FrankenDoM schrieb:
Aber gut, wir schaffen ja auch die Bundesjugendspiele ab weil nicht jedes Kind sportlich talentiert ist und man die Niederlage bzw. den Misserfolg vermeiden will. Schädlich für die Entwicklung. Wieso schaffen wir dann nicht Deutsch und Englisch ab? Ich war bzw. bin auch talentierten bei den Naturwissenschaften.
Ich finde hier aber einen Satz dazu ganz passend.
Jugendspiele haben einfach null damit zu tun, wie gut ein Kind wirklich sein könnte, sondern vor allem im jungen Alter entscheiden viel mehr die Hormone darüber.
Wenn also die Hormone früher bei jemanden eintreten das Wachstum zu fördern, dann hat dieser einen Vorteil.
Ein 15 Jähriger mit 1,80 wird schneller laufen als ein 15 Jähriger mit 1.50.
Und ja, es gibt durchaus diese eklatanten Unterschiede wann Menschen eben ihr Endziel im Körper erreichen.
Zudem sind auch Muskeln, Fett und Stoffwechsel häufig an Phasen unseres Hormonhaushalts gebunden und vor allem bei jungen Menschen gibts dafür eben kein Patentrezept wann wie und was einsetzt.
Nicht umsonst haben viele junge Spieler im Erwachsenenbereich Probleme.
Sie waren ihren jüngeren Mitspielern häufig körperlich einfach voraus und ja, auch klein und wendig kann sich verwachsen wenn der Stoffwechsel sagt das man a größer wird oder b leichter fett ansetzt.
Sport ist nie fair und das muss man eben auch mal so sehen.
Daher können sich die Kinder j gerne beweisen, wer aber einem jungen Menschen schon ein Strick draus drehen will das er in A nicht so gut wie ein anderes Kind ist und ja das machen Eltern und Lehrer und leider ist das eher die Mehrheit.
Der muss eben damit leben das die Gesellschaft versucht andere Lösungen zu finden.
Wir sind in dieser neoliberalen Rotzwichse das alles nur Wille, Training und Leistung ist.
Dabei ist das natürlich ein Teil aber nie der gesamte Kuchen, sonst müsste sich ja jeder hier nen Strick nehmen (mich inklusive) weil wir ja irgendein Ziel im Leben nicht erreicht haben weil wir einfach nur unterwürfige Vollversager sind.
Man sollte ja immer bei sich anfangen und nicht bei anderen.
Die Generation heute hat psychische Probleme und die sind nicht neu, die werden aber gefördert durch gesellschaftlichen Druck.
Japan und China haben eine der höchsten Selbstmordraten unter Jugendlichen, warum?
Weil wenn du nicht ein 1+ Schüler bist und immer perfekt und fehlerfrei, dann wird es sehr schwer im Jobmarkt.
Klar fördert das, das du eventuell die Elite der Elite raus pickst, aber, du verlierst halt Menschen auf dem Weg.
Nicht jeder kann alles überall erreichen, natürlich ist Sport even dem Leistungsprinzip unterworfen aber bei Kindern und Jugendlichen muss man die Balance finden auch zu erkennen, ob das wirklich was schlechtes ist.
Zudem kommt j der soziale Aspekt, kann das Kind oder der/die Jugendliche noch im sozialen Konstrukt funktionieren wenn sie aus dem Spiel durch schlechtere Leistung ausgeschlossen werden.
Die jungen Menschen heute sind nicht verweichlicht, sie machen mehr den Mund auf als die Generationen davor für was sie will und einsteht.
Aber, sie haben auch wesentlich mehr Verlustängste und Bindungsprobleme und daran ist deren Eltern/Trainer und die Erwachsenengeneration verantwortlich die ständig will das der Mensch nur gut ist wenn er über Hürde XY springen kann.
Es muss also ein Wandel her und mancher Wandel mag radikal wirken aber wenn wir Angst for radikalen Ansätzen hätten, dann würden wir immer noch warten bis der Blitz eingeschlägt um uns Essen am Feuer warm zu machen.
Es wird nie ein „das bleibt hier alles so wie es ist geben“ und jede neue Generation die muss rebellieren.
Das ist die menschliche DNA.
Nur ein Dummkopf würde sich blind stellen um das nicht zu sehen.
Dabei hat die Veränderung weder den Sinn gut oder schlecht zu sein als mehr einfach etwas anders zu machen.
Man muss also damit leben das wir irgendwann alle alte Männer und Frauen werden welche die Moderne nicht mehr verstehen und das ist ok.