Project Cars 2 Benchmark: Deutlich mehr PS im zweiten Lauf 3/3

Wolfgang Andermahr 179 Kommentare

Im GPU-Limit sollten es vier echte CPU-Kerne sein

Der Core i7-7700K (Test) liefert im GPU-Limit unter Ultra HD höchsten durchschnitten FPS sowie die stabilsten Frametimes in Project Cars 2. Bis einschließlich des Ryzen 5 1600X (Test) macht es allerdings kaum einen Unterschied, welche CPU im System zum Einsatz kommt. Erst beim Wechsel auf nur noch vier Kerne ohne SMT in Form des Ryzen 3 1300X fällt die Leistung etwas ab. Kommt der Dual-Core-Prozessor Pentium G4560 mit Hyper-Threading zum Einsatz, sinken die FPS weiter.

Das zeigt, dass Project Cars 2 sehr wohl mit mehr als vier echten Kernen etwas anfangen kann, vier echte Kerne für einen flüssigen Spielablauf aber bereits ausreichend sind. Verfügt die CPU über acht Threads, spielt alles andere quasi keine Rolle mehr. Ob es sich dann um einen Core i7 mit hohem Takt oder einem deutlich niedriger taktenden Ryzen 5 handelt, macht spielerisch keinen Unterschied.

Im CPU-Limit zeigt Project Cars 2 hingegen weiterhin messbar mehr Leistung auf Prozessoren von Intel. Zwar sind die Abstände längst nicht mehr so groß wie noch im ersten Teil, aber sie bleiben größer, als sie die CPUs im Durchschnitt über mehrere Spiele in Tests von ComputerBase bisher gezeigt haben. Richtig weit abgeschlagen ist dagegen der Pentium G4560 mit zwei Kernen und vier Threads. Zur schnellsten CPU gehen fast 50 Prozent an Leistung verloren.

Fazit

Während das erste Project Cars zur finalen Freigabe technisch noch eine ziemliche Baustelle gewesen ist, läuft Project Cars 2 vom ersten Tag an gut. Und das unabhängig von der eingesetzten Grafikkarten- oder CPU-Marke. Besonders positiv ist diese Erkenntnisse für Besitzer einer GPU von AMD: Die hatten im ersten Project Cars nämlich massive Probleme.

Den zwei neuen AMD Radeon RX Vega (Test) gefällt das neue Rennspiel hingegen gut. In hohen Auflösungen liegen sie mit der direkten Konkurrenz gleich auf. In niedrigeren Auflösungen wie Full HD und generell abseits von Vega hat Nvidia dagegen zwar weiterhin die Nase leicht vorn und die GeForce GTX 1060 ist damit zügiger als die Radeon RX 580 und die GeForce GTX 970 schneller als die Radeon R9 390, so gravierende wie im ersten Teil sind die Unterschiede aber bei Weitem nicht mehr. Die Umsetzung für den PC ist bei Project Cars 2 also offensichtlich gelungen.

Davon abgesehen bringt das Spiel sowohl die Stärken als auch die technischen Schwächen des Vorgängers mit sich. Eine brauchbare Kantenglättung gibt es zum Beispiel immer noch nicht. Dafür sieht das Spiel je nach Wetter (und damit den Lichtverhältnissen) sehr gut bis spektakulär aus. Rein aus technischer Sicht spricht damit nichts gegen den Kauf der PC-Version von Project Cars 2.

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