5/5 Need for Speed (2015) im Test : Neustart mit FPS-Jagd auf der Xbox One

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Fazit

Nein, der Re-Re-Reboot von Need for Speed gelingt Ghost Games nicht. Der neue Hoffnungsträger der Serie fühlt sich an viel zu vielen Stellen an wie ein Auto mit viereckigen Reifen: Viel zu holprig, auch wenn daraus als außenstehender Beobachter unfreiwillige Komik entspringen mag. Es spricht allerdings in hohem Maße für das neue Konzept, dass am Ende zwar keinesfalls der Wunsch nach mehr von diesem Spiel steht, aber durchaus der Wunsch nach mehr von ausnahmslos allen neuen Features der Serie. Unter der Haube von Need for Speed steckt nicht mehr oder weniger als ein maximal durchschnittliches Rennspiel, das schwerlich länger zu motivieren weiß und bestenfalls funktioniert anstatt zu begeistern. Das Niveau der Serie anzuheben gelingt den Ghost Studios mit dieser Darbietung trotz der deutlich verlängerten Entwicklungszeit nicht – dabei wäre ein großer Sprung nach Vorne dringender denn je geboten.

Need for Speed (2015) – Testzusammenfassung

Need for Speed drängt sich dem potentiellen Kunden im derzeitigen Zustand auf keiner Plattform wirklich auf. Auf der Xbox One stören technische Mängel das Gameplay, während mit Forza Horizon 2 ein Fun-Racer mit weit größerem Umfang bereitsteht, der sich weder bei Präsentation noch Inhalt eine Blöße gibt und als Maßstab eigentlich zeigt, wie ein gutes Next-Gen-Rennspiel aussehen kann. Auf der PlayStation 4 gibt es mit Driveclub eine mittlerweile bessere Arcade-Alternative, wenngleich ohne jede Form von Präsentation und ohne Tuning-Faktor. Beinharte Fans der Serie werden auf der PlayStation 4 am ehesten glücklich. Prinzipiell spricht jedoch nichts dagegen, zunächst einmal abzuwarten, wie Ghost Games den Titel ausbauen möchte und wie er sich schlussendlich auf dem PC schlägt. Angekündigt wurde bereits, künftige Inhalte kostenlos zu veröffentlichen.

Kopier- & Jugendschutz

„Need for Speed“ ist seit heute für die Xbox One und PlayStation 4 erhältlich, auf beiden Plattformen wird zum Spielen eine permanente Internetverbindung vorausgesetzt. Das Spiel hat von der USK eine Freigabe ab 12 Jahren erhalten. Auf dem PC soll das Rennspiel im Frühjahr 2016 erscheinen.

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