Die Aussagen Weinzierls finde ich aber meist am Krassesten - der Mann wäre für mich als Trainer untragbar. Selbst verkackt, lässt einen total konzeptlosen, uninspirierten Fußball spielen, obwohl er mE einen echt guten Kader hat (Goretzka, Meyer, Kolasinac, Höwedes, Fährmann, Bentaleb sind alles tolle Spieler, die ich alle gerne beim BVB hätte - was sollen denn Gurkentruppen wie Frankfurt sagen, die trotzdem konkurrenzfähig sind?), holt damit Scheißergebnisse, und schiebt das dann auf seine Mannschaft.
Wenn er halt ständig die talentlosen Gurken aufstellt, Doppelspitze mit zwei unbeweglichen Stürmern ohne Flankengeber, und wenn man auf jeder Position auf Defensivkampf statt Kreativität setzt, kommt halt ein Augsburg-Fußball mit Augsburg-Ergebnissen bei raus.
Weinzierl sagt über Heidel, dass ee sich von Mainz auf Schalke umstellen muss, dabei ist er es doch, der vom Kopfe her in Augsburg geblieben ist. Wenn er seine Mannschaft nunmal konsequent nach Pressing- und Defensivfähigkeiten aufstellt, inklusive Fünferkette, defensiven Flügeln, unkreativem Zentrum, dann vermeidet man halt den Abstieg, aber mehr auch nicht.
Den Hype um Weinzierl habe ich nie gerafft und werde ihn auch nie verstehen. Schon als er als Klopp-Nachfolge bei uns ins Spiel gebracht wurde habe ich auch hier gepostet, dass ich davon gar nichts halte. Klar hatte er mit Augsburg gute Ergebnisse, aber dennoch gab es keinen Anhaltspunkt dafür, dass er ein überdurchschnittlicher Trainer war - zu bieder und uninspiriert war der Fußball seiner Mannschaft, selbst zu besten Zeiten. Nie hat er auch nur angedeutet, ein taktisch bzw spieltheoretisch tiefergehendes Verständnis zu haben, oder grundsätzlich eine eigene Idee zu haben, was besonderes zu sein, und damit auch das Potenzial zu Großem (oder Schlechtem) zu haben. Er war und ist ein beliebig austauschbarer Trainer seiner Zeit, dem Pressing-Konter-Konzept der Zeit folgend. Nach der nächsten kleinen Spielstil-Revolution wird er aus der Bundesliga verschwinden, da ich ihm nicht das Spielverständnis zutraue, das es benötigt, um sich dann umzustellen.
Weinzierl, Dutt, Slomka - das sind Trainer auf Augenhöhe. Weinzierl kann sich den Werdegang der anderen beiden anschauen und schon mal seine Zukunft planen.
Edit: Grundsätzlich finde ich es traurig, wenn sie etablierten Topteams der Liga einen Trainer haben, dessen Hauptfokus es ist, Fußball zu verhindern. Weinzierl ist da sicherlich der schlimmste. Schmidt hatte das ganze auch zu einer gesamten Philosophie gemacht und es hat nie so richtig geklappt. Einzig Gladbach macht es - neben den zwei Leuchttürmen - richtig, wobei das mE nicht mehr lange anhalten wird. War Schubert noch ein progressiver, dem Spiel gegenüber positiv ausgerichteter Trainer (wenn auch kein besonders guter), wird unter Hecking vermutlich über kurz oder lang ein Flügenspiel mit vielen Flanken etabliert werden.