LG G6: Festverbauter Akku und Google Assistant

Tobias Reuter 143 Kommentare
LG G6: Festverbauter Akku und Google Assistant
Bild: The Verge

Das kommende Flaggschiff-Smartphone LG G6 wirft seine Schatten voraus. Nachdem kürzlich ein Bild des G6 auftauchte, mehren sich die Hinweise zum Innenleben. LG liefert das Smartphone laut CNET mit einem festverbauten Akku aus, um das Gerät wasserdicht machen zu können. Softwareseitig sei mit Google Assistant zu rechnen.

Festverbauter Akku wegen Wasserdichtigkeit

LG würde mit dem Entschluss, keine vom Nutzer wechselbaren Akkus im hauseigenen Topmodell mehr zu verbauen, ein Alleinstellungsmerkmal verlieren. Das LG G5 war letztes Jahr das einzige neuvorgestellte Flaggschiff-Smartphone, das einen Wechselakku bot. Beim Nachfolger LG G6 wird der südkoreanische Hersteller aller Voraussicht nach auf die Wechseloption verzichten, um Kunden ein wasserdichtes Gehäuse bieten zu können. Auch das schlankere Gehäusedesign soll bei der Entscheidung für eine festverbaute Batterie eine Rolle gespielt haben.

Auf ein weiteres Hardware-Feature des Vorgängers verzichtet LG auf jeden Fall. Das LG G6 wird keine Erweiterungsmodule mehr bieten. Als Gründe dafür gelten die schlechten Verkaufszahlen des G5 und die überschaubare Anzahl von Modulen.

Erstmals Google Assistent vorinstalliert

Das LG-Topmodell soll als erstes Smartphone nach Googles hauseigenen Modellen Pixel und Pixel XL den Google-Now-Nachfolger Google Assistant enthalten. Die Software arbeitet mit künstlicher Intelligenz und unterstützt den Nutzer bei Alltagsaufgaben wie anstehenden Terminen und Navigationsfunktionen.

Eigentlich war eher mit Amazons Alexa als digitalem Assistenten des G6 zu rechnen, da LG eine enge Partnerschaft mit dem Onlineversand-Riesen pflegt und Alexa beispielsweise schon in Kühlschränken verwendet. Doch ein Einsatz in Smartphones komme für LG noch zu früh, so CNET. Im weiteren Verlauf des Jahres sei aber mit LG-Smartphones zu rechnen, die Alexa integriert haben.

Google hat den Assistant bisher nur auf den eigenen Smartphones genutzt, ihn jetzt auch für LG freizugeben, könnte zum Ziel haben, die eigene Lösung stärker im Markt gegen Samsungs Assistenten aufzustellen. Die Pixel-Smartphones allein haben am Markt bisher keine relevante Reichweite erzielen können. Die ist aber allein schon für das maschinelle Lernen erforderlich.

Snapdragon 821 statt 835

LG verbaut laut CNET den Snapdragon-821-Chipsatz, um den Präsentationstermin Ende Februar einhalten zu können. Samsung setzt einem Forbes-Bericht zufolge beim Galaxy S8 auf den neueren Chipsatz Snapdragon 835 und hat sich schon einen Großteil des Startkontingents reserviert. Konkurrenten wie LG und HTC müssten sich gedulden, bis nach der vermuteten Veröffentlichung des Galaxy S8 am 14. April irgendwann genug Stückzahlen des Snapdragon 835 verfügbar sind. Da LG das G6 aber schon in einem Monat vorstellt, sei die Prozessorwahl auf den Snapdragon 821 gefallen.

Zu den weiteren Spezifikationen des G6 gehört ein 5,7-Zoll-Display mit einem ungewöhnlichen 18:9-Seitenverhältnis, das eine Auflösung von 1.440 x 2.880 (564 ppi) bietet. Auf der Gehäuserückseite sollen, ähnlich wie beim Vorgänger, ein Fingerabdrucksensor und eine Dual-Kamera verbaut sein.

LG stellt das G6 am 26. Februar auf dem Mobile World Congress 2017 in Barcelona vor.