Kommentar Kommentar: Qualcomm setzt die Grätsche zum richtigen Zeitpunkt an

nlr

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#1
Mit dem Verkauf von System-on-a-Chips und Modems für Smartphones hat Qualcomm lange Zeit gute Geschäfte gemacht. Die Top 3 der Smartphone-Anbieter ist aber nicht mehr auf Qualcomm angewiesen. Deshalb ist es eine gute Entscheidung gewesen, mit dem Snapdragon 8cx nun ernsthaft das Notebook-Segment und damit Intel anzugreifen.

Zum Kommentar: Kommentar: Qualcomm setzt die Grätsche zum richtigen Zeitpunkt an
 
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#2
Tja, zum richtigen Zeitpunkt umgestellt - sehe ich auch so. Glücklicherweise gibts ja für SoC's noch viele andere Absatzfelder als das Smartphone Segment - so lange Qualcomm da liefert wo keine Konkkurrenz-Eigenfertigung herrscht lässt sich immer Geld verdienen.
 
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#3
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#4
Ich finde das auch gut, dass Qualcomm jetzt so richtig mit einsteigt. Vor allem die lange Akkulaufzeit ist für mich sehr interessant.

Man kann auch mal schauen, wie sich der 8xc im zusammenhang mit einem dezidierten Grafikchip von z.B. Nvidia schlägt und wie gut die Leistung dort in Spielen ist (und die Akkulaufzeit)

Generell würde ich mir dann noch liebend gerne von ComputerBase wünschen, dass die interne Grafikeinheit des 8cx mit denen von Intel und AMD und den dezidieren Lösungen verglichen wird, sodass man einen guten Überblick über die Leistung erhält.
@nlr zu weißt, was zu tun ist :p
Ergänzung ()

Und am besten gleich noch den passenden Brandbeschleuniger (ansprechende Preise) draufhauen.
Zusammen mit der Akkulaufzeit ist das dann schon Schwarzpulver!
 
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#5
Wobei man sagen muss, dass Qualcomm die eigentliche Nummer 1 schon beliefert. BBK Eectronics. (Oppo, Vivo, Oneplus und die hier eher unbekannte Marke Realme). Auch Xiaomi ist ein großer Kunde.

Ich finde Qualcomms Notebook Bemühungen bisher eher weniger Spannend. Abwarten, was da noch so kommt, aber auch die aktuelle Präsentation bietet viel Marketing und wenig echte Erkenntnis.
 
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#6
Ich würde zwar Jederzeit eher AMD unterstützen im Mobilem bereich, aber da tut sich ja dank OEMs und/oder Intel nur Wenig bis überhaupt nichts.
2800H von AMD kann man wohl vergessen. Ich denke zukünftig wird da auch nichts großartiges kommen von AMD. Man überlässt wohlwollend für Intel den Markt zu 92%

Sollte es ein Qualcomm Notebook geben, mit 13"@FHD, Touchscreen, IPS oder OLED + Stift + 512GB NVMe + 8GB DDR4L für wenig Geld, könnte auch hier mein Geld hinfließen.

Alles in allem sehe Ich für Qualcomm sogar bessere Chancen als für AMD.
Evtl. kommt Sony und LG Zurück mit Notebooks.
 
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#8
Qualcomm ist (und war schon seit Jahren) eine Firma, die weniger durch die Qualität ihrer Produkte als durch aggressive Patentpolitik im Mobilfunkbereich Marktanteile und Umsätze generierte.

Da ihnen offensichtlich das know-how und der Wille zur Erlangung dessen fehlt, um im Bereich mobiler SOCs auch technisch mithalten zu können, stehen sie am Scheideweg: Reine IP-Strategie mit deutlich weniger Umsätzen bei deutlich höheren Margen, oder weiter langsame SOCs entwickeln und mit aller politischer Macht an Firmen verticken, die es sich nicht leisten können, sich gegen Qualcomms Rechtsabteilung zu wehren.

Die ganze Notebookstrategie basiert darauf, auch dort Qualcomm-Modems in den Markt zu drücken, um sie als Hebel für den eigenen Kernschrott zu verwenden.
 
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#10
Alles in allem sehe Ich für Qualcomm sogar bessere Chancen als für AMD.

Das glaube ich auch, alleine weil der Name Qualcomm nicht so verbrannt ist, wie AMD bei vielen noch immer. Wobei AMD mit 7nm vielleicht da etwas Aufholen kann. Wenn jetzt MS auch schon auf AMD bei einigen Surface Produkten setzt, könnte AMD langsam den namen wieder rein bekommen.
 
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#12
Ich glaube immer noch, dass Intel mit zwielichtigen Absprachen mit den Herstellern dafür sorgt, dass AMD Produkte in minderwertigen Gesamtkonzepten am Notebook Markt verkauft werden. Ich bekomme einfach das Gefühl nicht los, dass irgendwie Intel da seine Finger im Spiel hat. Ich kann es mir sonst nicht erklären, wieso auf so einem potenten Prozessor wie der Ryzen 1 und 2 keine einzige anständige Notebooklösung anzutreffen ist.
 

Cr4y

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#13
Naja, der Notebook-Martk ist nicht gerade eine Boom-Branche. Um bei OEMs einen Fuß in die Tür zu bekommen, wird man vermutlich erstmal über den Preis gehen müssen. Zusätzlich fallen Kunden weg, für die nur ein Windows-Gerät in Frage kommt (oder werkelt MS mal wieder an einer ARM-Kompatibilität?).
Der Markt ist also überschaubar, die Eintrittshürden hoch. Da gab es schon risikoärmere Chancen...
 
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#14
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#15
Bin mal gespannt wie weit Qualcomm damit kommt. Ich befürchte aber dass es non x86 CPUs es schwer haben werden...

greetz
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#16
ich denke schon dass Qualcomm darauf abzielt Windows in x64 Versionen zum laufen zu bringen. Ansonsten kann man es wirklich vergessen.
Das kann nicht gehen. Qualcomm baut nun einmal ARM und nicht x86/64. Es bleibt ihnen nur eine x64 Emulation auf Windows 10 ARM. Alles andere wird es nicht spielen.
Wenn Microsoft es aber hinbekommt alle normalen PC Anwendungen auf dieser Hardware zum laufen zu bekommen und Qualcomm ihre SoCs in der Leistung um ein Vielfaches steigern kann, dann sollte die nötige Emulation nicht mehr so ein großes Problem sein wie derzeit mit den viel zu schwachen ARM SoCs. Auf längere Sicht besteht natürlich auch die Chance das mehr Entwickler für ARM kompilierte Software auch für Windows bereitzustellen.
 
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#17
So schnell reagiert der Markt nicht. Ich persönlich würde noch kein AMD Notebook kaufen. In zwei, drei Jahren wäre sie ein Kandidat wenn sie bis dahin ein rundes Gesamtpaket abliefert UND die bewährte Platform deutlich schwächelt.

Dabei bin ich nicht wirklich ein Marke x oder y Fan für immer.

Zu AMD K7 Zeiten hatte unser Rechnerpool ausschließlich aus AMD CPUs.
Ergänzung ()

@Cr4y: Ich weiss nicht ob ich hier etwas falsch verstehe, aber ich denke schon dass Qualcomm darauf abzielt Windows in x64 Versionen zum laufen zu bringen. Ansonsten kann man es wirklich vergessen.
Ich glaube nicht, dass sie diese Ambitionen hegen weil das nur schief gehen kann.

Eigene Architektur, um eine andere zu emulieren? Das kann man machen wenn Leistung im Überfluss da ist und einem der Reibungsverlust egal ist.

Es mag noch zu früh sein etwas abseits von Wintel zu versuchen aber aussichtslos wie noch vor einigen Jahren scheint es nicht mehr.
 
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Volker

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#18
Ja völlig aussichtslos ist es nicht. Aber es wird sowas von schwer! Qualcomm erzählt nur das rosige wie es im Idealfall sein kann. Doch das der kommt ist alles andere als sicher. Siehe die erste Generation aus dem letzten Jahr.. über die heute niemand mehr sprechen will .. totaler Flop.

Wenn Sie nicht Millionen und Milliarden in die Hand nehmen und es in Software investieren stirbt es wie ihr Versuch im Server. Der Centriq ist theoretisch auch gut, aber Arm im Server will halt auch kaum einer, weil es keine Software und vor allem keine Support für Weiterentwicklung. Das geht nur mit Zeit, Personal und viel Geld.

Linus Torvalds hat ja vor Jahren schonmal gesagt das sie bei x86 bleiben und sich darauf fokussieren und er vor Arm wenig hält. Denn x86 steht für PC. Fakt. Das zu ändern geht nur mit Geld. Und da seh ich nicht das Qualcomm das ausgeben wird.
 
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#19
Wobei man sagen muss, dass Qualcomm die eigentliche Nummer 1 schon beliefert. BBK Eectronics. (Oppo, Vivo, Oneplus und die hier eher unbekannte Marke Realme).
Trotz des Absatzrückgangs bei Samsung ist BBK immer noch sehr deutlich dahinter die Nummer 2.
Davon abgesehen werden in den niedrigpreisigen Smartphones auch gerne SoCs von Mediatek verbaut. Die liefern jedes Jahr mehrere Hundert Millionen davon aus. Schließlich findet der Löwenanteil des Marktgeschehens abseits der Spitzen-SoCs statt...
 
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