News Streaming-Dienste: Europaweite Nutzung ab 2018 möglich

mischaef

Kassettenkind
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#1
Bisher hatten Nutzer von Musik- und Videostream-Diensten bei Auslandsaufenthalten im EU-Raum das Nachsehen, da sie dort das gebuchte Angebot oftmals nicht nutzen konnten. Dies soll sich durch eine Verordnung ändern, die das EU-Parlament heute beschlossen hat. Es existieren jedoch Ausnahmen.

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K

kai84

Gast
#2
Da dürfte sich effektiv wenig ändern. So wie ich es verstehe wird man dann z. B. im EU-Ausland Zugriff auf das deutsche Angebot des Dienstes (z.B. Netflix) haben.

Sinnvoller wäre gewesen eine Diskriminierung der Verbraucher in der EU durch unterschiedliche Angebote je nach Mitgliedsstaat zu unterbinden. Aber die EU ist ja schließlich nicht für den Bürger da :evillol:

Das der Staatsrundfunk (sog. Öffentlich Rechtlicher Rundfunk) ausgenommen ist spricht ja mal wieder Bände über die EU-Lobbypolitik.
 

luda

Commander
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#3
Natürlich ändert sich etwas. Du konntest im ausländischen WLAN mit ausländischer IP z.B. kein Sky Go gucken.
 

HominiLupus

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#4
Dafür konntest du ausländisches Sky im Ausland gucken oder? Kannst du das nach dieser Verordnung immer noch?
 

Mickey Cohen

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#5
so ein unsinn. jetzt wird man immer mit irgendwelchen ident-massnahmen gegängelt, wenn man wo ein abo bezieht, na ganz toll
 
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#6
Das der Staatsrundfunk (sog. Öffentlich Rechtlicher Rundfunk) ausgenommen ist spricht ja mal wieder Bände über die EU-Lobbypolitik.
Ja, ausgerechnet das kann ich auch nur schwer nachvollziehen.
Eigentlich sollte man annehmen, dass ein (z.B.) italienischer Staatsbürger auch problemlos seine Sender in Deutschland beziehen kann.

Ich finde es aber grundsätzlich interessant, dass die Reaktionsfreudigkeit der CBler, bei rechtlichen Beschlüssen und Angelegenheiten - gemessen an den Reaktionen im Forum - grandios niedrig ist.

Den Beschluss kann man prinzipiell schon positiv bewerten.
VG Je_Tho

P.S.: Es kann sich nur um Minuten handeln, bis jemand mit Argumenten für die Nutzung von VPN und Proxys anfängt..
 

Ozzy83

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#7
Wenn Streaming nicht bequemer für den Kunden ist als ein illegaler Download, dann wird er dafür nicht auch noch bezahlen. Der Download hingegen funktioniert weltweit. Aber natürlich gibt man lieber 10 Millionen für Überwachung und Überprüfung seiner zahlenden Kunden aus, als 2Mio Verlust durch Währungsschwankungen hinzunehmen.

Wenn die Währung auch noch die Gleiche ist, dann wird es erst recht lächerlich.
 
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#8
Es geht nicht um Währung, sondern um Lizenzen...
Wenn im deutschen Raum z.B. bestimmte (deutschsprachige) Serien angeboten werden sollen, sind Lizenzen für Deutschland häufig günstiger zu erhalten/verhandeln, als weltweit.
Da ein Großteil der Interessenten in Dt. sitzt, bietet sich das an, da Streamingdienste, anders als man häufig denkt, nur wenig Geld zum rausschmeißen haben...

Lg, Franz
 
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#9
Naja, bleibt bezogen auf die öffentlich-rechtlichen Sender aber trotzdem paradox, da diese schließlich auch via Satellit zu empfangen sind.
 

Merle

Fleet Admiral
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#10
Es geht nicht um "Sender". Streamingdienste sind gemeint, und zwar bezahlte.
Was für eine technische Herausforderung für die Contentanbieter :D Prüfen, ob das Flag "DE" in der DB steht und dann die für "DE" erlaubten Serien anzeigen.
Das ging übrigens vorher so einfach nicht, und, je nach Anbieter, bekam man überhaupt nur zu sehen, dass Streaming vom aktuellen Standort lizenzrechtlich "nicht möglich" sei.
Daher finde ich es natürlich gut als Netflix/Prime/Spotify-User.

Bloß mit der Mediathek; da bin ich absolut nicht einverstanden. Durch die GEZ sollte dieser Dienst durchaus als Premium bewertet werden. Dann müssen sie halt Accounts einführen, die man anlegen muss, vor man das Land verlässt.
Hier den ganzen Aufwand auf die privaten schieben, und die öffentlichen vom Aufwand her verschonen wollen? Mal wieder? Wtf?
 
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kai84

Gast
#12
P.S.: Es kann sich nur um Minuten handeln, bis jemand mit Argumenten für die Nutzung von VPN und Proxys anfängt..
Ich befürchte, dass gerade die Nutzung solcher Services damit schwieriger oder unmöglich wird weil die Streaming Anbieter den Wohnsitz des Kunden sicherer feststellen werden.
Ergänzung ()

Verstößt das nicht gegen die Freizügigkeit in der EU?
So dachte ich auch - aber zugunsten der Content-Mafia-Lobby tritt man die Freizügigkeit hier dann einfach mit Füßen.
 

Dr. MaRV

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#13
Man kann die Lizenzen auch einfach Europaweit verteilen.



Verstößt das nicht gegen die Freizügigkeit in der EU?
Ich glaube nicht, du kannst innerhalb der EU überall wohnen und arbeiten, ohne extra Genehmigungen zu benötigen. Aber du musst dich dennoch bei deinem jeweiligen Hauptwohnsitz anmelden/ummelden, wenn sich dieser ändert.
 

capitalguy

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#14
Ich glaube nicht, du kannst innerhalb der EU überall wohnen und arbeiten, ohne extra Genehmigungen zu benötigen. Aber du musst dich dennoch bei deinem jeweiligen Hauptwohnsitz anmelden/ummelden, wenn sich dieser ändert.
doch das kannst du, es besteht niederlassungsrecht in der eu. entscheidend ist wo du dich mehr als 180 tage im jahr aufhältst, dort ist dann dein hauptwohnsitz an dem du auch steuern zahlen musst.
 

Merle

Fleet Admiral
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#15
Verstößt das nicht gegen die Freizügigkeit in der EU?
Eher nein. Du darfst ja auch nicht Steuern zahlen wo du willst und dann konstant nur wo anders leben.

Die sperren ja damit auch nichts. Sondern die prüfen nur nach gewissen Kriterien und in einer gewissen Frequenz, ob du, der nun (fiktiv) schon 180 Tage in Frankreich ist, und noch seinen deutschen Netflixvertrag hat, auch wirklich noch Deutschland zuzuordnen bist. Wenn nein fällst du dann halt ins Französische Netzflix-Modell. Wahrscheinlich wirst du aufgefordert deine Daten zu prüfen oder so.
Da sehe ich nun weniger ein Problem.
 

bluntman

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#16
Es geht nicht um "Sender". Streamingdienste sind gemeint, und zwar bezahlte.
Naja, ich besitze kein TV und zahle GEZ. Das was ich nutzen kann sind die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender. Das ist bezahltes Streaming... Manchmal, wenn ich in Polen bin, würde ich schon gerne mal in die Mediathek schauen.

Da bekommt man dann zwischendurch auch schon mal lust den Verantwortlichen sein Tablet in die Fresse zu hauen.
 
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#19
Zeigt doch wieder nur, dass es den Binnenmarkt nur für die Großen gibt und dann noch zeitlich beschränkt. Da fallen mir erstmal Ladegeräte für Mobilfunkgeräte ein. Wählt nur weiter CDU oder SPD oder traut Euch und wählt die neue alte Alternative FDP.
 

AndroidBoy

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#20
Und da regen sich Leute noch über die EU auf... :evillol:
 
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