Corsair Force MP500 im Test: Kupferaufkleber und Firmware machen den Unterschied 4/5

Michael Günsch 46 Kommentare

Detailbetrachtungen

Neuzustand und Leistungsabfall

Zur Überprüfung der Leistungsbeständigkeit dient der Benchmark AS SSD. Mit diesem werden Transferraten und Zugriffszeiten der SSDs zunächst im leeren Auslieferungszustand und im späteren Verlauf nach normaler Nutzung mit installiertem System sowie nach starker Nutzung und fast vollständiger Befüllung überprüft. Details zu diesem Vorgehen und den vorbereitenden Maßnahmen liefert der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

AS SSD – Corsair Force MP500 480 GB
Neuzustand
(ohne Daten)
Normalzustand
(35 GB belegt)
Stark genutzt
(10 GB frei)
∆ Neuzustand
zu Stark genutzt
Sequenzielles Lesen 2354 2356 1984 -16 %
Sequenzielles Schreiben 1315 1298 994 -24 %
4K Lesen 58 57 49 -16 %
4K Schreiben 145 142 140 -3 %
4K 64Thrd Lesen 945 945 939 -1 %
4K 64Thrd Schreiben 731 703 706 -3 %
Werte in MB/s

Auch bei der Leistungsentwicklung nach Füllstand und Nutzungsgrad wird die Verwandtschaft zur Patriot Hellfire deutlich. Die Corsair Force MP500 verliert ebenfalls deutlich an sequenzieller Schreibleistung im simulierten Extremfall. Im Normalzustand sind beide aber nahezu genauso schnell wie im Neuzustand.

Leistungsentwicklung der technisch verwandten Patriot Hellfire

Leistungsbeständigkeit

Insgesamt schneidet die Corsair MP500 im Consistency Test etwas besser ab als ihr Technik-Zwilling von Patriot. Eine Ursache könnte die bessere Wärmeabfuhr über den Kupferaufkleber sein. In diesem viele Stunde dauernden Langzeittest werden SSDs sehr warm. Das Leistungsniveau in den Erhoolungsphasen (Recovery) spiegelt eine geringe Last wider, die Alltagsszenarien nahe kommt. Hier kann die Corsair Force MP500 glänzen und muss sich nur der Samsung 960 Pro geschlagen geben. Ein sehr gutes Ergebnis.

IOPS im Zeitverlauf als Windows-Systemlaufwerk

Keine Lorbeeren erntet die MP500 im IOPS-Test, wo sie sehr schnell an Leistung verliert und in der NVMe-Klasse zu den schlechteren Kandidaten zählt. Für den Alltagseinsatz hat das Szenario aber keine Bedeutung. Eine solche Belastung ist eher für Server realistisch.

Maximale IOPS unter Idealbedingungen

Die vom Hersteller versprochenen Werte von 250.000 IOPS beim Lesen und 210.000 IOPS beim Schreiben konnte die Redaktion nicht reproduzieren. Unter welchen konkreten Bedinungen diese möglich sein sollen, verrät Corsairs Datenblatt nicht. Zudem muss erwähnt werden, dass der SSD bei diesem Test schon zahlreiche Stunden der Belastung „in den Knochen“ steckten: Da Corsairs SSD-Tool noch kein Secure Erase für die MP500 ermöglicht, konnte sie zudem nur über ein normales Löschen der Daten (Clean per Diskpart) und das anschließende manuelle Ausführen des TRIM-Befehls „aufgefrischt“ werden. Dann waren 240.000 IOPS lesend und 150.000 IOPS schreibend möglich.

240.000 IOPS bei 4K Random Read
240.000 IOPS bei 4K Random Read
Knapp 150.000 IOPS bei 4K Random Write
Knapp 150.000 IOPS bei 4K Random Write

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