generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?

Wärt ihr generell für ein Tempolimit?

  • Ja

    Stimmen: 100 35,1%
  • Nein

    Stimmen: 185 64,9%

  • Umfrageteilnehmer
    285
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Bei Kunststoff tritt die Wasserstoffversproedung nicht auf. Das Ausgasen kannst du nicht verhindern. Wasserstoff ist halt das winzigste Element, was bedeutet dass du es nicht auf Dauer mit zusammengesetzten Verbindungen einschliessen kannst.
 
Findus schrieb:
Verbrennungsmotoren hatten schon immer nur 30-40% Wirkungsgrad, inzwischen vielleicht halt 2, 3% mehr
Wie kommst du auf die Idee, dass der Wirkungsgrad bei unseren Kraftwerken höher läge?

Der Elektromotor ist in der Umsetzung dieser Energie um einiges effizienter, als der Verbrenner ... allerdings ist das was der Elektromotor umsetzt schon umgesetzt worden ... und das mit einem Wirkungsgrad von selten mehr als 40%.
Der Strom kommt nämlich NICHT aus der Steckdose, sondern von einem Kraftwerk.
Der "Verbrennungsmotor" ist beim Elektroauto extern, aber er ist da, und setzt eben nicht 80-90% der eingespeisten Energie um, sondern bei Betrachtung der gesamten Energiekette 80-90% von ~40% ... im Grunde ist das sogar ineffizienter, als ein Verbrennungsmotor.
Rechnest du das korrekt durch, dann landest du beim Elektromotor bei knapp unter 30%. So traurig das klingen mag, die höhere Energieeffizienz der Elektromobilität ist eine glatte Lüge.
Das funktioniert nur, wenn man den Motor von allen anderen Variablen getrennt betrachtet ... UND auch nur von der Auslieferung bis zur Abgabe an den Schrottplatz (eigentlich gehören aber Produktion und Rückbau mit in die Rechnung ... macht nur kaum einer, weil die Energiebilanz dann echt scheiße aussieht und es nichtmal mehr als "gute Tat" betrachtet werden kann, das alte Auto gegen ein neues auszutauschen).
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Wie kommst du auf die Idee, dass der Wirkungsgrad bei unseren Kraftwerken höher läge?
da steht der ganze Mist, ich hab jetzt auch keine Böcke das noch hinundher zu zitieren weils mich schlicht nicht interessiert
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroauto

was mich angeht, woher die Energie kommt ist mir ziemlich egal, ob das nun Solarzellen, Brennstäbe, Fossilien oder die Macht selbst ist und wenn die dafür junge Waschbären verbrennen interessiert es mich auch nicht - aus dämlichen Internetposts kann man IMO keinen Strom pressen, dafür kostet er welchen, also wenn ihr mit eurer "Kohlestrom pfui" Nummer was bezwecken wollt, macht es einfach frei nach Nuhr - so spart ihr schon Strom und die Welt wird irgendwie etwas besser

ich würde mir keinen Stromer zulegen weil als nur Einkaufswagen sind die mir zu teuer in der Anschaffung und solange der Weltuntergangsbeschleuniger sich irgendwie bei durchwachsener Fahrweise unter 15L hält kann ich das auch überleben und der Planet sowieso

wenn die Dinger mal für kleine Münzen zu haben sind und keine groben Kosten zu erwarten wäre das vielleicht interessant, bei Verbrennern wenn über 150tkm Sachen wie Abgasbehandlung und andere Teile der komplexen Motoren dahinsterben ist ein einfacher Elektromotor womöglich wieder eine Option
 
DerOlf schrieb:
Der Strom kommt nämlich NICHT aus der Steckdose, sondern von einem Kraftwerk.

Und Benzin/Diesel kommt nicht aus der Tankstelle. habt ihr die Kette von der Quelle über die Raffinerie bis zur Tankstelle mit eingerechnet? Die Kraftwerke verfeuern die kohle ja direkt ohne Zwischenveredelung. Mal unabhängig davon das bei den regenerativen Erzeugung der Trend eindeutig nach oben zeigt, wir den Strommix also mindestens aufrecht erhalten können sollten wenn neue E-Autos dazu kommen.

Aber meiner Meinung nach sollte man eh erst mal diese ganze unsinnige Leuchtreklame verbieten, dann haben wir auch erst mal Strom übrig um über Nacht unsere Autos aufzuladen und zusätzlich deutlich weniger Lichtverschmutzung. Dann können evtl. auch mal Stadtkinder den Sternenhimmel sehen...
 
DerOlf schrieb:
Wie kommst du auf die Idee, dass der Wirkungsgrad bei unseren Kraftwerken höher läge?

Weil der Motor im Kraftwerk meist mit optimaler Drehzahl läuft, während man auf der Straße bremsen und beschleunigen muss und somit der Motor so gut wie nie im Optimum betrieben wird.

http://kirste.userpage.fu-berlin.de/chemistry/general/kfz-energetisch.html

Also was ist jetzt der durchschnittliche Wirkungsgrad?^^

Relativ hohe Wirkungsgrade werden z. B. von Motoren und Heizkesseln häufig nur bei Volllast oder zumindest starker Auslastung erzielt, während die Effizienz bei geringer Last (im Teillastbetrieb) stark abfällt. Beispielsweise kann der Wirkungsgrad eines Benzin-Automotors bei Volllast über 25 % betragen, im Stadtverkehr aber weit unter 10 % fallen. Dagegen können Elektromotoren bei guter Konstruktion auch bei niedriger Auslastung sehr effizient bleiben. Deswegen ist die Energieeinsparung durch den Elektroantrieb von Autos (statt Verbrennungsmotor) (→ Elektroauto) weit größer, als es aufgrund des Vergleichs der Volllast-Wirkungsgrade zu erwarten wäre – insbesondere im Stadtverkehr.

Außerdem kann man die Abgase eines Kraftwerkes einfacher reduzieren als von allen Autos bzw. vor allem auch einfacher kontrollieren. Der Transport von Treibstoff kostet ebenfalls Energie, kann man sicher mit den Leitungsverlusten gegenüberstellen usw.

Du darfst aber gerne die Studie von TA-Swiss lesen und sagen wo sie einen Fehler gemacht haben ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Jesterfox schrieb:
Die Kraftwerke verfeuern die kohle ja direkt ohne Zwischenveredelung.
Die Kraftwerke stehen nicht direkt auf den Vorkommen. Die grüne Zukunftstechnologie Kohle muss unter enormen Energie und Landschaftsverbrauch gefördert werden.

Bei Uran siehts noch übler aus. Da zertrümmert man die Landschaft in Südafrika oder Australien und fährt Tonnenweise Gestein aus der Miene um ein paar Urankrümmel zu ernten. Das Ganze dann um die halbe Welt zum Kraftwerk. Nach der kurzen Benutzung wandert der Kram zur Wiederaufarbeitung nach La Hague. Dreck wird flüssig in den Ozean gepummt. Wenns keine Aufarbeitung mehr gibt gehts direkt nach Russland oder zu den offenen Endlagern neben dem AKW.

Von der Herstellung der Akkus wollen wir mal nicht anfangen, das sind dann wirklich nur noch Peanuts.

Umwelttechnisch sehe ich hier nicht so den gewaltigen Vorteil beim Elektro Motor. Da gäbe es ganz andere Möglichkeiten, z.B. mehr Verkehr auf die Schiene, statt weniger. Filter für Schiffsdiesel statt komplett filterfreier Fahrt.

hallo7 schrieb:
Weil der Motor im Kraftwerk meist mit optimaler Drehzahl läuft, während man auf der Straße bremsen und beschleunigen muss und somit der Motor so gut wie nie im Optimum betrieben wird.
Bremsen muss man auch bei Elektro. Lässt sich nur bedingt durch Rückspeisung kompensieren. In Notsituationen ist immer eine herkömliche Betriebsbremse nötig. Die hier witzigerweise dank der Rückspeisung seltener gebraucht wird, demnach schneller verrostet. Als Werkstatt würde ich mich freuen.
 
@DerOlf
Ein Dieselmotor hat einen maximalen Wirkungsgrad von etwa 40%. Diesen erreicht er nur in einem Betriebspunkt, also in einer bestimmten Drehzahl und einer bestimmten Last. In der Realität ist das aber nicht der Fall. Da man den Großteil der Zeit in Teillast (hohe Lasten sind gut für den Wirkungsgrad) fährt, liegt der Wirkungsgrad bei etwa 20%.

Ein Kohlekraftwerk hat ebenfalls einen Wirkungsgrad von etwa 40%. Da es sich um einen stationären Betrieb handelt (konstante Drehzahl, konstante Last) und man zudem eine größere Turbinen hat (effizienter), wird dieser Wirkungsgrad auch erreicht. Nimmt man jetzt den Wirkungsgrad eines E-Autos von 80% (inkl. Ladeverluste) hat man einen Gesamtwirkungsgrad von 32%, vom fossilen Brennstoff bis zum fahrenden Auto. Bei dem Wirkungsgrad des Verbrennungsmotor müsste man noch die Verluste durch Getriebe und Differential mit einberechnen.

Wenn man statt des Kohlekraftwerks ein Gas-Kombikraftwerk (60% el. Wirkungsgrad) nimmt, hat man einen Gesamtwirkungsgrad von 48%. Weiterer Vorteil ist, das Gas sehr sauber in der Verbrennung ist. Außer CO2 gibt es fast keine Schadstoffe. Also nix mit NOx und Feinstaub. Damit wären 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wenn man dann noch die Abwärme als Fernwärme nutzt erhöht sich der Gesamtwirkungsgrad des Kraftwerks.
 
Unyu schrieb:
Die Kraftwerke stehen nicht direkt auf den Vorkommen. Die grüne Zukunftstechnologie Kohle muss unter enormen Energie und Landschaftsverbrauch gefördert werden.

Aber den Golf mal schnell vollzutanken ist kein Problem? Die Ölförderung für euren Sprit ist genauso Problematisch!

Den Verkehr mehr auf die Schiene (lastverkehr) oder allgemein die öffentlichen zu bekommen, da bin ich voll dabei. Überhaupt hasse ich es selbst fahren zu müssen. Ein vernünftiges, gut funktionierendes autonomes Mobilitätssystem muss her. Ich mein, ständig ein Auto durch ewiges Staus zu gondeln können sich doch nur Leute leisten die nicht wichtig sind und auch sonst nichts zu tun haben...
 
Unyu schrieb:
Umwelttechnisch sehe ich hier nicht so den gewaltigen Vorteil beim Elektro Motor. Da gäbe es ganz andere Möglichkeiten, z.B. mehr Verkehr auf die Schiene, statt weniger. Filter für Schiffsdiesel statt komplett filterfreier Fahrt.

Filter für Schiffsdiesel, bzw. Verbot von Rohöl als Kraftstoff, stimme ich dir zu. Den "Verkehr" (welchen du auch immer meinst) auf die Schiene zu legen ist schlichtweg nicht machbar bzw. Schwachsinn (vergleichbar mit der Maut). Ich meine noch mehr Verkehr auf die Schiene zu legen, als bereits schon ist.
 
hallo7 schrieb:
Also was ist jetzt der durchschnittliche Wirkungsgrad?
https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelwert
Such dir einen Algorithmus aus, füttere ihn mit ALLEN Daten, die du dazu kriegen kannst ... und schon hast du eine Zahl, die man in jeder Argumentationskette als "durchschnittlichen Wirkungsgrad" verwenden kann - wenn man will.

Ob dieser Wert nun passt oder nicht ... naja, ist halt ein statistisches Verfahren und damit hängt das von den eingegebenen Daten (Stichprobe) ab.

Ich bin übrigens eigentlich ziemlich indifferent, was die Antriebsart eines Autos angeht ... fahren darf ich ohne Lappen keine der momentan erhältlichen Varianten ... und leisten kann ich mir sowas momentan auch nicht.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass beim Vergleich zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor weit mehr zu beachten ist, als die reine Fahrleistung des Autos.
Egal welche Variante sich am Ende durchsetzt, die Umweltschädigung durch Individual- und Güterverkehr ist damit auf jeden Fall nicht vom Tisch. Bei Elektro ist sie allerdings etwas indirekter mit der Mobilität verknüpft als bei Verbrennungsmotoren.
Und das beruhigt unter Umständen immerhin schonmal ein paar Gewissen.
 
SpikeX schrieb:
Filter für Schiffsdiesel, bzw. Verbot von Rohöl als Kraftstoff, stimme ich dir zu. Den "Verkehr" (welchen du auch immer meinst) auf die Schiene zu legen ist schlichtweg nicht machbar bzw. Schwachsinn (vergleichbar mit der Maut). Ich meine noch mehr Verkehr auf die Schiene zu legen, als bereits schon ist.
Der Verkehr nimmt zu, der Anteil der Schiene daran, zumindest in Deutschland - andere Länder machens anders, nimmt ab.
Ich finde es gut, das du es als Schwachsinn bezeichnest. Denn dann kannst du mit der deutschen Politik hochzufrieden sein, sorgt sie doch dafür das die Autobahnen durch immer mehr LKWs befüllt werden. Gewerbebetriebe entlang von Bahnstrecken inkl. Gleisanschluss nun per LKW beliefert werden, statt wie vor 30 Jahren per Bahn.

Die LKW Maut erachte ich auch als Unsinn. Die deutsche Politik kennt immer nur ein Steuerrad, höhere Abgaben. Anstatt auch mal was günstiger zu machen. Dabei haben Abgaben irgendwann ein Limit erreicht, wenn jeder Arbeitnehmer 100% seines Lohns an Schäuble überweist.

SpikeX schrieb:
Bei dem Wirkungsgrad des Verbrennungsmotor müsste man noch die Verluste durch Getriebe und Differential mit einberechnen.
Bei Elektro müsste man noch überschüssige Kraftwerksreserven für Lastspitzen, Leitungsverluste, Verluste bei Speicherung in Form von Pumpspeicherkraftwerken und massiven Ausbau der Infrastruktur usw. berücksichtigen. Ich könnte kein Elektro Fahrzeug betreiben, dazu müsste ich erstmal für zusätzliche 70$ im Monat eine Garage statt Abstellplatz mieten.

Jesterfox schrieb:
Aber den Golf mal schnell vollzutanken ist kein Problem? Die Ölförderung für euren Sprit ist genauso Problematisch!
Zumindest hinterlässt Öl keine Millionen Jahre Dreck. Aber du hast Recht, ich wollte nur darauf hinweisen, das Elektro alles andere als sauber ist. Das heisst nicht, das Öl sauber ist!

Aber solange man von Energiewende und auszubauendem Leitungsnetz, solange sehe ich einen Erhöhung des Bedarfs an elektrischer Energie als enorm problematisch. Auf der einen Seite Glühbirnen, Toaster, Staubsauger, Wasserkocher verbieten, auf der anderen Seite ist ein Vielfaches dessen fürs Auto ok?
 
DerOlf schrieb:
Ich bin übrigens eigentlich ziemlich indifferent, was die Antriebsart eines Autos angeht ... fahren darf ich ohne Lappen keine der momentan erhältlichen Varianten ... und leisten kann ich mir sowas momentan auch nicht.

Warum lenkst nicht einfach auf das Wesentliche um?
Im Prinzip brauchen wir nämlich alle gar kein Auto, nur ist unsere Infrastruktur seit dessen Erfindung darauf ausgelegt worden, es zu brauchen, es zu wollen. Die Masse der Pendler könnte mit Fahrrädern, besseren Radwegen (man vergleiche die existierenden einmal mit dem Straßennetz für PKW..) und (einem besseren) ÖPNV/ÖV wunderbar klar kommen. Die Versorgung per LKW wie auch Polizei/Feuerwehr/Krankenwagen könnte man weiterhin mit Kfz lösen, aber die würden kaum auffallen.

Die Sache mit dem CO² aber auch dem Wirkungsgrad ist scheinheilig, solange derart viel Energie alleine in die Herstellung/Rohstoffgewinnung fließt um einen PKW überhaupt zu produzieren, der im Schnitt vielleicht 5-15 Jahre auf unseren Straßen ist.
 
Schrammler schrieb:
Warum lenkst nicht einfach auf das Wesentliche um?
Im Prinzip brauchen wir nämlich alle gar kein Auto, nur ist unsere Infrastruktur seit dessen Erfindung darauf ausgelegt worden, es zu brauchen, es zu wollen. Die Masse der Pendler könnte mit Fahrrädern, besseren Radwegen (man vergleiche die existierenden einmal mit dem Straßennetz für PKW..) und (einem besseren) ÖPNV/ÖV wunderbar klar kommen.
Natürlich wäre das auch ein Standpunkt für mich, schließlich habe ich aus einem bestimmten Grund keinen Lappen gemacht ... ich war immer der Meinung, kein Auto zu brauchen.

Nur ist man mit dieser Position in dieser Diskussion dann wirklich gut aufgehoben?
Nahezu alle Faktoren, die hier FÜR Tempolimits angeführt werden, sehen noch um einiges günstiger aus, wenn man das Auto einfach stehen lässt. Dann hat man 0 Verbrauch, 0 Emissionen, verursacht garantiert keine Autounfälle, fällt Schleichern/Rasern mit seinem Individuellen Fahrstil nicht auf die Nerven und die eigene Mobilität hat eine unglaublich niedrige Energiebilanz.

Aber macht diese Position in einer Diskussion um Geschwindigkeitsbegrenzungen für Autos Sinn? Ich glaube nicht ... denn genau genommen geht es hier nicht um Rationalität, sondern um Bequemlichkeit, Freiheit und Individualität.
Auf die Infrastruktur, die auf Individualmobilität um jeden Preis ausgelegt ist, bist du ja selbst schon eingegangen ... natürlich organisieren sich die Leute ihr Leben so, dass sie tatsächlich ein Auto brauchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schrammler schrieb:
Warum lenkst nicht einfach auf das Wesentliche um?
Im Prinzip brauchen wir nämlich alle gar kein Auto...

Ich liebe ja solche Verallgemeinerungen. Für so manche Pendler in Ballungsgebieten mag das ja auch stimmen, aber das klingt auch so als ob du nur arbeiten würdest und gar keine Freizeit hast, in der man das Auto gebrauchen kann.

Nur mal so ein paar plakative Beispiele:
Mit einem Bus kann man schlecht
einen Wohnwagen oder Pferdeanhänger ziehen,
den Wocheneinkauf erledigen,
in den Urlaub fahren,
an einem Sonntag jemanden Besuchen, in den Zoo fahren, oder sonstwas machen,
um 3:00 Uhr nachts vom Feiern nach Hause kommen,
zum Flughafen fahren (wenn man nicht gerade am Flughafen wohnt und mit Sicherheit pünktlich ankommen will),
irgendwohin kommen, wenn man am Arsch der Welt wohnt,
spontan irgendwas unternehmen,
umziehen.

Ich könnte stundenlang so weiter machen. Fährst du denn mit dem Fahrrad zur Arbeit? Das heißt, dass du bei jedem Wetter los musst. Und das ist ja bekanntermaßen den Großteil der Zeit undankbar in Deutschland.

Im Prinzip bräuchten wir auch keine Häuser/Wohnungen, wenn das Wetter besser wäre. :evillol:
 
Zuletzt bearbeitet:
SpikeX schrieb:
Ich liebe ja solche Verallgemeinerungen. Für so manche Pendler in Ballungsgebieten mag das ja auch stimmen, aber das klingt auch so als ob du nur arbeiten würdest und gar keine Freizeit hast, in der man das Auto gebrauchen kann.

Nur mal so ein paar plakative Beispiele:
Mit einem Bus kann man schlecht
einen Wohnwagen oder Pferdeanhänger ziehen,
den Wocheneinkauf erledigen,
in den Urlaub fahren...

Schön, dass du soviele Beispiele aufzählst für wie unverzichtbar wir den PKW inzwischen halten. Brauchen wir ihn wirklich deswegen unbedingt (das sind schließlich nur ein Bruchteil der PKW-Fahrten, die meisten sind Pendelei zur Arbeit) oder glauben wir das nur?
In den Urlaub kommst du auch mit der Bahn, Pferde werden nur Pferdezüchter umherfahren folglich Gewerbe: dürfen also ein Zuggerät benutzen. Wohnwagen? Das Ding ist für den PKW erfunden worden, Zelte und Blockhütten taten es auch einmal. Besuchen, in den Zoo: Bus, Bahn, Rad, Flughafen? Noch so ein Fall von "müssen wir unbedingt haben", obwohl keiner von uns auf das Reisen verzichten müsste, wenn es keine Flughäfen für Privatleute geben würde...
Umzug? Kleinlaster mieten oder Umzugsunternehmen beauftragen, klappte vor 100 Jahren auch.
Heutige Supermärkte an der Pheripherie sehen so aus und sind nur dort, weil wir mit PKW unterwegs sind. Die Lebensmittelversorgung könnte man auch anders organisieren und wie angedeutet: Unsere Infrastruktur würde ohne private PKW ohnehin etwas anders aussehen.

Ich erinnere mich noch an meine beiden Großväter, der eine kaufte sich vor 95 Jahren sein erstes Motorrad, einen PKW konnte er mit dem mageren Beamtensold gar nicht finanzieren, die Dinger waren damals in deutschsprachigen Landen eine Sache für die oberen 10%. Den ersten PKW kaufte er Mitte der 50er und es war der einzige im Dorf, 10 Jahre später starb er an einem Herzinfarkt. Mein anderer Großvater machte den Führerschein bei der Wehrmacht, kostete ihn nichts, daheim brauchte er ihn nicht (wuchs auf einem Bauernhof auf, hatte genug Pferde, zog dann in die Stadt), den Luxus eines Autos gönnte er sich dann erst in den 60-70er Jahren, für Pendelei brauchte er es nicht (pures Freizeitfahren), Anfang der 80er musste er es aus gesundheitlichen Gründen komplett einstellen..

SpikeX schrieb:
Fährst du denn mit dem Fahrrad zur Arbeit? Das heißt, dass du bei jedem Wetter los musst.

Ich bin seit fast 20 Jahren Autofahrer, an 6-7 Tagen die Woche. Trotzdem finde ich es inzwischen fragwürdig, warum wir unser gesamtes Leben um etwas aufgebaut haben, was aberwitzig viele Ressourcen verschwendet, was aber eigentlich völlig verzichtbar ist. Darüber sollte man wenigstens einmal ernsthaft nachdenken, auch wenn es für viele nur darum geht, wie hier im Thread den Autoherstellerlobbyspruch "Freie fahrt für freie Bürger" verbissen zu verteidigen.
Das Wetter halte ich für kein Argument, auch als Autofahrer muss man mal durch den Regen oder Schnee laufen.
 
Schrammler schrieb:
In den Urlaub kommst du auch mit der Bahn, Pferde werden nur Pferdezüchter umherfahren folglich Gewerbe: dürfen also ein Zuggerät benutzen.

Unsinn! Pferde werden zu 95% privat bewegt, i.d.R. in der Turnierzeit. Kann man natürlich auch verbieten, wie elektrische Zahnbürsten, beheizte Wohnungen und Elektrizität. Vor 100Jahren ging das schliesslich auch.
 
Könnten große Einkaufszentren auf dem Lande so erfolgreich sein, wenn sie nicht den obligatorischen Großparkplatz hätten, oder wenn die Leute einfach lieber zu Fuß einkaufen würden? Wohl kaum.
Ohne das Auto gäbe es im Lebensmittel- und sonstigen Einzelhandel eine ganze Menge mehr Arbeitsplätze ... die Arbetsplätze die es in diesem Bereich heute nicht mehr gibt, hat auch die Individualmobilität zerstört (primär war es natürlich der Internethandel).
Noch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es an jeder Ecke einen kleinen Lebensmittelladen ... es gab auch Supermärkte, aber auch die waren viel gleichmäßiger über die Siedlungsgebiete verteilt, und sie waren etwas kleiner.
Das Auto hat die Versorgungssituation in diesem Bereich NICHT verbessert. Der Erfolg der Megamärkte ausserhalb rührt primär von den Kostenkalkulationen der Betreiber her (ausserhalb ist das Bauland billiger und ein 2000m² Markt braucht weniger Angestellte, als zwei Märkte von 1000m².
Geklappt hat die Umstellung darauf aber nur, weil jeder ein Auto haben und es auch möglichst oft benutzen will.
Also ist es die individuelle Bequemlichkeit, die die in diesem Bereich ehemals vorhandenen Arbeitsplätze vernichtet hat. Ob es nun der unwille war, die Einkäufe zu Fuß nach hause zu tragen, oder der Wunsch, für den Einkauf die eigenen 4 Wände nichtmal mehr verlassen zu müssen (Onlineshopping).

Wenn ich meine Einkäufe nicht zu Fuß durch die halbe Stadt tragen würde, wie sollte ich dann ohne Auto überleben?
Es geht auch heute noch ohne Probleme ... die meisten sind sich nur zu bequem.

@DaruDaru:
Versuchst du tatsächlich gerade, das Auto mit Grundbedürfnissen gleichzusetzen?
Das kann nicht dein Ernst sein.

"Wohnungen" haben wir schon in der Steinzeit beheizt (Feuer am Höhleneingang). Die Idee, es wenigstens in den Wohnräumen warm genug zu haben, dass man ohne Wintermantel da sitzen kann, ist sehr sehr sehr viel älter als das Auto. Der Unterschied liegt in den Temperaturen ... früher hat den Leuten EIN gut beheizter Raum gereicht (die "gute Stube" nannte man das) und auch da waren es selten Temperaturen von 20°C und mehr. Florida im August, und das in der ganzen Wohnung ... DAS ist tatsächlich relativ neu ... und das ist eigentlich auch energetischer Wahnsinn.

Ohne Elektrizität würde unsere Wirtschaft komplett kollabieren ... ob man das nun "nicht so schlimm" findet oder nicht, es würde sich durch ein Verbot von Elektrizität weit mehr ändern, als dass Du deine elektrische Zahnbürste nicht mehr benutzen kannst. Zunächst mal wäre es Nachts wieder dunkel ... ich glaube nicht, dass Du darauf klarkommen würdest. Schon bei einem Verbot elektrischer Beleuchtung würden die Produktionskapazitäten um bis zu 2/3 sinken (jahreszeitbedingt).

Die elektrische Zahnbürste ist tatsächlich unnötig ... das geht auch super ohne.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Könnten große Einkaufszentren auf dem Lande so erfolgreich sein, wenn sie nicht den obligatorischen Großparkplatz hätten, oder wenn die Leute einfach lieber zu Fuß einkaufen würden? Wohl kaum.
Ohne das Auto gäbe es im Lebensmittel- und sonstigen Einzelhandel eine ganze Menge mehr Arbeitsplätze ... die Arbetsplätze die es in diesem Bereich heute nicht mehr gibt, hat auch die Individualmobilität zerstört (primär war es natürlich der Internethandel).
Noch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es an jeder Ecke einen kleinen Lebensmittelladen ... es gab auch Supermärkte, aber auch die waren viel gleichmäßiger über die Siedlungsgebiete verteilt, und sie waren etwas kleiner.
wobei selbst bei Supermarkketten je kleiner die Filiale desto schmäler die Auswahl, was neben dem Platz gerade bei Frischware halt auch der Haltbarkeit geschuldet ist und wir werfen jetzt schon weg wie die Weltmeister wenn jetzt noch jeder Häuserblock seinen eigenen Kiosk bekommt wird das sicher nicht besser

DerOlf schrieb:
Wenn ich meine Einkäufe nicht zu Fuß durch die halbe Stadt tragen würde, wie sollte ich dann ohne Auto überleben?
Taxi?
nix fressen was schwer ist
Kunde des Monats beim Lieferdienst
statt Kisten schleppen ... keine Ahnung ... gibts Instandbier? Gourmetweinpulver :D
notfalls halt ne Handkarre zum selber ziehen wenn man nicht gerade einen pferdeähnlichen Hund hat

ob man wegen der Paprika mit dem Auto zum Laden um die Ecke muss sei mal dahingestellt, meist haben die Leute aber mehr zu schleppen und wenn man in mehrere Läden muss stelle ich mir das auch Umständlich vor wenn man seinen Kram nicht zwischenlagern kann

aber gut, wenn die Menschen irgendwann mit Jetpacks fliegen werden die Märkte sicherlich auch das eingekaufte nach Hause liefern, wobei das dann sowieso alles Roboter sind, also wohl asuch nix mit den vielen tollen Arbeitsstellen
 
@DaruDaru:
Ich wohne in einem Gebiet, wo sich ein Pferdehof an den anderen reiht. So viele Pferdeanhänger sieht man hier nicht auf den Straßen, dass ist auf den Autobahnen an Wochenenden häufiger der Fall, aber auch nur in ländlichen Gebieten, insbesondere im Nordwesten.

Findus schrieb:
Taxi?
nix fressen was schwer ist
Kunde des Monats beim Lieferdienst
statt Kisten schleppen ... keine Ahnung ... gibts Instandbier? Gourmetweinpulver :D

Die Flasche Wein lässt sich genauso transportieren wie die Bierflasche. Bei Kisten wird's schwierig, obwohl das mit Fahrradanhänger auch kein Problem ist. Die Bierkisten erlebten ihren Boom schließlich erst durch PKW und die Super- und Getränkemärkte. Früher ging man in die Kneipe wenn man sich einen ballern wollte und die waren so gut besucht, dass der Bierpreis noch normal (niedrig = Flaschenbierpreis) war, schließlich spielte die Flaschenbierkonkurrenz eher eine untergeordnete Rolle. Die kaufte man übrigens auch beim Wirt und dessen beliefernde Brauerei war oft in der Region. Nun könnte man natürlich die Frage stellen, warum ich mexikanisches Import-Industriebier mit einem PKW in 15km Entfernung bei einer Getränkemarktkette abholen muss oder ob man aus Vernunft darauf auch verzichten könnte.

Unsere heutige moderne Welt ist um die PKW-Mobilität herum entstanden. Die wurde schon in den 1950er Jahren in den USA auf ihr Maximum ausgereizt, damals hatten dort auch Banken "Drive In"-Schalter, in Frage wird sie aber konsequent nicht gestellt. Die Automobilkonzerne sind angeblich systemrelevant, obwohl sie es, in diesem Ausmaß, überhaupt nicht sind. Da kommen wir, um den Kreis zu schließen, wieder auf das Tempolimit und auf das autonome Fahren zurück. Ist es im Kern nicht der "Spaß am fahren", der unseren Autowahn bewirkt hat?
 
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