17/17 Creative Sound Blaster X-Fi im Test : Extremer Hörgenuss dank Zusatzchip?

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Fazit

Die X-Fi-Architektur ist tatsächlich eine revolutionäre Entwicklung. Die Karten und die beigelegte Software lieferten kaum einen Anlass zur Kritik. Alles funktionierte im Test reibungslos, auch wenn man im weltweiten Netz hin und wieder von Problemen bei der Installation und Co. liest. Die Klangqualität der vier neuen Karten, allen voran der Elite Pro, hat uns durchweg begeistern können und zieht der gesamten Konkurrenz auf dem Heimanwender-Markt davon. Die Zusatzfunktionen in Form des 24-Bit Crystalizers und CMSS-3D haben uns von ihrer Nützlichkeit überzeugt. Für Musiker ist mit 3D-MIDI ein weiteres interessantes Feature an Bord. Bei der richtigen Einstellung fragt man sich schnell, wie man bisher ohne den Crystalizer ausgekommen ist. CMSS-3D vermag es, Mehrkanal-Ton sehr gut über Stereo-Lautsprechern zu vermitteln. Der räumliche Eindruck ist gerade über Kopfhörer verblüffend. Leider kommt der Stereo-Upmix nicht an diese Leistung heran und ist in etwa auf demselben Niveau wie das CMSS vorheriger Creative-Karten. Zusammengefasst können wir dem Casebadge, welches jeder Soundkarte beigelegt ist, nur Recht geben: „Sounds best on Sound Blaster X-Fi Technology.“

Sounds best on X-Fi-Technology
Sounds best on X-Fi-Technology

So bleibt die Frage offen, ob sich die Anschaffung einer X-Fi für einen Spieler lohnt, der bereits eine Karte aus den Reihen der Audigy hat. Wir meinen „ja“, denn neben einer niedrigeren CPU-Last und dementsprechend mehr Performance in Spielen gibt es auch mehr akustische Qualität und Effekte in Spielen. Battlefield 2 und Quake 4 geben hierfür schon sehr gute Beispiele. Welche Karte letzten Endes die richtige ist, muss jeder für sich entscheiden.

Anwender, die kaum oder gar keine Aufnahmen mit einem Mikrofon oder Headset machen, keine TV-Karte mit einer Line-In-Einspeisung haben und/oder ihr Soundsystem über die normalen analogen Anschlüsse mit dem Rechner verbinden, sind mit der X-Fi Xtreme Music durchaus gut beraten. Bei einem Preis von derzeit etwa 98 Euro lässt sich hier ein überaus gutes Preis-Leistungs-Vehältnis finden, zumal Dank EAX 5.0 und 128 möglicher simultaner Stimmen auch eine gute Zukunftssicherheit im Spielebereich gegeben ist.

Wer den Aufpreis von etwa 60 Euro nicht scheut, sollte allerdings zur X-Fi Platinum greifen. Sobald nämlich mehr als ein Audio-Eingabegerät oder eine digitale Ausgabe zum Einsatz kommt, stellt sich der FlexiJack als sehr unkomfortabel heraus. Das ständige Wechseln des Kabels, verbunden mit einer dazugehörigen Einstellung im Treiber, artet dann zu einer nervigen Angelegenheit aus. Abhilfe schafft das Frontpanel der Platinum-Version. Hier finden sich alle Anschlüsse, die Headset-Nutzer und Freunde des digitalen Musikvergnügens brauchen.

Für weitere 40 Euro mehr erhält der anspruchsvolle Gamer laut Creative seine Traumkarte. Die X-Fi Fatal1ty FPS ergänzt die Platinum um den neuen X-RAM, was sich in einer marginal höheren Bildwiederholrate in Spielen widerspiegelt, wie unsere Tests zeigen. Um richtigen Nutzen aus diesem Feature ziehen zu können, muss das Spiel aber speziell auf die Verwendung des X-RAM programmiert sein, was keines unserer Testspiele von sich behaupten kann. Allerdings braucht nicht jeder Spieler das Frontpanel, das einer Fatal1ty FPS beiliegt und den Preis der Karte deutlich erhöht. Hier wäre es eventuell sinnvoll, die Soundkarte ähnlich der X-Fi Xtreme Music auch einzeln anzubieten.

Das Flaggschiff der Serie ist die X-Fi Elite Pro. Sie unterscheidet sich von den kleineren Geschwistern nicht nur durch den Lieferumfang, sondern auch durch eine bessere Signalverarbeitung. Audio-Liebhaber, die alles aus ihren Musikstücken holen und ihre Hochleistungs-Lautsprecher mit dem bestmöglichen Klang versorgen wollen, sollten hier zuschlagen, auch wenn die Karte in Spielen nicht ganz mit ihrer Verwandschaft mithalten kann. Die externe Konsole ermöglicht das Anschließen von Lautsprechern, Headset, Kopfhörer und Mikrofon, ohne dass man dafür Hand an den PC legen muss. Ebenso nützlich sind die Tastenräder der Konsole, mit denen sich die X-Fi-Effekte auch ohne Zugriff auf die Treiber schnell auf das gewünschte Maß einstellen lassen. Zugegeben, 275 Euro sind kein Pappenstiel, doch lohnt es sich allemal. Neben der besten Soundkarte für Heimanwender und einem großartigen Lieferumfang erhält der Anwender auch zusätzliche Software, die für Musiker sicher von Nutzen ist. Somit hat sich dieses Paket unseren Hardware-Hammer redlich verdient.

Hardware-Hammer
Hardware-Hammer

Creative kündigte an, in den nächsten Monaten weitere Hardware auf X-Fi-Basis herauszubringen, darunter Lautsprecher und MP3-Player, so dass wir uns auf viele weitere Treffen mit dieser grandiosen Archiktektur freuen dürfen.

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