16/17 Creative Sound Blaster X-Fi im Test : Extremer Hörgenuss dank Zusatzchip?

, 400 Kommentare

Performancerating

Kommen wir nun zum Gesamtergebnis. Einfluss auf die folgenden Diagramme haben neben sämtlichen Spieletests, ausgenommen die "Extrem Hoch"-Werte von Battlefield 2, auch die Ergebnisse des 3DMark03-Soundtests.

Ohne Sound
Angaben in Prozent
    • Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
      100,0
    • Sound Blaster X-Fi Platinum
      100,0
    • Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
      100,0
    • Sound Blaster X-Fi Elite Pro
      99,9
    • Sound Blaster Audigy 2 ZS
      98,5
Mit Sound
Angaben in Prozent
    • Sound Blaster X-Fi Fatal1ty FPS
      100,0
    • Sound Blaster X-Fi Platinum
      99,9
    • Sound Blaster X-Fi Xtreme Music
      99,9
    • Sound Blaster X-Fi Elite Pro
      99,3
    • Sound Blaster Audigy 2 ZS
      96,0

Insgesamt zeigt sich eine Mehrleistung von etwa vier Prozent beim Einsatz von Creatives X-Fi-Karten im Vergleich zur Audigy 2 ZS, wobei die Bildwiederholrate in den meisten Spielen um etwa zwei Bilder je Sekunde höher liegt. Wie schon beim 3DMark03 bemerkt, verhält sich die X-Fi Elite Pro ein wenig zaghafter als ihre Kollegen und liefert minimal weniger Leistung. Der Grund dafür ist die externe Konsole. Wird diese von der Soundkarte getrennt, so spielt die Elite Pro auf exakt demselben Niveau wie Xtreme Music, Platinum und Fatal1ty FPS. Auch anzumerken ist der kaum vorhandene Mehrwert des X-RAMs. In keinem der Spiele konnte sich die Fatal1ty FPS spürbar von ihren Artgenossen absetzen.

Performance des X-RAM

Wie auf den vorangegangenen Seiten zu sehen ist, konnten sich die 64 Megabyte Arbeitsspeicher, die Creative seinen beiden Spitzenkarten spendiert hat, in keinem der getesteten Spiele als wirklich nützlich erweisen. Einen deutlichen Performancevorteil konnten wir nicht verzeichnen. Creative gibt an, dass ein Spiel speziell auf die Nutzung des X-RAMs programmiert werden muss, damit er seine volle Wirkung erzielt. Eines der X-RAM-befähigten Spiele ist Quake 4, in welchem unter anderem die Soundeffekte im Arbeitsspeicher der Soundkarte abgelegt werden. Ob dies nun aber einen Performance-Vorteil bringt oder nicht, sei dahingestellt, da Timedemos in Quake 4 grundsätzlich ohne Sound auskommen. Eine Möglichkeit, die Nutzung des X-RAMs festzustellen, erfährt man auf der Homepage von Creative. Mit dem Konsolenbefehl „listsounds“ lassen sich alle aktuell genutzten Sounds auflisten. Am Ende dieser Liste ist der benötigte RAM auf dem Mainboard und der Soundkarte vermerkt.

Quake 4 mit X-Fi Platinum
Quake 4 mit X-Fi Platinum
Quake 4 mit X-Fi Fatal1ty FPS
Quake 4 mit X-Fi Fatal1ty FPS

Auf der X-Fi Platinum stehen dem Spiel nur die 2 MB RAM zur Verfügung, die dem X-Fi-DSP als Cache dienen sollen. Diese nutzt das Spiel auch vollkommen aus. Bei der X-Fi Fatal1ty FPS hingegen kann das Spiel auf den gesamten Speicherplatz des X-RAMs zurückgreifen. Diesen benötigt es allerdings nicht vollständig, sondern füllt nur etwa 57 MB mit Sound-Daten.

Aber kann der X-RAM nun die Performance verbessern? Um dies herauszufinden, bedienen wir uns abermals des Rightmark 3DSound 2.2. Für diesen Zusatztest nutzen wir eine X-Fi Fatal1ty FPS, die wir in zweimal drei Läufen im Modus "3D-Hardware + EAX 2.0" (dreimal mit X-RAM, dreimal ohne) getestet haben. Um die CPU-Nutzung künstlich zu erhöhen, haben wir die Anzahl der Puffer von den voreingestellten 16 auf 127 erhöht.

RM 3DS - X-RAM Performance
Angaben in Prozent
    • X-RAM deaktiviert
      9,092
    • X-RAM aktiviert
      8,985

Der Test bestätigt die Ergebnisse der vorigen Seiten. Die Nutzung von X-RAM senkt die CPU-Last im Durchschnitt um gerade einmal 0,1 Prozent. Der X-RAM bringt also durchaus einen Leistungsgewinn mit sich, speziell, wenn eine Anwendung oder ein Spiel darauf optimiert ist. Er ist – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – aber noch verschwindend gering. Für den durchschnittlichen Anwender und Spieler lohnt sich die Anschaffung einer X-RAM-befähigten Karte somit nicht. Die preisliche Differenz von 40 Euro zwischen der X-Fi Platinum und der X-Fi Fatal1ty FPS kann gespart und bei höherem Performance-Bedarf in eine neue CPU oder Grafikkarte investiert werden.

Auf der nächsten Seite: Fazit