4/6 World in Conflict im Test : Der Kalte Krieg wird plötzlich heiß

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Einheiten & Spezialschläge

World in Conflict lebt von einer Vielzahl von Einheiten, die allesamt aufgrund diverser Vor- und Nachteil für verschiedene Kampfszenarien unterschiedlich tauglich sind. Die richtige Wahl der Klassen kann dementsprechend über den Erfolg (oder zumindest die Dauer einer Mission) entscheiden. Wie so häufig im Echtzeitstrategie-Genre wird auch in WiC mit Beförderungen belohnt, wer gut auf seine Einheiten achtet. Leider lassen sich die beförderten Truppen jedoch nicht in die nächste Mission übernehmen, sodass der Effekt nur von kurzer Dauer ist.

Infanterie
Die Fußsoldaten dürften auch in World in Conflict insgesamt zunächst unterschätzt werden. Dabei eignen sie sich hervorragend für den Kampf in engen Gassen und in Wäldern. Außerdem kann die Infanterie sowohl Hubschrauber als auch Bodeneinheiten attackieren und selbst stark gepanzerte Fahrzeuge haben gegen Panzerabwehr-Einheiten kaum eine Chance. Auch für den Kampf gegen Genossen aus der eigenen Klasse hat die Infanterie mit einem Scharfschützen ein adäquates Mittel zu bieten. Spezial-Einheiten (Ranger), die über einen Spezialschlag abgeworfen werden können, dienen als Aufklärer und können Artillerie-Schläge anfordern – ideal für die so zahlreichen optinalen Nebenmissionen, in denen zumeist Ziele fernab des eigentlichen Schlachtfelds ausgeschaltet werden sollen. Der Nachteil der Fußtruppen liegt auf der Hand: Im offenen Feld und im direkten Kampf mit schweren Panzern und MG-bestückten Truppentransportern haben sie schnell das Nachsehen.

Gepanzerte Fahrzeuge
Wo die Infanterie an ihre Grenzen stößt, sind gepanzerte Fahrzeuge gefragt. Vom Truppentransporter und Humvee über verschiedene Panzer-Klassen bis hin zum Reparatur-Panzer und diversen mobilen Flakgeschützen lässt WiC nichts vermissen. Bei der Verwendung dieser Klassen kommt es vor allem auf einen guten Mix an: Wer nur auf schwere Panzer setzt, wird schnell zum leichten Ziel für sowjetische Hubschrauber und hat zudem ein Problem mit Feldreparaturen. Was im offenen Kampf mit einer anderen Panzerarmee ein Vorteil ist (die große Feuerkraft bei geringer Beweglichkeit), wird im Häuserkampf und auf unwegsamem Gelände zur Falle; hier sind gepanzerte Fahrzeuge häufig leichte Ziele für Panzerabwehr-Infanterie oder Spezialschläge.

Hubschrauber
Neben einer reinen Hubschrauber-Mission bekommt man in World in Conflict schon nach einigen Missionen standardmäßig die Möglichkeit zugesprochen, Hubschrauber einfliegen zu lassen. Hierbei wird zwischen einem schweren Hubschrauber, der vor allem gegen gepanzerte Fahrzeuge wirkt, einem mittleren Gefährt zur Abwehr feindlicher Flugobjekte sowie einem leichten Aufklärer unterschieden. Hubschrauber eignen sich sehr gut zur Unterstützung der Bodenaktivitäten sowie zur Artillerieaufklärung, werden aber enorm schnell abgeschossen, sobald sie der feindlichen Luftabwehr, die in jedem größeren Panzerzug zu finden ist, zu nah kommen.

Artillerie
Für taktisch ambitionierte Spieler stellt es eigentlich eine Pflicht dar, sobald verfügbar ein Artillerie-Gefährt abwerfen zu lassen. Egal ob leichte oder schwere Artillerie – die Geräte können den Missionsverlauf aufgrund ihrer Reichweite entscheidend beeinflussen. Während das Feuer auf bewegliche Ziele sich eher schwierig gestaltet, eignen sich die Fahrzeuge hervorragend dafür, gegnerische Infrastruktur wie Bunker oder Flakstellungen aus großer Ferne auszuschalten und so etwaigen Verlusten vorzubeugen. Die wirkliche Kunst besteht darin, die Artillerie immer so hinter den eigenen Linien zu führen, dass sie einerseits noch geschützt werden kann, andererseits aber so weit von der Hauptstreitmacht entfernt ist, dass Ziele innerhalb der Kampfzone überhaupt anvisiert werden können.

WiC – Artilleriebeschuss
WiC – Artilleriebeschuss

Spezialschläge
Die vielen Spezialschläge stellen das wichtigste Equipment eines jeden WiC-Hobbygenerals dar. Über Treffer beim Feind erhält man stetig Punkte, mit denen man eben jene Schläge anfordern kann. Vom Aufklärungsflug über einen Napalm-, Ranger- oder Streubombenabwurf sowie die Anforderung von Artillerieschlägen verschiedener Flächendeckung bis hin zur großflächigen Bombardierung mit einem B52-Bomber können auf diesem Wege die eigenen Truppen unterstützt werden. Gerade hier kommt es auf ein besonders umsichtiges Vorgehen an: Wer seine Punkte für die kleine Vorhut verschwendet, wird beim Angriff der sowjetischen Hauptstreitmacht ordentlich ins Schwitzen kommen.

Die von den Programmierern gewählte Anzahl unterschiedlicher Einheiten sorgt insgesamt für ein gutes Maß an Abwechslung sowie eine Verbesserung des taktischen Tiefgangs, da je nach Mission unterschiedliche Klassen zum Einsatz gebracht werden müssen.

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