4/17 Sechs ATi Radeon 9800 Pro im Test : Kaufberatung in der Oberklasse

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PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Auch die zweite Grafikkarte unseres Vergleichstest kommt aus dem Hause PowerColor und gehört mit Sicherheit zu den Exoten unter den mittlerweile doch recht verbreiteten Radeon 9800 Pro-Karten. Und zwar handelt es sich bei dieser Karte um keine geringere als eine mit 256 MB Texturspeicher des Typs DDRII. Dementsprechend hoch ist leider auch der Preis, der mit durchschnittlich 480 Euro in Regionen vordringt, die sich wohl kaum jeder Otto-Normal-Verdiener leisten kann. Ob man für gut 100 Euro mehr auch dementsprechend mehr Leistung erhält, wollen wir noch im weiteren Verlauf dieses Artikels in einem extra Abschnitt klären.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Auch die PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB kommt mit den mittlerweilen üblichen Anschlüssen daher. So verpasste man der Grafikkarte neben einem D-Sub-Ausgang für Röhrenmonitore auch einen digitalen DVI-Ausgang und einen TV-Ausgang, der bewegte Bilder vom PC auf den heimischen Fernseher bringen soll. Natürlich fehlt auch hier nicht der obligatorische vierpolige Stromanschluss.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Als hätte man ein Duplikat in der Hand, fanden wir auch bei näherem Hinschauen keinerlei Unterschiede zwischen dem Referenzmodell von ATi und der uns vorliegenden Grafikkarte von PowerColor. In Zeiten, wo Markenidentifikation ganze Industriezweige beschäftigt, verwunderte es uns doch sehr, dass man auf den Referenzlüfter keinen eigenen Aufkleber platziert; hier thront das rote ATi-Logo. Unter den Speicherkühlern fanden wir Samsung DDRII-Speicher in pBGA-Bauweise mit der Bezeichnung K4N26323AE-GC22. Ein Blick auf die Website von Samsung Semiconductors verriet uns, dass dieser Speicher ursprünglich für eine Taktrate von realen 450 MHz (2,2 ns), also effektiven 900 MHz, konzipiert wurde. Hier hat man also noch rund 100 MHz Raum nach oben, denn der Speicher wird auf der Radeon 9800 Pro nur mit 350 MHz betrieben. Ein Fest für Overclocker, wäre da nicht die extreme Hitzeentwicklung, eine Eigenart des DDRII-Speichers, unter der auch schon die GeForce FX 5800 Ultra von nVidia leiden musste. Im unübertakteten Zustand wurden die kleinen Speicherkühler aus Aluminium schon so heiß, dass man sie kaum mehr berühren konnte. Übertaktete man die Karte, riskierte man eine leichte Verbrennung. Der Referenzkühler passte wohl nicht so ganz auf das Platinenlayout, denn er kommt einem der 16 Speichermodule so nahe, sodass man einen der passiven Speicherkühler kurzerhand absägen musste (siehe Bild).

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
Radeon 9800 Pro 256MB & 128MB
Radeon 9800 Pro 256MB & 128MB

Hoher Preis, großer Lieferumfang? Diese Frage stellten wir uns auch, und stoßen auf exakt denselben Packungsinhalt wie bei der PowerColor Radeon 9800 Pro mit 128 MB Texturspeicher. Folgendes fanden wir im äußerst aufgeräumten Paket:

  • PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB
  • Handbuch
  • CD mit Treibern
  • InterVideo WinDVD 4 (5.1 Edition mit Dolby Digital-Support)
  • Spiel: Tomb Raider - Angel of Darkness
  • Y-Kabel für den Stromanschluss der Karte
  • DVI auf D-Sub-Adapter
  • Composite-Kabel
  • S-Video-Kabel
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Nicht berauschend, aber dennoch ausreichend. Wie so gut wie alle anderen Hersteller, liefert auch PowerColor seine Grafikkarten mit einem durchaus befriedigenden Softwarepaket aus, welches mit dem neuesten Titel der Tomb Raider-Reihe auch noch relativ aktuell ist. Das Handbuch ist sehr ausführlich, deutsch und wohl eher für Anfänger am PC gedacht. Leider werden die 100 Euro Aufpreis gegenüber der Variante mit 128 MB Speicher nicht durch weitere Beilagen versüßt.

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