4/7 Crucial MX300 SSD im Test : Das 3D-NAND-Debüt ist von Unbeständigkeit geprägt

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Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Iometer

ComputerBase testet bei Iometer stets das ganze Laufwerk, das von der Testdatei somit fast vollständig belegt ist. Die von Micron entwickelte Dynamic Write Acceleration kann hier nicht mehr greifen, da für den adaptiven SLC-Cache schlicht kein Platz mehr frei ist. Die Transferraten spiegeln somit die eigentliche Leistung beim herkömmlichen Zugriff auf den TLC-3D-NAND wider.

Rund 520 MB/s beim sequenziellen Lesen sind ein relativ niedriger Wert, viele aktuelle SATA-SSDs erreichen 540 MB/s und mehr. Dabei ist zu bemerken, dass die MX300 mit der ersten Firmware nur 378 MB/s erzielt hatte. Somit zeigen sich hier die Früchte der Optimierung deutlich.

Die Schreibrate ist mit 312 MB/s für einen Datenträger dieser Größe gering und entspricht in etwa der Leistung der günstigen SanDisk Ultra II mit 2D-TLC-NAND.

AS SSD

In diesem Test zeigt sich eine ungewohnt niedrige Lesegeschwindigkeit. Nur 426 MB/s beim sequenziellen Lesen bedeuten für die Crucial MX300 den letzten Platz in dieser Disziplin. Aktuelle SATA-SSDs bringen es auf über 500 MB/s, so auch der Vorgänger MX200. Die sequenzielle Schreibrate liegt mit 377 MB/s im Schnitt ebenfalls auf niedrigem Niveau. Da AS SSD nur 1 GByte Testdaten nutzt und in diesem Fall genügend Speicherplatz für den Pseudo-SLC-Cache (DWA) frei ist, könnten die Transfers problemlos im SLC-Modus durchgeführt und deutlich beschleunigt werden.

Gute Werte in AS SSD nur im leeren Neuzustand
Gute Werte in AS SSD nur im leeren Neuzustand

Doch nur im Neuzustand als leeres sekundäres Laufwerk werden konstant rund 495 MB/s beim sequenziellen Schreiben erreicht. Die Basis für das AS-SSD-Diagramm bildet jedoch der simulierte Normalzustand mit der MX300 als Systemlaufwerk, hier traten starke Leistungsschwankungen auf, die im nachfolgenden Abschnitt Neuzustand und Leistungsabfall näher beleuchtet werden.

Auch beim wahlfreien Lesen von 4K-Daten fällt die Leistung niedrig aus. Im Schnitt wurden nur 24 MB/s ermittelt, in der Spitze waren es 27 MB/s. Die meisten SSDs erreichten hingegen 30 MB/s oder deutlich mehr. Auch die Schreibleistung mit 4K-Daten ist nicht besonders hoch.

PCMark 8

Mit einem durchschnittlichen Durchsatz von 205 MB/s bewahrt nur die BX200 aus gleichem Haus die neue Crucial-SSD vor dem letzten Platz in der Liste. Dies spiegelt sich auch in der Punktzahl und den einzelnen Testabschnitten des Benchmarks von Futuremark wider.

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