Radeon RX Vega 56 Strix im Test: Leiser Betrieb zu Lasten der Temperatur 2/4

Wolfgang Andermahr 158 Kommentare

Testergebnisse

Als Testsystem kommt für die Benchmarks ein Core i7-8700K (Test) zum Einsatz, der auf allen Kernen mit 4,7 GHz betrieben wird. Als Speicher sind zwei jeweils 16 Gigabyte große Dual-Rank-Module von G.Skill verbaut, die als DDR4-3200 mit den Timings 16-16-38-1T angesteuert werden. Als Treiber ist der Adrenalin 17.12.1 installiert.

Neue Treiber, Windows-10-Updates und Spiele-Patches haben die Vergleichbarkeit zu bisher durchgeführten Grafikkarten-Tests leider stark beeinträchtigt. Daher kommt seit Ende letzten Jahres ein völlig neues System und auch ein neuer Spiele-Parcours zum Einsatz. Die Messungen zu Lautstärke, Leistungsaufnahme und Temperatur sind weiterhin mit dem alten Testsystem entstanden und daher vergleichbar zu älteren Test und anderen Custom-Grafikkarten. Die Spiele-Benchmarks sind hingegen nicht mehr vergleichbar.

Taktraten unter Last

Bei einer identischer ASIC-Power von 260 Watt wie bei der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil und der Sapphire Radeon RX Vega 56 Nitro+ taktet die Asus Radeon RX Vega 56 Strix etwas niedriger. Je nach Spiel liegen bei der Grafikkarte zwischen 1.435 MHz und 1.505 MHz an. Im Vergleich dazu arbeitet das PowerColor-Modell mit bis zu 1.560 MHz und die Sapphire-Grafikkarte mit bis zu 1.540 MHz. Die Asus-Grafikkarte taktet leicht höher als die Radeon RX Vega 56 Red Devil mit einer ASIC-Power von 220 Watt.

Die tatsächlichen Taktraten im Fractal Design Define R5 nach 20 Minuten
Spiel (3.840 × 2.160) Destiny 2 F1 2017 Wolfenstein 2 The Witcher 3
PowerColor Vega 56 Red Devil
OC-BIOS (260W)
1.545-1.555 MHz 1.560 MHz 1.530-1.540 MHz [PT] 1.510-1.520 MHz [PT]
PowerColor Vega 56 Red Devi
Standard-BIOS (220W)
1.490-1.505 MHz [PT] 1.500-1.515 MHz [PT] 1.460-1.490 MHz [PT] 1.425-1.450 MHz [PT]
PowerColor Vega 56 Red Devi
Silent-BIOS (195W)
1.445-1.460 MHz [PT] 1.460-1.480 MHz [PT] 1.410-1.450 MHz [PT] 1.370-1.405 MHz [PT]
Sapphire Vega 56 Nitro+
Nitro-Boost-BIOS (240W)
1.505-1.520 MHz [PT] 1.525-1.540 MHz [PT] 1.480-1.510 MHz [PT] 1.460-1.470 MHz [PT]
Sapphire Vega 56 Nitro+
Efficiency-BIOS (180W)
1.365-1.380 MHz [PT] 1.390-1.425 MHz [PT] 1.360-1.390 MHz [PT] 1.305-1.330 MHz [PT]
AMD Vega 56 Referenz
Standard-BIOS (165W)
1.330-1.360 MHz [PT] 1.360-1.400 MHz [PT] 1.310-1.340 MHz [PT] 1.280-1.300 MHz [PT]
[P] = Power-Target limitiert, [T] = Temperature-Target limitiert

Mit dem Quiet-BIOS und damit einer um 40 Watt geringeren ASIC-Power agiert die Asus-Grafikkarte mit 1.400 MHz bis 1.485 MHz und damit etwa 25 MHz bis 50 MHz niedriger als mit der Standard-Einstellung – der Unterschied ist gering. Wie auch mit dem Standard-BIOS taktet die Radeon RX Vega 56 Strix bei gleicher ASIC-Power niedriger als die PowerColor-Entwicklung.

Benchmarks in 2.560 × 1.440

Mit dem werksseitigen Performance-BIOS arbeitet die Asus Radeon RX Vega 56 Strix rund vier Prozent schneller als AMDs Referenzdesign. Von den drei Custom-Modellen ist die Asus-Version damit das langsamste Modell, wobei der Abstand zur Sapphire Radeon RX Vega 56 Nitro+ mit zwei Prozent gering ist. Die PowerColor Radeon RX Vega 64 Red Devil ist mit fünf Prozent hingegen etwas mehr voraus.

Kommt das Quiet- anstatt das Performance-BIOS zum Einsatz, verliert die Grafikkarte quasi keine Leistung. Diese ist nur ein Prozent geringer als im Standard-Modus. Das ist auch der Grund, warum es die Radeon RX Vega 56 Strix nur auf den dritten Platz im Leistungskampf schafft. Der Performance-Modus bringt einfach keinen Vorteil. Denn im Vergleich der Silent-BIOS-Versionen mit den Grafikkarten der Konkurrenten schneidet das Asus-Modell gut ab und platziert sich knapp vor diesen.

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