AMD: Auf Pinnacle Ridge in 12 nm folgt Matisse mit Zen 2

Michael Günsch 228 Kommentare
AMD: Auf Pinnacle Ridge in 12 nm folgt Matisse mit Zen 2

Im kommenden Jahr erhalten die Ryzen-CPUs der Familie Summit Ridge Nachfolger in Form von Pinnacle Ridge. Dabei handelt es sich um ein Refresh der gleichen Architektur (Zen 1), das aber auf den neuen 12-nm-Prozess von Globalfoundries setzen soll. Für 2019 ist laut einer Roadmap „Matisse“ mit neuer Zen-2-Architektur geplant.

Pinnacle Ridge in 12 nm als Zen-Refresh für 2018

Die besagte Roadmap hat Informatica Cero publiziert. Für den Desktop-Sockel AM4 folgt auf Summit Ridge im kommenden Jahr Pinnacle Ridge. Dass es sich dabei um aufgefrischte Summit Ridge handelt, war bereits zu erwarten. Somit kommt erneut die erste Generation der Zen-Architektur zum Einsatz, die die Basis der aktuellen Ryzen-CPUs bildet. Die Roadmap spricht von einem Leistungsschub, der sehr wahrscheinlich auf Taktsteigerungen fußt.

Wie DigiTimes heute berichtet, wird AMD für Pinnacle Ridge das erst kürzlich offiziell angekündigte 12-nm-Verfahren (12LP) vom Auftragsfertiger Globalfoundries nutzen. Der 12LP-Prozess verspricht gegenüber dem 16-nm-Prozess von TSMC über zehn Prozent mehr Leistung und eine um bis zu 15 Prozent höhere Packdichte.

Roadmap nennt erstmals AMD Matisse
Roadmap nennt erstmals AMD Matisse (Bild: Informatica Cero)

Aus Kreisen der Mainboard-Hersteller will DigiTimes außerdem erfahren haben, dass die neuen 12-nm-Ryzen-CPUs voraussichtlich schon im Februar 2018 von AMD vorgestellt werden sollen, was angesichts der frühestens im ersten Quartal 2018 beginnenden 12LP-Produktion früh erscheint. Die Website spricht von Pinnacle 7 und Pinnacle 5 für Februar, im März soll Pinnacle 3 den Einstieg bilden. Pinnacle Ridge ist der Codename der neuen Desktop-CPUs, vermarktet werden diese aber voraussichtlich erneut als Ryzen 7, Ryzen 5 und Ryzen 3 mit gegenüber den Vorgängern geänderter Modellnummer.

Im April 2018 sollen Low-Power-Varianten von Pinnacle Ridge mit geringer Leistungsaufnahme folgen, die gibt es aktuell nicht. Für den Mai 2018 seien „Pinnacle Pro“ als Business-Prozessoren der Serie Ryzen Pro zu erwarten.

Mainboards mit X470- und B450-Chipsatz

Den Pinnacle Ridge sollen ab März 2018 neue Chipsätze zur Seite gestellt werden. Die Rede ist von Mainboards mit X470- und B450-Chipsätzen, analog zu den aktuellen Vertretern X370 und B350. Der Bericht lässt zudem weitere Ableger der 400-Chipsatz-Serie für einen späteren Zeitpunkt erwarten.

Welche Neuerungen die Chipsätze mit sich bringen, wird nicht genannt. Ebenso unklar ist, wie es bezüglich der Kompatibilität zwischen Summit Ridge und Pinnacle Ridge sowie den 300- und 400-Chipsätzen aussieht. Der Sockel bleibt zwar mit AM4 identisch, doch hat Intel jüngst bewiesen, dass der nominell gleiche Sockel nicht zwingend eine Kompatibilität bedeutet.

Matisse mit Zen 2 folgt 2019

Mit „Zen 2 Cores“ soll Matisse im Jahr 2019 erscheinen. Auf Basis der zweiten Generation der Zen-Architektur sind größere Änderungen zu erwarten. Zumindest beim Sockel bleibt mit AM4 alles beim Alten. Für Zen 2 hatte AMD bereits das 7-nm-Herstellungsverfahren in Aussicht gestellt.

Roadmap: Zen, Zen 2 und Zen 3
Roadmap: Zen, Zen 2 und Zen 3

APUs: Auf Raven Ridge folgt Picasso

Auch die APUs, also CPUs mit integrierter Grafikeinheit, erwähnt die Roadmap. Auf Raven Ridge mit bis zu vier Zen-Kernen und acht Threads sowie Vega-GPU soll 2019 Picasso folgen. Hier ist wie bei Pinnacle Ridge ein Refresh mit Leistungssteigerung bei gleicher Architektur des Vorgängers zu erwarten. Die neuen Codenamen überraschen, denn statt des „Ridge“ erfolgt demnach der Wechsel auf Namen von Künstlern wie Henri Matisse und Pablo Picasso.