Samsung SyncMaster 172T im Test: Der Vorzeige-TFT im Alltagstest

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Christoph Becker
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Das PVA-Panel

Entgegen vieler Konkurrenten hat sich Samsung dafür entschieden bei der SyncMaster 172-Serie - mit Ausnahme des 172V - auf PVA-Panels zu vertrauen. Dies spiegelt sich einerseits im höheren Preis gegenüber TN+ Film-Monitoren nieder, andererseits aber auch in der verbesserten Bildqualität. Im Folgenden wollen wir noch einmal kurz auf diese Technik eingehen.

Als Basis der Panels, die Samsung verbaut, gelten die Grundwerte der MVA-Technik, welche vor einiger Zeit in den Laboren der Firma Fujitsu entwickelt wurde. Diese Displays funktionieren folgendermaßen:

MVA Technologie
Quelle: Eizo.de

Ist keine Spannung angelegt, richten sich die Flüssigkeitsmoleküle, wie im linken Bildteil skizziert, vertikal aus. Hierdurch wird das Bild schwarz und behält seinen sehr hohen Kontrast. Legt man nun aber eine Spannung an, drehen sich die Moleküle allesamt horizontal in die gleiche Richtung, wobei Licht durchgelassen wird und so das Bild weiß erscheint. Durch eine spezifische Eigenschaft von LC-Molekülen ist der Schaltvorgang zwischen Weiß und Schwarz kürzer als der zwischen einzelnen Farben. Will man nun einen Zwischenbereich darstellen - also eine andere Farbe - so muss man eine jeweilig spezifische Spannung anlegen, um so den Ausrichtungswinkel der Moleküle steuern zu können. Dies wird im rechten Teil des Bildes dargestellt.

Will man die MVA-Technologie für seinen TFT-Monitor nutzen ist die sogenannte Multi-Domain-Technik unvermeidbar, um eine ausreichende Grauabstufung erreichen zu können. Bei dieser Technik wird eine Zelle in zwei bis drei Domains (Ebenen) eingeteilt und steuert so die jeweilige Kipprichtung der Flüssigkeitsmoleküle. Um diesen Effekt zu erzielen, werden an der oberen und an der unteren Oberfläche des verwendeten Substrates Vorsprünge gebildet, die die LC-Moleküle in eine einheitliche Richtung kippen. Legt man also eine Spannung an, wird so sichergestellt, dass sich alle Moleküle in die gleiche Richtung bewegen. Um einen einheitlichen Kontrast für alle Blickwinkel zu erreichen, wird dieser für jene Winkel über den ganzen Bildschirm gemittelt.

Samsung verbesserte in den letzten Jahren die MVA-Technik in Eigenregie und entwickelte daraus die hauseigene PVA-Methode (Patterned MVA). Anstatt der bis jetzt zwei Flüssigkeitskristalle, drängen sich nun bis zu vier von diesen in einer Zeile. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann sich weitere Informationen zu den verschiedenen Blickwinkeltechnologien in unserem Grundlagenbericht zur TFT-Technik holen.