ATi Radeon HD 2900 XT im Test: Platzhirsch oder kleiner Bruder der GeForce 8800?

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Wolfgang Andermahr
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R600-Techdemos

Jahr für Jahr haben neu vorgestellte GPU-Architekturen, die mit einer modifizierten Technologie aufwarten können, immer ein und dasselbe Problem: Es fehlt an Software, um das Können der aktuellen Grafikgeneration zu zeigen. So auch beim R600, denn Direct3D-10-Spiele sucht man bekanntlich (noch) vergebens. Aus diesem Grund lassen es sich die Software-Teams des Herstellers nicht nehmen, eigene Technologiedemos zu programmieren, die speziell auf den neu vorgestellten 3D-Beschleuniger angepasst sind und das letzte Quäntchen Leistung von der Hardware fordern. Dementsprechend sind die „Techdemos“, die wir an dieser Stelle nicht verheimlichen wollen, immer sehr eindrucksvoll.

ATi hat eine neue Ruby-Techdemo namens „WhiteOut“ im Angebot, die sowohl technisch als auch (mehr) künstlerisch überzeugen kann und die volle Kapazität der R600-GPU, samt Direct3D-10-API und der Tessellation-Einheit, verwendet. Die Hauptdarstellerin Ruby besteht aus satten 200.000 Polygone und hat mehr als 128 bewegliche Gesichtsmuskeln. Der durchschnittliche WhiteOut-Shader hat eine Länge von 142 Anweisungen. Doch lassen wir lieber die Bilder als den Text sprechen – soviel schon einmal vorweg: In Bewegung sieht die Ruby-Demo noch eindrucksvoller aus als auf den Bildern.

Ruby Whiteout

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere R600-Techdemos, über die aber leider nur wenig bekannt und teilweise auch nur wenig oder gar kein Bildmaterial vorhanden ist. Am interessantesten war dabei noch die außergewöhnlichste Techdemo. So wurden wir Zeuge einer Livepräsentation einer mit einer speziell angepassten Stereo-Kamera aufgenommenen Gesicht-Animation (von einem realen Menschen), deren Bilder der R600 analysieren und auf den Bildschirm zaubern konnte. Nun ist es möglich, die einzeln dargestellten Vierecke mit einer Kugel zu zerstören, mit Hilfe eines Wirbelsturms das ganze Kamerabild auseinander fliegen zu lassen und noch vieles mehr. Die Physik wurde dabei alleine von dem R600 berechnet. Sehr eindrucksvoll!

StereoBlockBuilder-Techdemo

Darüber hinaus gibt es auch noch eine Techdemo von einem animierten „Ninja-Kopf“, bei dem man nach belieben die Tessellationsstufen ändern sowie stufenlos hinein- und herauszoomen konnte, selbst bis ins kleinste Detail. Leider gibt es von dieser Demo keine Bilder.