GX-S und Platinum King im Test: Effiziente Preisbrecher von Cougar und Super Flower 4/8

Nico Schleippmann 58 Kommentare

Elektrische Messungen

Die Details zu der Testmethodik, der eingesetzten Teststation, den elektrischen Messungen und Schalldruckpegelmessungen sind im Artikel „So testet ComputerBase Netzteile“ zusammengefasst.

Für die Netzteile kamen während der Tests folgende selbstkalkulierten Lasten zum Einsatz. Einige Werte wurden zwecks einer einfacheren Darstellung gerundet, bei den Messungen kamen jedoch exakte Werte zum Einsatz.

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Effizienz

Beide Netzteile schrammen die Hürden für 80 Plus Gold respektive Platinum knapp und können diese mit Einbezug der Messtoleranzen überwinden. Die Kostenreduktion liegt bei beiden Probanden klar im Fokus, weshalb es keinen zusätzlichen Wirkungsgrad geschenkt gibt. Im 230-Volt-Netz arbeiten die Netzteile bei den gleichen Lasten etwa einen Prozentpunkt effizienter – ein typisches zu erwartendes Verhalten.

Mit den festen Lasten kann eine Differenz im Wirkungsgrad von knapp zwei Prozent festgestellt werden. Bei sehr geringer Auslastung kann das Platinum King 450W den Vorsprung weiter ausbauen, der sich bis hin zur Maximallast immer weiter verkleinert. Bei einer Last von sechs Watt, die den Haswell-C6/C7-Zustand eines sehr sparsamen Systems nachstellt, liegt der Wirkungsgrad des Platinum King 450W mit 50 % überraschend hoch – ähnliche Ergebnisse haben bisher nur 80-Plus-Titanium-Netzteile erzielt.

Leistungsfaktorkorrektur (PFC)

Die Leistungsfaktorkorrektur des Platinum King 450 Watt hat bei geringer Last noch ihre Probleme. Bei 10 Prozent Last sind bereits Werte von 80 Prozent üblich. Bei Halblast muss das Netzteil für die 80-Plus-Platinum-Zertifizierung einen Leistungsfaktor von 95 Prozent im 115-Volt-Netz erreichen. Diese Voraussetzung kann erfüllt werden, weil anders als die hier anliegende 230-Volt-Eingangsspannung die höheren Ströme die Blindleistungskompensation begünstigen.

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