt und auch von von vielen mitgestaltet. Sie wird vermehrt in Schulen und Bildungseinrichtungen eingesetzt, da sich viele Schulen in Schwellenländern keine großen Lizenzpakete leisten können und auch in Orte verwendet werden kann, die schlecht ans Internet angebunden sind.

Man muss bedenken, dass man hier ein kostenloses OS mit einer gewaltigen Anzahl an Apps bekommt, die viele Bereiche des Bildungssektors abdecken. Nachschlagewerke, Lernvideos, Lernspiele, usw.. Dazu noch die wirklich leichte Bedienung, die für Kinder sehr gut geeignet ist.
 

Baxxter

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Und in einem Schwellenland (ohne oder mit sehr schlechtem Internet(?)) muss das auch erstmal heruntergeladen werden?^^
 

SV3N

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Endless OS ist ein sehr tolles Konzept und wird auch schon aktiv genutzt und auch von von vielen mitgestaltet.
(...) die viele Bereiche des Bildungssektors abdecken.
Dem ist eigentlich wenig hinzuzufügen.

Man sollte sich ggf. mal die Apps fürs Bildungswesen und die ganzen Lerninhalte anschauen, bevor man ein Projekt in bekannter und mittlerweile überall anzutreffender „Social Media“-Manier ablehnt und schlecht macht.

Und in einem Schwellenland (ohne oder mit sehr schlechtem Internet(?)) muss das auch erstmal heruntergeladen werden?^^
Dort wird das aber von denen übernommen, die Bildungseinrichtungen mit entsprechender Hardware und Software ausstatten.
 

LamaTux

Ensign
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storkstork

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Ich kann da nicht sehen was daran "Offliner" ist als Debian / Ubuntu / *anderes Linux / Windows?!
Steht halt am Ende des Textes. Wenn man aufmerksam liest und dabei mitdenkt, kommt man drauf.
Aber hätte ja auch sein können, dass der Textersteller uns alle zum Narren halten wollte mit seinem reisserischen Linuxbeitrag :D

Spass bei Seite. Es ist halt eine grosse Distribution (13 GB), die sehr vieles schon beinhaltet, zum Beispiel auch eine Enzyklopedie und Lernprogramme. Das kenne ich so von Windows zumindest noch nicht.
 

storkstork

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Hmm, und dann Facebook, whatsapp, Youtube +social Media Icons auf dem Desctop??? Read only, aber sonst auf iNET gesetzt. Könnte von der BRD-Regierung kommen, so konfus ist das.
Stimmt... Online zu gehen ist ja gar nicht erlaubt, bei einer "offline"-Distribution. Da führt uns alle jemand hinters Licht. Viele Menschen in Schwellenländern haben sich das jetzt wahrscheinlich "gekauft", weil sie dachten, dass sie damit auch Whattsapp und Faceboot offline nutzen können. :evillol:
 

longusnickus

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die entwicklung bei linux geht zwar rasch voran, aber ich verstehe nicht warum man nicht an der bedienbarkeit der dateimanger arbeiten
wenn man den explorer von ms mit den dateimangern auf linux vergleich, dann steckt linux hier was den funktionsumfang angeht noch in den kinderschuhen
gerade mal dolphin kann einigermaßen mithalten, aber dafür muss man dann KDE installieren und vermutlich auch nutzen, weil es mit anderen oberflächen dann zu anzeigeproblemen kommen kann. also zB dolphin unter gnome starten
 

SV3N

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(...) aber ich verstehe nicht warum man nicht an der bedienbarkeit der dateimanger arbeiten (...)
Arbeitest du an der von dir genannten geforderten Bedienbarkeit des eines Dateimanagers unter Linux? Nein? Dann hast du auch nicht das Recht eine solche einzufordern.

Vielleicht sollte endlich auch mal der Letzte verstehen, dass es weder Linux im Kern, also Linus Torvalds mit seinem Linux Kernel, noch irgendeine Distribution darauf abgesehen hat, es allen Recht zu machen oder irgendeine Alternative zu Windows darzustellen.

Wer unter Linux meint irgendwas besser machen zu können, der ist herzlich eingeladen sich zu beteiligen und es besser zu machen.

Gerade die oftmals kritisierte Vielfalt und Fragmentierung in unzählige Distributionen und Desktop-Umgebungen zeigt doch, dass es ebenso unzählige Menschen und Communities gibt, die meinen es besser zu können und die ihren eigenen Weg gehen.

Entweder man findet eine Distribution die weitestgehend den eigenen Ansprüchen entspricht und im besten Fall beteiligt man sich und trägt selbst etwas dazu bei, oder man man macht im besten Sinne des Open Source Gedanken sein eigenes Ding und die Dinge wie z.B. einen Dateimanager so wie man ihn sich vorstellt.

Egal wie oft ich auch lese, dass "Linux endlich Windows auf dem Desktop ablöst" oder "Linux nie einer Konkurrenz zu Windows auf dem Desktop wird", es wird niemals passieren. Linux ist kein Konkurrezprodukt zu dem Betriebssystem Windows. Denn "das Linux" gibt es überhaupt gar nicht.

Da ist kein Unternehmen im Hintergrund, keine finanziellen Interessen, einfach gar nichts, was "das Linux" überhaupt zu einem Konkurrenzenten zu Windows machen könnte.

Auf Basis der Linux Kernel kann ein jeder sich ein Betriebssystem ganz nach seinen Wünschen und Vorstellungen zusammenstellen, eigene Ideen umsetzen, für sich behalten oder mit anderen teilen, sein eigenes Ding machen oder sich in einer Gemeinsacht ("Community") beteiligen.

Wer tatsächlich denkt, dass Linux in 5, 10 oder 50 Jahren irgendeine Konkurrenz zu einem Betriebssystem eines maximal profitorientierten börsennotierten Unternehmen wie Microsoft wird, hat den Gedanken und die Idee hinter Linux leider nicht verstanden und auch wenn der ein oder andere verzweifelt auf der Suche nach einer Alternative zum Betriebssystem aus Redmond ist, muss man ihm leider sagen, schau dir ggf. mal macOS an.

Ohne Fleiß kein Preis, so läuft es nun einmal unter Linux und so lässt das ewige Gebashe á la "Linux wird sich nie auf dem Desktop durchsetzen" involvierte Linux-Anwender, die zu einem Großteil bereits das Betriebssystem ihrer Wünsche haben, völlig kalt. Es kann nicht das Problem derer sein, die sich beteiligen und wirklich etwas dazu beitragen, dass es mittlerweile sehr gute Distributionen und Desktop-Umgebungen gibt, dass eine Vielzahl der Windows-Nutzer mit ihrem Betriebssystem unzufrieden ist. Wäre das nicht der Fall, würden sie sich nicht dermaßen darauf versteifen, all die vermeintlichen Unzulänglichkeiten von Linux aufzuzählen.

Das beste Beispiel dafür ist Windows 10, welches ich selbst beruflich für meine Anwendungen von Adobe, verschiedene Benchmark-Tools und das Übertakten von Arbeitsspeicher verwende. Was wurde dieses mehr schlecht als recht gelungene Rolling Release [wenn man es denn so nennen darf] selbst von den Windows-Nutzern kritisiert und gehatet? Telemetrie, Spionage, fragmentierte Einstellungen und nicht zuletzt die unsäglichen Feature-Updates, die so tolle Funktionen wie neue Snipping-Tools für Screenshots bringen und dabei gerne mal ganze [zuvor über Monate stabile] Arbeitsumgebungen zerschießen.

Dennoch ist dieses Betriebssystem für sie das einzig wahre. Warum? Weil Spiele so gut laufen? Ich starte ein- bis zweimal pro Woche Windows 10 für The Witcher III oder nutze meine Nintendo Switch für Zelda BotW, ansonsten bootet bei mir Manjaro, im übrigen seit 2012 und bereits damals das bessere Rolling Release! ;)

Wie dem auch sei, niemand hat etwas gegen Windows, es hat ganz klar seine Berechtigung und darf auch gerne auch zukünftig das beste Spiele-OS der Welt sein. Ich selbst nutze es aus exakt diesem Grund. Aber bitte hört auf, Linux aus welchem Grund auch immer als Kokurrenz zu Windows zu sehen. Das ist es nicht, war es nie und wird es auch nie sein.

Liebe Grüße
Sven
 

Axxid

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....Es gibt immer noch Ecken auf dieser Welt, wo man keine, schlechte, instabile oder was weiß ich unzuverlässige Netzverbindung hat, ....
...da sich viele Schulen ... keine großen Lizenzpakete leisten können und auch in Orte verwendet werden kann, die schlecht ans Internet angebunden sind.
Ich muss da zwangslaeuffig an mein altes Gymnasium denken und bekomme das dreckige Grinsen kaum noch aus dem Gesicht.
Wenn da das Internet nicht abgeschmiert ist, dann das Netzwerk oder der Rechner.
 

K-BV

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Egal wie oft ich auch lese, dass "Linux endlich Windows auf dem Desktop ablöst" oder "Linux nie einer Konkurrenz zu Windows auf dem Desktop wird", es wird niemals passieren. Linux ist kein Konkurrezprodukt zu dem Betriebssystem Windows.
Hier liegst du nicht ganz richtig, da du einen wichtigen Punkt außer Acht gelassen hast, was aber verständlich ist, da man den hierzulande i.d.R. nicht auf dem Schirm hat, der nichtsdestotrotz massive Veränderungen nach sich ziehen kann/wird.
Die staatliche Reglementierung, wie aktuell in China. Aktuell war zu lesen, dass von sämtlichen Behördenrechnern Windows verbannt werden muss. Macht geschätzte 20-30 Millionen Rechner. Für die private Nutzung oder die Wirtschaft gibt's zwar noch keine Anweisung aber wohl eine "Empfehlung". Wie die Lehrpläne in den Schulen künftig aussehen, kann man sich vorstellen.
Jedenfalls nabelt sich eine der größten Volkswirtschaften der Welt gerade von Windows in starkem Umfang ab. Insofern ist die Konkurrenzsituation natürlich schon gegeben. Zumal natürlich auch der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle spielt, da immense Summen Lizenzgebühren gespart werden. Inwiefern sich das dann auf Portierung von Spezialsoftware auf Linux auswirkt muss man sehen, ob die Herausgeber mitspielen oder die Chinesen wiederum eigene Lösungen finden.

Dass die das durchziehen, sollte klar sein. Gerade die Tage gelesen, dass sich im neusten Flaggschiff von Huawei, kein einziges amerikanisches Bauteil mehr befindet, wie japanische Ingenieure heraus gefunden haben.

Wenn die Chinesen das also auch konsequent durchziehen, werden die Karten neu gemischt, und es könnte um sich greifen. Linux selbst stünde dann auf dem Desktop eine Zäsur ins Haus.

Die klassische Rollenverteilung auf dem Desktop dürfte aber aufgebrochen werden. Wer das für völlig unrealistisch hält, möge sich Mal das auch hier kürzlich vorgestellte Deepin OS (chinesische Entwicklung) installieren und sich selbst die Frage beantworten, was wohl bei chinesischen Kiddies besser ankommt. Das Klickibunti von Deepin oder das vergleichsweise dröge W10.

Ein weiterer Aspekt, sind die massiven Signale, die MS selbst in Richtung Linux aussendet, sowie die Veränderungen im eigenen Geschäftsmodell, die es durchaus nicht als unrealistisch erscheinen lassen, dass Windows oder ein Nachfolger auf dem Linux-Kernel basieren.

Ich denke es wird spannend!
 
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