ViewSonic XG3240C im Test: 32"-Monitor mit WQHD, 144 Hz und HDR10 für Spieler

Frank Hüber 104 Kommentare
ViewSonic XG3240C im Test: 32"-Monitor mit WQHD, 144 Hz und HDR10 für Spieler

tl;dr: Der ViewSonic XG3240C beweist als Gaming-Monitor im Test, dass er viele positive Eigenschaften für Spieler in einem Monitor vereint. Als schnellster Monitor im Testfeld mit sattem Schwarzwert sowie sehr guter Ergonomie und Steuerung überzeugt der XG3240C. Die Helligkeit fällt im Vergleich aber zu gering aus.

XG3240C im Test

Für Spieler wichtige Eigenschaften in einem Paket

Der ViewSonic XG3240C richtet sich als Gaming-Monitor an Spieler, die auf ein großes Display setzen und trotzdem nicht die weiterhin niedrigeren Frameraten der UHD-Auflösung in Kauf nehmen möchten. Deshalb verfügt der Monitor über ein 31,5 Zoll großes VA-Panel mit der WQHD-Auflösung von 2.560 × 1.440 Bildpunkten, kombiniert diese aber mit einer schnelleren Bildwiederholfrequenz von 144 Hz. Das VA-Panel ist mit einem Radius von 1,8 m gewölbt (curved) und unterstützt zudem FreeSync im Frequenzbereich von 48 bis 144 Hz. Wer eine kompatible AMD-Radeon-Grafikkarte nutzt, profitiert somit nicht nur von der hohen Bildwiederholfrequenz, die für sich alleine bereits für eine deutlich flüssigere Darstellung und weniger Bewegungsunschärfe sorgt, sondern zusätzlich von einer variablen Bildwiederholfrequenz, die Tearing und Stuttering verhindert.

Hoher Kontrast trotz niedriger Maximalhelligkeit

Laut ViewSonic bietet das VA-Panel darüber hinaus mit 3.000:1 einen hohen Kontrast und eine niedrige Reaktionszeit von 4 ms (Grau zu Grau). Auch wenn der Monitor mit HDR-Inhalten umgehen kann, verrät bereits ein Blick auf die technischen Daten, dass angesichts einer Helligkeit von 300 cd/m² keine Spitzenleistung erwartet werden sollte.

Mit diesen technischen Daten muss sich der ViewSonic XG3240C im Testfeld mit dem LG 32GK850F (Test) und dem Samsung C32HG70 (Test) messen; keine leichte Aufgabe.

Technische Daten und Erfahrungen

DisplayPort 1.4 und HDMI 2.0 für WQHD bei 144 Hz

Bei den Videoeingängen setzt ViewSonic auf aktuelle Standards: DisplayPort 1.4 und zweimal HDMI 2.0 sind für WQHD und 144 Hz bestens gerüstet. Zum Anschluss von Peripherie sind vier USB-3.0-Ports und ein USB-Uplink zur Verbindung mit dem PC verbaut. Zwei der vier USB-Ports sind etwas nach innen versetzt an der Seite positioniert, die anderen beiden an der unteren linken Rückseite. Ein echtes Kabelmanagement bietet der Monitor nicht, die Kabel können lediglich durch ein Loch im Standfuß etwas geordneter und versteckter nach hinten weggeführt werden.

Wer auch die Soundausgabe über den Monitor vornehmen möchte, findet hierfür sowohl einen Klinken-Ein- als auch -ausgang am Monitor oder kann die beiden integrierten Lautsprecher mit jeweils 6 Watt Nennleistung nutzen. Am Standfuß ist hinten zudem ein ausklappbarer Headset-Halter verbaut.

Verstellbarer Standfuß und exzellenter OSD-Joystick

Der Standfuß erlaubt eine Verstellung der Höhe und Neigung sowie das horizontale Schwenken des Displays. Die Höhenverstellung könnte mit nur 8 cm durchaus etwas umfangreicher ausfallen. Eine Pivot-Funktion wird offiziell nicht geboten, dennoch kann das Display um 90 Grad gekippt werden, wenn es zunächst nach hinten geneigt wird, um die Anschlüsse problemlos zu erreichen. Da der Bildschirm in dieser Position jedoch vertikal nicht mehr ganz gerade ausgerichtet werden kann, wird Pivot offiziell nicht unterstützt, was bei einem Gaming-Monitor in der Regel aber nicht von Relevanz ist.

Die Bedienung des On-Screen-Displays (OSD) erfolgt über einen Joystick auf der Gehäuserückseite und ist ohne Fehl und Tadel umgesetzt. Statt über sich in ihrer Belegung verändernden Tasten zeigt ViewSonic beim XG3240C, wie sich ein On-Screen-Display mit einem einzigen Joystick bestens bedienen lässt. Zu Fehleingaben kommt es angesichts der sehr guten Umsetzung anders als etwa beim LG 32GK850F (Test), dessen Joystick zu klein und schwergängig ist, nicht.

ViewSonic XG3240C LG 32GK850F Samsung C32HG70
LCD-Panel VA
Backlight LED (flimmerfrei)
Diagonale 31,5 Zoll (curved) 31,5 Zoll 31,5 Zoll (curved)
Auflösung 2.560 × 1.440 (144 Hz)
Pixeldichte 93 dpi
HDR HDR10 DisplayHDR 400 DisplayHDR 600
FreeSync/G-Sync FreeSync FreeSync 2
Seitenverhältnis 16:9
Kontrast (statisch) 3.000:1
Helligkeit max. 350 cd/m² 400 cd/m² 600 cd/m²
Farbtiefe 8 Bit (ohne FRC) 10 Bit (8 Bit + FRC)
Farbraum 99,63 % sRGB, 81,9 % NTSC, 84,27 % Adobe RGB 95 % DCI-P3 125 % sRGB, 95 % DCI-P3, 88 % NTSC, 92 % Adobe RGB
Blickwinkel (horizontal/vertikal) 178°/178°
Reaktionszeit 4 ms (Grau zu Grau) 5 ms (Grau zu Grau) 1ms MPRT
Videoeingänge 2 × HDMI 2.0, DisplayPort 1.4 2 × HDMI 2.0, DisplayPort 1.2 2 × HDMI 2.0, DisplayPort 1.2
Audio Line-in, Line-out, 2 × 6-Watt-Lautsprecher Kopfhörerausgang Kopfhörerausgang, Mikrofon-Ein- und -ausgang
USB 4 × USB 3.0 2 × USB 3.0
Ergonomie Display neigbar (-5°/+15°), höhenverstellbar (80 mm), schwenkbar (-45°/+45°) Display neigbar (-5°/+20°), höhenverstellbar (110 mm), schwenkbar (-20°/+20°), Pivot Display neigbar (-5°/+15°), höhenverstellbar (145 mm), schwenkbar (-15°/+15°)
Leistungsaufnahme Betrieb: 41 W, Standby: k. A. Betrieb: 44 W, Standby: 0,5 W Betrieb: 64 W, Standby: < 0,5 W
Sonstiges Blaulichtfilter, VESA-Aufnahme (100 × 100 mm),
diverse Game-Profile
Preis (16.01.2019) 475 Euro 500 Euro 500 Euro

Für einen Gaming-Monitor vergleichsweise schlicht

Das Design des XG3240C ist in der aktuellen schwarz-roten Designsprache von ViewSonic gehalten, wie sie beispielsweise auch der XG3220 (Test) bietet. Auf eine LED- oder gar RGB-Beleuchtung verzichtet ViewSonic bei diesem Monitor jedoch. Wer es demnach trotz der Gaming-Ausrichtung etwas dezenter mag, ist beim XG3240C noch gut aufgehoben. Auch der Standfuß erlaubt aufgrund seiner trotz der Ausmaße des Monitors kleinen Größe und seines flachen Designs eine weitgehende Nutzung der Arbeitsfläche.

Klassische dpi-Werte abseits von UHD

Das 31,5-Zoll-Display mit 2.560 × 1.440 Bildpunkten (WQHD) führt beim XG3240C zu einer Pixeldichte von 93 dpi, wie sie auch der LG 32GK850F (Test) bietet. Ein UHD-Monitor dieser Größe hat eine deutlich höhere Pixeldichte von 140 dpi. Die Pixeldichte des XG3240C liegt somit etwa auf dem Niveau eines Full-HD-Monitors mit 24-Zoll-Panel, das auf 92 dpi kommt. Die von Spielern häufig genutzte Kombination eines 27-Zoll-Panels mit einer Auflösung von 2.560 × 1.440 Pixel erreicht hingegen 109 dpi.

Kein FreeSync 2 HDR, sondern FreeSync

Wie bereits eingangs erwähnt, unterstützt der Monitor mit FreeSync eine variable Bildwiederholfrequenz im Bereich von 48 bis 144 Hz. FreeSync-2-HDR-Support gibt's jedoch nicht, da er hierfür nicht hell genug ist. Auch wenn AMD keinen genauen Wert nennt, so muss die Helligkeit für eine Klassifizierung gemäß FreeSync 2 HDR zwischen 400 und 600 cd/m² liegen.

Ein Test der variablen Bildwiederholfrequenz im Zusammenspiel mit einer Nvidia-Grafikkarte war mit dem XG3240C zum Testzeitpunkt noch nicht möglich.

44 Watt im SDR-, 51 Watt im HDR-Desktop

ViewSonic selbst gibt die Leistungsaufnahme des XG3240C mit 41 Watt an. Im Test betrug die maximale Leistungsaufnahme des Monitors genügsamere 37,3 Watt. Das Netzteil liefert maximal 90 Watt.

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