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Star Citizen Star Citizen [PreRelease Sammelthread] Teil II

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Zehkul schrieb:
Was hat Lighthouse damit zu tun? Lighthouse ist eher noch stärker ans Kabel gebunden als die Kameralösung

Es sei denn, man nutzt in Zukunft Li-Fi: https://de.wikipedia.org/wiki/Li-Fi

Das würd's schon wieder ziemlich interessant machen. Lighthouses strahlen ja eh schon IR-Licht. Dann müssen sie das nur noch modulieren und haben gleichzeitig einen Sensor, um das "Rücksignal" des Headsets aufzufangen. Fehlt nur noch ein Akku am HMD und fertig wär's.

Das größte Fragezeichen ist nur die Latenz. Lighthouse <--> PC sollte deutlich <1ms laufen (wie im Netzwerk halt), keine Ahnung, wie viel Li-Fi verzögert. Viel Spielraum ist da nicht (90fps = 11,1ms)
 
surtic schrieb:
mit den Heutigen Akkus hättest du direkt nochmals 500g auf dem Kopf

Nicht auf dem Kopf, auf dem Rücken:

https://www.youtube.com/watch?v=5O3b6QwgFeg

Ging schon mit der Rift DK2 :)

edit:
Da ist es glaub ich sogar ein ganzer PC samt Akku auf dem Rücken (Gaming Laptop?). Wüsste sonst nicht, wie der das überhaupt kabellos so latenzfrei hinbekommen hat..
 
Zuletzt bearbeitet:
DrToxic schrieb:
Es sei denn, man nutzt in Zukunft Li-Fi: https://de.wikipedia.org/wiki/Li-Fi

Für die Lighthouse Daten braucht es nun wirkilch keine besondere Technik! :) Ja, die Latenz muss niedrig sein, aber das Problem ist definitiv lösbar, denn die Menge der Daten ist minimal. Das geht mit heutiger Technik bereits problemlos, deshalb meinte ich ja, ist das ein ziemlich vernachlässigbares Problem. Aber es ist eben noch etwas, was übertragen werden will, und löst damit das deutlich größere Problem nicht.

Das große Problem sind die derzeit absolut nicht stemmbaren Datenmengen, die das Videosignal unkomprimiert hat – bzw. die Latenz, die Komprimierung hinzufügen würde. Das lässt sich derzeit einfach noch nicht vereinigen, könnte sich aber bald ändern.
 
Zehkul schrieb:
Für die Lighthouse Daten braucht es nun wirkilch keine besondere Technik!
[...]
Das große Problem sind die derzeit absolut nicht stemmbaren Datenmengen, die das Videosignal unkomprimiert hat

Nein, ich redete schon von den Videodaten. Die könnte man easy per Li-Fi von den Lighthouses an die Vive schicken:

synthetisch:
"achieving speeds of 224 gigabits per second in the lab using Li-Fi earlier this year"

praktisch:
"trialling it in offices and industrial environments in Tallinn, Estonia, reporting that they can achieve data transmission at 1 GB per second "
http://www.sciencealert.com/li-fi-t...the-first-time-is-100-times-faster-than-wi-fi

Es fehlt einfach nur ein Modulator in den Lighthouses und ein Akku an der Vive - und das Ding wäre fertig (sofern die Latenz passt).
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut, ich dachte, es ging um den Vergleich Constellation versus Lighthouse. :P

Line of Sight halten zu müssen, ist aber extrem unangenehm für VR – stell dir vor, das Bild ist weg, wann immer du die Hand hebst … Da sind die 4Gbps + Komprimierung von Nitero deutlich praxistauglicher.
 
Zehkul schrieb:
Gut, ich dachte, es ging um den Vergleich Constellation versus Lighthouse. :P

Ja, ging es. Weil die Lighthouses ja jetzt schon IR ans HMD senden und so nur minimalste Anpassungen nötig wären (der Modulator halt).

Beim Constellation-System empfängt das HMD nichts, sondern sendet nur.

Zehkul schrieb:
Line of Sight halten zu müssen, ist aber extrem unangenehm für VR – stell dir vor, das Bild ist weg, wann immer du die Hand hebst
Was meinst du, weshalb die Lighthouses diagonal gegenüber und möglichst hoch an der Wand/Decke montiert werden sollen? Genau aus dem Grund :)

Line of Sight muss so oder so gehalten werden.
 
Die senden aber vollkommen anderes IR, das hat doch mit Li-Fi überhaupt nichts zu tun! Lighthouse sendet genau getimte IR Sweeps über den Raum und ist ansonsten dumm wie Brot, beliebige Daten übermitteln kannst du damit gar nicht, das geht vollkommen gegen das Konzept von Lighthouse: Nämlich dass die Bodenstationen gerade dumm wie Brot sind und somit keine PC Verbindung brauchen. Und billig sind. Die Laser in den Lighthouse Bodenstationen drehen sich mechanisch und senden nicht einmal ein Signal an jede Stelle des Raums gleichzeitig – sondern nur einen kleinen Bruchteil, und das ist, wie das überhaupt HMD herausfindet, wo es ist. Da ist nix mit einfach Modulator einbauen. Lighthouse ist, primitiv ausgedrückt, ein Haufen LEDs auf einem Kreisel.

Constellation ist wie gesagt näher am LiFi Konzept. Die Kameras brauchen auch Line of Sight, sind tatsächlich intelligent, können IR verarbeiten (wir brauchen das ganze ja bidirektional, Li-Fi eben) und haben auch die nötige Verbindung zum PC.
 
Zuletzt bearbeitet:
DrToxic schrieb:
Das würd's schon wieder ziemlich interessant machen. Lighthouses strahlen ja eh schon IR-Licht. Dann müssen sie das nur noch modulieren und haben gleichzeitig einen Sensor, um das "Rücksignal" des Headsets aufzufangen. Fehlt nur noch ein Akku am HMD und fertig wär's.

Das größte Fragezeichen ist nur die Latenz. Lighthouse <--> PC sollte deutlich <1ms laufen (wie im Netzwerk halt), keine Ahnung, wie viel Li-Fi verzögert. Viel Spielraum ist da nicht (90fps = 11,1ms)

Du solltest dich erstmal darüber informieren, wie Lighthouse überhaupt funktioniert. Die Dinger senden einfach nur eine Art Positionssignal aus ("Hier bin ich"), die genaue Position im Raum errechnet sich das Headset dann vollkommen selbstständig. Das Lighthouse muss garnicht wissen, wo das Headset ist, genauso wenig wie ein richtiger Leuchtturm wissen muss, wo jedes Schiff genau ist, oder die GPS-Satelliten, wo genau sich jedes Navi/Handy usw. befindet.

http://www.golem.de/news/virtual-reality-wie-valves-steam-vr-funktioniert-1503-112815-2.html

https://www.youtube.com/watch?v=oqPaaMR4kY4


DrToxic schrieb:
Line of Sight muss so oder so gehalten werden.

Bei den HMDs ist es nicht weiter tragisch, wenn die für ein paar Sekunden keine Sichtverbindung zu den Lighthouse-Stationen haben. Über die Lagesensoren kann sich das HMD (oder auch der Controller) die Position weiterhin errechnen. Allerdings sind diese Daten nicht hundertprozentig genau, und driften mit der Zeit immer weiter auseinander. Wenn dein Kopf jetzt nach 3 Sekunden einen Millimeter weiter links ist als er sein sollte, ist das noch ziemlich egal, wenn er dann aber nach 2 Minuten 10 cm daneben liegt, wirds sicher unangenehm ;)
 
Zehkul schrieb:
Die senden aber vollkommen anderes IR, das hat doch mit Li-Fi überhaupt nichts zu tun!
Was soll "vollkommen anderes IR" sein? Andere Wellenlänge? Gut, dann kommt sich das nicht mit dem Tracking ins Gehege. Dann bekommt die nächste Revision einfach noch ein paar zusätzliche LEDs verpasst - ist doch kein Ding.

Zehkul schrieb:
senden nicht einmal ein Signal an jede Stelle des Raums gleichzeitig – sondern nur einen kleinen Bruchteil
Doch, und zwar 1100 bis 1300 mal pro Sekunde:
gGsGn1K.gif

Muss man halt schauen, ob man das mit ggf. längeren "Flashes" schon reicht, um diese Lichtleisten gleichzeitig für LiFi zu verwenden (FDM-Prinzip). Aber selbst wenn nicht: Ich wüsste nicht, wieso man zwischen/neben diese "Lichtleisten" keine zusätzlichen LiFi-LEDs integrieren können sollte.

Zehkul schrieb:
Constellation ist wie gesagt näher am LiFi Konzept. Die Kameras brauchen auch Line of Sight, sind tatsächlich intelligent, können IR verarbeiten und haben auch die nötige Verbindung zum PC.
Der Punkt mit der PC-Verbindung stimmt, siehe oben. Die Berechnung des LiFi-Signals kann aber auch direkt am PC erfolgen, dann bräuchte man nur noch einen "Klingeldraht" zum Gerät, der die LiFi-LED(s) direkt ansteuert - wirklich "intelligent" muss da gar nix sein.

Großes "aber": Leider ist das HMD beim Constellation-Prinzip halt null darauf ausgelegt, Lichtsignale von außen zu empfangen.

Ich denke nach wie vor, dass es einfacher ist, zwei dünne Kabel vom PC zu den Lighthouses legen als das ganze HMD nochmals komplett mit IR-Sensoren zuzupflastern - zusätzlich zu den eh schon reichlich vorhandenen LEDs außen. Ersteres ist eher eine kleine Iteration, zweiteres erfordert im schlimmsten Fall ein komplettes Redesign.


edit:
@DerRob
Keine Ahnung, wie du darauf kommst, dass ich gesagt haben soll, die Lighthouses müssten wissen, wo sich das HMD befindet. Müssten sie selbst mit LiFi nicht, die strahlen einfach rum und das HMD empfängt es dann - irgendwo im Raum.

Den Punkt mit dem Ersatz des Trackings durch Beschleunigungssensoren bei Verlust der Line-of-Sight sehe ich ein. Wär halt jetzt interesaant zu wissen, wie oft das auftritt. Haben die Motion Controller der Vive überhaupt einen Gyro für sowas? Mein letzter Kenntnisstand war, dass dauerhafte Line-of-Sight für den Betrieb Voraussetzung ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kostenlos bei steam runterladen und laufen lassen. Sind ungefähr 2GB file.

Edit: Müsste VR Benchmark heißen, hat Valve selbst entwickelt
 
DrToxic schrieb:
Großes "aber": Leider ist das HMD beim Constellation-Prinzip halt null darauf ausgelegt, Lichtsignale von außen zu empfangen.

Ja und? Ohne größere Hardwareupgrades bringst du in keines von beiden Systemen einfach so Li-Fi rein – vor allem da es hier um extrem hohe Bandbreiten bei sehr niedriger Latenz geht. Da ist einfach nichts mit ein paar vorhandene LEDs modulieren und ein bisschen hin und her morsen. Die Empfänger auf der Vive sind auch garantiert nicht ansatzweise dafür ausgelegt, derartige Bandbreiten zu verarbeiten. Wir reden hier von Datenmengen, die zumindest derzeit (ohne Komprimierung) weit jenseits von USB 3.0 sind. Datenmengen, die HDMI an die Grenzen Treiben! Schon alleine einfach nur „dünne Kabel“ zu den Lighthouse Stationen zu legen, ist eine größere Herausforderung. Constellation will, wenn ich die Mindestanforderungen richtig verstehe, für jede Kamera USB3.0. Volles 90fps HDMI Signal bei hohen Auflösungen, Tendenz steigend, braucht ein Vielfaches davon, wenn du also nicht über HDMI übertragen willst, stehst du schon hier vor einem netten kleinen Problem.

Es ist absolut irrwitzig zu glauben, dass ein System, das für die analoge (!) Übertragung von „Daten“ (es sind ja nicht einmal wirklich Daten) im relevanten Genauigkeitsbereich von maximal ein paar KILOBYTE die Sekunde (!!!!) überhaupt nennenswert etwas mit Li-Fi gemein hat. Vollkommen falsche Baustelle. Ich weiß nicht einmal, ob man überhaupt etwas dadurch gewinnen würde, die Empfänger für diese extrem unterschiedlichen Bereiche zu kombinieren. Wenn ja, dann nicht viel.

Und das Design der Plastikschachtel drumrum ist nun wirklich nicht der komplizierte Teil von VR. Das wird doch von einem Produktzyklus auf den nächsten eh komplett überarbeitet, sofern Marketing das so will. :p
 
Nachtrag zu LiFi und Line-of-Sight:
"Direct line of sight isn't necessary for Li-Fi to transmit a signal; light reflected off the walls can achieve 70 Mbit/s"
http://gearburn.com/2014/01/lifi-beats-wi-fi-with-1gb-wireless-speeds-over-pulsing-leds/


@Zehkul

Langsam wird's ein bisschen müßig, weil du meine Aussagen ständig fehlinterpretierst. Antwort jetzt nur noch kurz und knapp:

Zehkul schrieb:
Es ist absolut irrwitzig zu glauben, dass ein System, das für die analoge (!) Übertragung von „Daten“ (es sind ja nicht einmal wirklich Daten) im relevanten Genauigkeitsbereich von maximal ein paar KILOBYTE die Sekunde (!!!!) überhaupt nennenswert etwas mit Li-Fi gemein hat. Vollkommen falsche Baustelle.
Nein, falsch verstanden.
LiFi moduliert einfach nur an/aus, Größenordnung einstellige Nanosekunden = Faktor 10.000 zum Lighthouse-Geflashe, hat damit Null zu tun.
Wie gesagt: easy integrierbar mit extra LEDs im Lighthouse-Gehäuse, kein zusätzlicher Platzverbrauch. Ja, gilt auch für Zusatz-LEDs in den Rift-Kameras, aber die Rift hat keine Sensoren.

Zehkul schrieb:
Schon alleine einfach nur „dünne Kabel“ zu den Lighthouse Stationen zu legen, ist eine größere Herausforderung. Constellation will, wenn ich die Mindestanforderungen richtig verstehe, für jede Kamera USB3.0. Volles 90fps HDMI Signal bei hohen Auflösungen, Tendenz steigend, braucht ein Vielfaches davon, wenn du also nicht über HDMI übertragen willst, stehst du schon hier vor einem netten kleinen Problem.
Nein, falsch verstanden.
Ich meinte einfach ein dünnes Stromkabel direkt zur LED. Strom an/aus. Ob das Kabel vom Modulator zur LED 5cm oder 5m lang ist, ist komplett egal.

Hast du dich nie gewundert, wie 50 MBit/s durch so eine Telefonleitung kommen, wenn man im LAN dafür dicke, geschirmte Patchkabel braucht?
74bQYDf.jpg

Zehkul schrieb:
Ja und? Ohne größere Hardwareupgrades bringst du in keines von beiden Systemen einfach so Li-Fi rein
Dass in beiden Fällen viel Arbeit nötig ist, steht außer Frage. Deine Ausgangssausage war, Constellation läge "näher am LiFi Konzept" als die Vive, die schon optische Empfänger hat. Sehe ich nach wie vor nicht so, Gründe s.o.
Du siehst das anders - auch okay. Sehen wir dann ja, wenn's soweit ist. Über kurz oder lang wird eh jedes VR-Headset wireless sein.
 
DrToxic schrieb:
Nachtrag zu LiFi und Line-of-Sight:
"Direct line of sight isn't necessary for Li-Fi to transmit a signal; light reflected off the walls can achieve 70 Mbit/s"

70mbit ist extrem wenig, wenn du Ultra HD unkomprimiert übertragen willst.

Ich verstehe nicht so ganz, was ich falsch verstanden haben soll, mir geht es generell primär um die Menge der Daten, das ist absolut nicht trivial, sonst wäre das auch schon lange implementiert. Auch nicht um die Länge der Kabel, sondern schlicht die Menge der Daten, für die du eine Schnittstelle haben musst (der Anschluss an den PC ist das große Problem, und so gesehen hätte eine interne PCIe Karte echt was, bzw. auf ferne Zukunft gleich ein Anschluss in der Grafikkarte) und wie sehr das den Vorteil von Lighthouse zunichte macht, aber gut, ist auch etwas der falsche Thread dafür hier. Auch wenn Star Citizen natürlich getreu seiner Chris Roberts Natur viele Leute anzieht, die schlicht an Fortschritten im Medium Videospiele interessiert sind. :D

DrToxic schrieb:
Nein, falsch verstanden.
LiFi moduliert einfach nur an/aus

Ich glaube, du hast falsch verstanden: Lighthouse ist das, was ziemlich analog funktioniert. Getreu dem Namen ist es einfach ein Leuchtturm und sendet mit den Sweeps den Winkel. Der LED Flash davor markiert auch nur das Messintervall. Li-Fi ist natürlich digital …

DrToxic schrieb:
Deine Ausgangssausage war, Constellation läge "näher am LiFi Konzept" als die Vive

Meine Ausgangssaussage war eigentlich, dass Lighthouse und eventuelles Li-Fi ziemlich orthogonale Sachen sind und wenn überhaupt Constellation kabelloser ist da eben kein inside out tracking. :P (Aber das wegen der vergleichsweise minimalen Datenmenge ziemlich irrelevant ist, denn so oder so, auf welche Art und Weise auch immer die Videodaten kabellos zu übertragen, ist die Herausforderung)
 
Zehkul schrieb:
70mbit ist extrem wenig, wenn du Ultra HD unkomprimiert übertragen willst.

Ja, ist es. 2160x1200@90Hz sind unkomprimiert 2.33 Gbit/s
Ging mir auch mehr darum, dass direkte Sichtverbindung scheinbar doch nicht zwingend ist.

Zehkul schrieb:
Ich verstehe nicht so ganz, was ich falsch verstanden haben soll
Den Unterschied zwischen modulierten und unmodulierten Datenströmen.
Der Modulator rechnet doch um, welche LED wie an/aus geschaltet werden muss (digital), das wird dann analog in eine Spannung umgewandelt, die dann entweder an der LED anliegt ("an") oder nicht ("aus"). Ich meinte weiter oben, dass dieser Modulator auch am PC sitzen könnte und man so 'nur noch' die analogen "Drähte" zu den LEDs bräuchte. Wird zugegeben wegen der speziellen Eigenheiten von HF-Signalen mit längeren Leitungswegen immer komplizierter, aber im Zimmer hat nman immer sehr kurze Wege und 5ns Schaltzeit sind selbst bei nur einem einzigen Kanal auch nur 200MHz. Cat5 hat 100MHz, Cat6 hat schon 250MHz - mal so zum Vergleich.

Zehkul schrieb:
mir geht es generell primär um die Menge der Daten, das ist absolut nicht trivial, sonst wäre das auch schon lange implementiert.
Nee, natürlich nicht trivial. Aber ich glaube eher, dass es daran liegt, das unsere Funkstandards einfach noch nicht so weit sind. LiFi ist einfach deshalb so unfassbar schnell, weil das Spektrum extrem breit liegt. Damit hat man quasi "unendlich" viele Kanäle, insbesondere im Vergleich zu WLAN mit den mickrigen 13 Kanälen im engen und überbelasteten 2,4GHz Band.
Nitero sieht mit 3.5Gbit/s bei 60GHz auch nett aus und hätte den Vorteil, dass es keine Line-of-Sight braucht.

Zehkul schrieb:
Ich glaube, du hast falsch verstanden: Lighthouse ist das, was ziemlich analog funktioniert. Getreu dem Namen ist es einfach ein Leuchtturm und sendet mit den Sweeps den Winkel. Der LED Flash davor markiert auch nur das Messintervall. Li-Fi ist natürlich digital …
Klar ist das Lighthouse-Prinzip analog - aber die LEDs darin doch nicht! Mit 'ner Schaltzeit von 5ns kannst du die LED zig tausend mal ein-/ausschalten, bevor der Kreisel auch nur eine halbe Drehung gemacht hat. Vielleicht reicht das sogar, um einen Frame zu übertragen und dann hätte die LED wieder 10 Umdrehungen lang Pause (1.000 U/min, 90fps --> alle 11 Umdrehungen einen Frame übertragen).

Du kannst die Signale doch übereinanderlegen. LiFi moduliert so schnell, dass niemand mehr merkt, ob die Lampe dauerhaft an ist oder moduliert wird (winzige Dips für Zustand "aus"). Das gleiche gilt für eine "ausgeschaltete" Lampe, die trotzdem noch LiFi übertragen kann, obwohl man gar kein Licht mehr wahrnimmt (Zustand "an" viel zu kurz).

Das wäre komplett unabhängig davon, ob sich da noch ein Kreisel dreht, oder eine Leiste blitzt oder nicht.

Zehkul schrieb:
Meine Ausgangssaussage war eigentlich, dass Lighthouse und eventuelles Li-Fi ziemlich orthogonale Sachen sind
Ich hab's jetzt oben nochmal versucht zu erklären. Wenn das nicht reicht, geb' ich's auf :D
Ansonsten per PM. Ist nämlich wirklich ziemlich OT langsam, auch wenn hier viele an VR interessiert sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
DrToxic schrieb:
Klar ist das Lighthouse-Prinzip analog - aber die LEDs darin doch nicht!

Der Kreisel schon! :P

Ich habe schon verstanden, ich befürchte nur, wir reden ziemlich aneinander vorbei. :D Klar ist LiFi ein interessantes Prinzip, ganz besonders wenn man eh schon Line of Sight braucht, und dagegen argumentiere ich doch auch gar nicht. Ich meinte ja sogar, dass eine derartige LiFi Schnittstelle eventuell auch schon direkt in der Grafikkarte sitzen könnte. Interessant (blöd) wird es dann, wenn man dann doch mal größere Peripherie tracken will. Hanteln in VR und wenn man falsch steht, wirds schwarz vor den Augen.

Mein Anfangskommentar war auch nichts weiter als eine Bemerkung zum Inside Out Tracking und dass das eine weitere Datenleitung zum Rechner braucht, kabellos oder nicht, rein vom Prinzip her wo die Daten ihren Ursprung haben, mehr nicht. Ich wollte eigentlich keine Grundsatzdiskussion zu Constellation und Lighthouse vom Zaun brechen. :)


CIG will mir unbedingt Origin Schiffe andrehen? Ich hab so ne seltsame Mail für Rabatt bekommen. :p
 
Zuletzt bearbeitet:
DrToxic schrieb:
Ja, ist es. 2160x1200@90Hz sind unkomprimiert 2.33 Gbit/s
Nur, wenn du auf Schwarzweiß-Bildern stehst (10 Bit), für Farbbilder solltest du eher mit dem dreifachen rechnen, also rund 7 GBit/s.

DrToxic schrieb:
Klar ist das Lighthouse-Prinzip analog - aber die LEDs darin doch nicht! Mit 'ner Schaltzeit von 5ns kannst du die LED zig tausend mal ein-/ausschalten, bevor der Kreisel auch nur eine halbe Drehung gemacht hat. Vielleicht reicht das sogar, um einen Frame zu übertragen und dann hätte die LED wieder 10 Umdrehungen lang Pause (1.000 U/min, 90fps --> alle 11 Umdrehungen einen Frame übertragen).

Nicht mal ansatzweise. Mit 5 ns sind vielleicht 200 MBit/s möglich, ein einzelnes Frame braucht da etwa 0,3 Sekunden, bis es übertragen ist. Der Abstand zwischen 2 Umdrehungen reicht da nicht mal ansatzweise aus.

Und die Idee mit dem "Übereinanderlegen von Signalen": wie stellst du dir das vor? Irgendwie müssen die Signale auch wieder voneinander getrennt werden, je mehr da "übereinander" liegen, desto schwieriger/unmöglicher wird das.
Man kann da mit verschiedenen Helligkeitsstufen arbeiten, und auch verschiedene Frequenzen aka Lichtfarben sind denkbar. Unendlich weit kann man das aber natürlich nicht treiben, zum einen muss man die Daten ja noch sauber voneinander trennen können ("leuchtet die LED jetzt grad mit 9,38% oder 9,41% Helligkeit?"), und zum anderen muss das auch weitgehend robust gegen Störeinflüsse wie z.B. eine mit 50 Hz flackernde Glühbirne oder (noch schlimmer) eine mit 10-20 kHz gepulste LED-Beleuchtung sein. Und wenn dann die Sonne ins Zimmer strahlt, ists ganz aus... (Da hat ja sogar schon das doch recht einfache Lighthouse-Signal schon so seine Probleme mit)
 
DerRob schrieb:
Nur, wenn du auf Schwarzweiß-Bildern stehst (10 Bit), für Farbbilder solltest du eher mit dem dreifachen rechnen, also rund 7 GBit/s.
Aah, ich meinte 2,33Gbps pro Kanal. Ja, 7 GBit/s stimmt.

DerRob schrieb:
Nicht mal ansatzweise. Mit 5 ns sind vielleicht 200 MBit/s möglich, ein einzelnes Frame braucht da etwa 0,3 Sekunden, bis es übertragen ist. Der Abstand zwischen 2 Umdrehungen reicht da nicht mal ansatzweise aus.
Keine Ahnung. Die 5ns hab ich mir aus einem OSRAM-PDF gezogen, um einfach eine Größenordnung für die Schaltzeit einer LED zu haben. Wollte damit nur veranschaulichen, dass das um x Zehnerpotenzen schneller geschieht als das Lighthouse blinkt/rotiert.
Die Überlegungen, dass eine Drehung für einen Frame reichen könnte, bezogen sich auf die deutlich höheren bereits mit LiFi erzielten Übertragungsraten.

DerRob schrieb:
Und die Idee mit dem "Übereinanderlegen von Signalen": wie stellst du dir das vor?
Ich meinte in dem Fall, dass die Lighthouse-LEDs gleichzeitig auch LiFi pulsen könnten, ohne dass dadurch das Tracking beeinflusst wird.

DerRob schrieb:
Man kann da mit verschiedenen Helligkeitsstufen arbeiten, und auch verschiedene Frequenzen aka Lichtfarben sind denkbar.
Helligkeitsstufen klappt wohl nicht so gut, aber Farben hingegen sehr gut. Das meinte ich ja weiter vorher mit "vielen Kanälen".
VLC schaffte 2013 mit einer Farbe schon 1.67Gbps, auch ohne Line-of-Sight: "can achieve the same high speed performance from reflections"
2014 kam man mit Ausnutzung des ganzen Spektrums schon auf 10Gbps.

Keine Ahnung, wie es da mit Störungen aussieht, aber letzteres war wohl ein Praxistest in einem Großraumbüro.
 
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