17/17 nVidia GeForce 7800 GTX (SLI) im Test : Mit zwei Grafikkarten gegen ATi

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Fazit

Bei der Performance hat Mad Mod Mike gut lachenUnd wieder einmal liegt ein ganzer Haufen harter Benchmark-Arbeit hinter uns. Mehrere Tage verbrachten wir damit, die Ergebnisse, die diesem Artikel zugrunde liegen, zu sammeln. Doch die harte Arbeit, die uns einige schlaflose Nächte bereitet hat, hat sich allem Anschein nach gelohnt, denn die Grafikkarte, die es heute vorzustellen gilt, schneidet über alle Maßen gut ab.

Und so wären wir auch schon bei der Ultima Ratio eines jeden Artikels angelangt, dem Fazit. Selbiges muss angesichts der vorigen Seiten für die GeForce 7800 GTX im Großen und Ganzen gut ausfallen, denn diese neue Grafikkarte konnte eigentlich durchweg überzeugen. An erster Stelle sollte man natürlich das erwähnen, was vielen Lesern am wichtigsten sein wird – die gesteigerte Performance. Durch architektonische Verbesserungen, die vor allem eine Erweiterung der NV40-Architektur auf nun insgesamt 24 Renderingpipelines bedeuten, konnte man die in unseren Benchmarks geleistete Geschwindigkeit gegenüber der Generation „GeForce 6“ nochmals verbessern.

Besonders deutlich wird die Überlegenheit der GeForce 7800 GTX allerdings erst in hohen Auflösungen; am besten noch unter der Nutzung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung. Hier kann der G70-Chip seine hohe theoretische Füllrate und die große Speicherbandbreite voll ausnutzen und zeigt den zahlreichen Konkurrenten nur die Rücklichter. Etwas schmaler sind die Gewinne in niedrigeren Auflösungen unterhalb der 1280x1024 Pixel. Dies liegt größtenteils allerdings daran, dass die 7800 GTX (und im Endeffekt auch die letzte Generation) schlichtweg zu schnell für aktuelle Prozessoren – in unserem Falle ein Athlon 64 4000+ – ist und somit diese als limitierender Faktor auftreten. Der G70 könnte sicher auch in 1024x768 mehr leisten, wenn man ihm die entsprechende Plattform zur Seite stellt.

Überrascht wurden wir durch den neuen Kühler, den nVidia für die GeForce 7800 GTX entwickelt hat. Machten sich im Vorfeld dieses Artikels noch Ängste breit, nVidia könnte einen weiteren Fön geschaffen haben, wichen diese purer Erleichterung, als wir das erste Mal unser Testsystem mit dieser Grafikkarte anwarfen. Man hörte so gut wie nichts; und dies selbst unter Volllast. Allerdings leiden die Chiptemperaturen etwas unter der langsamen Drehzahl des verbauten Lüfters, was aber nicht sonderlich schlimm ist, schließlich liegen die von uns gemessenen Werte immer noch weit unter solchen, die man als kritisch betrachten könnte.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen wir die Stromverbrauchswerte der neuen GeForce-Karte. Freuen können wir uns darüber, dass die 7800 GTX nicht mehr als eine Karte der letzten Generation – namentlich die GeForce 6800 Ultra – verbraucht und im Idle-Modus sogar hinter eine 6800 GT zurückfällt. Allerdings hatten wir insgeheim auch gehofft, dass man den Stromverbrauch durch den fortschrittlichen 0,11-µm-Fertigungsprozess nochmals hat senken können. Doch selbst die stagnierenden Zahlen ändern nichts daran, dass solche High-End-Karten nach wie vor sehr viel Strom verbrauchen und so ein potentes Netzteil zur Seite gestellt bekommen sollten. Dies manifestiert sich natürlich besonders stark, wenn man mit dem Gedanken spielen sollte, sich gleich zwei 7800 GTX im SLI-Modus in sein System zu bauen.

Die neue nVidia GeForce 7 Serie
Die neue nVidia GeForce 7 Serie

Nachdem alle Formalitäten geklärt worden sind, bleibt nur noch die Frage nach dem Preis und der Verfügbarkeit der GeForce 7800 GTX. Zum Preis können wir sagen, dass nVidia selbst 549 Euro als unverbindliche Preisempfehlung für eine 7800 GTX mit 256 MB Texturspeicher angibt. Inwiefern sich die einzelnen Händler an diesen Preis halten werden und wie der Markt diesen anfangs nach oben oder unten regulieren wird, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Um die Verfügbarkeit sollte es laut nVidia aber von Anfang an gut bestellt sein, denn die Produktion der G70-Chips soll in Taiwan bei TSMC sehr gut laufen, so dass eine Vielzahl lauffähiger Chips an die einzelnen Hersteller geschickt werden könne. Gleichbedeutend mit diesem Launch kündigten dann auch gleich Leadtek, AOpen, BFG und XFX an, dass man seit heute Karten an die Online-Shops ausliefern würde. Andere Branchengrößen wie Asus oder MSI sollten bald folgen. Hoffen wir also, dass es der GeForce 7800 GTX besser ergehen wird als seinerzeit der 6800 Ultra. Verdient hat sie es allemal. Wir warten derweil auf die Antwort ATis in Person des R520.

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