GeForce GTX 1070 Ti im Test: Leise Custom Designs von Asus und Inno3D im Vergleich 7/7

Wolfgang Andermahr 143 Kommentare

Fazit

Die GeForce GTX 1070 Ti ist wie alle Modelle mit Pascal-GPU eine gute Grafikkarte, die nach vielen Spekulationen ganz ohne Überraschung in den Markt entlassen wird: Sie ist genau so schnell und genau so teuer wie erwartet und vom Hersteller erwünscht, einen handfesten Vorteil für Spieler bietet sie gegenüber dem Status quo nicht.

Nvidia wusste nach der Vorstellung der AMD Radeon RX Vega 64 und 56 (Test) schließlich genau, wo die GeForce GTX 1070 Ti landen sollte. Und unter Vorgabe der ab Werk eingestellten Taktraten für alle Custom Designs ist die Grafikkarte damit minimal schneller als die schnellsten Varianten der GeForce GTX 1070 und leicht langsamer als die einfachen Modelle der GeForce GTX 1080, auch der zum Start aufgerufene Preis passt dazu.

Die neue GeForce GTX 1070 Ti Founders Edition
Die neue GeForce GTX 1070 Ti Founders Edition (Bild: Nvidia)

Schützenhilfe für das gesamte GP104-Portfolio mit mittlerweile drei Modellen gibt es dabei von AMD. Nicht, weil die Hardware signifikant schlechter ist, sondern weil der Preis weiterhin zu hoch liegt. Die Radeon RX Vega 56 wechselt verlässlich ab 479 Euro den Besitzer, also für 10 Euro mehr als die neue GeForce GTX 1070 Ti als Founders Edition oder in günstiger Custom-Design-Version. Und die sind schneller, energieeffizienter und vermutlich immer noch leiser. Würde es die Grafikkarte von AMD hingegen endlich für die offizielle Preisangabe von 405 Euro geben, wäre die Konkurrenzsituation eine gänzlich andere.

Die GeForce GTX 1070 Ti eignet sich gut für das Spielen in 2.560 × 1.440 bei hohen Details und auch für 3.840 × 2.160 bei reduzierter optischer Opulenz. Einen echten Konkurrenten hat Nvidia nicht, da die Radeon RX Vega 56 zu teuer ist. Und bei gleichem Preis spricht aktuell nichts außer die FreeSync-Unterstützung für die Grafikkarte von AMD.

Die Modelle von Asus und Inno3D sind angenehm leise

Die von ComputerBase zum Auftakt getesteten ersten Custom Designs in Form von Asus GeForce GTX 1070 Ti Strix (Advanced Edition) und Inno3D GeForce GTX 1070 Ti iChill X3 sind als Premium-Modelle zu bezeichnen. Sie sind dieses Mal auf Geheiß von Nvidia zwar „nur“ so schnell wie die einfachen Versionen, kommen aber mit einem besseren Kühler daher. Schon die GeForce GTX 1070 Ti iChill X3 ist in allen Lebenslagen leise, die GeForce GTX 1070 Ti Strix (Advanced Edition) mit dem neuen 2,5-Slot-Kühler hingegen eine der leisesten bisher getesteten GP104-Grafikkarten.

GeForce GTX 1070 Ti: Inno3D iChill X3 gegen Asus Strix (Advanced Edition)
GeForce GTX 1070 Ti: Inno3D iChill X3 gegen Asus Strix (Advanced Edition)

Per manuellem Übertakten lässt sich auf beiden Produkten rund zehn Prozent zusätzliche Performance heraus holen. Dann sind die 3D-Beschleuniger schneller als die Einstiegskarten der GeForce GTX 1080. Wer auf der Grafikkarte hingegen den OC-Mode aktiviert, erhält ziemlich genau GTX-1080-Performance ohne Garantieverlust.

Die Qual der Wahl: GTX 1070, 1070 Ti oder 1080?

Für 469 Euro reiht sich die GeForce GTX 1070 Ti perfekt in Nvidias Pascal-Portfolio ein. Zu diesem Preis ist das Preis-Leistung-Verhältnis gleich gut wie bei der GeForce GTX 1070 und der GeForce GTX 1080. Der Kunde hat also die Qual der Wahl, eine besonders vorteilhafte Entscheidung gibt es nicht.

Soll es eine nicht ganz so schnelle übertaktete GeForce GTX 1070 mit einem guten Kühler, oder eine leicht schnellere GeForce GTX 1070 Ti mit einem durchschnittlichen Kühler sein? Oder doch eine GeForce GTX 1070 Ti mit einem guten Kühler? Oder eine leicht schnellere GeForce GTX 1080 mit einem einfachen Kühler? Preislich gibt es zwischen den Varianten nur geringe Unterschiede.

Die GeForce GTX 1070 Ti kann ab sofort in unzähligen Varianten bei Alternate.de*, Caseking.de*, Mindfactory oder zahlreichen anderen Händlern bestellt werden.

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