hendrik.
Captain
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- Dez. 2021
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- 3.200
Zum geliebten BVB:
Rose bekommt seine Wunsch-Spieler Schlotterbeck, Süle, Adeyemi und Özcan für sein 4-4-2. Bevor man seine weiteren Wünsche/Ideen auf den AVs angehen kann, wird er entlassen und der personifizierte taktische Offenbarungseid mit Stallgeruch installiert. Der implementiert (bzw. scheitert am Versuch) nicht nur ein völlig langweiliges und ideenloses System, sondern setzt auch noch konsequent die Mittelstürmer der Doppelspitze falsch ein und verpulvert zusätzlich 45 Mio. für weitere Stürmer, um „hohe Bälle festzumachen“. Netter Kreisliga-Ansatz, ich bin wirklich völlig überrascht, dass spielerisch rein gar nichts funktioniert. Währenddessen eilt Rose nun beim direkten Konkurrenten von Sieg zu Sieg. Nicht nur Gratis statt mit entsprechender Ablöse, sondern mit Millionen-Abfindung obendrauf.
„Hey Siri, was ist Missmanagement?“
Borussia Dortmund 2022: Umbruch nach dem Umbruch vor dem Umbruch, Vetternwirtschaft, Betriebsblindheit, katastrophale strategische Managemententscheidungen, schwächster Trainer der Bundesliga, mangelnde Kompetenz, aufgeblähte Kostenstruktur und daraus folgend kaum kurzfristige Hebel.
In vielen Belangen ist der BVB auf den Spuren des HSV oder Schalke (nicht böse gemeint, ist aber so!). Der Unterschied ist nur, dass unser Erfolg in die Phase fiel, die durch einen Strukturwandel des Fußballs geprägt war (4 fixe CL-Starter bei explodierenden Erlösen, allg. Effekte durch internationale Vermarktung, Entwicklung Ablösesummen) und wir deshalb auf einem ganz anderen Level agieren als das vor 20 Jahren jemals möglich erschien oder den ehemaligen Top-Clubs möglich war. Aus diesen Gründen ist es durch den viel höheren Input an Kapital auch mit 10% der guten Arbeit anderer Bundesligaklubs immer sehr wahrscheinlich, diesen Kreislauf mit dem Erreichen der CL aufrechtzuerhalten und die Strukturen zu sichern (wenn man ehrlich ist, waren mehrere Top-4-Platzierungen einfach auch glücklich und unverdient).
Der Return ist aber inzwischen desaströs und wird gefühlt auch immer schwächer, eben weil man ständig falsche Entscheidungen auf Schlüsselpositionen trifft. Es ist viel zu kurz gedacht, ausschließlich auf die falsche Kaderzusammenstellung zu verweisen, wo man doch einen Trainer hatte, der das so wollte und davor und danach genau damit Erfolg hat/te. Viel mehr ist gerade DAS Ausdruck der fehlenden Philosophie, von einer Art Fußball (in Form von Auswahl des Typus Trainers) in die nächste zu wechseln und dabei über Jahre Spieler einzusammeln, die nach kurzer Zeit bestenfalls einen Erinnerungswert behalten.
Es braucht neben den sportlichen Fragen insbesondere auch wirtschaftliche Kompetenz. Die Formulierung einer Strategie, die Schaffung von Leistungsindikatoren und wie diese Ziele mit einem effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erreichen sind. Seit Jahren agieren wir mehr nach Bauchgefühl und nach Gelegenheiten. Ich vermisse beim BVB inzwischen alles, was uns einst in die Position der heutigen Luxusprobleme führte.
Im Nachhinein wohl mit mehr Glück als Verstand und aus der Not geboren.
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PS: Eigentlich wollte ich was zur WM in Katar schreiben.
Hier ein interessanter Beitrag vom ZDF gestern:
https://www.zdf.de/sport/fussball-w...2-politik-kritik-hinter-den-kulissen-100.html
Rose bekommt seine Wunsch-Spieler Schlotterbeck, Süle, Adeyemi und Özcan für sein 4-4-2. Bevor man seine weiteren Wünsche/Ideen auf den AVs angehen kann, wird er entlassen und der personifizierte taktische Offenbarungseid mit Stallgeruch installiert. Der implementiert (bzw. scheitert am Versuch) nicht nur ein völlig langweiliges und ideenloses System, sondern setzt auch noch konsequent die Mittelstürmer der Doppelspitze falsch ein und verpulvert zusätzlich 45 Mio. für weitere Stürmer, um „hohe Bälle festzumachen“. Netter Kreisliga-Ansatz, ich bin wirklich völlig überrascht, dass spielerisch rein gar nichts funktioniert. Währenddessen eilt Rose nun beim direkten Konkurrenten von Sieg zu Sieg. Nicht nur Gratis statt mit entsprechender Ablöse, sondern mit Millionen-Abfindung obendrauf.
„Hey Siri, was ist Missmanagement?“
Borussia Dortmund 2022: Umbruch nach dem Umbruch vor dem Umbruch, Vetternwirtschaft, Betriebsblindheit, katastrophale strategische Managemententscheidungen, schwächster Trainer der Bundesliga, mangelnde Kompetenz, aufgeblähte Kostenstruktur und daraus folgend kaum kurzfristige Hebel.
In vielen Belangen ist der BVB auf den Spuren des HSV oder Schalke (nicht böse gemeint, ist aber so!). Der Unterschied ist nur, dass unser Erfolg in die Phase fiel, die durch einen Strukturwandel des Fußballs geprägt war (4 fixe CL-Starter bei explodierenden Erlösen, allg. Effekte durch internationale Vermarktung, Entwicklung Ablösesummen) und wir deshalb auf einem ganz anderen Level agieren als das vor 20 Jahren jemals möglich erschien oder den ehemaligen Top-Clubs möglich war. Aus diesen Gründen ist es durch den viel höheren Input an Kapital auch mit 10% der guten Arbeit anderer Bundesligaklubs immer sehr wahrscheinlich, diesen Kreislauf mit dem Erreichen der CL aufrechtzuerhalten und die Strukturen zu sichern (wenn man ehrlich ist, waren mehrere Top-4-Platzierungen einfach auch glücklich und unverdient).
Der Return ist aber inzwischen desaströs und wird gefühlt auch immer schwächer, eben weil man ständig falsche Entscheidungen auf Schlüsselpositionen trifft. Es ist viel zu kurz gedacht, ausschließlich auf die falsche Kaderzusammenstellung zu verweisen, wo man doch einen Trainer hatte, der das so wollte und davor und danach genau damit Erfolg hat/te. Viel mehr ist gerade DAS Ausdruck der fehlenden Philosophie, von einer Art Fußball (in Form von Auswahl des Typus Trainers) in die nächste zu wechseln und dabei über Jahre Spieler einzusammeln, die nach kurzer Zeit bestenfalls einen Erinnerungswert behalten.
Es braucht neben den sportlichen Fragen insbesondere auch wirtschaftliche Kompetenz. Die Formulierung einer Strategie, die Schaffung von Leistungsindikatoren und wie diese Ziele mit einem effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erreichen sind. Seit Jahren agieren wir mehr nach Bauchgefühl und nach Gelegenheiten. Ich vermisse beim BVB inzwischen alles, was uns einst in die Position der heutigen Luxusprobleme führte.
Im Nachhinein wohl mit mehr Glück als Verstand und aus der Not geboren.
---−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−−
PS: Eigentlich wollte ich was zur WM in Katar schreiben.
Hier ein interessanter Beitrag vom ZDF gestern:
https://www.zdf.de/sport/fussball-w...2-politik-kritik-hinter-den-kulissen-100.html