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News Mikrotransaktionen: Hawaii will per Gesetz gegen Beuteboxen vorgehen

Jesterfox schrieb:
wenn dann "rauskommt" das es gar keine fixe Chance gibt sondern immer schön manipuliert wird ;-)

Was nichts schlechtes sein muss.
Ich habe lieber manipulierte Chancen, dadurch im Schnitt alle 10 Kisten etwas wertvolles und nach spätestens 15 Kisten garantiert etwas wertvolles, als fixe 10% auf etwas wertvolles.

Die meisten Leute haben doch viel zu wenig Verständnis von Wahrscheinlichkeiten, um mit den Zahlen tatsächlich etwas anzufangen.
Ich sehe schon diverse Threads in iwelchen Foren "Ich hab Item XYZ mit Chance von 10% nach 20 Kisten immernoch nicht bekommen!!!!1111".

Ich bleibe dabei:
Lootboxen sind erst dann Gift, sobald es auswirkungen auf das Gameplay hat. Sofern es ausschließlich optische Dinge gibt, solls sie doch geben.
 
Selbst bei rein optischen Dingen bin ich gegen Lootboxen. Einfach direkt zum Kauf anbieten und fertig. Aber die Publisher wollen das nicht weil sie mit den Lootboxen mehr verdienen können. Und warum ist da= weil eben Lootboxen dazu verleiten mehr Geld auszugeben als man eigentlich wollte...
 
Accordingly, the purpose of this Act is to prohibit the sale of video games

Meines Erachtens fallen dann aber alle F2P Titel schon mal runter, da diese ja nicht "gekauft" werden müssen - nur installiert, oder?!

DerOlf schrieb:
Ich sehe es bei Path of Exile ... der Publisher bekommt es einigermaßen hin, dass viele ihrer Microtransactions einen lediglich grafischen Effekt haben ... man kann PoE auch "durchzocken", ohne einmal auch nur 5$ dafür ausgegeben zu haben.

Ich habe es durchgezockt und nichts investiert, ist aber schon locker 1 Jahr her. Dafür sehen meine Chars halt nicht so toll aus, also denen schlagen keine Flammen aus dem Ars** und die sahen auch gut equippt immer noch aus wie frisch aus dem Second Hand Laden, aber das war mir egal. Die Standard Skins sind schon extra langweilig designt, aber das ist ja das gute Recht der Entwickler. Ich habe vor ein paar Wochen mal wieder reingeschaut, da ich gesehen habe, dass man es auch auf der One X spielen kann. Leider kann man den Account von Steam nicht übernehmen, und der Skillbaum (also das, was eigentlich der U-Bahn Plan von Tokio und Umgebung ist :D) wurde auch ganz gut angepasst, so dass ich schon nicht mehr meine Skillung gefunden habe...

Jesterfox schrieb:
Selbst bei rein optischen Dingen bin ich gegen Lootboxen. Einfach direkt zum Kauf anbieten und fertig.

Sehe ich auch so. Es gibt genug Leute (Kiddies), die sich über die Optik definieren/abheben wollen und denen ist es dann egal, wenn der Helm mit dem Look "Ghost Rider mit Hirschgeweih" ein paar Hundert Euro kostet, bevor man den aus der Box gezogen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Glücksspiel bleibt Glücksspiel und gehört auch als solches behandelt - ganz gleich ob kosmetischer Art oder mit Einfluss auf das Gameplay.
 
Das wäre fast so gut als würde man Mining verbieten, ich bin gespannt wie es weiter geht.
 
DerOlf schrieb:
Ich begrüße dei initiative Hawaiis und hoffe sehr, dass andere Staaten Folgen werden ... nicht nur in den USA.
Bisher dürfte aber wohl noch nichts davon wirklich fest sein ... aber der Entwurf klingt für mich schon recht gut.
Am liebsten hätte ich (auch als Spieler) Microtransactions auf Spielinhalte beschränkt, die das eigentliche Spiel nicht betreffen (Spielmechanik, Chancen des Spielers).[...]

Es geht ja nicht gegen Mikrotransaktionen in erster Linie sondern gegen manpiulative mit Glücksspiel-Elementen. Lootboxen mit kosmetischem Inhalt bedienen sich noch immer dieser Mechanismen. Das Gesetz soll nicht das Gameplay, sondern Nutzer schützen. Gegen den Verkauf von Skins und Co richtet es sich nicht, F2P ist also kein Problem, solange nicht Lootbox-artige Systeme zum Einsatz kommen.

M@tze schrieb:
Meines Erachtens fallen dann aber alle F2P Titel schon mal runter, da diese ja nicht "gekauft" werden müssen - nur installiert, oder?!
[...]

Unwahrscheinlich. Denn dann würden Alterseinstufungen ja auch nicht greifen, oder? Und wenn man "Sale" mit "Vertrieb" übersetzt, passt auch der Begriff.
 
Jesterfox schrieb:
Einfach direkt zum Kauf anbieten und fertig. Aber die Publisher wollen das nicht weil sie mit den Lootboxen mehr verdienen können.

Vllt spiele ich zu wenig von den Triple-A spielen als dass mir das als ein wesentliches Problem auffallen könnte, aber in den Spielen, in denen ich Lootboxen begegne (OW und Hots) kann ich beides.

Jesterfox schrieb:
weil eben Lootboxen dazu verleiten mehr Geld auszugeben als man eigentlich wollte...

Ich weiß nicht ob die Aussage "als man eigentlich wollte" so stimmt, da ich niemanden kenne, der von Glücksspielen süchtig ist. Von daher kann ich keine Aussage über die Gedankengänge einer solchen Person treffen.

Aber mich persönlich verleiten Lootboxen dazu, exakt 0€ in ein Spiel zu investieren, eben weil ich nicht weiß, wieviel ich ausgeben müsste, um mein Wunschitem zu erhalten. Also lasse ich es.
 
Jesterfox schrieb:
Ich bin schon auf die Offenlegung der Gewinnchancen und des verantwortlichen Programmcodes gespannt... wenn dann "rauskommt" das es gar keine fixe Chance gibt sondern immer schön manipuliert wird ;-)

Dann nimmt man halt den Blizzard Weg.
Heißt man verkauft in Hearthstone oder Overwatch irgendein Unfug und gibt die Lootboxen als Geschenk oben drauf - schon hat es sich erledigt mit den Offenen Gewinnchancen
 
Der Trick klappt nicht mehr, weil die Formulierung besser ist.
 
Bonanca schrieb:
Ich weiß nicht ob die Aussage "als man eigentlich wollte" so stimmt, da ich niemanden kenne, der von Glücksspielen süchtig ist. Von daher kann ich keine Aussage über die Gedankengänge einer solchen Person treffen.

Man muss nicht Glücksspielsüchtig sein um in diese Falle zu tappen... weiß ich aus eigener Erfahrung. Seit dem ignoriere ich auch alles was Richtung Lootboxen geht rigoros, auch wenn ich an sich kein Problem damit hätte für ein optisches Gimmick in einem Spiel das mir sehr viel Spaß macht etwas auszugeben. Aber das mache ich eben nur noch wenn vorher klar ist wie viel mich das kosten wird damit ich abschätzen kann ob es mir das wert ist.
 
Jesterfox schrieb:
Man muss nicht Glücksspielsüchtig sein um in diese Falle zu tappen... weiß ich aus eigener Erfahrung.

Nimm das bitte nicht persönlich, aber wenn man Glücksspiel betreibt, muss man sich als (zumindest erwachsener) Mensch im Klaren sein, dass das Geld schlimmstenfalls nunmal einfach verbrannt und damit weg ist.
Alles andere ist naiv und wird sich, wenn nicht bei Lootboxen, in einem anderen Bereich, in dem man als mündige Person mit Geld zu tun hat, rächen. Wenn die Leute bei Lootboxen mit relativ kleinen Beträgen daraus lernen, kann man es immerhin noch als Lehrgeld ansehen.

Allerdings gibt es ja auch Leute die sich an der Börse u.Ä. Pleite zocken, vllt erwarte ich von manchen Erwachsenen auch einfach zuviel...

Jesterfox schrieb:
Aber das mache ich eben nur noch wenn vorher klar ist wie viel mich das kosten wird damit ich abschätzen kann ob es mir das wert ist.

Da stimme ich dir 100% zu.
 
Bonanca schrieb:
Wenn die Leute bei Lootboxen mit relativ kleinen Beträgen daraus lernen, kann man es immerhin noch als Lehrgeld ansehen.

Ja, unter dem Punkt verbuch ich das auch. Aber der Glücksspielaspekt ist einem halt nicht immer auf den ersten Blick voll bewusst, vor allem halt wenn man direkt vom Spiel aus den Zugriff auf den Shop und das coole neue Raumschiff (war bei STO) vor Augen hat... wenn man das ganze mal durchschaut hat fällt man nicht mehr drauf rein, aber nicht jeder schafft das halt schon vorher...

Und eben auch aus dem Aspekt heraus das es so gut in die Spiele integriert und damit auch verschleiert ist halte ich Lootboxen für besonders gefährlich das ich eine Regulierung seitens der Regierung befürworte. Auf der anderen Seite ist es ja definitiv Glücksspiel und sollte als solches auch ab 18 sein.
 
Bonanca, so einfach ist das leider nicht. Für Außenstehende ist häufig einfach nicht ersichtlich, wieso Menschen einer Sucht verfallen und dann völlig irrationale Dinge tun und nicht mehr damit aufhören können. Glücksspiel ist so eine Sache. Die Glücksspielsucht ist tatsächlich ein Krankheitsbild - eine substanzungebundene Abhängigkeit die therapiebedürftig ist. Es besteht dabei keine vernünftige Motivation hinter den Handlungen der Betroffenen. Sie verlieren die Kontrolle darüber, handeln impulsiv und geraten infolge dessen häufig in einen Teufelskreis, den sie ohne externe Hilfe nicht verlassen können. Und ich denke, dass viele Glücksspielsüchtige sich der Gefahr zuvor durchaus bewusst waren - ein mal am Automaten spielen oder mal ne Runde Roulette ausprobieren - da ist doch nix dabei.

Wieso hört der Raucher nicht einfach auf zu rauchen? Schließlich weiß er ja, dass er sich einem erhöhten Krebsrisiko aussetzt und dafür auch noch Geld ausgibt. Verrückt! Hier ist die Abhängigkeit zwar substanzgebunden, aber prinzipiell ist das die gleiche Problematik. Andere Beispiele:

Wieso arbeiten Workaholics nicht einfach weniger? Es ist doch völlig irrational rund um die Uhr nach nie erreichbarer Perfektion zu streben und mit 50 Jahren an den Folgen der Überstrapazierung zum Pflegefall zu werden.

Warum hören Kaufsüchtige nicht einfach auf zu kaufen? Es ist doch völlig irrational, sein Selbstwertgefühl über die Anzahl der Kleidungsstücke im Kleiderschrank (oder -zimmer) zu definieren.

Wieso bleiben Spielsüchtige nicht einfach dem Kasino fern? Völlig irrational sein ganzes Hab und Gut, gar seine Existenz sprichwörtlich aufs Spiel zu setzen.

Eine Sucht schaft emotionale Abhängigkeit. Wenn Süchtige am Spielautomaten gewinnen, zum Schnaps greifen oder eine legendäre Karte in der Lootbox finden, verbinden sie das Ereignis mit positiven Emotionen. Wer sein Geld verzockt, eine Pechsträne hat, oder unter Entzugserscheinungen leidet, verbindet damit negative Emotionen. Hier können Depressionen einsetzen, es kann zu Verlustängsten oder Schuldgefühlen führen. Um diesem Zustand zu entkommen, versuchen Suchtkranke nun auf einfachstem Wege wieder die positiven Emotionen hervorzurufen. Und wie macht man das möglichst einfach zu zuverlässig? Genau! Schnell die wirklich allerallerletzte Zigarette rauchen (- dann ist garantiert Schluss!). Den Schwager mit fadenscheinigen Begründungen um Geld bitten, das man anschließend verzocken kann. Eine neue, sündhaft teure Handtasche auf Kredit shoppen. Das große Lootbox-Paket kaufen, wo ganz bestimmt ne legendäre Karte drin ist. Und wenn nicht... dann brauch ich noch ein Paket - bis das Verlangen befriedigt ist.

Das heißt natürlich nicht, dass jeder, der Lootboxen kauft, automatisch süchtig wird. Aber diese Systeme werden so ausgelegt, dass gezielt Verlangen geweckt und zum Kauf verführt wird. Die Gefahr der Abhängigkeit ist gegeben und entsprechend müssen hier Schutzmechanismen etabliert werden, um gerade auch Jugendliche zu schützen oder zumindest mit entsprechender Transparenz aufzuklären. Im Falle der Glücksspielsucht durch Lootboxen und ähnliches kann eine eventuell bereits vorhandene Computer- oder Internetsucht - bzw. im allgemeinen eine Medienabhängigkeit - für suchtverstärkende Effekte sorgen, wenn der Großteil des Privatlebens bereits durch die digitale Welt geprägt wird und das Selbstwertgefühl an die virtuelle Identität gekoppelt wird. Wenn man sich über seinen Avatar zu beweisen versucht, dass man etwas erreichen kann, wenn man Internetbekanntschaften mit seinem virtuellen Besitz imponieren will.
Man stelle sich vor, World of Warcraft würde um kaufbare Lootboxen ergänzt.
 
Zuletzt bearbeitet: (Präzisierung im letzten Absatz)
@Fermion
Sehr schön geschrieben! Daumen hoch!

Die Frau von einem Arbeitskollegen spielt seit Jahren MMO's - ausschließlich. Kinder egal, Job egal, Mann egal, ...
Das Selbstwertgefühl ist mittlerweile komplett an die virtuelle Identität gekoppelt - die kommt da nicht mehr raus und der Mann hat mittlerweile resigniert. Die Kinder kennen Ihre Mutter mehr oder weniger nur noch am Computer hockend - traurig. :(
 
Ich bin nicht sicher, was gerade trauriger ist. Der von M@tze geschilderte Fall, oder knoxxis eiskalte Reaktion.

Aber gut, manche Menschen zücken bei einem Autounfall auch lieber ihr Handy und filmen die Opfer, als Hilfe zu leisten.
 
Sollte der Mann versucht haben etwas zu ändern, vielleicht sogar über eine Therapie gesprochen haben und der Frau das immer noch egal ist, hat M@tze vollkommen Recht.
 
@Fermion: Wenn man schon in dem Status der Resignation angekommen ist, gehe ich davon aus das hier schon versucht wurde etwas zu Unternehmen. Wenn das alles nicht hilft, dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Aber gerade der Verlust kann hier ein Weg sein sie wachzurütteln. Den größten Verlust verspürt man leider erst, wenn es tatsächlich weg ist.

Deinen Spruch mit dem Handy zücken kannst Du dir echt dahin schieben wo nie die Sonne scheint!!
 
Ja, sicher hat er schon versucht zu helfen. Aber man weiß ja, wie das mit Süchtigen ist, die sehen das alles ganz anders und gar nicht schlimm. Klar kann man einfach die Frau sitzen lassen, aber es heißt nun mal "in guten, wie in schlechten Tagen" und sie ist ganz offensichtlich krank, auch wenn sie das nicht so sieht. Ich hoffe nicht, dass jeder von Euch den Partner sitzen lässt, wenn der mal ernsthaft krank wird... :(
 
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