Scythe Orochi im Test : Ein ungeheuer kühles Kühlungeheuer

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Scythe Orochi im Test: Ein ungeheuer kühles Kühlungeheuer

Scythes Ursprung liegt in der sehr leisen, idealerweise passiven Realisierung von Prozessorkühlern. Noch vor Jahren hatte man mit der NCU-Serie sehr spezielle Kühllösungen auf Heatlane-Basis an die wenigen Bastler und Schrauber bringen können, die sich schon damals mit möglichst lautlosen PCs beschäftigten. Mittlerweile, da Scythe eine breite Kund- und Interessentenschaft bedient, haben sich die Produkte der Japaner vom Nischendasein zum Massenschlager gemausert und im Zuge ständiger Neuentwicklungen etwas von ihrem besonderen Flair und ihrem Pioniercharakter abgestreift. Lediglich dem Ninja, der sich nach wie vor wacker am Markt hält, haftet noch ein Hauch der Ur-Scythe-Philosophie an.

Mit dem Orochi präsentieren die Japaner pünktlich zur CeBIT nun endlich wieder einen Prozessorkühler, der auf den ersten Blick zu verrückt wirkt, um wahr zu sein. Zehn Heatpipes flechten sich in einen robusten, gigantischen 1,2-Kilogramm-Kühlkörper ein, auf dem selbst der mitgelieferte 140-mm-Lüfter etwas verloren aussieht. Überdies kann der Orochi Dank variabler Lüfterbefestigung sowohl als Top-Flow als auch als Towerkühler eingesetzt werden. Passiv dürfte in vielen Systemkonfigurationen ebenfalls machbar sein, scheint aber angesichts der maximalen 500 U/min des Serienlüfters zumindest aus akustischer Sicht nicht nötig. Die Eckdaten sind also beeindruckend bis überwältigend. Ob die Umsetzung aber letztendlich zu überzeugen weiß, wollen wir im Testbericht klären.

Lieferumfang

Scythe Orochi Lieferumfang
Scythe Orochi Lieferumfang

Das Orochi-Riesenbaby wird in einer nett gestalteten Kartonage geliefert. In ihr verbergen sich nebst Kühlkörper und 140-mm-Lüfter entsprechendes Montagematerial für AMD (939, AM2) sowie Intel (478, 775), wobei auf eine 2-Punkt-Klammer-Montage respektive Direktverschraubung per Sockelkit zurückgegriffen wird. Die knappe, mehrsprachige Anleitung enthält auch einen deutschsprachigen Part. Das beigelegte Tütchen Wärmeleitpaste genügt für etwa eine bis zwei Anwendungen.

Technische Daten

  • Hybridkühlkörper im 140-mm-Format (Tower oder Top-Flow)
  • Vernickelter Kupferboden, 38 Aluminiumlamellen
  • Zehnfach-Heatpipe (jeweils 6-mm-Durchmesser)
  • Abmessungen ohne Lüfter: 120 x 194 x 155 mm (L x B x H)
  • Gewicht: 1160 Gramm (Kühlkörper), 130 Gramm (Lüfter)
  • Passivbetrieb bis 65 Watt Verlustleistung angegeben
  • 140-mm-Super-Silent-Lüfter
  • Befestigung per Drahtbügel
  • maximal 500 U/min, 50 m³/h
  • Kompatibilität:
    • AMD Sockel 939, 940, 754, AM2 – per Klammer
    • Intel Sockel 478, 775 – per Retentionkit
  • Herstellerhomepage
  • Unverbindliche Preisempfehlung: 59,95 EUR inkl. MwSt. (ab April 2008)

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  • Martin Eckardt E-Mail
    … betreute auf ComputerBase von Januar 2005 bis Mai 2014 das Ressort PC-Kühlung mit all seinen Facetten.