FIA: Benzin war definitiv illegal
Jo Bauer, der Technische Delegierte der FIA, hat inzwischen ein Statement veröffentlicht, aus dem klar hervorgeht, dass das Benzin bei den erwähnten Fahrzeugen nicht den Vorschriften entsprochen hat. Die Abweichung über die Toleranz von zehn Grad hinaus betrug bei Nico Rosberg (4.), Robert Kubica (5.), Nick Heidfeld (6.) und Kazuki Nakajima (10.) zwischen zwei und vier Grad - diesen Piloten droht also eine nachträgliche Disqualifikation.
Verantwortliche des BMW Sauber F1 Teams und von Williams wurden zur Rennleitung zitiert, eine offizielle Entscheidung gibt es bisher aber nicht. Über die Gründe für die Abweichungen kann indes nur spekuliert werden; eine mögliche Erklärung wären die unerwartet hohen Außentemperaturen von bis zu 38 Grad während des Rennens, denn bei normalen Temperaturen im Bereich von 30 Grad wäre das Benzin ja im legalen Fenster gewesen.
Gascoyne fordert eine Disqualifikation
Mike Gascoyne
"Sie sollten von der Veranstaltung ausgeschlossen werden."
Spyker-Technikchef Mike Gascoyne sagte dazu gegenüber unseren Kollegen von 'autosport.com': "Der Vorteil kann locker fünf bis zehn PS betragen. Das Auto produziert unter diesen Voraussetzungen im Rennen eine höhere Leistung. Wenn sie Benzin einfüllen, das unter dem Limit ist, stellt das einen illegalen Leistungsvorteil dar. Sie sollten von der Veranstaltung ausgeschlossen werden, daran besteht für mich gar kein Zweifel."