Radeon RX Vega 64 & 56 im Test: Der helle Stern wirft lange Schatten 8/9

Wolfgang Andermahr 1.598 Kommentare

Preis-Leistungs-Verhältnis

AMD gibt für die Radeon RX Vega 64 eine unverbindliche Preisempfehlung von 499 Euro an. Die Grafikkarte soll es ab heute im Referenzdesign zu kaufen geben. Die Radeon RX Vega 56 soll es erst ab dem 28. August zum Preis von 405 Euro geben. Zu bedenken ist allerdings, dass aufgrund der aktuellen Marktsituation die UVP so wenig Aussagekraft hat wie noch nie zuvor – das könnte auch auf Vega zutreffen.

Preisliste (Stand 14.8.2017)
Angaben in Euro
    • Asus GTX 1080 Ti Strix (11GB)
      822
    • Nvidia GTX 1080 Ti FE (11GB)
      699
    • MSI GTX 1080 Gaming X+ (8GB)
      614
    • MSI GTX 1080 Gaming X (8GB)
      594
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE (8GB)
      510
    • AMD Radeon RX Vega 64 (8GB)
      499
    • Gigabyte GTX 1070 Gaming (8GB)
      479
    • Nvidia GeForce GTX 1070 FE (8GB)
      419
    • AMD Radeon RX Vega 56 (8GB)
      405
    • Sapphire RX 580 Nitro+ (8GB)
      384
    • AMD Radeon RX 580 (8GB)
      374

Geht man allerdings davon aus, dass sich die von AMD angegebene Preisempfehlung so im Handel durchsetzt, hat die Radeon RX Vega 64 ein genauso gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wie die aktuell günstigste GeForce GTX 1080. Wird die Radeon RX Vega 56 so teuer wie vermutet, könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis besser als bei der GeForce GTX 1070 ausfallen.

Ergänzung nach Fall des Embargos: Bisher hat nur Caseking die Radeon RX Vega 64 im Angebot, erste Ware soll in Kürze eintreffen. Der niedrigste Preis liegt allerdings nicht bei 499 sondern bei 609 Euro.

Video-Encoding mit Stärken und Schwächen

Die Vega-10-GPU hat AMDs am weitesten entwickelte Videoeinheit. Diese kann mit den meisten gängigen Formaten umgehen, inklusive Ultra-HD-Videos im HEVC-Codec mit HDR10. Einzig VP9 fehlt, dieses wird in Kombination mit den ALUs beschleunigt. Abgesehen von der Kompatibilität hat es auch einen Schritt nach vorne in der Performance gegeben. Wer viele Videos encodiert, wird sowohl gegenüber Polaris als auch Fiji einen guten Schritt nach vorne spüren. Zumal bei Fiji teilweise die Shadereinheiten noch mithelfen, was die Leistungsaufnahme nach oben treibt. Vega kann sämtliche genutzten Einstellungen auf der VCE-Einheit beschleunigen.

Video-Performance – Encoding
  • H.264, 1.920 × 1080, 24 FPS:
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      563,6
    • AMD Radeon RX Vega 64
      516,6
    • AMD Radeon R9 Fury X
      437,6
    • AMD Radeon RX 580
      328,6
  • H.264, 3.840 × 2.160, 24 FPS:
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      210,7
    • AMD Radeon RX Vega 64
      189,3
    • AMD Radeon R9 Fury X
      165,3
    • AMD Radeon RX 580
      132,1
  • H.265, 1.920 × 1080, 24 FPS:
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      949,1
    • AMD Radeon RX Vega 64
      570,5
    • AMD Radeon R9 Fury X
      451,7
    • AMD Radeon RX 580
      389,9
  • H.265, 3.840 × 2.160, 24 FPS:
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      274,4
    • AMD Radeon RX Vega 64
      156,0
    • AMD Radeon R9 Fury X
      126,7
    • AMD Radeon RX 580
      123,0
  • H.265, 3.840 × 2.160, HDR10, 50 FPS:
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      206,7
    • AMD Radeon RX Vega 64
      127,0
    • AMD Radeon RX 580
      102,2
    • AMD Radeon R9 Fury X
      0,0
      Hinweis: Nicht möglich

Gegenüber der Videoeinheit auf einer Pascal-GPU bleibt das Vega-Pendant jedoch chancenlos. Die im Test genutzte GeForce GTX 1080 ist durchweg deutlich schneller. Dies spielt aber nur beim encodieren eine Rolle. Wer nur Videos schaut, wird keinen Unterschied spüren.

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