Formula-1-Talk (2011)

Wer wird Weltmeister 2011?

  • S Vettel

    Stimmen: 59 88,1%
  • M Webber

    Stimmen: 1 1,5%
  • L Hamilton

    Stimmen: 1 1,5%
  • F Alonso

    Stimmen: 1 1,5%
  • J Button

    Stimmen: 0 0,0%
  • F Massa

    Stimmen: 0 0,0%
  • N Rosberg

    Stimmen: 1 1,5%
  • N Heidfeld

    Stimmen: 4 6,0%

  • Umfrageteilnehmer
    67
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@Black&White du sprichst mir aus der Seele^^

Allerdings ist es auch verständlich. Denn wenn sie bis Silverstone immer noch keine Punkte aufgeholte haben muss sich RB schon extrem doof anstellen. Das gleiche gilt auch für McLaren imo.

Die sollen mal den Massa rausschmeißen (obwohl ich ihn sehr sympatisch finde) und Vettel oder Rosberg holen. Ohne Schumacher bei Ferrari ging es für den Rennstall Sesion für Sesion bergab finde ich
Stimmt, Massa ist mir auch extrem sympathisch und mir blutet das Herz wenn ich sehe, dass er andauernd Pech hat, wenn er/Ferrari mal ein gutes WE erwischt. Bsp. Monaco oder China.
Allerdings finde ich, dass Ferrari mit Alonso jetzt einen sehr guten Schumacher Ersatz hat. Er ist nicht nur auf der Strecke sehr schnell, sondern pusht und motiviert das Team extrem gut (siehe 2010).
Und genügend Feedback gibt er auch allemal.
Das ist was z.B. Räikonnen ein wenig gefehlt hat.

Rosberg oder Button (finde letzteren eig sogar am interessantesten) finde ich würden sehr gut passen. Hamilton würde mir auch sehr gut gefallen, aber das Risiko würde Ferrari nich eingehen^^.

Für Rosberg sehe ich das Problem, dass er schleunigst mal ein Siegfähiges Auto braucht, denn sonst droht ihm langsam das Schicksal als "ewiges Talent" abgestempelt zu werden.
Glaub er ist seit 2006 (?) dabei und hat eig noch nie wirklich um einen Sieg gekämpft. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.

Also Massa würde ich noch nicht unbedingt abschreiben. Als klarer zweiter Fahrer hat er sicher seine Qualitäten, wenn er in Top-Form ist
Ja, das Problem ist, dass Massa sieht seinem schweren Unfall nur noch ansatzweise mal sein Können gezeigt hat.
Ob das nun mit besagtem Unfall zusammenhängt sei mal dahingestellt.

Eines dürfte aber ausgeschlossen sein: Das Alonso nochmal einen anderen gleichwertigen Fahrer neben sich dulden wird.
Weiß ich nicht. Will auch keine große Diskussion über das Thema wieder anfangen. Aber mein persönlicher Eindruck ist, dass an den Sachen 2007 die Rolle von McLaren/Ron Dennis wesentlich größer war, als es in den Medien berichtet wurde. Da wurde ja permanent nur Alonso die Schuld gegeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich neige auch immer noch dazu Massas Leistung an dem Unfall zu messen. Aber im Grunde hatte er vorher Höhen und Tiefen und er hat sie auch jetzt. Alonso ist einfach cleverer, stabiler und damit eben auch erfolgreicher. Ich halte Massa für einen guten Fahrer, aber er ist eben nicht in den Top3. Unter optimalen Voraussetzungen kann er was reißen, ansonsten wird er aber in den Top-Teams eine Nummer Zwei bleiben.

Ich wollte das Alonso Thema nicht noch mal aufwärmen oder es ihm jetzt gesondert negativ ankreiden. Ob Vettel, Hamilton, Alonso, keiner will wirklich einen ähnlichen Typ Fahrer neben sich haben, der dann noch Ansprüche stellt. Auch das Team ist mit klaren Hierarchien besser bedient. Mag sein, das Vettel da eher noch drüber steht, aber wer weiß schon wie das intern aussieht.

Es war nie eine gute Idee zwei gleichwertige Fahrer gegeneinander im Team fahren zu lassen und Alonso mag da etwas direkter sein und Hamilton ein Stein im Brett bei McLaren haben, aber das Ergebnis wäre wohl immer ähnlich gewesen, höchstens weniger spektakulär.

Button hat ja bei McL ja den Vorteil, dass er ganz anders an die Sache rangeht und damit weniger Angriffsfläche bietet. Macht ihn momentan zur besten Nummer Zwei, aber auch nicht zu einem WM-Aspiranten.

Von daher, wenn die Pechsträhne von Massa endet, halte ich die drei großen Teams derzeit für ganz gut besetzt. Selbst Webber wird die Rolle annehmen, statt dann irgendwo im Mittelfeld die Nummer Eins zu sein.
 
Ich neige auch immer noch dazu Massas Leistung an dem Unfall zu messen. Aber im Grunde hatte er vorher Höhen und Tiefen und er hat sie auch jetzt. Alonso ist einfach cleverer, stabiler und damit eben auch erfolgreicher. Ich halte Massa für einen guten Fahrer, aber er ist eben nicht in den Top3. Unter optimalen Voraussetzungen kann er was reißen, ansonsten wird er aber in den Top-Teams eine Nummer Zwei bleiben.
Ich wollte damit auch gar nicht sagen, dass Massa ein Top Fahrer ist, denn das ist er imo auch nicht.
Allerdings ist es doch recht auffällig, dass seine Leistungen vor allem nach dem Unfall nicht mehr da waren.

Betrachtet man mal seine zeit bei Ferrari:
2006 konnte er neben Schumacher 2 Rennen gewinnen, wurde auf anhieb 3.in der WM (gut man könnte sagen, dass der Ferrari in der 2. Saisonhälfte leicht überlegen war), 2007 war er auch lange Zeit ebenbürtig mit Räikonnen, 2008 hat er um den Titel gekämpft (den er imo wegen Flavio verloren hat), 2009 war er bis zum Unfall auch auf ähnlichem Niveau wie Räikonnen unterwegs.
Erst nach seinem Unfall sind seine Leistungen extrem eingebrochen. Klar hat er jetzt einen Alonso an seiner Seite mit dem man ihn vergleicht, aber ich denke wir sind uns einig, dass er auch in dem Duell zumidnest verhältnismäßig besser aussehen könnte.
2010 konnte Massa eig nur in Italien und in Hockenheim als Nummer 2 helfen, ansonsten war er selbst dafür zu lahm.

2011 hat er wieder ein paar gute Ansätze gezeigt, aber die wurden meistens durch Pech oder die Strategie kaputt gemacht.
Er ist für eine Nr. 2 bei Ferrari imo einfach nicht konstant genug.

Ich weiß nciht ob der Zeitpunkt einfach ein zufall ist oder ob der innerlich eine psychische Barriere aufgebaut hat, von der er selber nichts weiß.
 
Von 1.6L Turbo-Motoren hat man ja schon gehört.
Aber dann noch ne Drehzahlbegrenzung auf 12k und das Gewicht nochmal künstlich anheben?
Wozu das Ganze? (ernst gemeinte Frage)

Die gurken doch grad bei ca 18.000 U/min rum?
Bald sind Gokarts noch schneller als die F1.
Oder auch ein Ferrari von der Stange.


Nachtrag:
Die ham doch n Schaden.
Ecclestone muß endlich weg.
Abba da auch ein greiser Sepp Blatter wiedergewählt wurde, ist es bei einem auf Lebenszeit berufnen Formel1 Diktator unwahrscheinlich, dass er abdanken wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ecclestone wollte das gar nicht, dass hat die FIA verabschiedet...

Ist echt lächerlich, in der Königsklasse des Motorsports mit 1,6l Turbomotoren zu fahren.
 
Und warum sollen Autos schwerer werden + 1Rennen mehr, aber immer einen auf Öko machen. :freak:
 
Oke, auch wenn er es nicht direkt war, die ham trotzdem alle nen Schaden.

Demnächst werden alle Rennen abgebrochen, weil es die Fahrer mit ihren lahmen Kisten nicht mehr unterhalb von 2h schaffen das Rennen zu beenden.
 
So ein Blödsinn.

Die F1 wird nie ein ökologisches Vorzeigeprojekt, sondern es ist eine RENNserie. Der Großteil der Emmissionen wird doch eh net von den Autos, sondern den Flugzeugen und den Teams verursacht.

Vierzylinder und maximal 12.000 Umdrehungen (auch wenn 500 bar Ladedruck ordentlich sind)... Ich will die alte Formel 1 zurück - oder eine neue Rennserie mit freierer Motorengestaltung.

Große Saugmotoren mit 12 Zylindern, eben die klassische Motorenkunst, wirkt doch viel anziehender als diese hochgezüchteten Kleinwagenmotoren...
 
ich gebe dem ganzen erst mal eine Chance, denn früher gab es auch mal 1,5L Turbomotoren mit über 900 PS! (Im Quali sogar teils 1500 PS!)
Und damals war es eben keinesfalls langweilig oder langsam - Turbolöcher und spät einsetzende Kraft haben meist pure Action beschert.
Die riesigen schweren Sauger wurden nur verbindlich eingeführt um den Wahnsinn einzugrenzen und den technologisch nicht hinter herkommenden Motorenschmieden wie Cosworth und Ferrari zu helfen!
Schaut euch doch nur mal Prost vs. Senna im Honda-Turbo-McLaren an!

Außerdem könnte es noch schlimmer gehen - stellt euch mal vor die FIA würde nur noch Elektroantriebe mit Null-Emission vorschreiben! So eine Art Autoskooter mit Flügel:evillol:
 
Ist für mich genau der falsche Weg, so werden Überholmanöver immer schwieriger werden.
Man müsste eher die Aerodynamik stark eingrenzen und den Teams bei den Motoren freie Hand lassen.
So wird es dann schwerer das Fahrzeug ans Limit zu bringen. Der Fahrer ist wieder mehr gefragt und dadurch wird es auch mehr Überholmanöver geben. Aber so...
 
crux2003 schrieb:
ich gebe dem ganzen erst mal eine Chance, denn früher gab es auch mal 1,5L Turbomotoren mit über 900 PS! (Im Quali sogar teils 1500 PS!)
Und damals war es eben keinesfalls langweilig oder langsam - Turbolöcher und spät einsetzende Kraft haben meist pure Action beschert.

Du weißt aber auch was das für einen Motor bedeutet?
Damals waren Motorschäden wesentlich häufiger als heute.
Kleine Motoren sind einfach nicht darauf ausgelegt soviel Leistung auf zu nehmen, das erinnert an Tuner Treffen.

Sehen wir bald Opel Corsa und Golf 2 auf der Rennstrecke?
Diese Entwicklung ist grotesk und hat nichts mit High-End Sport zu tun.
Show hin oder her, aber bei der Formel 1 soll es sich doch bitte weiterhin um die Prototypen handeln und nicht um modifizierte Kleinwagen.

Denn das Spektakel was einem erwartet kann man sich schon jetzt auf der 1/4-Meile oder vorm McDonalds Parkplatz anschauen.
 
wenn ich "Ausdauermotoren" sehen will geh ich in die Arbeit^^ (Dort hab ich 4-Takt-Schiffsdiesel mit höchstens 750 RPM) oder zu einem Langstreckenrennen (24 Stunden von irgendwas).

Formel 1 sind Sprintrennen! Was bringt es wenn sich Hersteller per Reglement hohe Laufleistungen vorschreiben lassen müssen, die durch exorbitante Prüfstandskosten und Prüfungen erst mal eingearbeitet werden müssen? Warum sind bis jetzt gar keine Motorenbauer außer Cosworth in die F1 zurückgekehrt obwohl man aktuell nur etwas mehr als eine handvoll Motoren pro Fahrer benötigt? Es ist einfach ein zu großer Widerspruch...

Für mich wäre es in Ordnung wenn Teams pro Saison einen Motor verwenden dürften, an dem alles außer dem Zylinderkurbelgehäuse, der Kurbelwelle, der Pleuel, der Nockenwellen und der Zylinderköpfe getauscht werden darf. Benötigt man doch einen Wechsel dieser Teile (die eigentlich dauerfest sind) kostet das 10-Strafplätze in der Startaufstellung.

Zum Ende ihrer ersten F1-Zeit sind die Turbo-Motoren sogar weniger kaputt gegangen als die Sauger - es war damals auch nur eine Renndistanz per FIA vorgegeben.

Beispiel McLaren MP4/4 Honda 1.5 V6 Turbo - 15 von 16 Rennen gewonnen, 15 PolePositions und 10 schnellste Rennrunden in der Saison 1988.
 
Die Formel 1 als "Königsklasse des Rennsports" ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Heutzutage nur noch ein Schaulaufen der Reichen und Schönen unter Regie von König Bernie.
 
Haudrauff schrieb:
Von 1.6L Turbo-Motoren hat man ja schon gehört.
Aber dann noch ne Drehzahlbegrenzung auf 12k und das Gewicht nochmal künstlich anheben?
Wozu das Ganze? (ernst gemeinte Frage)
Die Drehzahlgrenze von 12k war allerdings auch schon lange bekannt.

crux2003 schrieb:
ich gebe dem ganzen erst mal eine Chance, denn früher gab es auch mal 1,5L Turbomotoren mit über 900 PS! (Im Quali sogar teils 1500 PS!)
Und damals war es eben keinesfalls langweilig oder langsam - Turbolöcher und spät einsetzende Kraft haben meist pure Action beschert.
Wurde früher nicht aber auch der Ladedruck etc. nicht so sehr beschränkt?
Ich wage zu beahaupten, dass 1000PS+ in der Formel 1 vorerst kein Einzug erhalten.

Formel 1 sind Sprintrennen! Was bringt es wenn sich Hersteller per Reglement hohe Laufleistungen vorschreiben lassen müssen, die durch exorbitante Prüfstandskosten und Prüfungen erst mal eingearbeitet werden müssen?
Bin mir ziemlich sicher, dass die Team die jetzige Motorenhaltbarkeitsregeln relativ ok finden. Die 2,4l V8 sind mitlerweile Grundsolide, da muss man nicht mehr so extrem in Prüfstandstest investieren. Wenn man die Motorenentwicklung auf Basis der V8 wieder zulässt (was imo immer noch die beste Lösung wäre), steigen diese wieder, aber bei weitem nicht so sehr wie mit komplett neuem Motorkonzept.
100-150 Milionen Entwikclungskosten sind nicht ohne, erst Recht nicht für die Kundenteams.

Reguliert man die Haltbarkeit der Motoren nicht, werden die Motoren wieder absolut im Limit gebaut, was erstmal gut klingt, jedoch beudetet das im Schimmstenfall für die Teams, dass man wieder zu 4 Motoren pro Team pro Wochenende kommt (Training/Quali und Rennen).
Das sind wiederum enorme Kosten für die Teams und auch wieder eine höhere Belastung für die Mechaniker.

Die werden neuerdings durch immer mehr Rennen (21 sollens 2012 werden) ja schon immer extremer belastet.
Auch hier klingen 21 Rennen aus Fanseite erstmal toll, aber der Job eines Mechanikers (oder überhaupt der Teamangestellten) ist quasi ein Fulltimejob über 10 Monate, denn die Jungs/Mädels haben gleich mehrere Aufgaben am Rennwochenende. Zusätlich kommt noch das Auf- und Abbauen der Facilities und Autos.
Ich kann durchaus die Äußerungs von Brawn verstehen, wenn er sagt eine Saison bis Anfang Dezember sei "inakzeptabel".

Das Eccelstone unbedingt in Bahrain fahren will finde ich auch nicht wirklich ok, denn ich denke sogut wie keiner im F1-Zirkus unterstützt das Verhalten der dortigen Regierung, die das Rennen wahrscheinlich als eine Art "internationales Proganda-Event" missbrauchen wird.
Hoffe die Teams stellen sich da noch quer.
 
(auch wenn 500 bar Ladedruck ordentlich sind)..
Leute, schaltet mal das Hirn ein! An der Zahl KANN einfach etwas nicht stimmen! Das GEHT garnicht! 500bar mit einem Turbolader?! Wo soll denn die Energie herkommen!? Wo aktuelle Straßenfahrzeuge vielleicht auf 2bar kommen?! Selbst 5bar wären schon mörderisch!
Was wohl gemeint ist, ist der Einspritzdruck. Dann wiederum wären 500bar nichts ungewöhnliches, ein aktueller Common-Rail-Diesel spritzt mit 1800-2000bar ein.

Ansonsten halte auch ich das für Schwachsinn mit den Motoren. Ich hab schon nicht verstanden, warum man die ganzen elektronischen Helferlein abgeschafft hat. Die haben nach meiner Auffassung 1.) mehr Sicherheit und 2.) mehr Spaß gemacht. Wenn ich ein Rennen sehen will, dann geht es mir nicht darum mit anzugucken, wie einer um die Kurve rutscht, oder wie Reifen durchdrehen. Da gehts um Racing am Limit Rad an Rad. Aber jetzt auch noch 1,6l? Das ist ja grad ma soviel wie mein Golf Baujahr 91'. Dieser pseudo-öko-Anstrich ist wirklich mal zum kotzen. Vor allem, wenn die Teams wieder andere Motorenprogamme fahren, damit das Abgas den Diffusor zum Arbeiten bringt...

so long and greetz
 
Die Helferlein hat man genau für die Kämpfe Rad an Rad abgeschafft. Tatsache ist nun mal, dass diese erstens eine fehlerfreie Fahrt vereinfacht haben. Was wiederum verhindert, dass es überhaupt dazu kommt, das der Verfolger in einem gleichwertigen Auto in eine Position kommt zu überholen. Wenn jeder gleichmäßig an seinem Limit fahren kann, dann gibt es keine Änderung an den Positionen im Rennen. Zweitens hängen Erfolg und Misserfolg immer weniger vom Fahrer ab, sondern von der Software. Guter Start: Software. Spätmöglichster Bremspunkt: Software. Beschleunigung aus der Kurve: Software. Kurvenlage, Fahrlage: Software.

Es ging nicht primär darum die Sicherheit zu erhöhen und das haben diese Helferlein auch nicht getan. Durchdrehende Räder, blockierende Räder, Slides usw. sind kein Sicherheitsrisiko. Es geht darum das Auto am Limit zu bewegen und wenn dieses Limit nur noch von der Elektronik abhängt dann ist das Mist. Man kann kaum so tun, als würden jetzt alle Fahrer ständig ins Aus rutschen. Mir ist es noch in keiem Fall passiert wo ich gesagt habe: Oh ein Fahrfehler, ein zu weiter Weg in der Kurve, ein Verbremser, ein schlechter Start, das möchte ich nicht sehen.

Es ist nun mal einfach so, dass spannende Rennen durch Fehler entstehen. Sei es durchs Team, des Fahrers oder des Autos. Als die technische Entwicklung am Limit stattfand, als es vor allem darum ging mehr Leistung aus nahezu unbegrenzten Ressourcen zu generieren gab es immer genug Unwägbarkeiten. Sowohl was das Handling des Autos anging, als auch die Haltbarkeit.

Da man die technische Entwicklung aber eingeschränkt hat und die Strecken allesamt Fehler im großen Stil verzeihen, muss man eben dafür sorgen, dass es auf anderem Wege Unterschiede gibt. Und da bleibt nur die Qualität der Fahrer auszureizen. Gegenüber den frühen 90ern sind die Autos extrem sicherer, generell besser zu fahren und auch weniger anfällig für mechanische Defekte. Die Elektronik hat dafür aber nicht gesorgt. Wo es da zu spannenderen Rennen gekommen sein soll würde ich gerne auch anhand von ein paar Beispielen belegt haben. Williams hat sicherlich ein paar dominierende Saisons damit hingelegt, ebenso später McLaren. Aber eben um den Preis, das man anfangs das restliche Feld schlicht überrundet hatte, weil die diese Helfer nicht hatten. Spannend? Die Spannung kam allenfalls aus der Aufholjagd. Was mitunter auch dem Verbot der entsprechenden Entwicklung zu verdanken war.

Ein Fehler war z.b. eher das Nachtanken zu verbieten, nicht das Beschränken der immer noch reichlich eingesetzten Elektronik. Was nicht die Spannung erhöht wie behauptet. Aber sicherer ist es bestimmt.

Ich weiß auch nicht was diese ständigen Vergleiche der Hubraumgröße mit irgendwelchen Golfs soll. Aus dem 1.6er hast du damals eben 75 PS geholt. Heute holt man aus 1.4 Litern mit Turbo und Kompressor eben 160 PS bei vergleichbaren Laufzeiten des Motors. Das ist nun mal der Lauf der Dinge und wenn die Formel 1 auch eines sein will, dann ja doch Entwicklungsplattform. Wann hat man zuletzt im Fernsehen gesagt: Ja, also der Ferrari, der Red Bull klingen gut? Auch weil man einerseits davon nichts mitbekommt, andererseits weil die Tage der Zwölfzylinder nun mal gezählt sind. Extrem hochdrehende Motoren wie sie sowieso zum Einsatz kommen sind auch nicht das was man im Normalfall als guten Klang bezeichnet. Sie sind vor allem laut.

Sorry aber ob nun 2,4l V8 oder 1.6l Vierzylinder, das ändert nichts an der eigentlichen Show. Die neue DTM fährt mit 4l V8 z.b. von daher war dann die Formel 1 immer unterlegen? Die alte DTM fuhr mit 2.5l V6 und war dennoch geiler. Von den F1-Turbos war ja schon die Rede.

Bei aller berechtigten Kritik am vermeintlich grünen Anstrich oder der Diskussion um Sinn und Unsinn. Den Hubraum als Kriterium derart hochzuhängen geht doch an der Realität vorbei. Wenn es die Entwicklung neuer Motoren tatsächlich vergünstigt und überhaupt erst wieder ermöglicht, sehr gerne. Gerade auch weil die Entwicklung eingefroren ist arbeitet man an anderen Details wie eben dem Diffusor und dessen Anströmung. Wenn es das Reglement zulässt, warum nicht. Niemand hat Bedarf, dass die Kräfteverhältnisse endgültig zementiert werden, weil eben gar nicht mehr entwickelt und probiert wird.

Warum das außerdem verwerflicher sein soll als die Elektronik weiß ich ehrlich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
vergleiche aber nicht Diesel mit Benziner! Hab letztens erst in der MTZ einen Artikel dazu gelesen.
Neuste Turbo-Direkteinspritzer-Benziner haben im Serientrimm 160bar (max) Einspritzdruck. (vielleicht auch etwas mehr - aber keinesfalls 500 oder gar 2000 bar)

Durch den prinzipbedingten frühen Einspritzzeitpunkt, die generelle geringere Verdichtung und dem Vermeiden von Klopfen (Selbstentzündung) sind selbst 500bar aktuell schwer umsetzbar.
 
@Happy:
Zweitens hängen Erfolg und Misserfolg immer weniger vom Fahrer ab, sondern von der Software. Guter Start: Software. Spätmöglichster Bremspunkt: Software. Beschleunigung aus der Kurve: Software. Kurvenlage, Fahrlage: Software.
Ahja, und das ist heute anders? Mach mal die Augen auf! Bei aller Vettel-Liebe und auch wenn ich ihm den Titel gönnen würde: es ist schon sehr bezeichnend, das in Barcelona Alonso als 5. überrundet wurde. Und zwar nicht, weil er irgendeinen Fehler gemacht hat, sondern weil das Auto das Tempo einfach nicht mitgehen kann. Was hat da vom Fahrer abgehangen? Richtig: garnichts. Das ist auch nicht besser als Elektronik, die für alle immerhin gleich ist. Ich kann nicht sagen, wie unterschiedlich die Elektronik bei den verschiedenen Herstellern war, aber die schwächeren Teams waren sicher nicht nur wegen der Elektronik im Nachteil, sondern weil das Auto an sich einfach schlechter war. Überholvorgänge hat es auch zu Zeiten von Traktionskontrolle und Co. schon gegeben.
(kleiner Einschub) Auch wieder so ein Ding: warum darf der nachfolgende jetzt den Flügel aufmachen? DAS finde ich total bescheuert und total überflüssig! Gerade auf so Kursen wie Monaco ist das nicht nur riskant, es bringt auch nichts. Alonso mag Vettel im Genick gehangen haben, es hat aber doch nie für einen ernsthaften Überholversuch gereicht. Im Gegensatz zu vielen Anderen bin ich auch der Meinung, dass Vettel das Ding auch mit den alten Schlappen gewonnen hätte. Alonsos Pneus waren auch nicht mehr taufrisch.
Mit anderen Worten: der Pilot kann noch so gut sein, ohne das passende Auto wird er nicht gewinnen. Das war zu Zeiten der elektronischen Helferlein so und daran hat sich nichts geändert. Was die Spannung der Zweikämpfe von damals angeht, sind wir wohl anderer Meinung. So einer wie du muss dann wohl für den Einheitsmotor sein, denn ansonsten hängt der Ausgang des Rennens nicht genug vom Fahrer ab. Ich bin eben der Meinung, dass die Formel 1 auch eine Technologieveranstaltung ist. Ich habs schonmal mit DTM versucht und bin nach 10min eingeschlafen. Was ist denn öder als eine Schlange von Autos die Runde um Runde hintereinander herfahren ohne das irgendwas passiert? Vielleicht hab ich auch den Sinn dieser Rennen einfach nicht verstanden, aber dagegen ist die Formel 1 doch bedeutend ansehnlicher.
Was wiederum verhindert, dass es überhaupt dazu kommt, das der Verfolger in einem gleichwertigen Auto in eine Position kommt zu überholen. Wenn jeder gleichmäßig an seinem Limit fahren kann, dann gibt es keine Änderung an den Positionen im Rennen.
Du sprichst ja wieder so, als hätte es keine Unfälle, keine Autos abseits der Strecke, keine Quersteher, keine Fehler beim rausbeschleunigen (überhaupt keine Fehler der Fahrer) und keine Überholvorgänge gegeben. Es ist ja schön, dass du dazu eine Meinung hast, aber deine Vehemenz macht die Diskussion auch nicht besser!
Es ging nicht primär darum die Sicherheit zu erhöhen und das haben diese Helferlein auch nicht getan.
Da kann man schon wieder drüber streiten: was ist Sicherheit? Du sagst einen Satz vorher, die Fahrer konnten Runde für Runde am Limit fahren. Ja, aber nur, weil es sicher war! Ohne die Helferlein hätte man eher vom Gas gehen müssen und wäre nicht mehr am Limit gefahren. Ob das dem anderen einen Überholversuch eingeräumt hätte, ziehe ich zumindest in Zweifel. Rankommen ist das eine, Überholen das andere.

Es ist nun mal einfach so, dass spannende Rennen durch Fehler entstehen.
...und die gab es auch mit Elektronikhelferlein zu genüge. Verzeih mir, bis Mitte der 90er kann ich dir nicht folgen, erst ab Ende und folgende. Und sicher hast du auch Recht, wenn du sagst, die Autos sind sicherer als früher. Aber dann sind wir beim Punkt, und bei dem, was ich vorher schon gesagt habe: man hat die technische Entwicklung unterbunden. Vorher mögen andere Teams überrundet worden sein, weil sie die Technologie nicht hatten, aber was ist heute anders (sie Beispiel Alonso in Barcelona)? Als 5. und als eines der besseren Teams überrundet? Und dann darf man fragen: was ist besser? Alles auf den Fahrer, der trotzdem überrundet wird, oder mit erlaubten Helfern? Wie gesagt, ich bin der Meinung, die Formel ist eben auch eine Technologieveranstaltung. Und ich finde, man hat schon viel zu viel Freiraum genommen. Es ist natürlich auch eine Gratwanderung: will man neue Teams in die Formel locken, muss man ihnen den Einstieg erleichtern. Nur: was sollen neue Teams, wenn sie mit den Ausgängen der Rennen eh nichts zutun haben? Und wenn ich "alles gleich" haben möchte, dann schau ich eben DTM (oder auch nicht).

so long and greetz
 
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