Quo vadis BTMG?

Hier sieht man wieder, dass das ganze nur Schikane ist, eine absolute Ungleichbehandkung zu Alkohol ist und schlicht und ergreifend absurd und bar jeder Logik ist. Sowas gehört abgeschafft, mit Rechtsstaat hat das nichts zu tun.
 
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crashbandicot schrieb:
Es werden leider auch nüchterne Taxikunden, die mit Gras erwischt werden, zur MPU geschickt. Wenn man das mal auf Alkohol übertragen würde, ...

https://www.zeit.de/wissen/2014-10/marihuana-kiffen-fuehrerscheinentzug
Das ist schon ein wenig merkwürdig, der Bericht ist ja schon älter, wird das immer noch so gehandhabt? Da es Verwaltungsrecht darstellt gibt es da besondere Unterschiede in den Bundesländern?

Auch wenn man das nicht immer alles mit Alkohol gleichstellen kann, bizarr wirkt es auf mich schon, das wäre ja so als würde ein erhöhter GPT oder Gamma-GT Wert bei einem situationsunabhängigen Vorgang (z.B. Blutbild beim Arzt) zu einer Anhörung und ggf. MPU führen.
 
Ich meine mal das ist Ermessen der Führerscheinstelle. In Bayern bist du auf jeden Fall früher fällig als in Berlin.
 
Corto schrieb:
In Bayern bist du auf jeden Fall früher fällig als in Berlin.
Das ist aber irgendwie auch eine Konstante.
Ergänzung ()

The_waron schrieb:
Auch wenn man das nicht immer alles mit Alkohol gleichstellen kann, bizarr wirkt es auf mich schon, das wäre ja so als würde ein erhöhter GPT oder Gamma-GT Wert bei einem situationsunabhängigen Vorgang (z.B. Blutbild beim Arzt) zu einer Anhörung und ggf. MPU führen.
Leider passiert das einigen von uns mit THC tatsächlich ... und manchmal ist der Lappen dann gleich für ein Jahr weg.
 
Man muss sich einfach mal geben dass es in Deutschland pro Jahr über 220.000 Cannabisdelikte (Zahl aus dem Jahr 2020) gibt, die dem Staat jährlich 1,64 Milliarden Euro Polizeikosten sowie über 440 Millionen Gerichtskosten beschaffen.
Das sind in Summe mehr als 2 Milliarden Euro die man sich durch eine Legalisierung/Entkriminalisierung im Jahr sparen könnte. Da sind Kosten für die Führerscheinstelle etc noch nicht mal eingerechnet.


Hier noch ein sehr empfehlenswertes Interview mit nem englischen Ex-Undercover Cop zum Thema “war on drugs und das organisierte Verbrechen”.
Wie man die Zunahme von Narco-states in Zukunft verhindern/verringern könnte

Vice Doku auf YouTube
 
Ah, gut. Er ist weg... dann kann ich hier wieder lesen, ohne aggressiv zu werden.

Ich denke tatsächlich anders über die kommenden Kosten für Cannabis, wenn Bubatz legal.

Ich stelle mir das so vor (falls es zur Legalisierung kommt):

Bubatz legal, die einen kotzen, die anderen feiern es. Shops die das Teufelskraut verkaufen wollen, stehen vor der Eröffnung.
BAM kommt Deutschland: Die Shops müssen eine Lizenz haben, die ziemlich teuer im Erwerb ist. Dazu musst du jedes Gramm Cannabis mit einem % Betrag X an uns versteuern. Dieser Betrag X kann meiner Meinung nach gewürfelt werden, keine Ahnung was da kommen wird.

Ich rechne mit Preisen um die 20-25€ pro Gramm.
Ob der Schwarzmarkt dadurch komplett verdrängt wird? Ich weiß ja nicht...
Ob Deutschland damit gute Kohle verdienen kann? Ich meine ja...
 
1FUX schrieb:
Ich rechne mit Preisen um die 20-25€ pro Gramm.
Ob der Schwarzmarkt dadurch komplett verdrängt wird? Ich weiß ja nicht...
Solche Preise werden den Schwarzmarkt eher pushen.
Komplett verdrängt wird der Schwarzmarkt dank der Altersbeschränkung nach JuSchG ohnehin nicht.
 
Ja und nein. Ich denke eher, dass dann Ältere gefragt werden, um den Jüngeren was zu kaufen.
Ist doch bei Kippen und stärkerem Alk ähnlich.

Die Flasche Vodka vom Edeka, die dir dein älterer Bruder für deinen Geburtstag kauft, ist kein Schwarzmarkt.

Der Bruder hat sich nur strafbar gemacht.

Wenn du aber darauf hinaus willst, dass Jüngere sich die legalen Anschaffungsgebühren nicht leisten können und deswegen auf den Schwarzmarkt zurückgreifen müssen, verstehe ich das Argument.

Dafür müsste dann frühzeitig aufgeklärt werden.
Wenn nicht sogar schon ab der Mittleren Reife.
 
1FUX schrieb:
Ah, gut. Er ist weg... dann kann ich hier wieder lesen, ohne aggressiv zu werden.

Ich denke tatsächlich anders über die kommenden Kosten für Cannabis, wenn Bubatz legal.

Ich stelle mir das so vor (falls es zur Legalisierung kommt):

Bubatz legal, die einen kotzen, die anderen feiern es. Shops die das Teufelskraut verkaufen wollen, stehen vor der Eröffnung.
BAM kommt Deutschland: Die Shops müssen eine Lizenz haben, die ziemlich teuer im Erwerb ist. Dazu musst du jedes Gramm Cannabis mit einem % Betrag X an uns versteuern. Dieser Betrag X kann meiner Meinung nach gewürfelt werden, keine Ahnung was da kommen wird.

Ich rechne mit Preisen um die 20-25€ pro Gramm.
Ob der Schwarzmarkt dadurch komplett verdrängt wird? Ich weiß ja nicht...
Ob Deutschland damit gute Kohle verdienen kann? Ich meine ja...
Aber wieso ist davon auszugehen?
Heute in der Apotheke erhältliches Cannabis ist ja auch besteuert etc.

Hab in der Kundschaft einen Apotheker der in seiner Apotheke auch Gras verkauft und der meint dass n großer Teil seiner Kosten einfach das Thema Personal ist im Bezug auf Cannabis. Du musst jedes Gramm einzeln abwiegen, verpacken, richtig ettiketieren etc. Dazu halt noch BtMG welches man nicht einfach so easy lagern darf.

Der sagt bis es von seinem Zulieferer zum Kunden geht, ist es durch 5 Hände gegangen. Da der Einkaufspreis aber trotz der aktuellen Situation so billig ist, kann man auch jetzt schon für 10€/g Grad in der Apotheke kaufen.

Klar kann man auch Cannabis als Medizin nicht unbedingt 1:1 mit Cannabis als Freizeitdroge vergleichen was kosten etc angeht, bin trotzdem optimistisch dass die Bundesregierung dem Schwarzmarkt den Kampf ansagt. Das wird man mit 25€/g aber nicht erreichen

Zum Thema Aufklärung noch:
Ich wette meine Hand darauf dass es im Zuge der Legalisierung auch zu ner massiven Präventionskampagne kommen wird. Meine Hoffnung geht da auch nicht nur auf Cannabis sondern um Drogen allgemein. Drugtesting und co einfach direkt mit legalisieren
 
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Ich weiß halt nicht, ob Apotheken auch Lizenzen besitzen müssen, um Cannabis verkaufen zu können. Sind sind ja eigentlich schon durchzertifiziert.

Ich kann mir halt nicht ganz vorstellen, dass jeder Dulli - ohne Weiteres - seinen Shop aufmachen kann.
Das würde Freiraum für kriminelle Banden bieten, die Schwarzmarktgras als "geprüftes Gras" verkaufen.

Ich denke diese Lizenzthematik wird in irgend einer Form kommen.
Deutschland liebt Lizenzen, deswegen zahlen wir auch z.B. so viel für unsere Mobilfunk und Heimnetztarife.

Ob das nun am Ende bei dem Cannabiserwerb auch auf die Endverbraucher abgewälzt wird, werden wir sehen.
 
Warum wundert es nicht nicht, daß ein von einem CSU-Mann in Auftrag gegebene Gutachten dieses Ergebnis hervorbringt?

Ich komme zwar aus der Nähe der Niederlande, aber deren genaue Rechtsordnung bezüglich Cannabis ist mir nicht bekannt.

Interessant wäre es jetzt, was (möglichst) neutrale Juristen zu dem Gutachten sagen und wie es sich rechtlich in den Niederlanden genau verhält.

Weiß jemand zufällig, wie es in anderen EU Ländern verhält?
 
1FUX schrieb:
Ist im Grunde ja das selbe, was in diesem Video gesagt wird, und das ist schon zwei Monate alt.



mykoma schrieb:
Ich komme zwar aus der Nähe der Niederlande, aber deren genaue Rechtsordnung bezüglich Cannabis ist mir nicht bekannt.
Im Video wird bei 9:10 darauf kurz eingegangen
 
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Hier ein Video von Christian Solmecke, wobei dort im Grunde das selbe gesagt wird, wie bei dem Video "Die da Oben"


Meine Meinung zur der in den Videos vorherrschenden Situation:
Ich war für die Legalisierung aus dem Grund, da ja auch Tabak und Alkohol Legal sind, und diese mindestens Genauso schädlich sind. Für Mich galt also, entweder Legalisiert man das eine, oder verbietet auch das andere, wobei Verbote bei so etwas nur selten effektiv was bringen. Natürlich bin ich aber allgemein dafür, dass Harte Drogen weiterhin verboten sind.

Aber nun zur Situation aus den Videos. Es ist nun natürlich blöd, dass diese ganze Sache schon mindestens auf EU Ebene geregelt ist. Aber das Einhalten von diesen Verträgen erachte ich fürs erste als Wichtiger, weil sonst könnte jedes EU-Land sich über Gesetze hinwegsetzten, welche ihnen nicht passen. Wenn, muss man das auf EU Ebene angehen, was aber wohl noch weniger Erfolg haben wird. Ich kenne jetzt nicht die einzelnen Einstellung der EU Länder zu dem Thema und weiß nicht, ob man dass auf EU Ebene weg bekommt.

Was man machen könnte wäre dann einfach eine Duldung. Es ist noch immer Verboten, aber es wird weggesehen, solange es nicht übertrieben wird. Dadurch nimmt man dann zwar keine Steuern ein, aber die Polizei müsste nicht jedem Gramm hinterher laufen.

Ich bin aber etwas irritiert, dass das erst jetzt irgendwie öffentlich wird, dass dies alles auf EU Ebene scheitern würde.
 
Ein kleines bisschen habe ich das Gefuehl dass da jetzt die "boese EU" aus dem Hut gezaubert wird, damit man sagen kann "Wir wollen ja freigeben, aber duerfen nicht"...
 
Es befassen sich ja aktuell genug Leute im Gesundheitsministerium/Legalisierungsausschuss mit dem Thema rechtliche Durchsetzbarkeit.
Solange da von offizieller Seite noch nichts gesprochen wurde, würde ich mir da erst mal keine großen Gedanken machen.
Wenn ich mich richtig erinnere wurde Lauterbach ja auch schon gefragt ob es wegen EU-Recht überhaupt umsetzbar ist und seine Antwort war sinngemäß “lasst uns mal machen, wir arbeiten daran”
 
1FUX schrieb:
Ich rechne mit Preisen um die 20-25€ pro Gramm.
Ob der Schwarzmarkt dadurch komplett verdrängt wird? Ich weiß ja nicht...

Am Ende des Tages ist es völlig egal wo du das Gras her hast. Kontrollieren kanns im Nachgang eh keiner mehr ob es legales Gras oder vom Schwarzmarkt ist.
Was anhängen kann man dir nur, wenn man dich mit mehr als der erlaubten Menge erwischt oder inflagranti beim Kauf/Verkauf. Der Schwarzmarkt müsste nach einer Legalisierung gar nicht mehr so schwarz sein.

Die Preise werden vermutlich sehr stark an den THC Gehalt der Sorte gekoppelt sein. Dieser muss ja wie der Nikotingehalt bei Zigaretten angegeben sein.
Das öffnet natürlich Tür und Tor für Steuer-Schummeleien.
Andererseits gibt es vermutlich eine große Community, die eher kontrolliert schwaches Gras will um beim kiffen weniger Tabakvolumen beimischen zu müssen.

crashbandicot schrieb:
Es werden leider auch nüchterne Taxikunden, die mit Gras erwischt werden, zur MPU geschickt.
Moooooooooooment. Ein Screening ist bei weitem keine MPU!
Ich kenne mich da bedingt aus, meine Freundin arbeitet in einem entsprechenden Institut.
Ein Screening ist ein einzelner Termin, wo du für ~120€ in nen Becher pinkelst, während jemand zuschaut dass du nicht mit Kunst- oder Fremdurin trickst. Das ist von einer MPU meilenweit entfernt.
Allerdings ist es völlig utopisch innerhalb von 3 Tagen (wie in dem Artikel angeblich gefodert) einen Screening Termin zu bekommen, zumindest bei ihrem Arbeitgeber.
Du kannst aber fast immer eine Fristverlängerung bei der Führerscheinstelle erwirken.
Gerade bei Cannabis, das eh wochenlang nachweisbar ist, stellt das üblicherweise kein Problem dar.
 
h00bi schrieb:
Das öffnet natürlich Tür und Tor für Steuer-Schummeleien.
Das wird auch davon abhängen, wie hart der Staat hier zugreift.

Für mich ist klar: Wenn es legalisiert werden sollte und dann tatsächlich so teuer wird, dann gehe ich den Weg des Selbstversorgers.

Auf keinen Fall werde ich 20,- und mehr für ein Gramm Gras bezahlen, solange ich nicht die Garantie habe, dass mich das für mindestens 12 Stunden in einen Marsorbit schießt. Da können dann auch weiß Gott was für welche Gütesiegel und Inhaltsangaben drauf sein.
Das ist mMn einfach zu teuer - gerade für ein Produkt, welches ich für nichtmal 10% davon selbst anpflanzen kann.

Ich hoffe nur, dass den Wohlstandsträumern (Grüne) und den Gierhälsen (FDP) ebenfalls bewusst ist, dass man mit solchen Preisen dem Schwarzmarkt eher einen Gefallen tut, als ihn zu schwächen.
Die meisten Kiffer sind keine Patienten ... die werden für ihr Gras nicht bezahlen, wie für ein Medikament und auch die Apotheken können sich diese Preise nur leisten, weil es ja die Kasse zahlt und den Patienten die Kosten dadurch relativ egal sein können ... das zweite Argument (Stress bei der illegalen Beschaffung) fällt mit der Legalisierung ja weg.

"Medizinalhanf auf Rezept" kann man nicht mit "freiem Grashandel" vergleichen ... im freien Handel zahlt der Kunde das nämlich selbst und dadurch gelten da etwas andere Regeln.
Ich glaube sogar, dass einige Hanfpatienten dann selbst anbauen werden, wenn das denn legal geht (das Finanzamt wird da ja was dagegen haben ... je höher die Steuern, desto krasser).
 
Nochmal zu der Geschichte mit dem Taxi. Meine Freundin meinte, das ist ein absoluter Härtefall, auch mit der kurzen Frist. Sowas hat sie noch nie auf dem Tisch gehabt. Sie würde hier eher davon ausgehen dass es eine Vorgeschichte dazu gibt z.b. dass die Protagonistin schon (mehrfach) auffällig war.

Man würde bei entsprechenden Ärzten oder in Krankenhäusern jedoch problemlos einen schnellen screening Termin innerhalb der 3 Tagesfrist bekommen. Nur eben nicht bei ihnen, weil halt ständig ausgebucht.
 
DerOlf schrieb:
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Die meisten Kiffer sind keine Patienten ... die werden für ihr Gras nicht bezahlen, wie für ein Medikament und auch die Apotheken können sich diese Preise nur leisten, weil es ja die Kasse zahlt und den Patienten die Kosten dadurch relativ egal sein können ... das zweite Argument (Stress bei der illegalen Beschaffung) fällt mit der Legalisierung ja weg.

"Medizinalhanf auf Rezept" kann man nicht mit "freiem Grashandel" vergleichen ... im freien Handel zahlt der Kunde das nämlich selbst und dadurch gelten da etwas andere Regeln.
Ich glaube sogar, dass einige Hanfpatienten dann selbst anbauen werden, wenn das denn legal geht (das Finanzamt wird da ja was dagegen haben ... je höher die Steuern, desto krasser).
Da muss ich zum Teil widersprechen!
Es gibt durchaus auch jetzt schon für normale Menschen mit Attesten die Möglichkeit Cannabis in der Apotheke zu bekommen. Da zahlt man je nach Menge und Sorte zwischen 8-14€/g.
Da zahlt die Krankenkasse keinen Cent für, sondern es sind lediglich Privatrezepte.
Hier im Umkreis gab es einige Ärzte/Heilpraktiker die solche Atteste für medizinisches Cannabis ausgestellt haben.
Da hatte man dann nen Wisch auf dem Stand man darf bis zu x Gramm Gras pro Tag legal erwerben/konsumieren (jetzt mal stark vereinfacht). Haben sich die Ärzte natürlich fürstlich bezahlen lassen die Atteste.

Man konnte/kann dann auch mit der Apotheke reden und wenn man Sammelbestellungen macht, durchaus Preise wie auf der Straße bekommen.

Deswegen bin ich immer noch der Hoffnung dass die BuRe hier Nägel mit Köpfen macht und die Austrocknung des Schwarzmarkts ne große Rolle bei der Legalisierung bekommt.
Falls jeder daheim X Pflanzen selbst hochziehen darf, bin ich eh der Meinung dass n guter Teil der Nachfrage, egal ob legal oder im Schwarzmarkt, einfach wegfällt.
Billiger als mit Eigenanbau wird man das Zeug nie bekommen
 
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