News Razer Core X: eGPU-Gehäuse ohne Docking-Station-Funktion für 299 Euro

Jan

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#1
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#2
Ich verstehe nicht warum diese externen PCIE-Extender immer nur ein oder zwei Steckplätze haben und trotzdem so irre teuer sind. Technisch spricht nichts dagegen extern zweimal PCIEx16 und viermal PCIEx1 über eine Leitung anzubinden. Ich würde ja erwarten dass man einen PCIE-Extender als Midi-Tower bekommen kann der ausser zig USB, RS232, Centronics, Ethernet, SATA uswusf auch noch mindestens besagte zweimal PCIEx16 und viermal PCIEx1 mitbringt und zwar unterhalb 600 Euro.

Im Moment werden nur merkbefreite Early-Adopter gemolken und das ist nicht gut.

Beim jetzigen Stand der Dinge ist man besser beraten einen stinknormalen PC als externe PCIE-Station zu nutzen, z.B. mit dem Linux-Patch für Reverse-Thunderbolt-Virtualisation. Ja richtig, damit kann ein externer PC seine gesamten PCIE-Komponenten 100% transparent über Thunderbolt verfügbar machen. Und da heute in PCs intern praktisch alles über PCIE gelöst wird kann man auch gleich die Mainboard-Schnittstellen (USB, VGA, Ethernet) zusätzlich zu mehreren dedizierten PCIE-Karten nutzen. Im Kurztest lief jedenfalls praktisch jede Komponente meines Desktops an einem kleinem Notebook. Das ist meistens sogar einen Tick performanter als konventionelle PCIE-Extender, mitunter sogar drastisch wenn man das normale RAM des PCs als PCIE-Buffer "missbraucht" und der Treiber mitspielt. Eine parallele Benutzung von Wirts- und Gastsystem ist auch möglich sofern man manuell Teile der Hardware zuordnet. Schön und fehlerfrei ist das zwar nicht aber macht sich überraschend gut. Wahlweise ist es auch entweder flexibler oder günstiger. Freakiger sowieso.
 

eyedexe

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#3
Und was soll das bringen - 2x PCIe x16 und 4x PCIe x1 anzubinden - wenn die Kommunikation von Thunderbolt lediglich über 4 PCIe-Lanes stattfindet?
 
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#4
Wozu braucht man bei einer GPU + 100 Watt Notebook ein 650 Watt Netzteil? Eine Vega bzw GTX 1080 Ti kommt mit 250 bis 300 Watt aus. Dazu 100 Watt für den Notebook macht 400 Watt insgesamt. Ich mein, wenn man so ein Produkt möglichst günstig anbieten will, sollte doch nichts überdimensioniert ausgeführt sein?!
 

Herdware

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#5
Ich mein, wenn man so ein Produkt möglichst günstig anbieten will, sollte doch nichts überdimensioniert ausgeführt sein?!
So ein eGPU-Gehäuse ist immer noch ein "Luxusgegenstand" für eine kleine Randgruppe. Dieses spezielle Teil ist jetzt etwas günstiger als die Alternative mit USB-Hub, aber wohl immer noch weit weg von einer Budget-Lösung. Die kämen erst, wenn eGPUs irgendwann mal Mainstream sein sollten.

Außerdem ist eine 1080Ti auch nicht unbedingt das Maß aller Dinge. Es gab schon Grafikkarten, die ab Werk mehr als 300W (PCIe-Standard) gezogen haben und es könnte auch wieder welche geben. Und auch damit will man vielleicht noch etwas OC-Spielraum behalten.

Bei so einem Gehäuse, das für möglichst alle Grafikkarten auch aus kommenden Generationen funktionieren soll, ist es sicher nicht verkehrt, 100-200W Reserve draufzuschlagen.

Zumal bei diesem Gerät der häufigste Einsatzfall nicht wie sonst bei PCs idle- bis leichter Desktop-Betrieb ist, sondern es fast immer unter starker Last (Gaming) betrieben wird. Dementsprechend liegt der Effizienz-Sweetspot des Netzteils hier wahrscheinlich auch etwas anders, bzw. tut es nicht weh etwas überzudimensionieren.
 
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#7
Ich finde die aufgerufenen Preise für die eGPU Gehäuse absurd. Mittel- bis langfristig würde ich zwar gern auf ein solches Setup zurückgreifen bzw. umstellen, jedoch liegt meine Schmerzgrenze für ein Leergehäuse bei um 200€. 150€ sollte eigentlich auch realisierbar sein ohne Dockingfunktion...aber das ist wohlmöglich schon wunschdenken...
 

estros

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#8
Interessantes Case. Es stellt für Leute eine Alternative dar, die kein Notebook-Dock benötigen, nur eine starke GPU. Das heißt, Peripherie läuft über BT oder man nutzt das Notebook als Eingabegeräte.
Wozu braucht man bei einer GPU + 100 Watt Notebook ein 650 Watt Netzteil? Eine Vega bzw GTX 1080 Ti kommt mit 250 bis 300 Watt aus. Dazu 100 Watt für den Notebook macht 400 Watt insgesamt. Ich mein, wenn man so ein Produkt möglichst günstig anbieten will, sollte doch nichts überdimensioniert ausgeführt sein?!
Nein, Netzteile mit weniger Leistung sind nicht so viel günstiger und man sollte zudem stets genug Puffer haben. Das Weglassen von USB Peripherie bringt deutlich mehr Kostenersparnis.
 
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#9
So ein eGPU-Gehäuse ist immer noch ein "Luxusgegenstand" für eine kleine Randgruppe. Dieses spezielle Teil ist jetzt etwas günstiger als die Alternative mit USB-Hub, aber wohl immer noch weit weg von einer Budget-Lösung. Die kämen erst, wenn eGPUs irgendwann mal Mainstream sein sollten.
Bei den Preisen wird das aber leider niemals Mainstream.

Ist halt auch einfach Abzocke.
100€ sollte sowas kosten. Maximal 150€.
 

Janniator

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#10
Also für mich als Mac Nutzer ist diese Art der Grafikkarten Erweiterung ja ganz spannend, aber warum sollte ich 300 € für das Gehäuse plus Geld für die Grafikkarte ausgeben, wenn ich bei einem Selbstbau eines Midi Tower Pc gerade mal 100-200 € mehr ausgebe?
 

jg97

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#11
Ich finde die aufgerufenen Preise für die eGPU Gehäuse absurd. Mittel- bis langfristig würde ich zwar gern auf ein solches Setup zurückgreifen bzw. umstellen, jedoch liegt meine Schmerzgrenze für ein Leergehäuse bei um 200€. 150€ sollte eigentlich auch realisierbar sein ohne Dockingfunktion...aber das ist wohlmöglich schon wunschdenken...
Das billigste Gehäuse auf Geizhals ist für knapp 200 zu haben.
 

Onkelpappe

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#12
100-200€mehr für Miditower PC? Allein für den 4 Kerner plus 16gb ram die in meinem Notebook stecken bin ich ja schon die 300€ los. Betriebssystem Gehäuse Netzteil Board SSD und evtl Monitor für 100-200 Euro wird dann schon sehr spannend.
 

narra

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#13
Ich denke, er meint eine Kombination aus eGPU Gehäuse plus GPU ist preislich ca. 100-200 € günstiger, als wenn er einen Midi-Tower PC selbst zusammenbaut.

Edit: @Onkelpappe Hab deinen Beitrag erst falsch gelesen...
Aber mit der richtigen Hardware für AAA Games kommt man sicherlich auf 1000 €+... und die Kombination aus eGPU Gehäuse wie dieses hier 299 € und eine potente Grafikkarte, wie die hier oft beschriebene 1080ti die ich gerade eben als günstigsten Preis mit 744 € gefunden habe, liegt hier bei ca. 1050 €
 
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#14
So ein eGPU-Gehäuse ist immer noch ein "Luxusgegenstand" für eine kleine Randgruppe.

...

Außerdem ist eine 1080Ti auch nicht unbedingt das Maß aller Dinge. Es gab schon Grafikkarten, die ab Werk mehr als 300W (PCIe-Standard) gezogen haben .

...

tut es nicht weh etwas überzudimensionieren.
Es ist auch Luxus / Randgruppe, weil es zu teuer ist.

Die Ti bildet die Obergrenze, da es das gängigste Top Modell ist. Eigentlich bildet schon die normale.1080 durch die begrenzte Bandbreite von Thunderbolt die Obergrenze, da eh nur Full HD Gaming interessant sein dürfte. Overclocking ist da denke ich absolut uninteressant.

Und eine Ti steht auch vom Kaufpreis her im Widerspruch zum Gehäuse. Schließlich geht es um einen günstigen Einstieg in die eGPU Welt. Externe Karten sollte der Hersteller schlicht ignorieren.

Und überdimensionierte Komponenten kosten. Umso kleiner das Netzteil geplant wird, umso kleiner kann der UVP sein. Genauso verstehe ich nicht warum das Gehäuse einen Lüfter hat. Ich würde das rundherum mit Hexagonal-Gittern ausstatten und dafür auf den Lüfter verzichten. Sind doch genug auf der GPU drauf.
 

Onkelpappe

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#15
Ich denke, er meint eine Kombination aus eGPU Gehäuse plus GPU ist preislich ca. 100-200 € günstiger, als wenn er einen Midi-Tower PC selbst zusammenbaut.

Edit: @Onkelpappe Hab deinen Beitrag erst falsch gelesen...
Aber mit der richtigen Hardware für AAA Games kommt man sicherlich auf 1000 €+... und die Kombination aus eGPU Gehäuse wie dieses hier 299 € und eine potente Grafikkarte, wie die hier oft beschriebene 1080ti die ich gerade eben als günstigsten Preis mit 744 € gefunden habe, liegt hier bei ca. 1050 €
das habe ich verstanden, gehen wir mal von den 200€ aus, dann musst du für 500€ alles andere kaufen.
i5 180€
16gb ram 120€
500gb SSD 120€
Board 80€
und ab hier sprengen wir die 500€ schon, es fehlen aber noch Gehäuse Netzteil Betriebssystem, evtl Monitor und Office, die ich ja bei der anderen Lösung vom Notebook nutzen kann.

Immer vorrausgesetzt, dass ich schon ein Notebook habe(oder brauche), dass eine Potente CPU hat, wenn ich das einkalkulieren muss zieht der Standalone PC natürlich P/L Technisch davon
 

Herdware

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#16
Genauso verstehe ich nicht warum das Gehäuse einen Lüfter hat. Ich würde das rundherum mit Hexagonal-Gittern ausstatten und dafür auf den Lüfter verzichten. Sind doch genug auf der GPU drauf.
Dürfte der selbe Grund sein, warum Referenz-Grafikkarten gewöhlich mit Radial-Blower-Kühlern kommen. Die sind in der Regel weniger effizient/leistungsfähig und lauter als die offenen Axial-Lüfter-Designs, die man bei den meisten Custom-Karten findet, aber haben den Vorteil, in besonders schlecht belüfteten Gehäusen besser zu funktionieren. Sie sind besser für den "Worst-Case". (Pun intended. ;) )

Dieses eGPU-Gehäuse soll nach Möglichkeit mit allen Grafikkarten funktionieren. Nicht nur mit den Referenz-Blowern, sondern auch welchen, die Kühler haben, die eine besonders gute Gehäusebelüftung vorraussetzen.

Und genauso soll die üppige Stromversorgung halt auch für alle möglichen Extremfälle reichen.

Wie gesagt sehe ich dieses Gehäuse auch nicht als Budget-Lösung, die so billig wie möglich sein soll. Es kostet etwas weniger als das Modell mit zusätzlichem USB-Hub, ist aber meiner Meinung nach trotzdem nicht als günstiger Einstieg in Sachen eGPU gedacht. Den gibt es bisher einfach noch nicht.
Das größere Netzteil, mehr Einbauraum usw. machen es eher zu einem neuen High-End-Modell für besonders große und stromhungrige Grafikkarten, dafür aber mit weniger Docking-Station-Features.
 
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whesker

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#17
Ich würde so ein eGPU Gehäuse kaufen aber niemals von Razer.
Alle meine Razer Geräte sind sehr schlecht gewesen.
 
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#18
Und was soll das bringen - 2x PCIe x16 und 4x PCIe x1 anzubinden - wenn die Kommunikation von Thunderbolt lediglich über 4 PCIe-Lanes stattfindet?
Donnerbolzen ist nicht "4 PCIE-Leitungen über ein USB-Kabel" sondern "die Bandbreite von 4 PCIE-Leitungen über ein USB-Kabel". Da läuft einfach ein gekapseltes PCIE-Protokoll mit 10-40GBit drüber und ob da am anderen Ende jetzt eine, drei oder drölffuffzig PCIE-Leitungen draus werden ist reine Implementierungssache. Bei USB wundert es dich ja auch nicht wenn am anderen eine ein Hub mit zehn Geräten statt nur einem Gerät dranhängt.
 
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#19
Dieses eGPU-Gehäuse soll nach Möglichkeit mit allen Grafikkarten funktionieren. Nicht nur mit den Referenz-Blowern, sondern auch welchen, die Kühler haben, die eine besonders gute Gehäusebelüftung vorraussetzen.
Hexagonal-Lochbleche bestehen aus 80 % Luft:
https://www.mevaco.de/101469.html

Das ist quasi "wie ohne" Gehäuse.

Ich baue bald einen Thermaltake Core P3 zusammen. Da werde ich auch mal mit einem Lochgitter statt der Acrylscheibe testen. Es interessiert mich ob das noch was bei semi-passiv bringt oder ob rundherum offen ausreicht.
 

Herdware

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#20
"Ohne Gehäuse" ist immer noch schlechter als eine gute Gehäusebelüftung, oder halt auch Waben + Lüfter.

Es geht mir halt darum, dass dieses eGPU-Gehäuse mir kein ausgesprochenes Budget-Modell zu sein scheint, sondern im Gegenteil darauf ausgelegt, auch mit extremen Grafikkarten (groß, viel Verbrauch, schlechter bzw. auf gute Belüftung angewiesener Kühler usw.) zu funktionieren.
Dass das Gehäuse dabei trotzdem etwas weniger teuer ist, als das Modell mit Dockingstation-Funktionalität, ist eher ein Nebeneffekt. Der Fokus lag offenbar weniger darauf, den Preis zu minimieren, sondern mehr auf möglichst gute Kompatibilität. Deshalb wurde weder am Lüfter noch am Netzteil gespart.
 
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