Fußballstammtisch 2017 Teil I (1. Beitrag beachten)

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Adidias ist die Blöden Deutschen langsam leid, die sich nur alle 10 Jahre mal nen 80-110€ Trikot kaufen (Preis mit Transport 5€). Und wer nur auf der Couch sitzt der kauft nichtmal die Badelatschen die heute als Fussballschuhe durchgehen oder gar nen Ball.

Nun handgenähte Bälle aus Goch. Ach ich mein aus Pakistan. WEnigstens Fair-gehandelt !
 
Wenger ist ja mal wieder richtig souverän sagt in der PK zuerst dass Sanchez nächste Saison noch bleiben muss auch wenn er nicht verlängert und kurz drauf dann "Ich denke nicht, dass wir ihn an einen Liga-Konkurrenten abgeben würden, das ist sicher." - Ja wie denn nun? Wenn er bleiben muss wird er ja per se an niemanden abgegeben und kann danach tun und lassen was er möchte.
 
Der darf sogar selber entscheiden, ob er bleibt oder geht. Die Befugnisse hat er. Der Inhaber von dem Verein interessiert sich dafür nicht wirklich.
 
Heidel und Weinzierl sind ja richtig gut drauf.

"Man könne sich als Trainer noch so viele Gedanken machen, am Ende sind Sie von der Qualität des Kaders abhängig", "Schalke hat andere Ansprüche als Mainz 05. Das ist eine neue Aufgabe.""
- Weinzierl

"Die Kritik – was die Verpflichtung von Konopljanka betrifft – kann ich natürlich verstehen."

"Die Zeiten haben sich geändert ein Spieler wie Raúl geht heute für 35 Millionen Euro nach England. Das Fußball-Geschäft hat sich total verändert. Viele neue Player mit viel Geld sind im In- und Ausland dazugekommen."


- Heidel

WTF.

Also 80 Millionen Euro und ein Jahr Später steht der "Jahrhundermanager" vor einem teuren Schrottkader, dessen Trainer der Auffassung ist, er kann ohne Topkader nichts reißen. WOW. Wirklich.

Ich warte auf die Bild-schlagzeile "Wurstmagnat fällt auf Gebrauchwagenhändler rein !"
 
Wie Pat & Patachon die beiden, ein verpeilter Oneliner jagt den nächsten.
Der Topfavorit auf die erste Trainerentlassung der neuen Saison steht zu 99,9 % fest - und es ist nicht Alexander Nouri.
 
Die Aussagen Weinzierls finde ich aber meist am Krassesten - der Mann wäre für mich als Trainer untragbar. Selbst verkackt, lässt einen total konzeptlosen, uninspirierten Fußball spielen, obwohl er mE einen echt guten Kader hat (Goretzka, Meyer, Kolasinac, Höwedes, Fährmann, Bentaleb sind alles tolle Spieler, die ich alle gerne beim BVB hätte - was sollen denn Gurkentruppen wie Frankfurt sagen, die trotzdem konkurrenzfähig sind?), holt damit Scheißergebnisse, und schiebt das dann auf seine Mannschaft.

Wenn er halt ständig die talentlosen Gurken aufstellt, Doppelspitze mit zwei unbeweglichen Stürmern ohne Flankengeber, und wenn man auf jeder Position auf Defensivkampf statt Kreativität setzt, kommt halt ein Augsburg-Fußball mit Augsburg-Ergebnissen bei raus.

Weinzierl sagt über Heidel, dass ee sich von Mainz auf Schalke umstellen muss, dabei ist er es doch, der vom Kopfe her in Augsburg geblieben ist. Wenn er seine Mannschaft nunmal konsequent nach Pressing- und Defensivfähigkeiten aufstellt, inklusive Fünferkette, defensiven Flügeln, unkreativem Zentrum, dann vermeidet man halt den Abstieg, aber mehr auch nicht.

Den Hype um Weinzierl habe ich nie gerafft und werde ihn auch nie verstehen. Schon als er als Klopp-Nachfolge bei uns ins Spiel gebracht wurde habe ich auch hier gepostet, dass ich davon gar nichts halte. Klar hatte er mit Augsburg gute Ergebnisse, aber dennoch gab es keinen Anhaltspunkt dafür, dass er ein überdurchschnittlicher Trainer war - zu bieder und uninspiriert war der Fußball seiner Mannschaft, selbst zu besten Zeiten. Nie hat er auch nur angedeutet, ein taktisch bzw spieltheoretisch tiefergehendes Verständnis zu haben, oder grundsätzlich eine eigene Idee zu haben, was besonderes zu sein, und damit auch das Potenzial zu Großem (oder Schlechtem) zu haben. Er war und ist ein beliebig austauschbarer Trainer seiner Zeit, dem Pressing-Konter-Konzept der Zeit folgend. Nach der nächsten kleinen Spielstil-Revolution wird er aus der Bundesliga verschwinden, da ich ihm nicht das Spielverständnis zutraue, das es benötigt, um sich dann umzustellen.

Weinzierl, Dutt, Slomka - das sind Trainer auf Augenhöhe. Weinzierl kann sich den Werdegang der anderen beiden anschauen und schon mal seine Zukunft planen.

Edit: Grundsätzlich finde ich es traurig, wenn sie etablierten Topteams der Liga einen Trainer haben, dessen Hauptfokus es ist, Fußball zu verhindern. Weinzierl ist da sicherlich der schlimmste. Schmidt hatte das ganze auch zu einer gesamten Philosophie gemacht und es hat nie so richtig geklappt. Einzig Gladbach macht es - neben den zwei Leuchttürmen - richtig, wobei das mE nicht mehr lange anhalten wird. War Schubert noch ein progressiver, dem Spiel gegenüber positiv ausgerichteter Trainer (wenn auch kein besonders guter), wird unter Hecking vermutlich über kurz oder lang ein Flügenspiel mit vielen Flanken etabliert werden.
 
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@Zilzalp: dann zeig mir doch mal Trainer auf, die folgendes bieten:

- eigenes Spielkonzept unabhängig vom Spielermaterial
- andere Besonderheiten
- zu großem berufen

Zähl mal die Trainer auf, die kontinuierlich Erfolge in ihren Vereinen haben und hatten.
One Hit Wonder wie nun Nagelsmann, der sich auch noch beweisen muss außen vor gelassen

Dann zähl mal deutsche Trainer auf, die du zu großem berufen ansiehst und ausländische Trainer. Wäre mal interessant, wen du da nennst, wenn du schon Weinzierl usw zerreißt.
 
getexact schrieb:
@Zilzalp: dann zeig mir doch mal Trainer auf, die folgendes bieten:

- eigenes Spielkonzept unabhängig vom Spielermaterial
- andere Besonderheiten
- zu großem berufen

Zähl mal die Trainer auf, die kontinuierlich Erfolge in ihren Vereinen haben und hatten.
One Hit Wonder wie nun Nagelsmann, der sich auch noch beweisen muss außen vor gelassen

Dann zähl mal deutsche Trainer auf, die du zu großem berufen ansiehst und ausländische Trainer. Wäre mal interessant, wen du da nennst, wenn du schon Weinzierl usw zerreißt.

Okay:
Klopp
Tuchel
Van Gaal
Keller (kein Witz)
Lewandowski (möge er in Frieden ruhen)
Favre
Rangnick
Schubert (kein Scherz)
Streich
Stöger (auch wenn ich seinen Fußball nicht mag)
 
@Zilpzalp:

ist natürlich nun schwierig darauf Stellung zu beziehen, zumal da Namen auftauchen, die du selbst (Tuchel z.B) oft mals scharf kritisierst.
Du hast da nun Namen aufgestellt, die beliebig austauschbar sind. Die Begründung, warum das Trainer sind, die sich von anderen abheben fehlt hier ja komplett.

Stöger hat nun mit Köln Erfolg. Macht ihn das zu einem großen Trainer? Warum wird Lewandowski genannt, der in seiner Laufbahn keine besonderen Ergebnisse geliefert hat?

Warum ein Keller, der in Schalke solide, aber auch unspektakuläre Arbeit geleistet hat?
Schubert ist in Gladbach gescheitert mit seinem...naja gewöhnlichen Fußball.

Klopp ist von der Persönlichkeit her was besonderers, aber was macht ihn zu einem so wertvollen Trainer?

Ich finde das ist komplett an den Haaren herbeigezogen meistens, Trainern wunderdinge anzudichten, oder Besonderheiten. Da gehts doch oft um "er gefällt mir halt".

Objektivität, nach der man so eine Liste erstellen kann ist doch gar nicht möglich.
Aber warum wird so getan, als sei das so?
 
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@getexact

Nuja bei deinen Maßstäben (aufsteigend nach schwammigkeit) passt die Liste aber.

Es gibt im Fussball keine Trainer die 100% unabhängig von der Mannschaft sind, irgendwo hinkommen, 5x Meister werden und dann woanders genau so weitermachen, selbst wenn sie überall die allerbesten Möglichkeiten vorfinden. (Hallo Guardiola Sepp, Barcelona, Bayern, ManCity).

Dem Streich wird ständig die halbe Mannschaft wegepfändet, und er bauts wieder auf. Das ist Großartig. Keller ist sehr gut darin Talente zu nehmen und zu Spielern umzubauen. Rangnick ist der Heimliche Jahrhundertrainer von Schalke, wat sach ich, vonne welt.
Schubert bräuchte noch ne sTation um was zu zeigen, oder es ist wie bei den anderen, und ich interessiere mich nicht für Karnevalsfußball.
Van Gaal kommt irgendwo hin, und ist Van Gaal. So wie Klopp, nur halt unsympathisch.
 
Wer ist denn dann nach deiner Definition ein Toptrainer? Der hochgehypte spanisch Kasper ist auf der Insel mal ganz kläglich den Bach runtergegangen. Und so schlecht ist sein aktueller Kader nu wirklich nicht. Jeder Buliverein incl Bayern würden wohl sofort tauschen.

Was macht der Typ, rennt zu seinem Boss und holt sich 300 Mio ab um seinen Wunschkader zu basteln. Bah, das kann der Trainer von meinem Kreisliga B Verein auch, notfalls auch meine Oma.
 
@getexact
Trainerschein haben sie alle, hier geht es primär um Menschenführung und Motivationskunst. Und da versagt Weinzierl auf ganzer Linie, kleine Kostprobe seiner Selbstüberschätzung nach dem ersten Saisonspiel gegen Frankfurt, das ist 44 Pflichtspiele und etliche Monate her:
Wir brauchen eine kontinuierliche Entwicklung. Ich will, dass Schalke eine laufstarke, kompakte Mannschaft wird, die aggressiv gegen den Ball spielt. Die Gegner müssen sagen: Es ist unangenehm, gegen Schalke zu spielen.
Wir wollen international dabei sein und so weit oben wie möglich landen.
Seit dem hört man nur noch gebetsmühlenartig "Die Mannschaft hat nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben." Außerdem werden einzelne Spieler an den Pranger gestellt und schuld sind soweiso immer die anderen. Undenkbar unter bspw Klopp.
Die Saisonhighlights Pokal gegen Bayern und EL vs Ajax wurden aufs peinlichste verkackt, wie ein wirrer Haufen auf Valium und völlig desorientiert in einem Viertelfinale mit Chance auf den Pokal.
Das ist die Entwicklung unter Weinzierl, und in der Liga ist der Verein tabellarisch auf Augsburg-Niveau runtertrainiert worden.

Ich kann seine spröde Art einfach nicht mehr ertragen, ist für mich unvorstellbar, wie der jemanden an seine Leistungsgrenze motivieren will.
 
Mich würde echt mal interessieren woran das auf Schalke liegt dass man stets den aktuellen Trainer/Manager zum Teufel jagen möchte und sobald das wirklich eintritt nimmt die Rolle der neue ein und der alte war gar nicht so schlecht.

Zum Schrottkader mal im Detail, was ist denn Schrott, was davon hat Heidel zu verantworten und wofür wurde das Geld ausgegeben?

- Embolo (22mio): dass der Toptransfer verletzungsbedingt komplett ausfällt war ja wohl kaum vorhersehbar
- Stambouli (8mio): hat sich in der zweiten Hälfte zum Stammspieler entwickelt
- Coke (4mio): war ewig verletzt ist jetzt aber Stammspieler und ne klare Verstärkung
- Caliguri (2,5mio): Aus der Verletzungsnot heraus, hat jedes (bis auf 1) Spiel gemacht und für 2,5mio sicher kein schlechter Transfer
- Burgstaller (1,5mio): Ebenso aus der Verletungsnot heraus und für den Preis geradezu überragender Transfer
- Bentaleb (19mio): Nach Höwedes und Fährmann die meisten Spielminuten, ist erst 22, steigende Form, Ablöse entsprach dem jetzigen MW
- Naldo (frei): war bis zu seiner Verletzung gut und absolut gesetzt.

Der einzige wirklich schlechte Transfer wäre dann Konoplyanka sofern man den wirklich für 12mio nehmen muss nach der Leihe.

Und bei all den Ausgaben (woher kommen eigentlich die 80mio ist da Konoplyanka schon drin und was sind dann die restlichen 10mio?) darf man auch gerne bedenken dass man auch 60mio an Abgängen hatte.

Beim BVB zum Vergleich sehe ich niemanden der die 120mio Ausgaben ohne den Kontext der 110mio an Abgängen beurteilt.

Edit: Und noch zur reinen Leistung - rund um Schalke sind mit BMG, Leverkusen oder Wolfsburg Teams die hatten weder einen so krassen Umbruch noch so ein Verletzungspech. Ich finde das nicht sonderlich verwunderlich dass es unter den Voraussetzungen eben nicht so rund läuft.
Wenn die Spieler mal fit werden und der Trainer mit einem halbwegs vollen Kader und konstantem Personal arbeiten kann sehen wir weiter, mit diesem vorzeitigen Niedermachen ist keinem geholfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir gehts nicht darum eine Liste zu führen, sondern deutlich zu machen, dass Vergleiche auch einfach schwer fallen. Eben weil es kaum einen Trainer gibt, der überall erfolgreich ist und perfekt reinpasst.

Deshalb sind mir so Aussagen, die einen Trainer dann zerpflücken, weil er grad einfach keinen Erfolg hat, zu schnell. Das will ich ja damit hinterfragen. Denn im Grunde gehts natürlich um Menschenführung, aber irgendwo muss man ja sagen, dass jeder Trainer (=Mensch)- eine andere Persönlichkeit hat und im Fußball auf Spieler trifft, mit denen er perfekt connected oder eben nicht. Was genau dann den Misserfolg ausmacht, und was nicht, das können selbst die Trainer selber manchmal nicht greifen.

Warum ziehen Frankfurt und Berlin und Köln so tolle Saisons ab um dann in der Hinrunde abzustürzen? warum fliegt ein Nouri fast, um dann in der Rückrunde unschlagbar mit seiner Truppe zu sein?

warum führt uns ein Klopp erst ins CL Finale, und dann fast in den Abstieg?

Warum funktioniert ein Weizierl wunderbar in Augsburg, aber eben anscheinend nicht auf Schalke?

Das hat zig verschiedene Gründe und darauf will ich aufmerksam machen.
Generell zu sagen, dass ein Weimnzierl schlechter ist, als ein Keller oder Tuchel...keine Ahnung, ob das so einfach zu sagen ist.

Bestes Beispiel ist doch der angeblich gottgleiche Rangnick, der in seiner gesamten Laufbahn zig mal den Hut nehmen musste und Misserfolge zu verzeichnen hatte, dennoch grad von Schalkern zum Messias gemacht wird.

Irgendwo sehe ich da einfach keinen Zusammenhang.
 
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Kann man nicht von Nouri und Nagelsmann Schubert und Co. lernen ? Billig Trainer Hochziehen, und mal gucken was passiert. Kostet nicht so viel wie ein fertiger.
Und bei Mannschaften die eh keine Lust mehr haben um die Meisterschaft mitzuspielen sind die völlig ausreichend. Vielleicht könnte man da mal ein "Girlsday" machen.
 
Wer viel zu oft vergessen wird ist der Streich. Was der aus seiner Zweitligatruppe rausholt, finde ich immer phenomenal. Ich würde den gerne mal bei nem Topverein sehen - von mir aus Dortmund.
 
Sobald der Streich aus seinem ruhigen Idyll in die große weite Welt mit viel Druck, Erwartungshaltung und Pressekonferenzen zieht, ist es vorbei. Der funktioniert nur da unten, wette ich drauf.

@NoD
Du musst einfach viel mehr Schalke-Spiele sehen, deine Transfermarkt-Werte bringen überhaupt nichts. Erinnere dich an das Viertelfinale im DFB gegen deine Bayern, dann weißt du was wir meinen. Und das Spiel war leistungs- und einstellungstechnisch keine Ausnahme.
 
Für mich ist das Nagelsmann - bei dem steckt einfach sehr viel System hinter dem Erfolg, deswegen ist Hoffenheim auch so konstant. Bei Nagelsmann habe ich das Gefühl der könnte mit fast jeder Qualität an Spielermaterial was verhältnismäßig erfolgreiches auf die Beine stellen.

Streich ist super da wo er ist aber ich habe Zweifel daran dass er weiter oben a) den Erfolg hätte und b) die Zeit bekommen würde, vergessen wir nicht 12/13 #5 13/14 #14 14/15 Abstieg so eine lange Negativtendenz überlebst du wo anders erst gar nicht.

Camillo schrieb:
Du musst einfach viel mehr Schalke-Spiele sehen

Das "Problem" an Fußball auf dem Niveau ist dass sehr sehr viel passen muss damit es läuft, ein klein wenig zu viel Sand im Getriebe und alles fliegt dir um die Ohren und Schalke hatte diese Saison unmengen von Sand zu fressen.

Es gab ja auch durchaus bessere Spiele - die zweite HZ gegen RB zuletzt sah zb alles andere als Planlos aus. Lass die ganzen Problemchen mal weniger werden und dann kann die Formkurve auch ganz schnell nach oben ausschlagen.


Interessant finde ich auch das hier: http://spielverlagerung.de/2017/04/24/die-fehlende-konstanz-der-bundesliga/

Neben den Top4 ist Schalke der einzige Club der konstant mehr Torschüsse kreiert als die Gegner - der Unterschied ist nur die unglaublich schlechte Chancenverwertung.
 
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