HTC U Ultra und U Play: Ein Neuanfang mit viel Glas, zwei Displays und etwas KI 2/4

Nicolas La Rocco 148 Kommentare

Zwei Displays

Auf technischer Seite ist beim U Ultra die erste größere Neuerung das zweite Display oberhalb des Hauptbildschirms. Es handelt sich dabei um einen 2,05 Zoll großen Touchscreen mit 160 × 1.040 Bildpunkten, der primär für Benachrichtigungen verwendet wird. Das soll wie beim LG V10 und V20 verhindern, dass Nutzer immer wieder den großen Hauptbildschirm aktivieren müssen, um nur kurz die wichtigsten Informationen einzusehen. Neben eingehenden Benachrichtigungen erscheinen auf dem Zweitdisplay Termine, Wetter, Uhrzeit und Datum, wichtige Kontakte oder beliebte Anwendungen.

Das Hauptdisplay des U Ultra ist 5,7 Zoll groß und löst mit 2.560 × 1.440 Bildpunkten auf. Damit ist der Bildschirm ein halbes Zoll größer als beim HTC 10. Das Super-LCD-5-Panel kommt dennoch auf eine sehr hohe Pixeldichte von 515 ppi und wird durch gebogenes Gorilla Glass 5 geschützt. HTC bietet darüber hinaus eine Premiumversion des U Ultra mit einer Front aus Saphirglas an, die zudem mehr internen Speicher bietet.

Größenvergleich U Play und U Ultra
Größenvergleich U Play und U Ultra
Das U Play bietet 5,2 Zoll
Das U Play bietet 5,2 Zoll

Das kleinere U Play kommt mit 5,2 Zoll auf die Diagonale des HTC 10 und verzichtet auf das zweite Display. Auch hier verbaut HTC ein Super-LCD-Panel mit Gorilla Glass, die Auflösung liegt bei 1.920 × 1.080 Bildpunkten, was eine Pixeldichte von 424 ppi ergibt.

Qualcomm und MediaTek

Standardmäßig rüstet HTC das U Ultra mit 64 Gigabyte Speicher aus, bei der Premiumversion sind es 128 Gigabyte. Beide Varianten lassen sich um maximal 2 Terabyte per microSD-Karte erweitern, die sich per „FlexStorage“ mit dem internen Speicher verknüpfen lässt. Der RAM des U Ultra ist unabhängig vom internen Speicher immer 4 Gigabyte groß.

Als System-on-a-Chip setzt HTC auf das aktuelle Qualcomm-Topmodell Snapdragon 821, genauer gesagt das intern als „MSM8996 Pro-AB“ bezeichnete Modell, das auch im Google Pixel steckt. Dabei handelt es sich um die Variante des Chips, deren zwei Performance-Kerne der Kryo-CPU mit maximal 2,15 GHz takten. Der neue Snapdragon 835 mit acht Kryo-Kernen aus 10-Nanometer-Fertigung sei noch nicht einsatzbereit gewesen, erklärt HTC. Ungefähr im Mai sollen die ersten Hersteller damit auf den Markt kommen.

Der Snapdragon 821 in der Variante „MSM8996 Pro“ taktet die zwei Performance-Kerne hingegen mit bis zu 2,34 GHz. Das OnePlus 3T verwendet diese Version des Qualcomm-Chips zum Beispiel. Das Power-Cluster der Kryo-CPU taktet im Snapdragon 821 des U Ultra mit bis zu 1,59 GHz, die Adreno-530-GPU mit bis zu 624 MHz. Auch hier liefert die GPU des „MSM8996 Pro“ mit bis zu 653 MHz einen Hauch mehr.

Für das U Play setzt HTC auf MediaTek und deren Helio-P10-SoC aus älterer 28-Nanometer-Fertigung. Der intern MT6755 genannte Chip bietet insgesamt acht CPU-Kerne des Typs ARM Cortex-A53, die auf zwei Cluster mit bis zu 2,0 und 1,2 GHz aufgeteilt sind. Als Grafikeinheit kommt eine ARM Mali-T860 MP2 zum Einsatz. Beim RAM bietet das U Play 3 Gigabyte, der interne Speicher ist 32 Gigabyte groß und lässt sich wie beim U Ultra durch maximal 2 Terabyte große microSD-Karten erweitern.

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