7/19 AMD Radeon R9 290X im Test : Konkurrenz für Titan. Für 500 Euro.

, 1.071 Kommentare

Ultra-HD-Tests in 3.840 × 2.160 (4K)

„4K“ oder genauer gesagt „Ultra HD“ ist im Consumer-Markt derzeit in aller Munde. Die Verbreitung und Verfügbarkeit von entsprechenden Fernsehern und Monitoren ist zwar gering und zudem der Preis sehr teuer, doch es wird deutlich, dass es sich bei der Auflösung von 3.840 × 2.160 Bildpunkten um den zukünftigen Standard handelt, der möglichst schnell den Markt erreichen soll.

Darüber hinaus fangen nun sowohl AMD und auch Nvidia damit an, mit der höheren Auflösungen zu werben, zumal die Grafikkarten immer leistungsfähiger werden. Dementsprechend steigt auch die Ultra-HD-Relevanz bei Grafikkartentests, weswegen wir mit dem 32-Zoll-Monitor Sharp PN-321H, der aktuell noch satte 3.000 Euro im Handel kostet und uns dankenswerterweise leihweise von AMD zur Verfügung gestellt wurde, erste Tests durchgeführt haben. Angesteuert haben wir den Monitor per DisplayPort 1.2 (per „Multi-Stream-Transport“, AMD) beziehungsweise mit zwei HDMI-Anschlüssen (Nvidia; DisplayPort zeigt nur ein schwarzes Bild).

Alle Testspiele waren mit der hohen Auflösung kompatibel, wobei wir teilweise die Detailstufen (aber nur gering) reduziert haben. Damit sind die Ergebnisse nicht mit denen unserer anderen Testreihen vergleichbar. Da man für die hohe Auflösung die höchstmögliche Rechenleistung benötigt, haben wir alle AMD- und Nvidia-Grafikkarten mit dem maximalen Turbo arbeiten lassen. Da Grid 2 auf den Radeon-Modellen nur einen schwarzen Bildschirm erzeugte, haben wir das Spiel aus dem Rating herausgenommen.

Hinweis: Mittels Schaltfläche über den folgenden Diagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden.

Bereits bei den Benchmarks in den drei anderen Auflösungen ließ sich erkennen, dass AMDs Radeon R9 290X im Vergleich Karten von Nvidia in hohen Auflösungen weniger Leistung einbüßt. Dies ändert sich auch in der Ultra-HD-Auflösung 3.840 × 2.160 nicht.

Während zum Beispiel die GeForce GTX Titan in 2.560 × 1.600 noch schneller als die Radeon R9 290X arbeitet, ändert sich das in der „4K“-Auflösung. Nun agiert die Hawaii-Karte bei angepassten Details vier Prozent schneller als die GeForce GTX Titan und 15 Prozent flotter als die GeForce GTX 780.

Bei höheren Details kann sich die Radeon R9 290X noch ein wenig besser in Szene setzen und platziert sich sechs Prozent vor der GeForce GTX Titan. Die Differenz zur GeForce GTX 780 liegt dann bei 18 Prozent und die zur Radeon HD 7970 GHz Edition aus dem eigenen Hause bei 32 Prozent.

Zu guter Letzt möchten wir noch eine kleine Anmerkung zur Ultra-HD-Auflösung an sich machen. Es ist zwar offensichtlich, dass solch eine Auflösung eine enorme Grafikkartenleistung benötigt und bei einem einzelnen 3D-Beschleuniger auch das ein oder andere Mal die maximale Detailstufe heruntergeschraubt werden muss, doch ist die niedrigere Performance schlussendlich gut investiert. Denn die in 3.840 × 2.160 gebotene Grafikqualität ist beeindruckend und selbst der Qualität bei einer Auflösung von 2.560 × 1.600 weit voraus. Alle Spiele sehen gestochen scharf aus. Die höhere Pixeldichte macht sich positiv bemerkbar, wobei die Texturen aktuell aber nur selten auf „4K Niveau“ angekommen sind. Dennoch liegt die Zukunft zweifellos in 3.840 × 2.160. Auch die nächsthöhere Detailstufe, die man in niedrigeren Auflösungen nutzen könnte, bringt schlussendlich nur selten einen derart hohen optischen Mehrgewinn wie die höhere Pixelanzahl.

Auf der nächsten Seite: GPU-Computing