News Oberlandesgericht München: Amazons Dash-Button erneut als rechtswidrig verurteilt

Andy

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#1
Ein Erfolg für die Verbraucherzentrale NRW: Auch das Oberlandesgericht München hat nun in einem Urteil bestätigt, dass Amazons Dash-Button gegen deutsche Gesetze verstößt. Hat es Bestand, kann der Online-Händler den Bestellknopf in der aktuellen Form nicht weiter anbieten. Amazon will allerdings Rechtsmittel einlegen.

Zur News: Oberlandesgericht München: Amazons Dash-Button erneut als rechtswidrig verurteilt
 

duke1976

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#2
Finde das Urteil gut, weil ich die Auffassung der Verbraucherzentrale teile. Es sollen ja auch schon Kinder durch das Drücken Mengen bestellt haben, die nicht gebraucht wurden. Auf der anderen Seite sind die Leute selber schuld. Man muss ja nicht jeden neuen "Mist" mitmachen. Die Zeit zum herkömmlichen Bestellen im Shop sollte man sich einfach nehmen.
 
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#3
Das wird auch noch lange so weitergehen. Vielleicht muss man dann einfach eine Revision 2 mit digitalem Preisschild veröffentlichen und die alten austauschen. Wenn Leute sowas haben wollen, dann sollten sie damit auch umgehen können.

Edit: Oder erst 24h nach Eingang einer E-Mail beim Kontoinhaber die Bestellung akzeptieren/bearbeiten, dann hat der Nutzer die Möglichkeit das vor dem Versand zu stornieren.
 
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#4
Also nen Preis sollte selbst ein als One Click gedachtes System anzeigen bevor die Bestellung abgeschickt wird - sonst können die sich ja verlangen was sie wollen. ^^ Durchaus verständlich das Urteil und ich denke nicht das Amazon da jemals Erfolg mit ner Revision haben wird.
 

Recharging

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#7
Einerseits empfinde ich das (nicht rechtskräftige) Urteil als einen richtigen Schritt um solche Verkaufsmethoden nicht noch weiter zu forcieren (ganz zu schweigen vom Umweltschutz etc.), auf der anderen Seite denke ich mir, wie unmündig (mancher) Konsument sein muss, sich zwar den Dash-Button bestellen zu können, sich nachher aber völlig ahnungslos zu geben, wenn er dessen Funktion nützt ...

"Dummheit", insgesamt wohl eher Kalkül, sollte auch nicht zu viel Unterstützung (und überbordende Regulierung) finden, denn auf der anderen Seite sagte man ja auch lange, sie schütze nicht vor Strafe.

Ist das echt so schwierig VORHER durchzudenken oder ist Bequemlichkeit über alles heute Trumpf?
Ist mir unbegreiflich, was einer konventionellen Bestellung eines Waschmittels über Computer/Handy/Tablet mit Preisauskunft vor der Bestellung länger als 30 - 60 Sekunden dauert.
 
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#8
Wer sich so einen Button installiert, sieht selbst, dass er den Preis nicht sieht.
Wenn Leute sowas haben wollen, dann sollten sie damit auch umgehen können.
Ist das echt so schwierig VORHER durchzudenken oder ist Bequemlichkeit über alles heute Trumpf?
Wie hoch die Intelligenz in breiten Teilen der Gesellschaft ist hat man doch vor ein paar Tagen, mal wieder, deutlich vorgezeigt bekommen beim Thema Internet.

Von daher ein gutes und richtiges, aber auch leider notwendiges, Urteil.
 
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#9
Ist für mich dasselbe wie mit den KI-Wanzen, die sich viele in die Bude stellen :
überflüssig, Ressourcenverschwendung und teilweise enorm problematisch im Bezug auf Datenschutz.

... vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt / konservativ, aber eigentlich bezogen auf diesen beiden Punkte bisher gut gefahren. Ebenso mit dem totalen Verzicht auf "soziale Netzwerke".

Allein an Whatsapp komme ich nicht vorbei, da es einfach mit dem Freundeskreis sonst Einschränkungen gäbe, das muss man so sagen.
 
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#12
Kann das Urteil zwar anhand der Rechtslage verstehen. Wieso die Verbraucherschützer sich da aber aufregen kann ich überhaupt nicht verstehen. Amazon sind die letzten, die einen zum Kauf von irgendwas zwingen. Wenn was nicht passt nehmen die alles zurück. Sind super kulant. Außerdem bekommt man ja bei jeder Bestellung eine Email und kann sofort stornieren, falls man unbeabischtigt gekauft hat oder der Preis nicht passt. Und jeder, der solche Buttons benutzt, wird vermutlich gute Erfahrungen mit und ein gewisses Vertrauen in Amazon haben.

Habe beispielsweise mal nur einen leeren Karton von Amazon erhallten (statt eines Kartenspiels). Hab mir dann schon Sorgen gemacht, wie ich das jetzt beweisen soll, dass da wirklich nichts drin war. Gefühlte drei klicks später am Handy und schon wurde das Geld zurückerstattet ohne auch nur eine weitere Frage seitens Amazon. Ich denke als Kunde hat mans bei Amazon schon gut. So einen Service bekomme ich hier lokal leider in keinem einzigen Laden.

Und noch ein kleines Update:
Wenn ich in ne Kneipe gehe, beim Wirt an der Bar direkt 5 Bier bestelle, dann bekomm ich die auch, ohne vorher über den Preis informiert zu werden.... Wenn ich mir keine Karte irgendwo suche und nachschau, dann verlass ich mich eben darauf, dass der Wirt handelsübliche Preise hat. Mein Fehler, wenn es nicht so sein sollte.
 

Dezor

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#15
Vielleicht muss man dann einfach eine Revision 2 mit digitalem Preisschild veröffentlichen und die alten austauschen.
Oder ein Knopf der „nur“ einen Hinweis an eine App sendet, sodass man auf dem Smartphone den Kauf noch mit einem zweiten Klick bestätigen muss. Und auf dem Smartphone kann man dann Lieferbedingungen, Preis und evtl. Alternativen von der Konkurrenz (andere Waschmittelhersteller, ...) sehen.
 
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#16
@leipziger1979

Dann müsste man den Bürgern aber noch ganz andere Dinge verbieten/vorschreiben. Wenn die Leute sich andere Sachen kaufen müssen die damit ja auch umgehen können. Willst du Messer mit scharfer Klinge verbieten, weil unwissende sich damit wehtun könnten?

@Dezor dann kann man sich den Knopf sparen. Wenn man es so oft kauft ist das eh unter den suchvorschlägen und mit 2 Klicks bestellt.
 

NJay

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#17
Oder ein Knopf der „nur“ einen Hinweis an eine App sendet, sodass man auf dem Smartphone den Kauf noch mit einem zweiten Klick bestätigen muss. Und auf dem Smartphone kann man dann Lieferbedingungen, Preis und evtl. Alternativen von der Konkurrenz (andere Waschmittelhersteller, ...) sehen.
Genau so dachte ich mir das auch gerade.
 

donativo

Lt. Junior Grade
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#18
Es gibt mittlerweile für fast jedes Portal und jeden Zugang eine 2FA... warum nicht einfach sowas beim Dash einführen? Bestellen und später in der App oder am PC online einfach den Warenkorb bestätigen sofern preis und Menge stimmen.
 
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#19
@Tomsenq theoretisch kein Thema bei deinem Beispiel. Was wäre denn wenn du vor dem Urlaub da drauf drückst und Amazon mal kurz den Preis auf 50 Euro erhöht. Möglicherweise bekommst du das gar nicht mit und kannst nicht widerrufen. Das ist das Problem. Du musst als Verbraucher wissen, was du für wieviel Geld bestellst. Und bei diesem Button ist das nicht der Fall.
 
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