OnePlus 6T im Test: Sehr viel Smartphone zum immer noch fairen Preis

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Nicolas La Rocco 344 Kommentare

Gleiche Dual-Kamera

An der Kamera-Hardware gibt es für das diesjährige T-Modell keine Veränderung gegenüber der Ausgangsbasis. OnePlus vertraut auf eine Dual-Kamera mit 16 Megapixel, f/1.7-Blende und optischem Bildstabilisator auf dem Hauptsensor sowie 20 Megapixel und f/1.7-Blende für den zweiten Sensor, der für die Erfassung von Tiefeninformationen zuständig ist, um im Porträtmodus einen Bokeh-Effekt zu berechnen. Videoaufnahmen sind erneut in bis zu 2160p mit 60 FPS möglich.

An der Bildcharakteristik hat sich angesichts der unverändert übernommenen Komponenten nicht besonders viel verändert. Die Kamera des OnePlus 6T punktet erneut mit einem gelungenen Weißabgleich und einer über weite Bereiche hohen Schärfe. Die Kamera lässt sich über doppeltes Drücken der Power-Taste schnell starten und führt per Phasenvergleich schnell den Autofokus durch, sodass die erste Aufnahme ohne größere Verzögerung im Kasten ist. Das Auslösen funktioniert dank neuer Software allgemein eine Spur schneller als noch beim OnePlus 6, das hier manchmal etwas träge agierte.

Der HDR-Modus schaltet sich in Situationen mit schwieriger Beleuchtung zuverlässig hinzu und sorgt für eine meistens gute kombinierte Abbildung von sehr hellen und dunklen Bereichen. Im Vergleich zum iPhone Xs Max (Test) werden beim OnePlus 6T des Öfteren die dunklen Bildbereichen nicht stark genug aufgehellt, sodass Details nicht sichtbar werden. Wie die Aufnahmen 11 und 12 zeigen, weiß das Smartphone jedoch mit starkem Gegenlicht wie der Sonne prinzipiell gut umzugehen.

OnePlus 6T im Test – Kamera

Im Direktvergleich mit dem iPhone Xs Max sind die Aufnahmen kühler, das Apple-Smartphone tendiert zu einer wärmeren Darstellung. Den Vergleich mit dem rund doppelt so teuren iPhone Xs Max muss das OnePlus 6T aber nicht scheuen, wenngleich die Apple-Kamera unterm Strich doch die besseren Aufnahmen macht. Meistens sind die Aufnahmen des OnePlus 6T aufgrund des nicht ganz so guten HDR-Modus' eine Spur zu dunkel, davon abgesehen gibt es aber nichts zu meckern. Gelegentlich sehen die Fotos des OnePlus 6T sogar besser aus, etwa auf den Aufnahmen 8, 11 und 12. Hier gelingt dem OnePlus 6T eine bessere Abbildung der stark unterschiedlich hellen Bereiche, etwa der Himmel im Hintergrund (8), die korrekte Belichtung bei Dämmerung (11) oder die Schilder des Fast-Food-Restaurants (12).

OnePlus 6T im Test – Kamera-Vergleich

Neue Algorithmen für Nachtaufnahmen

Eine Veränderung an der Kamera des OnePlus 6T sind neue Algorithmen für Nachtaufnahmen. Fotos bei Nacht können in zwei Modi aufgenommen werden: dem Automatikmodus und einem speziellen Nachtmodus. Der Automatikmodus ist vor allem bei Nachtaufnahmen mit vielen grellen Lichtquellen empfehlenswert, da diese hier nicht so stark überstrahlen. Der Nachtmodus, der mehrere Aufnahmen miteinander kombiniert, erinnert ein wenig an Googles Night Sight für die Pixel-Smartphones, da das Motiv künstlich über das tatsächlich vorherrschende Helligkeitsniveau aufgehellt wird.

In diesem Modus werden aber schlicht mehrere Aufnahmen zusammengefügt und dabei nicht berücksichtigt, dass damit helle Bereiche intensiviert werden. Bereits helle Lichtquellen, wie etwa bei Aufnahme 2, werden dadurch noch heller und überstrahlen das gesamte Bild. Der Nachtmodus sollte deshalb besser nur bei dezenter Beleuchtung verwendet werden, da kleinere Lichtquellen nicht derart die Aufnahme dominieren.

OnePlus 6T im Test – Nachtmodus

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