17/19 GeForce GT 220 im Test : Nvidias erste DX-10.1-Karte ist zu langsam fürs Spielen

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Battleforge, Crysis Warhead und World in Conflict: SA. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
  • Battleforge:
    • GeForce GT 220– Übertaktet (668/1.511/852)
      12,8
    • GeForce GT 220 – Standard (625/1.360/790)
      11,6
  • Crysis Warhead:
    • GeForce GT 220– Übertaktet (668/1.511/852)
      9,1
    • GeForce GT 220 – Standard (625/1.360/790)
      8,5
  • World in Conflict: SA:
    • GeForce GT 220– Übertaktet (668/1.511/852)
      39,8
    • GeForce GT 220 – Standard (625/1.360/790)
      36,2

Die TMU-Domäne unserer GeForce GT 220 lässt sich um 43 MHz auf 668 MHZ übertakten, während die Shadereinheiten ein Plus von 151 MHz mit machen, was in einem Endergebnis von 1.511 MHz resultiert. Der 1.024 MB große DDR3-Speicher arbeitet noch mit 852 MHz (+62 MHz) einwandfrei, bevor erste Bildfehler auftreten. Somit können wir die Performance je nach Anwendung zwischen sieben und zehn Prozent steigern.

VC-1-/H.264-Wiedergabe

Noch vor einigen Jahren standen sämtliche PCs vor der damals komplizierten Aufgabe, ein DVD-Video zu decodieren. Nachdem damals zuerst die CPU alleine ackern musste, und diese des Öfteren damit überfordert war, kam es bei den Grafikchipspezialisten in die Mode, ihre 3D-Beschleuniger mit speziellen Funktionen auszustatten, um dem Prozessor die Hauptarbeit des Dekodierens abzunehmen. Ein netter Nebeneffekt war, dass die Grafikkarten mit speziellen Algorithmen arbeiten konnten, der die Bildqualität ohne einen großen Leistungsaufwand verbessern konnte. DVDs sind mittlerweile schon längst keine Herausforderung mehr. Ein moderner PC steht mittlerweile vor deutlich schwereren Aufgaben: Das Decodieren von im VC-1- oder H.264-Codec befindlichen HD-Videos, die auf einer Blu-ray oder einer HD DVD aufgenommen worden sind (HD-Trailer haben zwar dieselben Codecs sowie eine identische Bildqualität, allerdings sind diese nicht verschlüsselt, weswegen die CPU-Auslastung um einiges geringer ausfällt). Wir haben uns als Film für „I am Legend“ (1080p, 24 Bilder pro Sekunde) entschieden, der im VC-1-Codec auf einer Blu-ray vorliegt. Wir messen sekündlich die CPU-Auslastung ab dem dritten Kapitel des Films und bilden jede fünfte Sekunde in einem Verlaufsdiagramm ab. Als Vertreter der H.264-Fraktion muss der Actionfilm „X-Men 3“ herhalten (1080p, 24 Bilder pro Sekunde). Für die Messungen haben wir die CPU auf 2,4 GHz heruntergetaktet sowie nur einen einzelnen CPU-Kern aktiv gelassen.

Prozessorlast: H.264-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • Nvidia GeForce GT 220
      31
  • Durchschnitt:
    • Nvidia GeForce GT 220
      18
  • Minimal:
    • Nvidia GeForce GT 220
      9

Laut Nvidia soll sich die GeForce GT 220 sehr gut für die HD-Wiedergabe von einer Blu-ray eignen, was wir mit den eigenen Messungen bestätigen können. Nicht nur dass die Bildqualität auf einem sehr hohen Niveau ist, auch die CPU-Entlastung ist ohne Makel. Da auf dem Rechenkern der Video-Prozessor der dritten Generation eingesetzt wird, kann nicht nur der H.264- sondern ebenso der VC-1-Codec einwandfrei beschleunigt werden. Selbst mit einem langsamen Hauptprozessor ist die Wiedergabe hochauflösender Filme kein Problem.

Prozessorlast: VC-1-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • Nvidia GeForce GT 220
      20
  • Durchschnitt:
    • Nvidia GeForce GT 220
      12
  • Minimal:
    • Nvidia GeForce GT 220
      5

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