News Gebühr wird Provision: Apple kassiert bald auch außerhalb des App Stores

LTCMike schrieb:
Das nennt man Marktmacht
richtig und je nachdem wie man diese Marktmacht nutzt, wird aus "nutzt" ein "ausnutzt", während man schnell rüber in die Grauzone oder gar darüber hinaus wechselt. Und ich bin der Meinung, Apple geht definitiv darüber hinaus wenn sie ihre Marktmacht ausnutzen wollen, um bei jeder Installation einer App aus einem fremden App Store die Hand offen zu halten.
 
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catch 22 schrieb:
richtig und je nachdem wie man diese Marktmacht nutzt, wird aus "nutzt" ein "ausnutzt", während man schnell rüber in die Grauzone oder gar darüber hinaus wechselt. Und ich bin der Meinung, Apple geht definitiv darüber hinaus wenn sie ihre Marktmacht ausnutzen wollen, um bei jeder Installation einer App aus einem fremden App Store die Hand offen halten.
Und wo ist das Problem: Musst du Apple kaufen und nutzen? Setzt die für den hiesigen Wirtschaftsraum zuständige Regulierung der Marktmacht nicht Grenzen oder versucht es zumindest?

Wem das alles nicht reicht, dem kann ich nur empfehlen, dem politischen Vertreter seiner Wahl auf die Nerven zu gehen, dass der sich möglichst für entsprechende Änderungen im eigenen Sinn einsetzt und, solange sich das nicht ändert, sämtliche Produkte, Dienstleistungen usw. zu meiden, bei denen das Verhalten nicht den eigenen Wunschvorstellungen entspricht - siehe mein Literaturtipp weiter oben.
 
LTCMike schrieb:
Und wo ist das Problem: Musst du Apple kaufen und nutzen? Setzt die für den hiesigen Wirtschaftsraum zuständige Regulierung der Marktmacht nicht Grenzen oder versucht es zumindest?
ach so... man darf sowas nur noch kritisieren, wenn man selber ein Opfer solch eines Missstandes ist... na wenn das so ist...
Und wie ist das eigentlich mit Leuten, die ein Apple Smartphone / Tablet vom Arbeitgeber gestellt bekommen und auch privat nutzen dürfen? Vermutlich sollen die sich nicht so anstellen, weil sie das Zeug für Umme bekommen haben?
 
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catch 22 schrieb:
Und wie ist das eigentlich mit Leuten, die ein Apple Smartphone / Tablet vom Arbeitgeber gestellt bekommen und auch privat nutzen dürfen?
Du schreibst selbst privat nutzen "dürfen" - auch hier wird ein Arbeitgeber schwerlich seine Mitarbeiter dazu zwingen können, das auch privat nutzen zu müssen, oder?
Zum Rest s.o.: Bring den Protest dorthin, wo die geltenden Gesetze gemacht werden und vermeide solche unmoralischen Produkte, bis es deinen Ansprüchen genügt. Alles andere halte ich für kindliches Aufstampfen im Supermarkt, weil die Schokolade zu teuer ist.
 
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kim88 schrieb:
Die App-Entwickler nutzen die Entwicklungsumgebung von Apple. Die Bibliotheken von iOS (Apple), Die Schnittstellen von iOS (Apple). Die Personalressourcen bei der Kontrolle der App, etc

Es gibt da eben durchaus eine Gegenleistung
Das ist Unsinn. Als App Entwickler mußt Du fur die Zertifizierung ein Apple Geräte, welche keine iPhone oder iPad sein darf, haben, auf dem die aktuelle iOS Version läuft. Hochladen geht auch nur mit einem solchen Gerät und bei jedem,Patch brauchst Du das. Einfach bei einem Kumpel machen geht nicht. D.h. der App Entwickler hat bereits Geld bezahlt durch Anschaffung der Hardware.
Ergänzung ()

catch 22 schrieb:
ach so... man darf sowas nur noch kritisieren, wenn man selber ein Opfer solch eines Missstandes ist... na wenn das so ist...
Nene, auch dann darfst Du nicht kritisieren, hättest ja nicht kaufen müssen ;)
 
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LTCMike schrieb:
auch hier wird ein Arbeitgeber schwerlich seine Mitarbeiter dazu zwingen können, das auch privat nutzen zu müssen, oder?
Wir leben in einer Welt, in der es für die Menschen scheinbar inakzeptabel ist, wenn das Smartphone dicker als etwa 1cm ist und weil das ja die Taschen ausbeult (zusätzlich auch kacke aussieht und doof zu halten ist)...
Und mit diesem Hintergrund glaubst du ehrlich, die gleichen Menschen würden nun auch ein zweites selbst bezahltes (vermutlich ebenfalls übertrieben teures) Smartphones zur privaten Nutzung dabei haben und irgendwie transportieren müssen, um so nicht diese "Apple Gebühr" zahlen zu müssen ...?
 
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LTCMike schrieb:
Meines Wissens (und fester Überzeugung) nach wird kein externer Anbieter von irgendwelchen Programmen seitens Apple gezwungen, für iOS und/oder MacOS zu entwickeln.
Guck dir mal die Marktdurchdringung von iOS an. Wenn du iOS für z. B. Quickcommerce-Apps weglässt, kannst du es auch ganz lassen. Deswegen gucken die Wettbewerbshüter da ja so drauf. Bei MacOS ist das sicher etwas entspannter.
 
Muntermacher schrieb:
hättest ja nicht kaufen müssen ;)
ja... den hab ich bei aller Vorstellungkraft echt nicht kommen sehen
deprimiert ;)
 
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catch 22 schrieb:
Wir leben in einer Welt, in der es für die Menschen scheinbar inakzeptabel ist, wenn das Smartphone dicker als etwa 1cm ist und weil das ja die Taschen ausbeult (zusätzlich auch kacke aussieht und doof zu halten ist)...
Und mit diesem Hintergrund glaubst du ehrlich, die gleichen Menschen würden nun auch ein zweites selbst bezahltes (vermutlich ebenfalls übertrieben teures) Smartphones zur privaten Nutzung dabei haben und irgendwie transportieren müssen, um so nicht diese "Apple Gebühr" zahlen zu müssen ...?
Wir reden aber immer noch von voll geschäftsfähigen, in ihren Entscheidungen selbst bestimmten Marktteilnehmern, oder?

Der Rest ist schlichte Psychologie, die von allen erfolgreichen Unternehmen maximal zum eigenen Vorteil genutzt wird. Warum haben trotz Diesel-Skandal, massenhaftem Betrug am Kunden immer noch so viele hierzulande weiterhin stumpf VW&Co gekauft, selbst nachdem sie klar wissen konnten, dass die daran beteiligten Unternehmen sie kalt betrogen, ihnen wirtschaftlichen Schaden zugefügt und zugleich auch noch Umweltschäden und damit direkt wie indirekt Gesundheitsschäden in Kauf genommen hatten, nur um des schnöden Gewinns - zudem mit "freundlicher Duldung bis Unterstützung" der vorherigen wie amtierenden Regierungen und Behörden?

Wie gesagt: wie gewählt, so geliefert. Solange sich nicht Mehrheiten aufgeklärt und souverän für andere Wirtschaftsformen und dort geltende faire Regeln aussprechen, kann man selbst nur durch Produktverzicht solche Praktiken abstrafen - die notwendige Aufklärung, sich informiert zu entscheiden, gibt es in freien Volkswirtschaften medial zuhauf. Dass Unternehmen Gewinne maximieren ist in dem kapitalistischen Wirtschaftssystem gewünscht und auf breiter Basis gewollt - für die Rahmenbedingungen dazu braucht es entsprechende Gesetze und durchsetzungsstarke Organe der Rechtspflege.
 
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LTCMike schrieb:
Ach, und wo habe ich dann den Firefox „gekauft“, in dem ich gerade diese Antwort auf nem iPAD tippe?
Tja, da kommt einiges zusammen:
1. Firefox läuft auf iOS gar nicht wirklich - es ist nur eine GUI für die Zwangsengine von Apple
2. frei in freie Software bedeutet nicht kostenlos, sondern Freiheit - tatsächlich ist Firefox keine freie Software

LTCMike schrieb:
Das nennt man Marktmacht - und bei welchem der anderen dominierenden Marktteilnehmer (Microsoft, Google) ist das anders? Aber gezwungen im strafrechtlichen Sinn wird niemand zumindest hierzulande: weder Anbieter noch Kunden.
1. Also weder bei Microsoft noch bei Google muss man 1) Geld bazahlen um Software zu entwickeln und 2) bei fremden Vertriebswegen Geld von Käufen abdrücken.
2. Ach und gezwungen außerhalb des Strafrechts, kann man ja einfach mal ignorieren? :D
 
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catch 22 schrieb:
Und womit begründet Apple, dass sie ein Anrecht auf diese 5% haben?
Denke mal damit, dass sie die ganzen APIs zur Verfügung stellen und pflegen. Ist aus meiner Sicht noch fair, hast du ja nur, wenn du damit Geld verdienst. Sollte also Endlich Firefox und co mit eigener Browser-Engine ermöglichen.

Was ich viel bescheuerter finde, sind die 26% als normale Gebühr für Apps im App Store, also 16% dafür, dass Apple die Zahlung abwickelt (26%) statt du selbst (10%).
 
Dann werden perspektifisch wohl alle Kosten steigen und die Inflation explodieren. Wenn das durchgeht und Schule macht, verlangt MS also demnächst von Steam eine Umsatzbeteiligung. Die Autohersteller dann Transportgebühren bei Taxiunternehmen und alle PKWs, mit denen Geld verdient wird. Hm. Eine Lohnbeteiligung, weil ohne Auto kein Arbeitslohn.....hm, verlockend. Ach ja, Supermärkte, der Einkauf muss ja auch nach Hause transportiert werden.....
 
KitKat::new() schrieb:
1. Also weder bei Microsoft noch bei Google muss man 1) Geld bazahlen um Software zu entwickeln und 2) bei fremden Vertriebswegen Geld von Käufen abdrücken.
2. Ach und gezwungen außerhalb des Strafrechts, kann man ja einfach mal ignorieren?
Trotzdem: Niemand wird rechtlich gezwungen auf iOS bzw. im Apple-System Software oder Dienstleistungen anzubieten. Wenn man es trotzdem, macht sollte und wird es sich trotz der "Zwangsgebühren" und sonstigen Restriktionen für die Anbieter wohl "rechnen". Wenn es dann für die Nutzer/Kunden teurer wird, bleibt es trotzdem deren souveräne Entscheidung, das zu kaufen und zu nutzen.

Bzgl. deines Freiheitsbegriffs: Diesen Maßstab angelegt, solltest du nur von dir selbst entwickelte Software und Hardware nutzen - alles andere ist Wortklauberei.
 
LTCMike schrieb:
Trotzdem: Niemand wird rechtlich gezwungen auf iOS bzw. im Apple-System Software oder Dienstleistungen anzubieten
Da ich keine Ahnung habe würde es mich tatsächlich mal interessieren, welche Apps noch drin sind, wenn alle Drittanbieter raus wären....nur Hardware und ein Betriebssystem ohne weitere SW? Also nur Telefonieren, SMS und der Browser? Wäre auch mal interessant. Ich bin da eigentlich sehr entspannt, ich nutze kein Apple. Und wenn sie festellen wollen, ab wann Ihr Markt nicht mehr funktioniert, sollen sie doch. Wenn sie es merken, wird es zu spät sein, denke ich.
 
iOS verfügt über eine durchaus umfangreiche eigene Ausstattung an weiteren Tools onboard seitens Apple, so dass ich abgesehen von etwa Firefox, bei dem ich jetzt gelernt habe, dass es quasi ein Fake-Safari sein soll, oder einem VLC, der laut eigener Beschreibung im AppStore Open Source ist, keinen Bedarf an sonstiger Software habe. Für mich ist ein iPhone aber auch v.a. ein mobiles Kommunikationswerkzeug und kein Computerersatz.
 
LTCMike schrieb:
Niemand wird rechtlich gezwungen auf iOS bzw. im Apple-System Software oder Dienstleistungen anzubieten.
Hilft dir auch nix, wenn du trotzdem gezwungen bist

LTCMike schrieb:
Bzgl. deines Freiheitsbegriffs: Diesen Maßstab angelegt, solltest du nur von dir selbst entwickelte Software und Hardware nutzen - alles andere ist Wortklauberei.
Meines Freiheitsbegriffs?
Wie bitte?
Warum?
 
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PhiE schrieb:
Ohne iOS hätten die Entwickler gar keine Grundlage ihre Apps zu programmieren.
Kann man auch umgekehrt sehen. Ohne diese Apps bräuchte es kein teures iPhone oder iPad, noch nicht mal iOS/iPadOS.
 
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KitKat::new() schrieb:
Meines Freiheitsbegriffs?
Wie bitte?
Warum?
KitKat::new() schrieb:
2. frei in freie Software bedeutet nicht kostenlos, sondern Freiheit - tatsächlich ist Firefox keine freie Software
Deshalb: Denn selbst bei GPL Open Source musst du dessen Lizenz-Vorgaben befolgen, wenn du die Software für dich anpasst oder gar modifiziert weiter gibst. Völlig frei kannst du nur sein, wenn du alles komplett selbst dir zurecht baust.
 
@LTCMike 1. ist das nicht mein Freiheitsbegriff
2. GPL ist freie Software

Freie Software garantiert die folgenden Freiheiten:
Freiheit 0: Die Freiheit, das Programm auszuführen, wie man möchte, für jeden Zweck.
Freiheit 1: Die Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und eigenen Bedürfnissen der Datenverarbeitung anzupassen. *
Freiheit 2: Die Freiheit, das Programm weiterzuverbreiten und damit seinen Mitmenschen zu helfen.
Freiheit 3: Die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Öffentlichkeit freizugeben, damit die gesamte Gemeinschaft davon profitiert.

Hast du überhaupt den verlinkten Artikel gelesen?
 
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Knilch schrieb:
Ohne diese Apps bräuchte es kein teures iPhone oder iPad, noch nicht mal iOS/iPadOS.
Seit wann braucht es irgend etwas davon überhaupt?
Bei vielen, wie auch dem Beitrag hier, hab ich das starke Gefühl, dass die Verfasser wesentliche Grundlagen einer freien Marktwirtschaft nicht verstanden haben oder verstehen wollen. Die Alternative wäre eine gelenkte Marktwirtschaft: Da gibt einem halt dann ein "wohlmeinendes" Kollektiv, die Staatsführung oder sonstige mit dem Machtmonopol vor, was man zu nutzen hat. Ob das dann besser wird/ist?
Solange Firmen wie Apple nicht gegen geltendes Recht verstoßen, können sie mit ihrem System doch machen was sie wollen.
Immerhin hätte in einer freien und demokratischen Volkswirtschaft die Mehrheit der Marktteilnehmer viele Möglichkeiten den Markt nach dem Mehrheitswillen zu regulieren. Also entweder fehlt der Wille, der wirtschaftliche Druck oder es ist einfach der Mehrheit völlig egal, ob Plattformanbieter hier "abkassieren".
Ergänzung ()

KitKat::new() schrieb:
Hast du überhaupt den verlinkten Artikel gelesen?
Nicht einmal der verlinkte Artikel besagt dass dies der absolut gültige alleinige Freiheitsbegriff ist. Freiheit ist immer eine relative Freiheit, aber das würde jetzt sehr weit Off Topic ins Philosophische führen.
 
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