News Gebühr wird Provision: Apple kassiert bald auch außerhalb des App Stores

Also an die Leute die meinen Apple hätte ein Anrecht auf ein Teil des Kuchens.

Ohne App Entwickler, die auf überteuerten Apple Geräten im bezahlten Apple Ökosystem (Certs/Lizenzen/Cloudservices) Apps für den AppStore entwickeln, würde iOS schnell den Bach runter gehen.
Ein gutes Beispiel, wie das geht ist Windows Mobile, am Ende ein richtig geiles System, nur leider gab es wichtige Apps nicht für das System - Ende ist bekannt.

Wir geben als Unternehmen hunderttausende Euros pro Jahr (Spezialisierte Entwickler, Lizenzen etc.) aus, um unsree iOS Apps zu unterhalten und weiterzuentwickeln.
Ich sehe das ehr andersrum Apple sollte von ihren gigantischen Gewinnen 5% Bonus an Hersteller umsatzstarke Apps zahlen, denn ohne diese gäbe es iOS ziemlich schnell nicht mehr.
Wenn Google, Microsoft, Amazon, die Streaming Dienste, alle großen Spielhersteller gemeinsam sagen Apple ist uns zu blöd, unterstützen wir nicht mehr, stände Apple ziemlich dumm da.
Da besteht also zumindest einen Gegenseite Abhängigkeit.
Microsoft hat gezeigt, wie es geht und Geld mit Service rund um das eigene Ökosystem verdient wird. Apple bekommt den Hals einfach nicht voll
 
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kachiri schrieb:
Du kannst auf ein iOS-Gerät keine App installieren, die nicht von Apple signiert ist.
Die erstellte App an sich "muss" signiert werden, nicht aber jede einzelne Installation. Warum soll nun für jede einzelne Installation der App bezahlt werden?
Sollen die meinetwegen das Modell umstellen... die bisherigen 100€ jährlich erlauben dass man man Zugang zu der Signierungsstelle erhält und dann einmalig pro Ausstellen einer Signierung für eine App meinetwegen noch mal (schon sehr großzügige) 5€ verlangen und ...
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kachiri schrieb:
Endeffekt nutzt man die Reichweite des gesamten Ökosystems und ist auch mit eigenen App Store ja nicht komplett vom Apple-Ökosystem abgespaltet.
Zweischneidiges Schwert übrigens und das weiß Apple sehr wohl. Die Vielfalt an Apps machen erst (mit) den Anreiz aus, dass die Leute sich für ein Betriebssystem entscheiden. Es geht schon seit dem ersten iPhone weder um die Fähigkeit zu telefonieren oder die Frage wie lange der Akku hält.
Würden die Entwickler nicht mehr für iOS / iPadOS entwickeln, die Leute keine Apps bekommen und in Folge dessen iPhone / iPads links liegen lassen, wären die Geräte mit dem Apfel Logo recht schnell weg vom Fenster.
 
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kachiri schrieb:
. Sie bieten kostenlose Apps. Natürlich über die Infrastruktur von Apple. Die Reichweite von Apple. Aber zum Bezahlen lotst man die Leute aus dem System heraus, damit man ja bloß nichts abdrücken muss.
Das ist nicht der springende Punkt in der Meldung. Es geht darum, wenn man Apps über alternative Stores / Sideloading bezieht, also eben genau nicht die Infrastruktur von Apple verwendet. Es werden lediglich die iOS Funktionen auf dem Gerät des Nutzers verwendet, für die dieser aber eben bereits bezahlt hat.
 
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kachiri schrieb:
Wat? Eigentlich nicht. Meine Apple-Geräte laufen fast ausschließlich mit der mitgelieferten Software. Mir würde gerade nicht einmal einfallen, ob ich nur irgendeine kostenpflichtige App nutze... Ich glaube nicht.

Dann bist du allerdings die absolute Ausnahme, nicht die Regel.

Oder woher kommen sonst diese AppStore-Umsätze, wenn die meisten iOS-Nutzer (fast) keine kostenpflichtigen Apps kaufen (oder In-App-Käufe bei "Gratis"-Apps tätigen)?

https://www.apple.com/newsroom/2026...4-trillion-usd-as-developers-thrive-globally/
 
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mae schrieb:
Fuer das iPhone hat der Benutzer schon gezahlt, und nicht wenig. Wieso soll er noch zusaetzlich einen Aufpreis auf eine App an Apple abdruecken muessen, nur weil Apple irgendwann Hersteller der Hardware war? Bei meinem PC kommt die Hardware von AMD, Asus, Micron, etc. Sollen die auch Gebuehren auf die Software erheben duerfen, die ich drauf laufen lasse?
Vorsicht, du verwechselt hier etwas. Apple verlangt die Gebühr vom App-Entwickler, der seine App kostenpflichtig anbietet. Nicht vom Besitzer des iPhones. Insofern hinkt dein Vergleich.

Zudem war es vorher so, dass sogar kostenlose Apps zur Kasse gebeten wurden, ab der milionsten Installation, und wenn die Quelle ein alternativer Marktplatz war, sogar ab der ersten Installation, mit je 50 Cent.

Bei einer günstigen App sind das schnell mal 25%. Jetzt sind es "nur" 5%.

An der neuen Regelung ist nicht nur alles schlecht.
 
jo89 schrieb:
Ich verstehe das Modell ehrlich gesagt nicht so ganz.
Ich lade mir eine App aus dem Store, gehe danach auf die Website des Anbieters und kaufe zusätzliche Funktionen oder ein Abo?
Damit muss der Anbieter dann noch mal 5% abdrücken?

Woher sollte Apple denn wissen, dass eine Transaktion außerhalb stattgefunden hat?

Damit Apple solche Käufe nachvollziehen kann, hat Apple 2024 extra für die EU ein neues URL-Schema eingeführt, damit sie diese außer-App-Einkäufe verfolgen können.

Auch im Inkognito-Modus bleibt ein iPhone auf einer entsprechend präparierten Webseite identifizierbar. Verantwortlich ist ein neues URI-Schema für alternative App-Stores.

Der iOS-Entwickler Mysk hat ein Video veröffentlicht, in dem er die Möglichkeit des Cross-Site-Trackings von iOS-Geräten in der EU über den Safari-Browser demonstriert. Verantwortlich dafür soll ein neues URI-Schema sein, das die Installation von alternativen App-Stores von einer Webseite ermöglicht. Safari führt auch dann Marketplace Kit aus, wenn die Webseite gar nicht zu dem App-Store gehört.
Golem
 
Da
SSD960 schrieb:
Für Android gibt es alternative Stores...
ist Google auch schon fleißig dabei, dass die das Fundament dafür abgraben.
 
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PhiE schrieb:
Vorsicht, du verwechselt hier etwas. Apple verlangt die Gebühr vom App-Entwickler, der seine App kostenpflichtig anbietet. Nicht vom Besitzer des iPhones. Insofern hinkt dein Vergleich.
Das Argument war doch aber, dass Apple die Gebühr zustände, weil sie das ganze Ökosystem bereitstellen - also Software und Hardware.
Warum sollte das aber etwas an der Beurteilung ändern? Nicht Apple stellt dem App-Entwickler die Hardware zur Verfügung, sondern der Nutzer durch die Installation der Software auf seinem Gerät. Etwaige Kosten für den Hardwareteil des Ökosystems sind bereits über den Kaufpreis des Geräts abgegolten.
 
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Gegenüber Reuters begrüßte die EU-Kommission das neue Modell, will dessen Umsetzung aber weiter beobachten.
Haben die Lack gesoffen?
Demnächst kommen Netzprovider auf die Idee dem Kunden oder Online Shops Gebühren aufzuzwingen, weil man ja über "deren Internet" online einkauft...

Na zum Glück habe ich keine Geräte von Apple und werde es nun in Zukunft noch weniger in Erwägung ziehen.
 
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kim88 schrieb:
Die App-Entwickler nutzen die Entwicklungsumgebung von Apple. Die Bibliotheken von iOS (Apple), Die Schnittstellen von iOS (Apple). Die Personalressourcen bei der Kontrolle der App, etc
Weshalb hast meinen, bereits gestrichenen und korrigierten, Kommentar zitiert, obwohl ich überhaupt nichts zu Apple geschrieben habe?

Ich habe übrigens noch niemals ein Apple-Gerät genutzt, oder auch nur jemandem über die Schulter gesehen, während der/die/dasjenige ein Apple-Gerät genutzt hat.

Btw: ein funktionsfähiger Apple One (auf meinem Google-Drive)
 
Was für ein ekliger Abzock-Konzern das geworden ist; ich weiss schon wieso Apple (Produkte) seit langem bei mir tabu sind.
 
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Seven2758 schrieb:
Laut Heise bekommt Apple damit seine Kosten für das Bereitstellen der technischen Infrastruktur und der Plattform bezahlt.
Die zahlt der Kunde beim Kauf der Geräte.
Sehr viele Nutzer laden doch einmalig 2 Dutzend Apps (wenn überhaupt) runter und das ganze kostet Apple dann 1,337 Cents.
 
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Ich verstehe die ganze Aufregung und Debatte nicht ganz:
  • Meines Wissens (und fester Überzeugung) nach wird kein externer Anbieter von irgendwelchen Programmen seitens Apple gezwungen, für iOS und/oder MacOS zu entwickeln.
  • Wenn sie es trotz der wohl bekannten Kosten tun, dann scheint es sich ja zu rechnen für diesen Kundenstamm extra zu entwickeln?
  • Aufgrund der marktbeherrschenden Stellung seitens u.a. Apple hat die Wettbewerbsaufsicht in der EU zur Regulierung in ihrem Wirtschaftsraum entsprechende Vorgaben erlassen und ahndet festgestellte Verstöße dagegen mit teils empfindlichen Strafen. Über deren Sinn, Zweck, Höhe lässt sich sicher diskutieren, ob das angemessen, zu wenig oder zu viel Regulierung ist (und da ist der Herrscher jenseis des Atlantik ja auch regelmäßig anderer Meinung und versucht die EU zu entsprechenden Zugeständnisse zu erpressen, meist erfolgreich für die US Wirtschaft).
  • Die zu recht als ungerechtfertigt erhobene "Umsatzbeteiligung" selbst für nicht umsatz-generierende, kostenfreie Angebote entfällt mit dem neuen Gebührenmodell. Kann man schwerlich dagegen sein.

Wo ist also das Problem?
  • Dass ein Systemanbieter sagt: Mein System, meine Spielregeln?
  • Dass es offenbar genug Kunden weltweit gibt, die trotz zahlreicher "Alternativen" sich für dieses Ökosystem entscheiden? Auch hier wird m.W.n. kein Käufer dazu gezwungen Apple zu kaufen und zu nutzen.

Wer sich ansonsten allgemein über die hier auftretenden Mechanismen empört, sollte ggf. mal dieses hier besprochene hervorragende Werk aufmerksam studieren und seine eigene Lebensweise entsprechend ausrichten:
https://www.swr.de/kultur/literatur/enshittification-cory-doctorow-100.html

PS: Ich nutze für alles, was ich produktiv einsetze bewusst Apple Hardware (u.a. iPhone Modell 13, iPAD Air 4.Gen, MacOS verschiedene Versionsstände und zugehörige Hardware mit ergänzend meist freier Software, wo mir die Apple-eigene Software nicht ausreicht), bin mir der Mechanismen bewusst und habe dies souverän trotzdem genau so entschieden, weil es mir (aktuell) jeweils mehr Vor- als Nachteile bietet. Für "spielerisches" kommt bei mir zunehmend überall, wo es geht, Linux zum Einsatz und Windows nur noch dort, wo ich aufgrund fehlendem Hardware-Software-Support nicht drum herum komme.
 
kim88 schrieb:
Die App-Entwickler nutzen die Entwicklungsumgebung von Apple. Die Bibliotheken von iOS (Apple), Die Schnittstellen von iOS (Apple). Die Personalressourcen bei der Kontrolle der App, etc

Es gibt da eben durchaus eine Gegenleistung.
Für die Entwicklungsumgebung mitsamt der Bibliotheken muss ein Entwickler Geld bezahlen, die gibt es nicht umsonst. Das ein damit entstandenes Produkt (App) dann noch mal von einem Unternehmen beim Verkauf "besteuert" wird, ist neu und sollte von allen Anwendern boykottiert werden.
Die hier im Forum benannte Infrastruktur, die Apple bereitstellen würde (iOS, Appstore, der ja nicht genutzt werden soll, Apple Cloud) muss von den Produkten und Diensten bezahlt werden, die Apple anbietet.

Die EU täte gut daran, dieses Modell noch weiter aufzubrechen und zum Beispiel die Schnittstelle von iCloud im System für andere Cloud Anbieter zu Verfügung zu stellen.
 
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foofoobar schrieb:
Weil du keine Kontrolle über dein Telefon hast.
Ok, aber der Kauf auf der Herstellerseite könnte doch auch über einen (Windows)Computer stattfinden?
 
LTCMike schrieb:
Meines Wissens (und fester Überzeugung) nach wird kein externer Anbieter von irgendwelchen Programmen seitens Apple gezwungen, für iOS und/oder MacOS zu entwickeln.
Leider doch, du kannst davon ausgehen, dass du keine Chance hast z.B. als Messenger Anbieter für iOS nichts anzubieten.

LTCMike schrieb:
Über deren Sinn, Zweck, Höhe lässt sich sicher diskutieren, ob das angemessen, zu wenig oder zu viel Regulierung ist (und da ist der Herrscher jenseis des Atlantik ja auch regelmäßig anderer Meinung und versucht die EU zu entsprechenden Zugeständnisse zu erpressen, meist erfolgreich für die US Wirtschaft).
Offensichtlich zu wenig - dass so etwas überhaupt erlaubt ist, geht gar nicht.

LTCMike schrieb:
(u.a. iPhone Modell 13, iPAD Air 4.Gen, MacOS verschiedene Versionsstände und zugehörige Hardware mit ergänzend meist freier Software, wo mir die Apple-eigene Software nicht ausreicht)
wohl nur auf macOS, denn freie Software darf nicht im Apple Store verteilt werden.
 
DasWarWohlNix schrieb:
Die hier im Forum benannte Infrastruktur, die Apple bereitstellen würde (iOS, Appstore, der ja nicht genutzt werden soll, Apple Cloud) muss von den Produkten und Diensten bezahlt werden, die Apple anbietet.
wobei Hardware, iOS und Apple Cloud vom Anwender bereits bezahlt wurden und durch den Verzicht des Apple eigenen Store fallen für Apple keinerlei weitere "pro Installation" Kosten an, die nicht bereits gedeckt wurden. (die Signierung kann es nicht sein, da nicht jeder einzelne Download signiert wird, sondern die App einmalig selber in einem simplen automatisierten Prozess, ohne zuvor einer Prüfung unterzogen zu werden)
 
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