5/11 Alpenföhn K2 im Test : Imposanter Zwillingsturm-Kühler

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Serienbelüftung

Alpenföhn bestückt seinen K2 mit Lüftern unterschiedlicher Größe und Bauform. Während zentral der Wing-Boost-140 mit maximal 1.100 U/min agiert, wird an der Stirnseite der kleinere Wing-Boost-120 angespannt, welcher mit maximal 1.500 U/min arbeitet. Beide Ventilatoren überzeugen zunächst durch ihre geringen Anlaufspannungen von unter fünf Volt, welche sich in sehr niedrigen Anlaufdrehzahlen widerspiegeln. Für den WB-140 stehen 480 U/min und für den WB-120 sogar nur 420 U/min zu Buche. Einmal in Fahrt können die Geschwindigkeiten beider Lüfter noch auf 300 U/min abgesenkt werden.

Alpenföhn K2 Doppelbelüftung
Alpenföhn K2 Doppelbelüftung
Alpenföhn Wing Boost 120
Alpenföhn Wing Boost 120
Alpenföhn Wing Boost 140
Alpenföhn Wing Boost 140

Auch in ihrer Lärmcharakteristik ähneln sich die beiden Modelle, deren Antrieb auf Hydrauliklagerung basiert. Beide haben bei Drehzahldrosselung etwas mit leichtem, unterschwelligem Lagerrattern zu kämpfen, welches in den Bereichen der jeweiligen Maximaldrehzahlen vom dominanten, aber vertretbaren Luftumschlag überlagert wird. In den Anlaufregionen um 400 bis 500 U/min ist unterdessen ein leichtes Schleifen zu vernehmen, welches sich jedoch nach einigen Minuten Betriebszeit einstellt.

In Kombination mit den niedrigen Minimal- und Anlaufdrehzahlen sind die beiden Alpenföhn-Modelle selbst für sensibles Gehör in Regionen unterhalb von etwa 700 (WB-140) respektive 900 U/min silent-tauglich, wenngleich auch nicht in letzter Konsequenz nebengeräuschfrei. Im eingebauten Zustand und in den typischen Arbeitsabständen sollten jedoch keine akustischen Auffälligkeiten zu beobachten sein.

Lautstärke und Schalldruckvergleich

Ein Lüfterduo bringt einerseits natürlich mehr Kühlleistung, andererseits muss mit einer intensiveren Lärmemission gerechnet werden. Dieser Tatsache kann sich auch der K2 nicht verschließen. Hierbei gilt allgemein, dass eine wirkliche Verschlechterung der Situation erst bei hohen Drehzahlen (etwa über 1.000 U/min) eintritt. Unter dieser Marke ist ein montiertes Lüfter-Duett gleichen Typs nicht spürbar lauter als ein einzelner Ventilator.

Nutzt man zwei verschiedene Lüfter, wie es beim K2 der Fall ist, so ist die Sachlage etwas komplizierter, da nicht nur identische Frequenzen intensiviert werden, sondern durch den Charakter der unterschiedlichen Ventilatoren neue Kombinationen entstehen. Daher empfiehlt es sich, stets möglichst Lüfter gleichen Typs und gleicher Baugröße zu kombinieren.

Beim Alpenföhn K2 sieht man die Auswirkungen freistehend: Beide Wing-Boost-Modelle agieren einzeln im Vergleich zur Konkurrenz drehzahlabhängig sehr leise. In Kombination ist die Lärmfreisetzung jedoch deutlich höher als erwartet. Im montierten Zustand relativiert sich dieser Umstand wieder etwas, da die ausgeprägten Rahmenentkopplungen der Lüfter gute Arbeit leisten.

Nutzungshinweis: Durch Anklicken einzelner Charts oder Kühler in der Legende wird der jeweilige, funktionelle Verlauf in den Diagrammen hervorgehoben.

Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).

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