NAS/Home-Server bauen

gigges91

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Hallo liebe CB'ler,

Ich hoffe ich habe hier die richtige Kategorie ausgewählt. Um es kurz zu machen, ich plane einen Home-Server zu bauen, zum einen um die Daten von meinem Notebook/PC zu synchronisieren und ein Backup zu haben und zum anderen um vom Ipad auf die Daten zuzugreifen.

Hardwaremäßig habe ich mir folgende vorgestellt:
https://www.mindfactory.de/shopping_cart.php/basket_action/load_basket_extern/id/9fbf53220e052a569a7839803f561fb5f52174f9df531c98856

4GB DDR3-Ram habe ich noch hier, deshalb ist dieser nicht im Warenkorb. Leistungstechnisch müsste das ganze auf jeden Fall für meine Pläne ausreichen und auch der Stromverbrauch sollte nicht allzu hoch sein. Die zwei Festplatten will ich über software RAIDI betreiben, damit die Daten gespiegelt werden. Verbesserungsvorschläge oder Kritik an der Zusammenstellung sind ausdrücklich erwünscht! Ich hätte gerne ein Netzteil mit geringerer Leistung, jedoch habe ich keins mit guter Effizienz unter 300W finden können, ich denke aber, dass das System auch mit einem 300W PSU gut laufen wird.

Wo ich mir bisher noch sehr unsicher bin, welches Betriebsystem soll ich einsetzen? Ich habe viel über FreeNAS gelesen, hätte aber auch die Möglichkeit über die Uni Microsoft Exchange Server 2013, Microsoft Windows Server 2012 oder aber auch einfach Windows 7/8 zu bekommen. Was empfehlt ihr mir hier? Ich selbst nutze an meinem PC und Notebook Windows 7 und zusätlich noch wie bereits erwähnt ein Ipad Mini. Ich will auf den NAS auch wenn möglich von unterwegs zugreifen können, wobei mir hier klar ist, dass durch die geringe Uploadgeschwindigkeit des DSL Anschlusses Grenzen gesetzt werden.

Ideal wäre es, wenn ich das ganze ähnlich wie eine Dropbox einrichten könnte, wenn also die Daten sowohl auf dem NAS als auch auf dem PC/Notebook gespeichert sind und bei Änderung von Daten eine Synchronisation stattfindet. Ist dies möglich und wenn ja, mit welchem Betriebsystem am besten?

Ich habe gesehen, dass es fertige NAS Systeme gibt, diese sind jedoch in meinen Augen ziemlich teuer, gute kosten dort 200€ ohne Laufwerke und sind dann Leistugnstechnisch dem von mir vorgeschlagenen System weit unterlegen. Des weiteren könnte ich mir gut vorstellen das System später anderwertig z.B. als HTPC zu nutzen, was bei einem fertigen NAS ja nicht möglich ist.


Über Hilfe würde ich mich sehr freuen und ich bin für jegliche Kritik offen!
Danke schonmal fürs lesen ;)
 

kullakehx

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Nimm FreeNAS. Es ist m.Mng. nach immer besser, sich auf ein freies OS zu verlassen als von closedsource verlassen zu werden. Nicht zu vergessen die - zumindest im englischen - sehr hilfreiche Community. FreeNAS ist aber eine Speichersau, ich würde an deiner Stelle den RAM verdoppeln. 300W reichen, solange du nicht allzu viele Festplatten anschließt. Wollte mein NAS auch mit einem Pico-Netzteil versehen, nur war der Anlaufstrom viel zu hoch.
Dropbox würde ich so einrichten, dass das Notebook automatisch synchronisiert und dass dann mit dem NAS abgeglichen wird - also das NAS nicht direkt ans Netz anbinden. Wie du geschrieben hast, der Upload ist grottig und die wichtigsten Daten hast du eh nochmal in der dropbox.
 

jackyjakob

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Das Gehäuse hat nur Platz für je ein 2,5 sowie ein 3,5 Zoll Laufwerk. Ich würde daher eher zu einem micro-ATX Gehäuse greifen damit man vielleicht später mal auf mehr Laufwerke aufrüsten kann. Für mATX gibt's außerdem auch Boards die komplett passiv gekühlt sind.
Ich habe auf meinem "NAS" Windows 8 installiert weil das mir alle Funktionen bietet die ich brauche und in der Einrichtung am einfachsten ist.
 

gigges91

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Das mit dem Gehäuse passt schon, ich hab ja 2*2,5 Zoll, die passen da auch rein und von der Speichermenge reicht das auch dicke!
@kullakehx: Ich glaube du hast das mit der Dropbox falsch verstanden, ich würde gerne meine eigene Dropbox bauen, also ohne die Dropbox Software zu nutzen, die Funktionalität sollte aber ähnlich sein, nur dass die Daten eben auf meinem NAS anstatt auf den Dropbox-Servern gespeichert werden.
 

kullakehx

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Schau mal im Fred
https://www.computerbase.de/forum/threads/nas-selbstbau-oder-fertiges-nas-kaufen.1054493/
und das Gehäuse;
http://geizhals.at/de/519851
Hab mich aber für ein 19" Gehäuse entschieden, ist mehr Platz, auch freistehend möglich und sieht passabel aus. Das E350 hatte mir zuwenig SATA-Anschlüsse, ich glaub ein Asus hatte 6 (!). Denk immer an die Zukunft.
Unter CIFS (für Windows) hab ich eine grottige Performance, NFS ist um Längen besser. Lies mal im freenas forum.

Nochmal explizit ein Link zum E-350
http://forums.freenas.org/archive/index.php/t-27.html
 
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cust0m

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FreeNAS ist jetzt die kostenlose Variante eines kommerziellen Anbieters. Das OpenSource Projekt heißt nun NAS4free. Würde dir dieses statt FreeNAS empfehlen. Hatte deutlich weniger Probleme damit.

Als Cloud-Lösung kannst du dann owncloud verwenden.

Das Gehäuse ist eher für große Hardware als viele Platten ausgelegt. Wenn wirklich auch auf lange Sicht nur 2*2,5" Platten reinsollen, geht das. Kann man sich aber auch was kleineres aussuchen.

Einen beleuchteten Lüfter im Server macht für mich persönlich nicht viel Sinn. Da er ja 24/7/365 laufen soll. Aber wenn du drauf stehst. ;)

Für das Betriebssystem (wenn es FreeNAS oder NAS4free wird) brauchst du einen USB-Stick oder eine weitere Platte. Würde dir zum Stick raten. 2GB sollten reichen. Ich hab 8 genommen, die Schreib/Leseraten werden eben bei steigender Größe besser. Hängt dann an USB 3.0.

Zur Leistung vom E350 kann ich nicht viel sagen. Vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen.
 

cust0m

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Ich hab mir ein gebrauchtest Fractal Design Array 2 gekauft (70€). Ist EOL, der Nachfolger ist das Node 304. Aber jetzt ohne Netzteil. Nicht ganz so günstig wie der Coolcube, aber du bekommst 6 Platten rein und es ist sehr kompakt dafür.

Ansonsten gab es noch so cooles kleines Servergehäuse, dessen Name mir gerade partou nicht einfallen will. Ich grab nochmal ein bisschen und sag Bescheid, wenn ich was finde.

miniITX Servergehäuse sind nämlich eher selten.

So ein Gehäuse ist auch für gewöhnlich das, was man am längsten behalten kann. Also auch wenn in 5 Jahren mal neue Hardware in den Server soll. Deshalb wären mir zwei 2,5" Plätze definitiv zu wenig.

EDIT: Es war ein Chenbro, das ich meinte. Extrem kompakt und 4 Bays. Würde dann aber eher zu einem der Fractals greifen. Auch preislich.
 
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kullakehx

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Frage sicherheitshalber nach den Strömen nach, die das NT vom Chenbro liefern kann. Lieber eine Nummer größer. Wenn du nicht erweitern willst reicht das aber mit einem E-350 aus. Bei mir hängen halt 6 Platten, ein X2-250e und eine Pumpe dran (jop, Wakü :evillol:)
Falls du meinen Nachtrag nicht gelesen hast; für das Wohnzimmer ist der Lian Li PC-Q08B echt gut geeignet, und mei, den Lüfter würde ich eh gegen einen schönen leisen und unbeleuchteten austauschen. Zweiten 120er im Netzteil, schicke Entkopplungsrahmen, gut ists.
 

gigges91

Lieutenant
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Habe mich jetzt für folgendes Gehäuse entschieden: Lian Li PC-Q07B ITX Tower ohne Netzteil schwarz, werde aber kein DVD Laufwerk einbauen sondern wie geplant 2 Festplatten. Dass ein Raid 1 eine Datensicherung nicht ersetzt ist mit bewusst. Der NAS Wird ja quasi meine Backup Lösung um de Daten Von meinem Notebook und Pc zu sichern. Zusätzlich werden dann die Daten noch auf einer externen Festplatte gesichert, die nicht andauernd am System hängt, für den Ernstfall also. Raid 1 finde ich nur insofern sinnvoll, dass beim Ausfall einer Platte noch alle Daten da sind. Und 1 TB reicht mir wie gesagt locker.

Beim OS habe ich mich für nas4free entschieden, scheint für mich die beste Wahl zu sein und zudem kostenlos. Wenn ich das System gebaut habe werde ich davon berichten ;) danke nochmal für eure Hilfe!
 
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