Mr. Bush* schrieb:
3. Er lenkt nicht wirklich nach rechts, sondern versucht das Auto stabil zu halten. Kaum zu glauben, aber gerade bei >300 khm muss man auch auf den Geraden korrigieren. --> Einfach Pech.
Webber lässt ihm nicht (mehr) Platz, da:
2. Es noch alles im Rahmen geblieben ist. Vettel konnte noch schön gerade aus fahren. Auf die Wiese hat er ihn nicht gedrückt.
Zum ersten Abschnitt: Das war keine Kurskorrektur. Klar muß man mit zunehmender Geschwindigkeit Lenkkorrekturen ausführen (egal ob F1, normales Auto etc) -aber je höher die Topspeed, desto minimaler die Korrekturen mit dem Lenkrad. Wenn Du dann jetzt mal schaust, wie aprupt und zackig Vettel nach rechts ausscherte, kann wirklich von Kurskorrektur keine Rede mehr sein.
Zum zweiten Abschnitt: Richtig, Vettel kam sauber schnurgerade angeschossen, da er die Lücke zwischen Webber und dem Curb gesehen hat. Das Webber auf dem Weg der Ideallinie war (zum Scheitelpunkt hin), war ihm in dem Moment egal. Webber mußte die Ideallinie aufgeben und hielt konstant Abstand. Und wie aus dem Nichts lenkt Vettel nach rechts, als wolle er ihn abdrängen. Nur logisch, das Webber seinen Kurs gehalten hat, weil er sonst (mit) abgeflogen wäre. ABER Webber hat nicht die Tür zugemacht, sondern den seitlichen Abstand bis zum Crash relativ konstant gehalten.
antaRi schrieb:
Das Vettel kurz vor der Kurve nach rechts lenkt ist denke ich einfach instinktiv und bestimmt keine Absicht um Webber ins Auto zu fahren.
Nach meiner Meinung wollte Webber einfach nicht einsehen das Vettel vorbei kommt und ist deswegen in der Mitte geblieben um Vettel so gut es geht weiter zu behindern...
Aus der Onboardkamera von Vettel sieht man ganz deutlich das er schon zur Hälfte an Webber vorbei war. Welcher Fahrer bitte bricht denn dann sein Überholmanöver ab...
1) Niemals war das instinktiv, wenn er eine Linkskurve in einem noch so spitzen Winkel anfährt.
2) Webber bekam von Vettel die Ideallinie versaut, warum sollte er dann am äußersten Rand fahren und dabei Zeit riskieren, wenn ansichgenug Platz war? Vettel sah die Lücke, stach in die Kurve rein und mußte wegen dem Geschwindigkeitsüberschuß kräftiger als Webber bremsen. Webber war ja nicht so lahm, Vettel wäre der Grip abgerissen, wenn er die Kurve ungebremst geschnupft hätte: Ebenfalls Crash, da Vettel dann auch in Webber und dann beide dank der Fliehkraft nach außen gerutscht wären.
3) Ich schrieb ja, er mußte später und härter abbremsen.
Ansich ein typisches Überholmanöver, Fahrer X schießt in die Lücke vor dem Kurvenscheitelpunkt, den Fahrer Y anfährt. Y hat 2 Optionen: a) bremsen und hinter X einordnen oder b) auf der langsamen Außenseite nen Paarlauf hinlegen. X kommt mit teils massiven Geschwindigkeitsüberschuß an und muß eben stärker verzögern und aufgrund des Eingangswinkels stärker einlenken. Das macht das Auto unruhig. Aber von alleine lenkt ein Auto nicht in seine Schwester rein...
Ich denke, Vettel ist im Inneren ein Egoist, der natürlich selbst alles erreichen will. Die Aktion sah aus, als ob Vettel es dem Weber versauen wollte und wohl hoffte, das der abfliegt oder einfach Platz macht -und damit wertvolle Zeit verliert. Das er (Vettel) aber sich selbst die Karre demoliert, war wohl so nicht geplant.