F1 2018 im Benchmark: Ein leichtes Upgrade eines guten Vorgängers

 2/3
Wolfgang Andermahr 100 Kommentare

Testreihen, Testsystem und Grafik-Einstellungen

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind mit dem Grafikkarten-Testsystem erstellt worden. Der PC verfügt über einen auf 4,7 GHz übertakteten Core i7-8700K, der auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (16-16-16-38, Dual Rank) zugreifen kann. „Windows 10 April Update“ inklusive aller verfügbaren Updates sind installiert. Als Treiber werden der Adrenalin 18.8.1 beziehungsweise der GeForce 398.82 genutzt. In wie weit beide Treiber für F1 2018 optimiert sind, ist unklar.

Die Benchmark-Szene im Detail

Die Testszene zeigt einen Rennstart und die ersten Sekunden danach auf der Rennstrecke von Melbourne in Australien. Der Start spielt sich im hinteren Mittelfeld bei trockenem Wetter ab. Es wird die integrierte Benchmark-Funktion genutzt. Diese erzeugt zwar keine hundertprozentig vergleichbare Szenen, jedoch variieren die Messergebnisse kaum zwischen mehreren Testläufen. Die Testszene gehört zu den anspruchsvollsten Sequenzen im Spiel.

In 1.920 × 1.080 werden die maximalen Grafikdetails von F1 2018 genutzt. In 2.560 × 1.440 wird auf das Ultrahoch-Preset zurückgeschaltet, in 3.840 × 2.160 auf die Hoch-Einstellung.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Ultrahoch-Preset, ASSAO, SSRT-Schatten
2.560 × 1.440 Ultrahoch-Preset, ASSAO
3.840 × 2.160 Hoch-Preset

Grafikkarten-Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

In F1 2018 liefern Nvidia-Grafikkarten derzeit minimal mehr Bilder in der Sekunde als die AMD-Pendants. So ist in 1.920 × 1.080 die GeForce GTX 1080 acht Prozent schneller als die Radeon RX Vega 64. Die GeForce GTX 1060 ist der Radeon RX 580 um vier Prozent voraus. Einzig die Radeon R9 390 hält dagegen und arbeitet sechs Prozent schneller als die GeForce GTX 970.

Bei den Frametimes gibt es dagegen kaum Unterschiede. Denn in dieser Disziplin liegt die Radeon RX Vega 64 nur noch ein Prozent hinter der GeForce GTX 1080 zurück und auch die Mittelklasse-Modelle schenken sich nichts mehr.

2.560 × 1.440 ist AMDs stärkste Auflösung in F1 2018. Dort liefert die Radeon RX Vega 64 dann auch fünf Prozent bessere Frametimes als die GeForce GTX 1080 und rückt zudem bei den FPS etwas näher heran. In 3.840 × 2.160 bleibt es dann bei den Frametimes ein Gleichstand, bei den FPS wird der Abstand allerdings wieder leicht größer. Interessantes Detail: In 2.560 × 1.440 sowie in 3.840 × 2.160 geht der GeForce GTX 970 der Speicher aus. Das passiert Grafikkarten mit durchweg schnell angebundenen 4.096 MB übrigens nicht derart deutlich.

Die Empfehlung für die Framerate

F1 2018 benötigt als Rennspiel aus der Cockpitperspektive hohe Frameraten. Da die Testsequenz anspruchsvoll ist und die Framerate meist höher ist, empfiehlt es sich, in den Benchmarks für ein optimales Spielerlebnis mindestens 60 FPS zu erzielen. Noch höhere Frameraten machen sich schnell durch eine direktere Steuerung und ein flüssigeres Spielgefühl bemerkbar – letzteres, wenn der Monitor mehr als 60 Hz bietet. Ab mindestens 45 FPS in der Sequenz ist F1 2018 spielbar. Allerdings ist das Spielerlebnis vor allem wegen der indirekter werdenden Steuerung nicht optimal.

Die Frametimes auf einer AMD- und Nvidia-Grafikkarte

F1 2018 hat zumindest in der Vorabversion mit – vermutlich – noch nicht gänzlich optimierten Treibern noch einige Schwierigkeiten bezüglich der Frametimes. Vor allem die GeForce GTX 1080 zeigt in 2.560 × 1.440 immer wieder einige Spikes. Diese fallen zwar nicht sonderlich groß aus, sind aber vorhanden. Die Radeon RX Vega 64 hat generell ein ähnliches Problem, allerdings ist dieses bezüglich der Häufigkeit und der Intensität deutlich weniger ausgeprägt.

Das Gute daran: Da die Spikes nicht sonderlich groß sind und F1 2018 ordentliche Frameraten hat, lassen sich die nicht optimalen Frametimes weder auf einer AMD-, noch auf einer Nvidia-Grafikkarte spüren. Je niedriger die Framerate wird, desto eher fallen diese jedoch besonders auf einem GeForce-Beschleuniger auf.

Mit 6 GB gibt es kein Limit

Die Texturen in F1 2018 sind zwar keine Highlights, sehen aber durchweg ordentlich aus. So sieht der Asphalt zum Beispiel durchaus schick aus, was in Bewegung aber kaum noch eine Rolle spielt. Mit 6.144 Gigabyte Speicher auf der Grafikkarte ist man bis hinauf zu 3.840 × 2.160 auf der sicheren Seite. Für 1.920 × 1.080 reicht auch eine Grafikkarte mit 4.096 MB. Wer dagegen weniger Speicher hat, sollte die Texturdetails reduzieren, da es ansonsten zum Stocken kommen kann.

Auf der nächsten Seite: Prozessor-Benchmarks auf einer GTX 1080 Ti