Sammelthread Formel 1 Talk 2016-26 (1. Beitrag beachten)

Vettel war aber aus Red Bull Zeiten ein Auto gewohnt, dass maximalen Abtrieb hatte, der Red Bull war immer bekannt für seine Kurvengeschwindigkeiten. Ferrari hat aber gerade durch die neuen Reglungen das Auto komplett in Richtung wenig Abtrieb entwickelt, sieht man ja auch an den Geschwindigkeiten auf der Geraden. Das Auto ist einfach komplett an Vettel vorbei entwickelt worden. Wieso das Ferrari so gemacht hat, gute Frage und das es auch anders geht, sieht man ja an Mercedes.

Leclerc kommt damit halt besser zurecht bzw. liegt ihm das eher. Trotzdem kommen jetzt diverse kurvige Strecken und da wird Ferrari nichts zu lachen haben. Für meine Begriffe ist das 2019er Auto einfach ein Rückschritt gegenüber dem 2018er Ferrari, der durchaus WM fähig war. Du machst hier zu viel am Fahrer fest. Zu Schumis Zeiten konnte der Fahrer einfach noch mehr Einfluss auf die Entwicklung nehmen und Schumi war einfach ein anderer Typ, der hat bei Ferrari klar gesagt, dass er Brawn und Todt will, sonst kommt er nicht. Genau solche Bedingungen hätte Vettel auch stellen sollen. Der große Unterschied ist nämlich das bei Ferrari nach 5 Jahren einfach alles passte, Fahrer, Auto und Team waren auf einem sehr hohen Level.

Aktuell ist das bei Ferrari aber so, dass maximal einer der 3 Parts auf hohem Level ist. Das Team macht im Vergleich zu Red Bull und Mercedes zu viele Fehler, das Auto ist auf manchen Strecken top, auf anderen aber ein Flop. Mit so einem Wagen kann man nun mal nicht WM werden. Hinzu kommt natürlich dann auch noch, dass man mit dem Auto mehr Risiko gehen muss um mithalten zu können und dadurch es einfach schneller passiert, dass man sich mal einen Fehler leistet. Man sollte sich eher fragen warum wird ein Auto mit so wenig Abtrieb entwickelt, wo die Mehrheit der Strecken nun mal sehr kurvig ist.

Zu dem Artikel, da steht eigentlich nicht viel aussagekräftiges drin.
 
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Ferrari hat einfach auf ein anderes Konzept gesetzt. Die haben das 2018er Auto noch extremer gemacht. Also mehr aerodynamische Effizienz und prinzipiell auch ein Auto, das schonend zu den Reifen ist.
Ziel war es, mit der besseren Motorleistung möglichst oft auf die Pole zu fahren (Ferrari hat ja angeblich auf eine Runde etwa 40 PS (e: 40 kW heißt es sogar, also bis 55 PS) mehr als die Konkurrenz) und dann das Rennen zu kontrollieren. Durch die bessere Motorleistung und den geringeren Luftwiderstand ist man auf den Geraden fast nicht mehr zu überholen.

Die aktuellen Reifen haben das Konzept über den Haufen geworfen, weil die das Temperaturfenster stark nach oben verschoben haben und zudem ein kleines Fenster haben.
Der Ferrari, der also eher ein Reifenflüsterer war, bekommt diese Reifen nicht mehr auf Temperatur. Dadurch fehlt Grip, man rutscht und zerstört so die Reifen, weil sie sich ungleichmäßig erwärmen.
Allerdings hatten das Problem Anfang der Saison 90% der Teams.

Ferrari muss immer noch beim Setup große Kompromisse eingehen, damit die Reifen heile bleiben. Das Ergebnis ist seit etwa dem Rennen in Baku, dass das Heck dadurch unruhig wird. Das mag Vettel eben gar nicht. Und wenn du nicht volles Vertrauen in dein Auto hast, holst du auch nicht die letzten Zehntel raus.
Leclerc findet das Verhalten hingegen gut.
Dass Vettel den vollen Rückhalt im Team braucht, denke ich auch. Ist bei Hamilton übrigens genauso. Der braucht das auch und seine Freiheiten. Bei McLaren damals war das auch anders.
 
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Ferrari wollte wieder das schnellste Auto haben. Das sie jahrelang als "langsam" bezeichnet wurden hat denen richtig weh getan - aus Marketing Gründen auch verständlich.

Das Konzept von Ferrari war bzw. ist auch gut find ich. Allerdings hatte Mercedes immer einen Vorsprung, das aufzuholen ist schwierig. Und dann kamen die Reifen - wobei es auch mit anderen Reifen nicht einfach wäre.
Am Ende macht Ferrari zuviele kleine Fehler, egal ob bei den Boxenstops oder Strategieentscheidungen. Für einen WM reicht das einfach nicht.
 
Ferrari, RedBull und Mercedes waren Ende 2018 sehr eng beieinander. Da haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Da hatte Mercedes keinen "Vorsprung". Die Reifen waren dieses Jahr der Ausschlag zu Mercedes.
Mit den 2018er Reifen wäre die WM sehr wahrscheinlich noch offen.
 
Wobei ich das Reifen Thema auch lächerlich finde. Ja, Mercedes bekommt es am besten hin. Aber anstatt, dass die anderen sich auch mal dran setzten, will man lieber Mercedes einbremsen. Die können auch nichts dafür, dass die Ingenieure einen perfekten Job machen und die anderen scheinbar nicht.

Vor allem wenn nächstes Jahr neue Reifen kommen und Mercedes dann wieder dominiert, was holt man dann als Ausrede aus der Mottenkiste hervor? Ist ja nicht so, als dass es nicht mal eine Zeit gegeben hat, wo Mercedes massiv mit Überhitzung zu kämpfen hatte.
 
Es waren wohl kaum 90% der Teams Anfang der Saison zu blöde. Pirelli hat einfach nur einen Mercedes Reifen gebaut. Die waren 2018 nämlich das Team, das die größten Probleme mit zu heißen Reifen hatte - in dem Fall war es wirklich ein Design-Problem von Mercedes.
Die jetzigen Reifen haben einfach alle ihre Probleme gelöst und es für alle anderen schwieriger gemacht. Das gibt man bei Mercedes ja sogar selber zu.
Leider dürfen die Teams nicht mitentscheiden, wie der Reifen genau auszusehen hat. Sonst hätten Ferrari und RedBull die jetzige Konstruktion definitiv abgelehnt.

Und wenn mit den Reifen alles super wäre, hätte es auch kaum so viele Klagen darüber gegeben.
 
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Thane schrieb:
Es waren wohl kaum 90% der Teams Anfang der Saison zu blöde. Pirelli hat einfach nur einen Mercedes Reifen gebaut. Die waren 2018 nämlich das Team, das die größten Probleme mit zu heißen Reifen hatte - in dem Fall war es wirklich ein Design-Problem von Mercedes.
Die jetzigen Reifen haben einfach alle ihre Probleme gelöst und es für alle anderen schwieriger gemacht. Das gibt man bei Mercedes ja sogar selber zu.
Leider dürfen die Teams nicht mitentscheiden, wie der Reifen genau auszusehen hat. Sonst hätten Ferrari und RedBull die jetzige Konstruktion definitiv abgelehnt.

Und wenn mit den Reifen alles super wäre, hätte es auch kaum so viele Klagen darüber gegeben.

Aber war es nicht so, dass sich im Laufe der Saison keine Mehrheit bei den Teams gefunden hat, damit der Reifen gewechselt wird?
 
Ich weiß jetzt nicht wie die Abstimmung war, aber glaubt ihr etwa das sich die Teams mit MB Motor gegen die Mutter gestellt hätten?
Außerdem gibt es evtl. Mittelfeldteams denen der Reifen liegt und sie ins hintertreffen geraten wenn der Reifen gewechselt werden würde.
 
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KlimBim schrieb:
Aber war es nicht so, dass sich im Laufe der Saison keine Mehrheit bei den Teams gefunden hat, damit der Reifen gewechselt wird?
Mit den aktuellen Regeln war sowieso anzusehen, dass das scheitern wird, weil man mindestens 70% für den Vorschlag braucht, also sieben Teams. Es war vorher bereits klar, dass die drei Mercedes Teams dagegen stimmen würden. Auch wenn Williams und Racing Point Probleme mit den Reifen haben, stimmen die natürlich nicht gegen den Mercedes Konzern.
McLaren hat sich so einen Vorteil erhofft im Mittelfeld und auch dagegen gestimmt. Die einzige Überraschung war Renault, für die es wohl einfach eine Kostenfrage war oder sie haben sich selber keine nennenswerte Verbesserung versprochen.
Aber wann ist das überhaupt das letzte Mal so eskaliert?
Hauptproblem war aber eben, dass Pirelli einfach einen Reifen bauen kann und die Teams da vorher keinerlei Mitspracherecht haben.
 
KlimBim schrieb:
Wobei ich das Reifen Thema auch lächerlich finde. Ja, Mercedes bekommt es am besten hin. Aber anstatt, dass die anderen sich auch mal dran setzten, will man lieber Mercedes einbremsen. Die können auch nichts dafür, dass die Ingenieure einen perfekten Job machen und die anderen scheinbar nicht
Ist ja nicht so, als dass es nicht mal eine Zeit gegeben hat, wo Mercedes massiv mit Überhitzung zu kämpfen hatte.

Du weißt schon dass Mercedes nie die Überhitzung vollständig in den Griff bekommen hat?

Mercedes war auch das Team das letzte Saison schon die die dünnere Lauffläche wollte!

Lächerlich ist dass man immer wieder abstreitet, das Pirelli keine Mercedes Reifen, bewusst oder unbewusst hergestellt hat...
 
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Du hast hier oft genug betont, dass dramatische Änderungen am Reifen wenn die Entwicklung der Autos schon weitgehend abgeschlossen sind den Wettbewerb gefährdet - jetzt ist es zum kotzen das genau sowas nicht passiert..
 
Weil sich die Reifen ja offenbar nicht so extrem ändern. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass auch die Konstruktion geändert wird, damit das Temperaturfenster auch breiter wird und nicht nur noch weiter nach oben erweitert wird.
So bleibt es nämlich ein Mercedes Reifen.
 
5° größeres Temperaturfenster. Und das soll dann plötzlich dazu führen, dass alles wieder spannender wird?
Da kann Mercedes noch so oft betonen, dass sie im Sinne der Spannung gerne abstriche machen. Wer kauf ihnen das denn bitte ab? Also ob sie es nicht genießen würden oben auf zu sitzen und 2/3 aller Rennen nahezu ungefährdet gewinnen zu können?
Ja, Spa und Monza konnten sie nicht gewinnen und man mag für den Augenblick noch glauben, es könnte spannend werden. Singapur wird die Machtverhältnisse dann doch wieder gerade rücken.
Natürlich versucht Mercedes die Änderungen zu blockieren bzw. gering zu halten.
Andererseits sollten die Teams so langsam auch selbst verstehen, wie der Reifen zu behandeln ist. Wozu haben die denn ganze Kolonnen an Technikern und Ingenieuren? Wer nächstes Jahr immernoch so schimpft hat dieses Jahr seine Hausaufgaben nicht gemacht.
Ich bin auch eher der Meinung ,wenig ändern statt zuviel. So wird wieder zuviel gemacht, Mercedes hat einen Riecher dafür, die Anderen bekommen es wieder nicht hin und das Drama fängt 2020 von vorne an.
 
Jein. Stabile Regeln haben auch ihre Vorteile. Bei den Motoren gleicht es sich so zum Beispiel ziemlich gut an.
Aber diese Reifen sind eine andere Baustelle. Vor allem das eher weit oben angesiedelte Temperaturfenster ist das Problem für fast alle Teams.
Und das Auto dahin umzubauen ist mindestens schwierig, wenn man vorher eine ganz andere Philosophie verfolgt hat.
Zudem spielt das Mercedes so voll in die Karten, was auch an deren Auto bzw Aero-Konzept liegt. Der Mercedes ist zum Beispiel auch das längste Auto im Feld.
Und so radikal das Auto zu ändern wäre selbst über einen Winter eine heftige Aufgabe, vor allem wäre das dann nur für eine Saison, weil es 2021 ganz andere Reifen gibt.

Einfacher und besser für die Spannung wäre es also prinzipiell, Reifen zu bauen, mit denen alle (besser) zurecht kommen.
Und genau das will Mercedes jetzt blockieren.
Ein auch nach unten breiteres Temperaturfenster wäre viel besser.
 
Ich hatte gestern bei Sky gehört das Leclerc jetzt der erste Fahrer sein soll, gibts da eine Quelle? Oder labern die wieder nur? Ich mein verständlich wäre es aber gelesen hab ich nichts.
Mal sehen wer die Pole holt. Hoffe Leclerc oder Verstappen.
 
snickii schrieb:
Ich hatte gestern bei Sky gehört das Leclerc jetzt der erste Fahrer sein soll, gibts da eine Quelle? Oder labern die wieder nur? Ich mein verständlich wäre es aber gelesen hab ich nichts.
Mal sehen wer die Pole holt. Hoffe Leclerc oder Verstappen.

Also ich hab nichts gehört. Meiner Meinung ist es bei dem WM stand aber sinnlos wen als 1 und 2 Fahrer zu definieren. Da sollte man von Rennen zu Rennen gehen und den bevorteilen, der vorne, bzw. bessere Chancen hat.

Was mir gefällt: Gasly vor Albon. Ich finde RED Bulls Taktik unterm Jahr Fahrer zu wechseln besch....eiden. Kvyat muss mehr zeigen wenn er in der F1 bleiben will. Weil derzeit wird er nicht mehr bekommen als ein RED Bull gesponsertes Cockpit. Und auch den Stroll, ohne seinem Daddy würde es ihn nicht lange mehr geben in der Formel 1

PS: Pole hoffe ich auch auf Ferrari oder Verstappen
PPS: Boah, hoffe der Hülkenberg findet ein gescheites Team nächstes Jahr. Es schaut aber sehr, sehr schlecht aus. Eigentlich gibt es nur noch Williams, oder?
 
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